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Sonntag, 18. Januar 2026

Er ist mir voraus, weil er vor mir war

 

Kathedrale von Breslau zum hl. Johannes dem Täufer
 

In jener Zeit
29 sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen
und sagte: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
30Er ist es,
von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann,
der mir voraus ist, weil er vor mir war.

(aus dem Johannesevangelium Kapitel 1 vom Sonntag der 2. Woche im Jahreskreis, Lesejahr A)
 

Johannes der Täufer, Breslau

Samstag, 9. August 2025

Das Kreuz ist unser einziger Ruhmestitel

Edith Stein, Elternhaus in Breslau

 

Edith Stein "Kreuzeswissenschaft":

Glaube an den Gekreuzigten - Weg zum Leben
Christus hat das Joch des Gesetzes auf sich genommen, indem er es vollkommen erfüllte und für und durch das Gesetz starb. Eben damit hat er die vom Gesetz befreit, die von ihm das Leben empfangen wollen. Aber sie können es nur empfangen, wenn sie ihr eigenes Leben preisgeben. Denn die auf Christus getauft sind, sind auf seinen Tod getauft1 Sie tauchen unter in sein Leben, um Glieder seines Leibes zu werden und als solche mit ihm zu leiden und mit ihm zu sterben, aber auch mit ihm aufzuerstehen zum ewigen, göttlichen Leben. Dieses Leben wird in seiner Fülle für uns erst kommen am Tage der Herrlichkeit.
Wir haben aber jetzt schon - "im Fleisch" - Anteil daran, indem wir glauben: glauben, daß Christus für uns gestorben ist, um uns das Leben zu geben. Dieser Glaube ist es, der uns mit ihm eins werden läßt wie die Glieder mit dem Haupt und uns öffnet für das Zuströmen seines Lebens. So ist der Glaube an den Gekreuzigten - der lebendige Glaube, der mit liebender Hingabe gepaart ist - für uns der Zugang zum Leben und der Anfang der künftigen Herrlichkeit; darum das Kreuz unser einziger Ruhmestitel: ,,Ferne sei es von mir, mich zu rühmen, außer im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt"2.
Wer sich für Christus entschieden hat, der ist für die Welt tot, und sie für ihn. Er trägt die Wundmale des Herrn an seinem Leibe3, ist schwach und verachtet vor den Menschen, aber gerade darum stark, weil in den Schwachen Gottes Kraft mächtig ist. In dieser Erkenntnis nimmt der Jünger Jesu nicht nur das Kreuz an, das auf ihn gelegt ist, sondern kreuzigt sich selbst: "Die Christus angehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt mit seinen Lastern und Begierden."5 Sie haben einen unerbittlichen Kampf geführt gegen ihre Natur, damit das Leben der Sünde in ihnen ersterbe und Raum werde für das Leben des Geistes. Auf das letzte kommt es an. Das Kreuz ist nicht Selbstzweck. Es ragt empor und weist nach oben. Doch es ist nicht nur Zeichen - es ist die starke Waffe Christi; der Hirtenstab, mit dem der göttliche David gegen den höllischen Goliat auszieht; womit er machtvoll an das Himmelstor pocht und es aufstößt. Dann fluten die Ströme des göttlichen Lichtes heraus und umfangen alle, die im Gefolge des Gekreuzigten sind.

1Vgl. Röm 6,1. 2Gal 6,14. 3Vgl Gal 6,17. 4Vgl. 2Kor!2,9. 5Gal 5,24.

Sonntag, 25. Februar 2024

1. Lesung vom 2. Fastensonntag ohne Auslassungen (Auslassungen der Liturgie in Schrägschrift)

Opferung Isaaks, St. Matthias,Breslau

 

Gen 22,1 Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
Gen 22,2 Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.
Gen 22,3 Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte.
Gen 22,4 Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem.
Gen 22,5 Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück.
Gen 22,6 Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.
Gen 22,7 Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer?
Gen 22,8 Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter.
Gen 22,9 Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz.
Gen 22,10 Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
Gen 22,11 Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
Gen 22,12 Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten.
Gen 22,13 Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.
Gen 22,14 Abraham nannte jenen Ort Jahwe-Jire (Der Herr sieht), wie man noch heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der Herr sehen.
Gen 22,15 Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu
Gen 22,16 und sprach: Ich habe bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast,
Gen 22,17 will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen.
Gen 22,18 Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.
Gen 22,19 Darauf kehrte Abraham zu seinen Jungknechten zurück. Sie machten sich auf und gingen miteinander nach Beerscheba. Abraham blieb in Beerscheba wohnen.

Samstag, 24. Februar 2024

Über dem Grab von Angelius Silesius in der Breslauer Matthiaskirche

 


Leider kein Zugang zum Grab in der Krypta möglich
 

In St. Matthias wurde am 12. Juni 1653 Johannes Scheffler in die katholische Kirche aufgenommen und nahm den Namen Angelus an. Später fügte er Silesius /Schlesier hinzu. 1661 wurde er zum Priester geweiht. Im Matthiasstift verbrachte er sein letztes Lebensjahrzehnt als Armenarzt und wurde nach seinem Tod 1677 in der Krypta der Kirche beigesetzt. 

Heiliger Matthias, bitte für uns

Matthiaskirche in Breslau

 

Matthias, Apostelfigur im Wiener Neustädter Dom

Glasfenster in Rochester Cathedral

Die Matthiasreliquien in Padua

Glasfenster im All Souls College in Oxford

Das Matthiasgrab in Trier

Mittwoch, 31. Januar 2024

Don Boscos Tipps für Priester

 

St. Michaelis-Kirche, Breslau

Kapelle des hl. Don Bosco, St. Michaelis-Kirche, Breslau
 

Seid immer um das besorgt, was der Herr von euch sagen wird,
nicht um das, was die Menschen Gutes oder Schlechtes von euch sagen werden!

Entweder stirbt der Priester infolge der Arbeit oder er stirbt infolge des Lasters.


Da mihi animas - gib mir Seelen, im Dreieck unter dem Bild