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Samstag, 22. November 2025

Laß uns mit Freude und Hingabe dein Lob verkünden

 

Heilige Cäcilia, bitte für uns!
 

Großer Gott, du hast uns geschaffen,
damit wir dich loben und preisen.
Erhöre auf die Fürsprache der heiligen Cäcilia unser Gebet
und lass uns mit Freude und Hingabe
dein Lob verkünden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 Posts über die heilige Cäcilia

Cäcilia zwischen Papst Gregor und König David

Pfarrkirche Lengmoos, Mariä Himmelfahrt

Mittwoch, 22. November 2023

Warum ist Cäcilia Patronin der Kirchenmusik?

 

Blick über die Stadt Linz vom Linzer Dom

Fenster der hl. Cäcilia hinter der Orgel

 

In der Passio Sanctae Caeciliae aus dem 5. Jahrhundert heißt es: „Während Instrumente spielten sang Cäcilia dem Herrn mit den Worten: Möge mein Herz unbefleckt sein, damit ich nicht verderbe.“ Da der lateinische Ablativ „cantantibus organis – zum Spiel der Instrumente“ auch „Instrumente spielend“ gedeutet werden kann, wurde Cäcilia immer mehr selbst als Musikerin dargestellt und mit der Verbreitung der Orgel dann auch als Organistin.

Heilige Cäcilia, bitte für uns!

Dienstag, 22. November 2022

Sing mit Jubel - Cäcilia

 


 
Heilige Cäcilia, bitte für uns!
Ernstbrunn, NÖ

Augustinus († 430)

Aus einer Auslegung zu Psalm 33 (32).

Singt dem Herrn mit Jubel
 
"Preist den Herrn mit der Zither, spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe! Singt ihm ein neues Lied!" (1) Legt das Alte ab, ihr kennt das neue Lied: Zum neuen Menschen gehört der neue Bund, passt das neue Lied. Das neue Lied passt nicht zu dem alten Menschen, nur neue Menschen lernen es, die durch die Gnade aus alten zu neuen Menschen geworden sind, und zum neuen Bund gehören, zum Reich des Himmels. Danach seufzt all unsere Liebe und singt das neue Lied. Sie singt das neue Lied, aber sie singe es nicht mit der Zunge, sondern mit dem Leben.
’Singt ihm ein neues Lied, singt es ihm schön!’ (2) Ein jeder fragt, wie er dem Herrn singen soll. Singt ihm, aber nicht schlecht! Er will nicht, dass wir seine Ohren beleidigen. Singt gut, Brüder! Wenn du vor einem musikkundigen Hörer singst und man dir sagt: "Singe so, dass du seinen Beifall findest", dann fürchtest du dich, ohne Unterricht in der Musik zu singen. Du möchtest dem Künstler nicht missfallen, denn was der Unkundige an dir nicht bemerkt, das tadelt der Künstler. Wer möchte da nicht Gott ein gutes Singen anbieten, ihm, der Richter über den Sänger ist, der alles genau prüft und der gut zuhört? Wann könntest du eine so auserlesene Kunst anbieten, dass du diesem vollkommenen Gehör in nichts missfällst?
Siehe, er selbst gibt dir so etwas wie die Weise des Singens: Such keine Worte, als könntest du erklären, worüber Gott sich freut. Singe mit Jubel! Denn das heißt, gut für Gott singen: Singen mit Jubel! Was ist das: Singen mit Jubel? Inne werden, dass es unmöglich ist, in Worten auszusprechen, was das Herz singt! Wenn Menschen bei der Ernte singen, im Weinberg oder bei irgendeinem tief bewegenden Tun, und wenn sie dann anfangen mit den Worten der Lieder vor Freude zu jubeln, dann sind sie wie voll von Freude und können ihren Jubel nicht in Worte fassen. Dann verzichten sie auf die Silben und Worte und gehen über zum Jubeln in Tönen.
Der Ton des Jubilierens macht offenbar, dass das Herz gebiert, was es nicht aussprechen kann. Wem aber gebührt dieser Jubel mehr als dem unaussprechlichen Gott? Denn er ist unaussprechlich, weil du ihn in Worten nicht aussagen kannst. Kannst du ihn aber nicht aussagen und darfst du ihn doch nicht verschweigen, was bleibt dir dann übrig als zu jubeln? Das Herz freue sich also ohne Worte, und die ungemessene Weite der Freude soll an Silben keine Schranken finden: "Schön singt ihm in Jubel!"
1 Ps 33,2.3
2 Vgl. Ps 33,3.

