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Donnerstag, 2. April 2026

Die Erschütterung des ganz Reinen vor der Flut des Bösen

 

Ölbergszene in Völkermarkt, Kärnten

 

Jesus ringt mit dem Vater. Er ringt mit sich selbst. Und er ringt um uns. Er erleidet die Angst vor der Macht des Todes. Dies ist zunächst einfach die dem Menschen, ja jeder lebenden Kreatur eigene Erschütterung vor der Gegenwart des Todes.
Aber bei Jesus geht es um mehr. Er sieht in die Nächte des Bösen hinein. Er sieht die schmutzige Flut aller Lüge und alles Niedrigen, die auf ihn zukommt in dem Kelch, den er trinken muß. Es ist die Erschütterung des ganz Reinen und Heiligen vor der ganzen Flut des Bösen dieser Welt, die auf ihn hereinbricht.

Er sieht auch mich und betet auch für mich. So ist dieser Augenblick der Todesangst Jesu ein wesentliches Moment im Vorgang der Erlösung. Der Brief an die Hebräer hat deshalb das Ringen Jesu auf dem Ölberg als einen priesterlichen Vorgang gewertet.
In diesem von der Todesangst durchdrungenen Beten Jesu vollzieht der Herr die Aufgabe des Priesters: Er nimmt die Schuld der Menschheit, er nimmt uns alle auf sich und trägt uns zum Vater hin.
(B16, Gründonnerstag 2012)

Sonntag, 24. März 2024

Schlaft ihr immer noch?

Jesus am Ölberg, Kathedrale von Chalons en Champagen

 Aus der Leidensgeschichte nach Markus 14

33 E Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich.
Da ergriff ihn Furcht und Angst
34 und er sagte zu ihnen:
Meine Seele ist zu Tode betrübt.
Bleibt hier und wacht!
35 E Und er ging ein Stück weiter,
warf sich auf die Erde nieder
und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe.
36 Er sprach:
Abba, Vater,
alles ist dir möglich.
Nimm diesen Kelch von mir!
Aber nicht, was ich will,

sondern was du willst.

37 E Und er ging zurück

und fand sie schlafend.

Da sagte er zu Petrus:
Simon, du schläfst?
Konntest du nicht einmal eine Stunde wach bleiben?
38Wacht und betet,
damit ihr nicht in Versuchung geratet!
Der Geist ist willig,

aber das Fleisch ist schwach.

39 E Und er ging wieder weg
und betete mit den gleichen Worten.
40 Als er zurückkam,

fand er sie wieder schlafend,

denn die Augen waren ihnen zugefallen;
und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.

41 Und er kam zum dritten Mal
und sagte zu ihnen:
Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus?
Es ist genug.
Die Stunde ist gekommen;
siehe, jetzt wird der Menschensohn in die Hände der Sünder ausgeliefert.
42 Steht auf,
wir wollen gehen!
Siehe, der mich ausliefert, ist da.

Sonntag, 17. März 2024

Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen.

 

Nicht wie ich, sondern wie du willst

 

Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens
mit lautem Schreien und unter Tränen
Gebete und Bitten vor den gebracht,
der ihn aus dem Tod retten konnte,
und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht.

(Hebr 5,7, 2. Lesung vom 5. Sonntag in der Fastenzeit)

Fürwahr, er trug unsere Krankheit
Jesaja 53,4

27 Jetzt ist meine Seele erschüttert.
Was soll ich sagen:
Vater, rette mich aus dieser Stunde?
Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen.
28 Vater, verherrliche deinen Namen!
(Joh 12,27; aus dem Evangelium des 5. Fastensonntags)

Freitag, 30. Juni 2023

Komm in jedes Herz, Jesus!

 


O Jesus, wir wissen,dass Du gütig warst
und dass Du für uns Dein Herz gegeben hast.
Es ist gekrönt mit der Dornenkrone
und mit unseren Sünden.
Wir wissen, dass Du auch heute
für uns betest, damit wir nicht fallen.
Jesus, steh uns bei, wenn wir sündigen.
Durch Dein heiligstes Herz gib,
dass wir einander alle lieben.
Es soll keinen Hass mehr
unter den Menschen geben.
Zeig Deine Liebe!
Wir lieben Dich alle und wünschen,
dass Du uns durch Dein Hirten-Herz
vor der Sünde beschützt.
Komm in jedes Herz, Jesus!
Klopfe, klopfe an unsere Herzen.
Sei geduldig und unermüdlich.
Wir haben Deinen Willen
noch nicht richtig begriffen
und sind verschlossen.
Klopfe beständig und gib,
dass wir unsere Herzen Dir öffnen,
wenigstens dann, wenn wir uns
an Deine Leiden erinnern,
die Du für uns erlitten hast.
(28.11.1983, gegeben in Medjugorje)


Mittwoch, 15. März 2023

Gebet des hl. Klemens Maria Hofbauer um die Erhaltung des Glaubens

 

Kreuz am Hochaltar von Maria am Gestade

Gebet des Hl. Klemens Maria Hofbauer um die Erhaltung des hl. Glaubens,
durch Papst Leo XIII. mit einem Ablass von 300 Tagen versehen.

