Samstag, 31. Januar 2026

Heiliger Don Bosco, bitte für uns!

 



CHATGPT nach dem Monument des hl. Johannes Bosco befragt:
Das Denkmal von Don Bosco vor der Kirche Santa Maria Ausiliatrice (Maria Hilf) in Turin zeigt nicht einfach nur eine Statue, sondern eine reich ausgestaltete Bronzeskulptur mit mehreren Figuren und erzählerischen Elementen, die das Leben und die Bestrebungen des heiligen Giovanni „Don“ Bosco symbolisiert – insbesondere seine Mission als Erzieher und Fürsprecher Jugendlicher und seine devotionale Ausrichtung auf Christus und Maria.

  • Don Bosco selbst steht oben auf dem Monument, mit einem liebenden, freundlichen Blick auf eine Gruppe von Kindern gerichtet. 

  • Um den Heiligen herum sind mehrere Kinderfiguren gruppiert. Diese verweisen direkt auf sein Lebenswerk: Don Bosco widmete sich insbesondere der Bildung, Betreuung und Erziehung von armen und benachteiligten Jugendlichen in Turin.

  • Am Fuß des Denkmals befindet sich eine weitere Figurengruppe, die allegorisch Glaube und Hoffnung darstellt: Ein Mann küsst ein Kreuz, das eine Frau (eine Art Madonna-Figur) hält – ein Hinweis auf die zentrale Rolle des christlichen Glaubens, Trost und Hingabe im Leben Boscos und seiner Gemeinschaft.

Das Denkmal stellt Don Bosco als liebevollen Vater und Lehrer dar, der Jugendlichen Hoffnung gibt und durch seinen Glauben sowie seine Dienste christliche Werte lebt und weitergibt. Die Szene mit den Kindern, den allegorischen Figuren und den Reliefs vermittelt seine pädagogische, spirituelle und soziale Mission und die wichtigsten Elemente seines Wirkens – seine Beziehung zu Christus und Maria sowie sein Engagement für Bildung, Mission und Hilfe für Bedürftige.

Eine Figur (beschrieben als Indio) kniet vor einer Darstellung der Maria Ausiliatrice (Maria Hilfe der Christen), zu der junge Frauen Blumen bringen – hier wird Boscos besondere Verehrung der Maria betont,
die auch dem Kirchenpatrozinium entspricht.

Eucharistische Verehrung und christliche Tugenden:
Hier sieht man eine betende Frau mit Kind und einen Arbeiter in andächtiger Haltung,
was für christliche Hingabe und die Fürsorge für Familien und Arbeiter steht.

Ein Mann, der sich vorbeugt, um ein Kreuz zu küssen,
das eine Frau hält
, die an eine Madonnenfigur erinnert.
Das steht symbolisch für Trost, Glauben und spirituelle Hingabe,
die Don Bosco und seine Gemeinschaft anderen Menschen bringen wollten.

Basilika und Grabeskirche des hl. Don Bosco in Turin

 Reliquie des Don Bosco in der Basilika in Castelnuovo (Empfehlungen an Missionare)

Einen Gedanken für Gott entfachen (Statue bei der Basilika in Castelnuovo)

Don Bosco, Zauberer und Seiltänzer

Don Bosco assistiert bei der ersten hl. Messe von Don Michele Rua

Don Bosco über das Priestertum (Castelnuovo)

Hochaltarbild Maria-Hilf Basilika in Turin

Die Basilika am Geburtsort Don Boscos

Gebet Don Boscos zu Maria, Hilfe der Christen

Der Traum über die Überschwemmung (MEDOUM)

Don Boscos Traum von den Säulen im Meer

Am Grab des hl. Don Bosco in Turin

Don Boscos Elternhaus in Castelnuovo 

Don Bosco als Seelsorger (Annecy)

Beichte und Eucharistie (Sakristei der Mariahilfbasilika)

Freitag, 30. Januar 2026

Die Frau war sehr schön anzusehen

 

David und Batseba, Lucas Cranach der Jüngere, Gemäldegalerie Alte Meister Dresden