Donnerstag, 22. November 2018

Cäcilia, Patronin der Kirchenmusik

Grab der hl. Cäcilia in der Krypta von S. Cecilia in Trastevere, Rom

Gott, der Du uns durch das jährliche Fest
 Deiner heiligen Jungfrau und Martyrin Cäcilia erfreust,
gib, so bitten wir, dass wir dem Vorbild des frommen Wandels jener nachfolgen,
die wir im Gottesdienst verehren. 
Durch Christus unseren Herrn.
(Ramm, Volksmissale)



S. Cecilia, Rom

Mittwoch, 22. November 2017

S. Cecilia in Trastevere


Im 5. Jahrhundert entstand der Überlieferung nach über dem Haus der römischen Patriziertochter Cäcilia und ihres Verlobten Valerianus eine erste Basilika. Unter Marc Aurel hatte die beiden den Märtyrertod erlitten. Die Entdeckung des Leichnams der Heiligen in der Calixtus-Katakombe führte unter Papst Paschalis I. (817-824) zu einem Neubau der Kirche, in die der Leichnam überführt wurde.

Das barocke Portal von Ferdinando Fuga (1741) führt in einen gartenartigen Hof

Die Jungfrau Cäcilia stammte aus einer der vornehmsten Familien Roms. Sie wurde wahrscheinlich durch ihre Amme zum christlichen Glauben geführt. Schon in früher Jugend weihte sie sich Gott durch das Gelübde der Jungfräulichkeit, doch ihre Eltern gaben sie dem heidnischen Jüngling Valerianus zur Braut. Als dann während der Hochzeit sich allgemeine Festfreude erhob, sang Cäcilia in ihrem Herzen dem Herrn allein ihr Lied und sprach: "Halte Du mein Herz und meinen Leib unbefleckt und lass mich nicht zuschanden werden."
Nachdem sie ihrem Gatten eröffnet hatte, er dürfe sie nicht anrühren, weil ein starker Engel sie beschütze, begehrte dieser, den Engel zu sehen. Dies stellte sie ihm in Aussicht, falls er sich taufen lasse. Nach seiner Taufe fand er Cäcilia im Gebet und neben ihr einen strahlenden Engel mit zwei Kronen von roten Rosen und weißen Lilien, die er beiden überreichte mit der Mahnung, sie zu tragen in reiner Liebe.
Als dann Valerianus bat, auch sein Bruder Tiburtius möge desselben Glückes teilhaft werden, sprach der Engel: "Wie Christus deine Seele durch Cäcilia gerettet hat, wird er durch dich deinen Bruder retten, und du wirst mit ihm die Martyrerpalme erlangen."
Bald wurden die Bürder vor den Stadtpräfekten geführt und hingerichtet. Noch bevor man ihre Güter einziehen konnte, hatte Cäcilia diese bereits unter die Armen verteilt. Darüber erbost und weil Cäcilia sich weigerte, den Göttern zu opfern, befahl er, sie durch heiße Dämpfe zu ersticken. Da sie dies unbeschadet überstand, ließ er den Scharfrichter kommen. Der Henker durfte drei Streiche tun, traf sie aber erst beim letzten. Mit halb abgeschlagenem Kopf lebte die Heilige noch drei Tage. Sie starb um das Jahr 229 und wurde in der Calixtus-Katakombe bestattet.
821 hat man ihren Leib in die über ihrem Wohnhaus erbaute Kirche übertragen. Bei der Öffnung des Schreins im Jahr 1599 fand man ihren Leib unverwest. Die Jungfrau lag auf der rechten Seite und strekcte an der rechten Hand drei und an der linken Hand einen Finger aus, um so ihren Glauben an den einen Gott in drei Personen zu bezeugen. Genau so stellte sie der Bildhauer Maderno dar. Als ihr Schrein im Jahr 1901 noch einmal geöffnet wurde, waren nur noch eine zu Staub zerfallene Reste übrig. Die hl. Cäcilia ist Patronin der geistlichen Musik (Musica sacra).
(Volksmissale)

 
5geschossiger Campanile aus Ziegelstein aus der 1. Hälfte des 12. Jh.

