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Donnerstag, 1. Januar 2026

Namensgebung und Beschneidung

 

Beschneidung des Herrn

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 2

In jener Zeit
16 eilten die Hirten nach Betlehem
und fanden Maria und Josef
und das Kind, das in der Krippe lag.
17 Als sie es sahen,
erzählten sie von dem Wort,
das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18 Und alle, die es hörten,
staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde.
19 Maria aber
bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.
20 Die Hirten kehrten zurück,
rühmten Gott
und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
so wie es ihnen gesagt worden war.
21 Als acht Tage vorüber waren
und das Kind beschnitten werden sollte,
gab man ihm den Namen Jesus,
den der Engel genannt hatte,
bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.
(Evangelium vom Hochfest der Gottesmutter Maria)


Hochaltar der Jesuitenkirche der Beschneidung unseres Herrn, Valletta, Malta


Der Evangelienabschnitt endet mit einer kurzen Erwähnung der Beschneidung Jesu. Nach dem mosaischen Gesetz mußte ein Knabe am achten Tag nach seiner Geburt beschnitten werden, und in diesem Moment wurde ihm der Name gegeben.
Gott selber hatte durch seinen Boten zu Maria – und auch zu Joseph – gesagt, daß der Name für den Knaben » Jesus « sei (vgl. Mt 1,21; Lk 1,31); und so geschah es. Jener Name, den Gott schon bestimmt hatte, noch bevor der Knabe empfangen wurde, wird ihm jetzt im Moment der Beschneidung offiziell gegeben.
Und das kennzeichnet ein für allemal auch die Identität Marias: Sie ist » die Mutter Jesu «, das heißt die Mutter des Retters, des Christus, des Herrn. Jesus ist nicht ein Mensch wie jeder andere, sondern er ist das Wort Gottes, eine der göttlichen Personen, der Sohn Gottes: Darum hat die Kirche Maria den Titel Theotokos, » Mutter Gottes « verliehen.
(Benedikt XVI., 1.1.2013)

Schrift über dem Jesuskind:
Vor dem Namen Jesu soll sich jedes Knie beugen

Mittwoch, 1. Januar 2020

Beschneidung des Herrn

Beschneidung Christi, um 1525/1530, Bernaert van Orley,
Kunsthistorisches Museum, Wien


Evangelium Lk 2, 16–21

Sie fanden Maria und Josef und das Kind.
Als acht Tage vorüber waren, gab man dem Kind den Namen Jesus

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
16 eilten die Hirten nach Betlehem
und fanden Maria und Josef
und das Kind, das in der Krippe lag.
17 Als sie es sahen,
erzählten sie von dem Wort,
das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18 Und alle, die es hörten,
staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde.
19 Maria aber
bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.
20 Die Hirten kehrten zurück,
rühmten Gott
und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
so wie es ihnen gesagt worden war.
21 Als acht Tage vorüber waren
und das Kind beschnitten werden sollte,
gab man ihm den Namen Jesus,
den der Engel genannt hatte,
bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.


Dienstag, 1. Januar 2019

Beschneidung des Herrn

nostra tulit Christi caro vulnera vulnere tristi - Unsere Wunden trug Christi Fleisch mit schmerzlicher Wunde
Beschneidung des Herrn, Verduner Altar in der Leopoldskapelle von Stift Klosterneuburg

Am 1. Jänner feiert die Kirche das Hochfest der Gottesmutter Maria (Oktav v. Weihnachten) und das Fest der Beschneidung des Herrn.
Im Bild des Verduner Altars sitzt links in einer Bogenhalle auf einem Thron Maria und hält das Kind auf den Armen, das sich ängstlich an die Mutter schmiegt. Hier erschein kein Mohel, sondern der hl. Joseph naht von rechts mit Messer und Tuch, um die Beschneidung vorzunehmen (damals pflegte man aber bereits einen Mohel heranzuziehen).
Links über dem Bild hält Moses ein Schriftband mit dem Text: OMNIS MASCU(lusl, der ungenau wiedergegeben ist nach Gen 17,11: Alles Männliche werde bei euch beschnitten. Diese Platte sitzt am falschen Platz, denn Moses soll natürlich auf die Beschneidung Christi blicken.

Die Beschneidung nimmt eine wichtige Rolle im Erlöserleben Jesu ein. Das ganze Leben des Erlösers war ein einziger Akt des Gehorsams. Dies trat gleich anfangs dadurch hervor, daß er im Gehorsam geggen den Vater dieses Gesetz erfüllte, das für die sündige Menschheit gegeben war. (...)
Damals flossen die ersten Tropfen des Erlöserblutes. (vgl. F. Röhrig, Der Verduner Altar, 61f)

"Das Fest der Beschneidung des Herrn ist eingesetzt worden, um das Gedächtnis des vergossenen Blutes Christi in den ersten Tagen seines Lebens  zu feiern" (Katechismus von Pius V.)

Freitag, 1. Januar 2016

Beschneidung des Herrn

Der Oktavtag von Weihnachten vereinigt mehrere Feste in sich, bei der Liturgiereform wurde das Fest der Beschneidung des Herrn abgeschafft. Am achten Tag nach der Geburt wurden in Israel die Knaben beschnitten und dadurch in den jüdischen Bund aufgenommen: Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde. (Lk 2,21)

Das Fest der Beschneidung des Herrn entstand im 6. Jh. in Gallien und Spanien und wurde im 9. Jh. von Rom übernommen. Bis ins hohe Mittelalter wurden am Neujahrstag zwei Messen gefeiert, eine zu Ehren Marias und eine zum Gedächtnis der Beschneidung des Herrn. Auch einer dritten Messe begegnete man an diesem Tag, und zwar zur Sühne für ärgerniserregende Lustbarkeiten und gegen entweihende heidnische Bräuche beim Jahreswechsel. (Könnte man m. E. wieder einführen.)
(vgl. W. Lang, Christusbegegnung im Kirchenjahr, 141f)

Beschneidung des Herrn

 Der Du auf dem feuergestaltigen Thron in der Höhe sitzest
mit Deinem anfanglosen Vater und Deinem Göttlichen Geist,
Du hast geruht, auf Erden geboren zu werden von Deiner Mutter,
der vom Manne unberührten Jungfrau;
deshalb wurdest Du auch als Mensch, acht Tage alt, beschnitten.
Ehre sei Deinem allgütigen Ratschluss, Ehre sei Deiner Vorsehung,
Ehre sei Deiner Herabkunft, einzig Menschenliebender!
(Troparion, 1. Ton)


Der Herr des Alls erduldet die Beschneidung
und schneidet als der Gütige hinweg die Übertretungen der Menschen;
heute schenkt Er der Welt die Erlösung (..)