Lesung aus dem zweiten Buch Sámuel 11

1 Um die Jahreswende,
zu der Zeit, in der die Könige in den Krieg ziehen,
schickte David
Joab mit seinen Knechten und ganz Israel aus
und sie verwüsteten das Land der Ammoníter
und belagerten Rabba.
David selbst aber blieb in Jerusalem.
2 Als David einmal zur Abendzeit von seinem Lager aufstand
und auf dem Flachdach des Königspalastes hin- und herging,
sah er von dort aus eine Frau, die badete.
Die Frau war sehr schön anzusehen.
3 David schickte jemand hin, erkundigte sich nach ihr und sagte:
Ist das nicht Batséba, die Tochter Ámmiëls,
die Frau des Hetíters Uríja?
4a Darauf schickte David Boten zu ihr und ließ sie holen;
sie kam zu ihm und er schlief mit ihr.
4c Dann kehrte sie in ihr Haus zurück.
5 Die Frau war aber schwanger geworden
und schickte deshalb zu David
und ließ ihm mitteilen: Ich bin schwanger.
Darauf sandte David zu Joab
und ließ ihm sagen: Schick den Hetíter Uríja zu mir!
Und Joab schickte Uríja zu David.
7 Als Uríja zu ihm kam,
fragte David, ob es Joab und dem Volk gut gehe
und wie es mit dem Kampf stehe.
8 Dann sagte er zu Uríja:
Geh in dein Haus hinab und wasch dir die Füße!
Uríja verließ das Haus des Königs
und es wurde ihm ein Geschenk des Königs nachgetragen.
Uríja aber legte sich am Tor des Königshauses
bei den Knechten seines Herrn nieder
und ging nicht in sein Haus hinab.
10a Man berichtete David:
Uríja ist nicht in sein Haus hinabgegangen.
13 David lud ihn ein, bei ihm zu essen und zu trinken,
und machte ihn betrunken.
Am Abend aber ging Uríja weg,
um sich wieder auf seinem Lager
bei den Knechten seines Herrn niederzulegen;
er ging nicht in sein Haus hinab.
14 Am anderen Morgen schrieb David einen Brief an Joab
und ließ ihn durch Uríja überbringen.
15 Er schrieb in dem Brief:
Stellt Uríja nach vorn, wo der Kampf am heftigsten ist,
dann zieht euch von ihm zurück,
sodass er getroffen wird und den Tod findet!
16 Joab hatte die Stadt beobachtet
und er stellte Uríja an einen Platz,
von dem er wusste,
dass dort besonders tüchtige Krieger standen.
17 Als dann die Leute aus der Stadt einen Ausfall machten
und gegen Joab kämpften,
fielen einige vom Volk, das heißt von den Kriegern Davids;
auch der Hetíter Uríja fand den Tod.
(Lesung vom Freitag der 3. Woche im Jahreskreis)

Donnerstag, 29. Januar 2026

Josef Freinademetz an seine Eltern

 

die Eltern des hl. Josef Freinadametz
 

Liebe Eltern!
In Eile ein paar Zeilen, um Euch zu informieren über meinen Zustand voller Gesundheit, Zufriedenheit und Freude im Herrn. Ich hoffe und ich bitte alle Tage den guten Gott, dass er sich würdigen möge, meinen guten Eltern beizustehen und sie zu trösten, die Ihr jetzt in Eurem Alter unter der Last verschiedener und recht schwerer Kreuze seufzt. Manchmal wäre ich ja gern bei Euch, um Euch das Kreuz zu erleichtern, wenigstens mit einem guten Wort.
Da das nicht möglich ist, bitte ich Euch, lieber Vater und Mutter, Hilfe, Trost und Kraft dort zu suchen, wo allein Ihr dies im Übermaß findet, d.h. im Herzen Jesu, zu Füßen der Schmerzensmutter und in der vollkommenen Erfüllung des göttlichen Willens. Dort findet Ihr die Geduld, die Ihr so nötig habt.

Ich bitte auch, ja, ich beschwöre euch, meine Brüder und Schwestern, bemüht Euch stets, die Eltern in ihren alten Tagen zu trösten mit Eurem Gebet und einem guten Verhalten, mit Geduld und kindlicher Liebe, denn davon hängt eure Ewigkeit ab, ob sie selig oder grenzenlos unglücklich ist. Mir zerreißt es das Herz in der Brust beim Gedanken, dass auch nur ein einziger aus unserer Familie sich mit einem schlechten Leben die Hölle erkaufen könnte. Die Zeit vergeht, der Tod kommt, sorgen wir vor, solange noch Zeit ist. Gott dienen und die Seele retten, alles andere hat keinen Wert.