 "O mein Erlöser, sollte denn jener schreckliche Augenblick gekommen sein, in welchem nur wenige Christen übrig bleiben, die vom Geiste des Glaubens belebt sind, - jener Augenblick, in dem dein Zorn, den wir herausgefordert, uns deines Schutzes berauben sollte= Haben also die Laster und das Sittenverderbnis deiner Kinder deine Gerechtigkeit nunmehr unwiderruflich zur Rache getrieben? -

O Stifter und Vollender unseres Glaubens, wir beschwören dich in der Bitterkeit unserer zerknirschten Herzen, gestatte doch nicht, dass das schöne Licht des Glaubens in uns erlösche. Gedenke deiner alten Erbarmungen und blicke mitleidsvoll auf deinen Weinberg, den deine Rechte gepflanzt hat, der mit dem Schweiße der Apostel befeuchtet, mit dem Blute von tausend und tausend Märtyrern und den Tränen so vieler großmütiger Büßer begossen und durch die Gebete so vieler Bekenner und unschuldiger Jungfrauen befruchtet ist.

Göttlicher Mittler, siehe hin auf jene eifrigen Seelen, die sich unablässig zu dir erheben und dich um Erhaltung des wahren Glaubens, dieses kostbarsten Schatzes, anflehen. Halte ein, o gerechtester Gott, das Urteil unserer Verwerfung, wende deinen Blick ab von unseren Sünden und hefte ihn vielmehr auf das anbetungswürdige Blut, welches, am Kreuze vergossen, uns das Heil erwarb und es noch täglich auf unseren Altären erbittet. Ach, erhalte uns im wahren römisch katholischen Glauben. Mögen immerhin Krankheiten uns betrüben, mögen Bedrängnisse uns aufreiben und Unglücksfälle uns niederbeugen: lasse uns nur unseren heiligen Glauben; denn im Besitze dieser kostbaren Gnade ertragen wir gerne jegliches Leiden, und nichts kann unsere Glückseligkeit stören. Hingegen des größten Schatzes, des Glaubens, beraubt, wäre unser Unglück namenlos und ohne Grenzen.

O Jesus, Stifter unseres Glaubens, bewahre uns rein, erhalte uns fest im Schifflein Petri, treu und gehorsam seinem Nachfolger, deinem Statthalter hienieden, damit die Einheit unserer heiligen Kirche erhalten, die Heiligkeit befördert, der Apostolische Stuhl frei und geschützt und die allgemeine Kirche zum Heile der Seelen mehr und mehr ausgebreitet werde.

O Jesus, Stifter unseres Glaubens, demütige und bekehre die Feinde deiner Kirche, verleihe allen christlichen Königen und Fürsten und dem ganzen gläubigen Volke Frieden und wahre Einigkeit; stärke und bewahre uns alle in deinem hl. Dienste, damit wir dir leben und in dir sterben. O Jesus, Stifter unseres Glaubens, ja, dir lebe ich, dir sterbe ich. Amen."

(Beringer, "Die Ablässe"; S. 306-307, Erster Band, Paderborn 1915)

 Kelch bei den Wiener Redemptoristen

Redemptoristenkirche in Amsterdam

Der Klemensaltar in der Wiener Marienkirche, Brief an den Wiener Nuntius (Lesehore)

Klemens-Denkmal vor der Wiener Marienkirche

Klemens als Beichtvater bei den Wiener Ursulinen

Die Ruhestätte des hl. Klemens Maria Hofbauer in Maria am Gestade

Das Grab des hl. Klemens im Weitwinkel 

Das Klemens-Museum in Maria am Gestade

Maria am Gestade

Tasswitz - am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer

Das Leben des hl. Klemens Maria Hofbauer dargestellt auf den Fenstern der Geburtskirche in Tasswitz

 

Klemens Maria Hofbauer, Bild in der Sakristei von Maria am Gestade