Auffindung und Überführung des Leichnams der hl. Cäcilia

dreischiffige Kirche mit ungewöhnlich breitem Mittelschiff, kein Querhaus

Apsis: himmlisches Jerusalem, Christus auf der Himmelswolke, umgebem von den hll. Paulus und Agatha, sowie dem
Stifter Papst Paschalis I. mit Kirchenmodell, durch quadratischen Nimbus als Lebender gekennzeichnet. Zur linken Christi
die hll. Petrus, Valerian und Cäcilia. Darunter daws Lamm der Apokalypse

Altarziborium von 1293, Werk des Arnolfo di Cambio

in der Confesssio liegt Stefano Madernos Meisterwerk, das Marmorbildd er hl. Cäcilia, 1599/1600. Die noch im Tod ihren
Glauben bezeugende Märtyrerin (drei Finger der rechten Hand) ist in der Haltung dargestellt, in der der Leichnam bei der
Öffnung des Sarges 1599 gefunden worden sein soll.





Osterleuchter


Deckenfresko Krönung der hl. Cäcilia, um 1725, Sebastian Conca


Krypta mit dem Grab der hl. Cäcilia




Vom rechten Seitenschiff führt ein Gewölbegang in das antike Caldarium. Der Überlieferung nach versuchte man hier drei Tage lang, die hl. Cäcilia durch warme Dämpfe zu ersticken.

Caldarium, S. Cecilia in Tastevere


Martyrium der hl. Cäcilia, 1600-02, Guido Reni

Gott, der Du uns durch das jährliche Fest
Deiner heiligen Jungfrau und Martyrin Cäcilia erfreust,
gib, so bitten wir, dass wir dem Vorbild des frommen Wandels jener nachfolgen,
die wir im Gottesdienst verehren.
(Oration, Volksmissale)

Dienstag, 22. November 2016

Cäcilia

Cäcilia, Our Lady and the English Martyrs Church, Cambridge


Cäcilia, Märtyrin und Patronin der Kirchenmusik. Cäcilia stammte aus der altrömischen Familie der Cäcilier und wurde nach der am Ende des 5. Jahrhunderts entstandenen Legende mit ihrem Gatten Valerian und dessen Bruder Tiburtius um ihres christlichen Bekenntnisses willen enthauptet. Der Zeitpunkt des Todes ist ungewiss, er soll um 230 liegen.
Im römischen Stadtteil Trastevere gibt es spätestens seit 545 eine Kirche, die Cäcilia geweiht ist, vielleicht war sie selbst die Stifterin dieser Kirche. Papst Paschalis I. ließ um 820 die angeblichen Gebeine Cäcilias aus der Callixtus-Katakombe nach Trastevere übertragen. Cäcilia ist eine der volkstümlichsten Heiligen.
Ihr Patronat über die Kirchenmusik verdankt sie freilich einem Übersetzungsfehler, wonach sie auf ihrer Hochzeit selbst Orgel gespielt haben soll. Im Originaltext berichtet die Legende jedoch, dass Cäcilia während ihrer Hochzeitsfeier, bei der sie gegen ihren Willen mit dem Heiden Valerian verheiratet werden sollte, während die Musikinstrumente erklangen, Gott angefleht habe: „Lass, Herr, mein Herz und meinen Körper unbefleckt bleiben, damit ich nicht zuschanden werde.“
Cäcilia sang in ihrem Herzen inbrünstige Bittgesänge, um nicht durch die verführerische Musik der Hochzeitsgesellschaft abgelenkt zu werden. In der folgenden Hochzeitsnacht ließ sich ihr heidnischer Gatte Valerian auf Cäcilias Bitten hin tatsächlich taufen und respektierte ihre gottgeweihte Jungfräulichkeit; ja er erlitt sogar zusammen mit ihr das Martyrium durch Enthauptung. Cäcilia wird im ersten Eucharistischen Gebet angerufen.
1599 wurde ihr Sarg geöffnet, die daraufhin von Stefano Maderna geschaffene Marmorfigur soll den Leichnam der Enthaupteten getreu abbilden. Cäcilia wird dargestellt mit Wunde am Hals, mit Orgel oder anderen Musikinstrumenten.
(Martyrologium Sancrucense)