Hier in China geht es mit der Mission hinreichend gut, der Herr fährt fort mit seinem Segen, in die Tausende gehen die Seelen, die wir vor der Hölle retten können. Doch groß sind die Leiden, die diese armen Neuchristen von Seiten der Heiden aushalten müssen. Sie werden beschimpft, verflucht, geschlagen, den Händen der Obrigkeit ausgeliefert, man zerstört ihre Häuser, legt Feuer daran und vieles andere, das diese Armen zu leiden haben. Manche von ihnen werden im Glauben schwach, aber der große Teil steht fest.
Doch all diese Verfolgungen sind auch eine Tortur und sogar ein Martyrium für das Herz eines armen Missionars, der seine Neuchristen mit Vaterliebe liebt. Ich erwähne gar nicht die vielen anderen Gefahren, die uns überall umgeben; zum Beispiel ist die Gegend, in der ich mich aufhalte, voll von Räubern und Mördern, die überall die Leute angreifen und ausrauben. Vor wenigen Tagen haben Diebe mitten in der Nacht ein Loch in das Haus gemacht, in dem ich schlief, und waren drauf und dran, Sachen unter meinem Bett zu rauben, als ich von ihrem Lärm erwachte und sofort die Christen um Hilfe rief. Es ging gut aus, die Diebe machten sich davon, und ich ging wieder zu Bett.

Wahrlich, welch schönes Leben ist das Leben des Missionars! Und doch würde ich nicht mit Eurem Kaiser in Wien tauschen.
Die zwei ganz besonderen Gnaden, die mir der Herr geschenkt hat und für die zu danken ich die ganze Ewigkeit hindurch nicht aufhören werde, sind, dass er mir die Gnade des Priestertums geschenkt hat und dass er mich zum Missionar gemacht hat.
Letztes Jahr haben sie uns zwei junge Missionare versetzt; jedoch kamen vier andere von Europa, und der Bischof hatte den Trost und die Vollmacht, am Fest der unbefleckten Empfängnis die beiden ältesten unserer chinesischen Seminaristen zu Priestern zu weihen.

Ich muss schließen, habe Dringendes zu tum. Tausend Grüße an alle, Verwandte und Bekannte.

Betet viel für Euren Giuseppe
China, den 5. Februar 1890

(Josef Freinademetz, Briefe an die Heimat, 95f)

s
Holzstatue des Josef Freinadametz im Elternhaus in Oies



Mittwoch, 28. Januar 2026

Wer also Gott liebt, hat ihn in sich (Thomas von Aquin)

 

Thomas von Aquin bei der Kanzel
Die Wahrheit spricht meine Zunge,
Unrechtes ist meinen Lippen ein Gräuel
Sprichwörter 8,7

 

Der Triumpf des hl. Thomas in der Spanischen Kapelle in S. Maria Novella, Florenz

Der Reliquienschrein des hl. Thomas in Toulouse

Thomas von Aquin in Znaim 

Thomas und Maria in S. Maria sopra Minerva, Rom

Thomas auf der Lateranbasilika

Thomas in Neapel (S. Domenico Maggiore)

Thomas von Aquin in Wien

Thomas von Aquin und die hl. Eucharistie - Bologna

Noch mal Toulouse (Fresko, Statue und Detail des Reliquienschreins)

Thomas von Aquin - Bologna

Thomas von Aquin - betend Theologie betreiben (St Dominic´s Prior, London) 

Statue in Basilika Cateriniana di San Domenico (Hymnus Auge des Adlers)


Szent Judas Tade Templom, Sopron/Ödenburg
 

Nicht alle Menschen können sich wissenschaftlichen Studien hingeben. Darum besteht das Gesetz Christi nur aus wenigen Worten, so daß alle es wissen können und niemand wegen Unkenntnis von der Beobachtung ausgenommen sei. Und das ist das Gesetz der göttlichen Liebe: Der Herr wird handeln, indem er sein Wort auf der Erde erfüllt und durchsetzt.

Dies Gebot muß aber die Regel allen menschlichen Tuns sein. Bei einem Kunstwerk urteilen wir: Es ist gut und richtig, wenn es den Regeln der Kunst entspricht; so ist auch jedes menschliche Tun richtig und tugendhaft, wenn es mit der Regel des Gebotes der Gottesliebe übereinstimmt. Wenn es aber von dieser Regel abweicht, ist es nicht gut und auch nicht recht und nicht vollkommen.
Dieses Gebot der Gottesliebe bringt im Menschen vier höchst wünschenswerte Wirkungen hervor.

Erstens, es ruft in ihm das geistliche Leben hervor. Natürlicherweise ist es ja so, daß das Geliebte im Liebenden ist. Wer also Gott liebt, hat ihn in sich. "Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm."

Die Natur der Liebe ist, daß sie den Liebenden in das Geliebte verwandelt. Wenn wir Gott lieben, werden wir vergöttlicht. "Wer sich an den Herrn bindet, ist ein Geist mit ihm." 
Augustinus sagt: "Wie die Seele das Leben des Leibes ist, so ist Gott das Leben der Seele." So handelt die Seele tugendhaft und vollkommen, wenn sie in der Liebe handelt, durch die Gott in ihr wohnt. Ohne Liebe aber ist sie nicht tätig. "Wer nicht liebt, bleibt im Tod."
Wenn aber einer alle Gaben des Heiligen Geistes hätte, ohne die Liebe, hätte er das Leben nicht. Sei es die Gabe der Sprachen oder Gabe des Glaubens oder irgendeine andere Gabe: ohne die Liebe schenken sie nicht das Leben. Selbst wenn ein Leichnam mit Gold und Edelsteinen bedeckt wird, bleibt er dennoch tot. (....)
(Thomas von Aquin, aus dem theologischen Werk über die zwei Gebote der Liebe und die zehn Gebote, Proprium der Dominikaner, 206f)

ehemalige Dominikanerkirche in Ödenburg

Sonntag, 25. Januar 2026

Ich werde euch zu Menschenfischern machen

 

Petrusfenster, Durham Cathedral

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

12 Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war,
kehrte er nach Galiläa zurück.
13 Er verließ Nazaret,
um in Kafárnaum zu wohnen, das am See liegt,
im Gebiet von Sébulon und Náftali.
14 Denn es sollte sich erfüllen,
was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist:
15 Das Land Sébulon und das Land Náftali,
die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan,
das heidnische Galiläa:16Das Volk, das im Dunkel saß,
hat ein helles Licht gesehen;
denen, die im Schattenreich des Todes wohnten,
ist ein Licht erschienen.
17 Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um!
Denn das Himmelreich ist nahe.
18 Als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er zwei Brüder,
Simon, genannt Petrus,
und seinen Bruder Andreas;
sie warfen gerade ihr Netz in den See,
denn sie waren Fischer.
19 Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
20Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
21 Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder,
Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot
und richteten ihre Netze her.
Er rief sie
22 und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater
und folgten Jesus nach.
23 Er zog in ganz Galiläa umher,
lehrte in den Synagogen,
verkündete das Evangelium vom Reich
und heilte im Volk
alle Krankheiten und Leiden.

(Evangelium vom 3. Sonntag im Jahreskreis) 


Samstag, 24. Januar 2026

Anlässlich der heutigen Weihe des neuen Erzbischofs von Wien (Franz von Sales)

 

Heiliger Franz von Sales, bitte für ihn

Der Kalvarienberg ist die wahre Hochschule der Liebe

1. Und nun zum Schluß: Der Tod und das bittere Leiden unseres Erlösers ist der anziehendste und zugleich gewaltigste Beweggrund, der unsere Herzen in diesem sterblichen Leben beseelen kann. Und es ist in Wahrheit so, daß die mystischen Seelen gleich Bienen ihren besten Honig aus den Wunden dieses "Löwen aus dem Stamm Juda" (Offb 5,5) bereiten, der auf dem Kalvarienberg gemordet, zerschlagen und zerrissen wurde. Die Kinder des Kreuzes rühmen sich ihres wunderbaren Rätsels, das die Welt nicht versteht: "Aus dem Tod, der alles verschlingt, ist die Speise unseres Trostes hervorgegangen."
Und dem Tod, der stärker ist als alles, ist die Süße des Honigs unserer Liebe entflossen (Ri 14,8.14).
O Jesus, mein Erlöser, wie liebenswert ist Dein Tod, weil er die erhabene Wirkung Deiner Liebe ist!

2. Darum wird auch dort oben in der himmlischen Glorie nach der in ihrem Wesen erkannten und erwogenen göttlichen Güte der Tod des Erlösers der mächtigste Beweggrund sein, um die seligen Geister in die Gottesliebe zu entrücken. Deshalb "sprachen Mose und Elija" bei der Verklärung, die ein Strahl der Glorie war, mit dem Herrn "von dem Äußersten," das er in Jerusalem erfüllen sollte (Lk 9,31). Aber von welchem Äußersten, wenn nicht von diesem Äußersten der Liebe, durch welches dem Liebenden das Leben genommen wurde, um seiner Vielgeliebten gegeben zu werden. 
Darum stelle ich mir vor, daß man beim ewigen Lobgesang jeden Augenblick den freudigen Ausruf wiederholen wird: "Es lebe Jesus, dessen Tod geoffenbart, wie stark die Liebe ist."