Am Grab der hl. Cäcilia in Rom


Agnes von Rom, ? Margareta von Antiochen, Cäcilia, Our Lady and the English Martyrs, Cambridge

Freitag, 22. November 2013

Am Grab der hl. Cäcilia in Rom



versteckt hinter einer Mauer liegen Kirche und Kloster, sichtbar ist der mittelalterliche Campanile




Ein großer, säulenumstandener Eingang aus dem 18. Jahrhundert führt in den Vorhof des Klosters und der Kirche Sta. Cecilia. Zu beiden Seiten des schönen Innenhofes erheben sich Klostergebäude für zwei Frauenorden:Benediktinerinnen und Franziskanerinnen. Der Innenhof wird in der Mitte durch einen schönen Brunnen mit einer antiken Vase geschmückt.










Statue der hl. Cäcilia

Betritt man nun die Kirche, dann ist ihre heutige Erscheinungsform wesentlich geprägt von der Restaurierung des 19. Jahrhunderts. Man ummantelte damals die Säulen mit Ziegel, um die Kirche statisch zu stabilisieren. Das Raumschema des 9. Jahrhunderts blieb abergrundsätzlich erhalten. Das Mittelschiff ist ungewöhnlich breit, so dass man eher den Eindruck eines großen Festsaales hat.


Das Deckenfresko zeigt die Krönung Cäcilias



Aus der ursprünglichen Basilika hat sich das Apsismosaik erhalten. Im Bogen erscheint – fast möchte man sagen, wie üblich – das Monogramm von Papst Paschalis I. (siehe auch Sta. Prassede).
Die zentrale Figur der Apsis ist Christus, der sich der Gemeinde mit erhobener Hand zuwendet. Aus dem Himmel reicht Gottvater die Krone, den Siegeskranz.


Rechts und links neben Christus je drei Heilige:
Von Christus aus gesehen rechts: Paulus, Cäcilia, dann Papst Paschalis, der einen viereckigen
Heiligenschein trägt. Dies besagt, das Mosaik wurde noch zu seinen Lebzeiten geschaffen.
Auf der anderen Seite: Petrus, Valerianus, der Ehemann von Cäcilia und eine weibliche Heilige, die sich nicht genau identifizieren lässt. (Agathe?). Rechts und links Palmen als Zeichen des Paradieses.
Darunter der bekannte Lämmerfries. In der Mitte das apokalyptische Lamm, das Christus symbolisiert, rechts und links kommen je zwölf Lämmer aus den Städten Jerusalem (Symbolfür die Judenchristen) und Bethlehem (Symbol für die Heidenchristen).

Der Papst als Auftraggeber des Kirchenbaus trägt ein Modell der Kirche


Unter dem Altar liegt die Skulptur der hl. Cäcilia. Sie ist vom Künstler Stefano Maderno (nicht zu verwechseln mit Carlo Maderno, der die Fassade des Petersdomes schuf). Maderno soll Cäcilia so dargestellt haben, wie man ihren Leichnam unverwest gefunden hat. Am Hals sind die Spuren der Schwertschläge zu sehen. Da sie nicht mehr sprechen konnte, bezeugte sie im Sterben ihren Glauben an den dreifaltigen Gott durch ihre Finger. Ausgestreckt sind ein Finger der linken Hand und drei Finger der rechten Hand: Ich glaube an den einen Gott in drei Personen.

Quelle,  der Text stammt von Pastor Ralf Freyaldenhoven. Vielen Dank!





Das Ziborium ist ein Werk von Arnolfo di Cambio aus dem Jahr 1293


Krypta unterhalb des Altars der hl. Cäcilia, leider verschlossen