3. Theotimus, der Kalvarienberg ist der Berg der Liebenden. Alle Liebe, die ihren Ursprung nicht in dem bitteren Leiden des Erlösers hat, ist leichtfertig und gefährlich. Unglückselig ist der Tod ohne die Liebe des Erlösers; unglückselig die Liebe ohne den Tod des Erlösers. Liebe und Tod sind im Leiden unseres Herrn dermaßen vermengt, daß man nicht eines ohne das andere im Herzen tragen kann. Auf dem Kalvarienberg kann man das Leben nicht ohne die Liebe und nicht die Liebe ohne den Tod des Erlösers haben. Im übrigen ist alles entweder ewiger Tod oder ewige Liebe und die ganze christliche Weisheit besteht darin, gut zwischen diesen beiden zu wählen. Um es dir, mein Theotimus, zu erleichtern, habe ich diese Zeilen geschrieben:

In diesem Leben, o Sterblicher,
mußt du wählen zwischen der ewigen Liebe
und dem ewigen Tod.
Gottes ewiger Ratschluß
läßt dir keinen Mittelweg.

4. O ewige Liebe, meine Seele verlangt nach dir und erwählt dich auf ewig! Ach, "komm Heiliger Geist und entzünde unseren Herzen mit Deiner Liebe!" (Pfingstmesse). Entweder lieben oder sterben! Sterben und lieben! Jeder anderen Liebe sterben, um nur der Liebe Jesu zu leben, auf daß wir nicht ewig sterben, sondern in Deiner ewigen Liebe lebend, o Erlöser unser Seelen, ewig singen mögen:
Es lebe Jesus! Ich liebe Jesus! Es lebe Jesus, den ich liebe! Ich liebe Jesus, der lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
(Schlußkapitel aus der Gottesliebe)

Donnerstag, 22. Januar 2026

Der Diakon Vinzenz

  Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Arztes Ladislaus Batthyani-Strattmann.


Vinzenz von Saragossa, Kathedrale von Lissabon

Heiliger Vinzenz, bitte für uns

Kathedrale von Lissabon

Glasfenster des hl. Vinzenz 

Bild des Martyriums in der Kathedrale von Burgos

An seinem leeren Grab in San Vicente - Avila

Kenotaph des hl. Vinzenz mit Darstellung seines Lebens und Martyriums

Der Fußabdruck des hl. Vinzenz

Vinzenz der Märtyrer. Vinzenz oder Vincentius war nach der Überlieferung Archidiakon des Bischofs Valerus von Saragossa im 3. Jahrhundert und wurde mit diesem nach Valencia verbannt. Dort wurde er wegen seines christlichen Glaubens nach einer glänzenden Verteidigungsrede zu Tod gemartert, und zwar an einem 22. Januar, wahrscheinlich 304.
Schon im Frühmittelalter entstand an seinem Grab und bei seinen Reliquien ein blühender Kult, der sich im späteren Mittelalter auch auf Frankreich und die deutschsprachigen Gebiete ausdehnte.
Der heilige Märtyrer Vinzenz wird als Diakon mit Palme, Buch und Raben dargestellt. Er ist der Patron der Holzarbeiter.

(Martyrologium Sancrucense)

 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Die Schädelreliquie der hl. Agnes von Rom

 

Seitenkapelle in Sant`Agnese in Agone

Das Martyrium der hl. Agnes ist in der Diokletianischen Verfolgung oder früher anzusetzen. Papst Damasus, der hl. Ambrosius und andere haben die Heilige gerühmt. Das Lamm, mit dem sie dargestellt wird, bedeutet Christus als Gotteslamm und Bräutigam oder die Heilige selbst, die in jungen Jahren ihr unschuldiges Leben dem Herrn geschenkt hat.


Ewiger Gott, du berufst, was schwach ist in dieser Welt,
um das, was stark ist, zu beschämen.
Höre auf die Fürsprache der heiligen Agnes.
Komm uns zu Hilfe,
damit auch wir unbeirrt den Glauben bekennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Schädelreliquie der hl. Agnes in St Agnese in Agone, Rom

Sonntag, 18. Januar 2026

Er ist mir voraus, weil er vor mir war

 

Kathedrale von Breslau zum hl. Johannes dem Täufer
 

In jener Zeit
29 sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen
und sagte: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
30Er ist es,
von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann,
der mir voraus ist, weil er vor mir war.

(aus dem Johannesevangelium Kapitel 1 vom Sonntag der 2. Woche im Jahreskreis, Lesejahr A)
 

Johannes der Täufer, Breslau

Sonntag, 11. Januar 2026

Die Himmel öffnen sich - Taufe des Herrn

 



Taufe des Herrn, Kathedrale von Reims

Romano Guardini (+ 1968)

Aus dem Buch "Der Herr".

Die Fülle des Geistes kommt über Jesus

Wie Jesus zum Jordan kommt, liegt hinter ihm das tiefe Erfahren der Kindheit und der langen Jahre des „Zunehmens an Alter, Weisheit und Gnade" (1). Das Bewußtsein der ungeheuren Aufgabe und aus unergründlichen Tiefen aufsteigende Kräfte leben in ihm - die erste Gebärde aber, die wir von ihm sehen, und das erste Wort, das er spricht, sind Demut. Nirgendwo der Anspruch der Ungewöhnlichkeit, der sagt: ,Das gilt für andere, nicht für mich!" Er kommt zu Johannes und verlangt die Taufe. Sie verlangen heißt das Wort des Täufers annehmen und sich als Sünder bekennen; Buße tun und sich dem öffnen, was von Gott her kommen will. So verstehen wir, wie Johannes erschrocken abwehrt. Jesus aber tritt in die Reihe. Er beansprucht keine Ausnahme, sondern stellt sich unter die „Gerechtigkeit", die für alle gilt. Auf dieses Hinabsteigen in die Menschentiefe antwortet der Ausbruch aus der Höhe. Die Himmel öffnen sich. Die Schranke, die den allgegenwärtigen Gott in seinem Himmel, seinem seligen Bei-sich-Sein, von uns absperrt — nämlich der Mensch selbst in seiner gefallenen Geschöpflichkeit, und daß er die Welt mit sich gerissen hat, und sie nun „der Vergänglichkeit unterworfen ist" (2) -, diese Schranke tut sich auf. Ein unendliches Begegnen geschieht. Dem Menschenherzen Jesu strömt die offene Fülle des Vaters entgegen. „Während er betet", geschieht es, sagt Lukas, und scheint damit anzudeuten, daß es ein innerer Vorgang ist (3). Wohl wirklich; wirklicher als alle greifbaren Dinge ringsumher; aber innerlich, „im Geiste". Der Heilige Geist hebt den Menschen über sich selbst hinaus, daß er Gott, den Heiligen, erfährt und seiner Liebe inne wird. Die Fülle dieses Geistes kommt über Jesus. Der Vater ist „allezeit bei ihm"; ja „in ihm, so wie er im Vater ist" (4). Was er tut, ist ein Handeln aus dem Walten des Vaters heraus; dieses Walten liegt offen vor ihm, er „sieht" es. Zugleich wird aber auch gesagt, daß er vom Vater her in die Zeit „kommt" und wieder zu ihm „zurückkehrt" — bis zu dem undurchdringlichen Wort am Kreuz vom Verlassenwerden durch Gott (5). So ist auch der Geist immer in ihm, denn der Geist ist ja die Liebe, kraft deren er und der Vater einander inne sind, und die Macht, durch welche er Mensch geworden ist. Trotzdem „kommt" hier der Geist über ihn, so wie er ihn einst vom Vater her über die Seinen „senden" wird. Hier versagt unser Denken - obwohl es die Wirklichkeit über aller Wirklichkeit und die Wahrheit über aller Wahrheit ahnt. Dadurch darf es sich aber nicht in ein Scheinbegreifen, in Gefühle und Worte führen lassen, hinter denen kein Kern steht. Das alles ist Geheimnis, das Geheimnis des dreieinigen Gottes in seiner Beziehung zum Mensch gewordenen Gottessohn. Wir können es nicht durchdringen, und das Bekenntnis dieser Ohnmacht muß über allem stehen, was vom Dasein Jesu gesagt werden mag.
Die Macht des Geistes kommt über Jesus, und in das überschwengliche Begegnen, in die Gottesfülle des Augenblicks tönt das Wort der väterlichen Liebe, das bei Lukas in der Form der Anrede steht: "Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich mein Wohlgefallen." (6)

1.Vgl.Lk.2,52. 2.Vgl.Röm.8,20. 3.Vgl.Lk.3,21. 4.Vgl.Joh.14,10-12. 5.Vgl.Mt.27,46. 6.Vgl.Lk.3,22.

Kathedrale von Reims

Dienstag, 6. Januar 2026

Der Dienst des Sternes ruft auch uns zur Nachfolge - Leo der Große

 

 

ERSCHEINUNG DES HERRN 


 
 
 
 
 
 
 
 


Epiphanieikone, St Mary´s Haddington


Gott hat der ganzen Welt sein Heil kundgetan
 
Huldvoll gedachte die Vorsehung Gottes, der untergehenden Welt in der Endzeit zu Hilfe zu kommen, und bestimmte in Christus das Heil für alle Völker vorher.
Aus allen Völkern hatte Gott dem Patriarchen Abraham Nachkommenschaft ohne Zahl versprochen, die nicht aus leiblicher Zeugung, sondern aus der Fruchtbarkeit des Glaubens stammen sollte. Er verglich sie mit der Menge der Sterne; denn man sollte von dem Vater aller Völker nicht irdische, sondern himmlische Nachkommen erwarten.
Eintreten, ja eintreten sollen alle Völker in die Familie der Patriarchen und als Kinder der Verheißung aus dem Nachkommen Abrahams den Segen des Stammvaters empfangen, von dem sich die leiblichen Kinder lossagen. In den drei Weisen sollen alle Völker den Schöpfer der ganzen Welt anbeten, und nicht bloß in Judäa soll Gott verkündet werden, sondern auf der ganzen Erde, damit überall "sein Name groß ist in Israel" (vgl. Ps 76,2).
In diese Geheimisse der göttlichen Gnade eingeweiht, wollen wir mit geistlicher Freude den Tag feiern, an dem wir unsere Erstlingsgaben brachten und an dem die Berufung der Heiden begann. Wir wollen dem barmherzigen Gott danken, denn, wie der Apostel sagt, "hat er uns würdig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes" (Kol 1,12f). So sagt ja der Prophet Jesaja: "Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht" (Jes 9,1). Von ihnen sagt er zu Gott: "Völker, die dich nicht kennen, werden zu dir rufen, und Völker, die dich nicht kennen, flüchten zu dir" (Jes 55,5 Vg).
Diesen Tag sah Abraham und freute sich (vgl. Joh 8,56), als er die Kinder seines Glaubens erkannte, die in seinen Nachkommen, das heißt in Christus gesegnet werden sollten, und als er voraussah, dass er durch den Glauben Vater aller Völker sein werde (vgl. Röm 4,18). "Er lobte Gott, fest überzeugt, dass Gott die Macht besitzt, zu tun, was er verheißen hat" (Röm 4,20f).
Diesen Tag besang David in den Psalmen: "Alle Völker kommen und beten dich an, sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre" (Ps 86,9). "Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht und sein gerechtes Wirken vor den Augen der Völker" (Ps 98,2).
Wir wissen, was geschieht, seit die drei Weisen aus der Ferne gerufen wurden und der Stern sie zum König des Himmels und der Erde führte, ihn zu erkennen und anzubeten. Der Dienst des Sternes ruft auch uns zur Nachfolge, dass wir mit allen Kräften dieser Gnade dienen, die alle zu Christus einlädt.
In diesem Streben, Geliebte, sollt ihr alle euch gegenseitig helfen. Zum Gottesreich gelangt man durch den rechten Glauben und gute Taten. Ihr sollt in ihm leuchten als Kinder des Lichtes (vgl. Joh 12,36; Eph 3,9) durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Montag, 5. Januar 2026

Wer nicht liebt, bleibt im Tod

 

Kain erschlägt Abel, Mosaik in Santa Maria Nuova, Monreale

Lesung aus dem ersten Johannesbrief 3

Schwestern und Brüder!
11 Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt:
Wir sollen einander lieben
12 und nicht wie Kain handeln, der von dem Bösen stammte
und seinen Bruder erschlug.
Warum hat er ihn erschlagen?
Weil seine Taten böse waren,
die Taten seines Bruders aber gerecht.
13 Wundert euch nicht, Brüder und Schwestern,
wenn die Welt euch hasst!
14 Wir wissen,
dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind,
weil wir die Brüder lieben.
Wer nicht liebt, bleibt im Tod.
15 Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Menschenmörder
und ihr wisst:
Kein Menschenmörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt.
16 Daran haben wir die Liebe erkannt,
dass Christus sein Leben für uns hingegeben hat.
So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben.
17 Wenn jemand die Güter dieser Welt hat
und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht,
wie kann die Liebe Gottes in ihm bleiben?
18 Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben,
sondern in Tat und Wahrheit.
19 Und daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind.
Und wir werden vor ihm unser Herz überzeugen,
20 dass, wenn unser Herz uns verurteilt,
Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.
21 Geliebte, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt,
haben wir gegenüber Gott Zuversicht.
(Lesung vom 5. Jänner)

Sonntag, 4. Januar 2026

Und das Licht leuchtet in der Finsternis

 

Geburt Christi, St John´s Kirk, Perth

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 1

1 Im Anfang war das Wort
und das Wort war bei Gott
und das Wort war Gott.
2 Dieses war im Anfang bei Gott.
3 Alles ist durch das Wort geworden
und ohne es wurde nichts, was geworden ist.
4 In ihm war Leben und
das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis
und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet,
kam in die Welt.
10 Er war in der Welt
und die Welt ist durch ihn geworden,
aber die Welt erkannte ihn nicht.
11 Er kam in sein Eigentum,
aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Allen aber, die ihn aufnahmen,
gab er Macht, Kinder Gottes zu werden,
allen, die an seinen Namen glauben,
13 die nicht aus dem Blut,
nicht aus dem Willen des Fleisches,
nicht aus dem Willen des Mannes,
sondern aus Gott geboren sind.
14 Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt
und wir haben seine Herrlichkeit geschaut,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.


Samstag, 3. Januar 2026

Den Sohn als Herrn und König anerkennen

 

Jedes Knie soll sich vor dem Namen Jesu beugen

Da die Menschen Gott durch sein Wort nicht erkennen und dem Worte Gottes, unserem natürlichen Herrn, nicht dienen wollten, so gefiel es Gott, seine Herrschaft in einem Menschen zu zeigen und alle an sich zu ziehen:
Aber dies durch einen bloßen Menschen zu tun, ging nicht an, damit wir nicht, wenn wir einen Menschen zum Herrn haben, Menschenkult treiben.
Deshalb wurde das Wort selbst Fleisch und nannte seinen Namen Jesus, und so machte ihn der Vater zum Herrn und Gesalbten, was soviel heißen will als:
er machte ihn, daß er Herr und König sei, damit im Namen Jesu, den ihr gekreuzigt habt, jedes Knie sich beuge und auch wir den Sohn selbst als Herrn und König und durch ihn den Vater anerkennen.

(Athanasius, Gegen die Arianer, in: Texte der Kirchenväter 2, 157)

Jesuitenkirche in Valletta
 

Hochaltar in der Dominikanerkirche in Valletta, Malta, Benedikt XVI, 2013 zum heiligsten Namen Jesu, 2026 

Glasmalerei in der Kapuzinerkirche in Leibnitz, Litanei zum heiligsten Namen Jesu, 2024 

IHS Deckenrelief, mit Tagesgebet, Loyola, Spanien, 2022

Jesus dulcis memoria, Bernhard von Clairvaux im Stift Rhein, übersetzt von Edith Stein, 2021

IHS mit Kreuz und dem Herzen Jesu in der Pfarrkirche St. Lorenz, Ybbs, IHS im Lexikon der christlichen Ikonographie, 2021

IHS auf dem Heimsuchungsbild der Dominikanerkirchen in Weizen/Vaz, Ungarn, Bernhardin von Siena über den hl. Namen Jesu, 2021

Tierisches aus Afrika zum Gedenktag, 2019 

Prager Jesukind, Krippe und Maria mit Kind in der Pfarrkirche Semmering, Gebet Dominikanisches Stundenbuch. 2018

Jesuskind in Mariahilf, Passau, Hymnus zur Laudes vom hl. Namen Jesu, Dominikanisches Stundenbuch, 2015 

Kapelle mit Tabernakel vom guten Hirten und IHS in der Stiftskirche Klosterneuburg, Hymnus zur Vesper vom hl. Namen Jesu, Dominikanisches Stundenbuch, 2014 

Das Christusmonogram in der Basilika von Loyola, Heinrich Seuse über die Verehrung des göttlichen Namens Jesu, Dominikanisches Stundenbuch, 2013

Ignatius in Il Gesu, Rom, Bernhardin von Siena über den hl. Namen Jesu, 2012

Freitag, 2. Januar 2026

Gregor von Nazianz - unsterblich durch Gottes Gnade

 

Gregor von Nazianz, Nikolauskirche in Prag

Ich bin ein Wesen von doppelter Natur,
aus Erde gebildet und doch zum Himmel berufen.

Ich trage den Leib, der mich nach unten zieht,
und den Geist, der nach oben strebt.

Staub bin ich durch meine Geburt,
göttlicher Hauch durch die Gnade.

Ich weiß nicht recht, was ich bin:
sterblich durch mich selbst,
unsterblich durch Gottes Gnade.

Zwischen Vergänglichem und Ewigem stehend,
schwanke ich,
bis Gott mich ganz zu sich zieht.

(Gregor von Nazianz - de humana natura)

Nikolauskirche, Prag