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Samstag, 3. August 2024

Asprenus von Neapel

 

Heiliger Bischof Asprenus, bitte für uns!

Der Überlieferung nach wurde Asprenus/Asprenas von Petrus getauft, als er auf der Reise nach Rom in Neapel um das Jahr 46 Station machte. Petrus heilte ihn von seinen Kopfschmerzen und bestellte ihn um das Jahr 56 zum ersten Bischof von Neapel.



Kathedrale von Neapel zum 1.

Kathedrale von Neapel zum 2.

Dienstag, 19. September 2017

Am Grab des hl. Januarius von Neapel

Dom zu Neapel, dem hl. Januarius und der Aufnahme Mariä geweiht

In der Krypta der Kathedrale zu Neapel werden seit etwa 1500 die Reliquien des hl. Januarius aufbewahrt. In einer unruhigen Zeit mit Krieg und Plünderungen (zw. dem 12. und 13. Jh.) hatte man sie in die Abtei Montevergine gebracht. Kardinal Carafa brachte sie 1497 nach Neapel zurück und setzte sie in einer unter dem Presbyterium der Kathedrale gebauten Renaissance-Krypta bei.

Die Kapelle des hl. Januarius mit den Glasampullen des Blutes des hl. Januarius


Decke aus dem 17. Jh. mit Szenen aus dem Leben Jesu und Mariens

Patrozinium Maria Assunta u. S Gennaro Duomo di San Gennaro

Aufnahme Mariens in den Himmel, Hochaltar

zur Krypta mit den Reliquien des hl. Januarius


Vase mit den Reliquien des hl. Januarius, Duomo di San Gennaro




Kardinal Carafa, der die Rückkehr der Reliquien veranlasste und die Krypta erbauen ließ

Büste des hl. Januarius, Dom von Neapel







Kapelle des hl. Gennaro

Giandomenico Vinaccia schuf zwischen 1692 und 1695 das kostbare Antependium (Altarfront) aus Silber am Hauptaltar, ein einzigartiges Werk, das den Stil des Rokoko in Neapel fantastisch vorwegnimmt: es ist ganz aus getriebenem Silber und stellt die Szene der am 13. Januar 1497 überführten Gebeine des hl. Januarius nach Neapel dar.
 Im Vordergrund reitet Kardinal Alessandro Carafa, die Urne mit den Reliquien in der Hand haltend, hinter ihm bewegt sich der Zug der Plälaten und der Cavalieri.
Die Stadt Neapel, dargestellt durch die einen Lorbeerkranz in die Höhe hebende Sirene Parthenope und Fluß Sebeto als liegenden alten Mann mit einem Wasserkrug, nimmt die hl. Reliquien entgegen.

Das Pferd zertrampelt den Unglauben, eine Figur mit auf dem Boden verstreut liegenden Büchern. Vor dem in die Stadt einziehenden Heiligen flüchten der Hunger, die Pest (eine auf dem Rücken liegende Sterbende), der Krieg (ein Soldat mit einem Kanonenrohr).

Durch einen Bogen im Hintergrund sieht man den Vesuv, aus dem spiralförmige Feuerwolken aufsteigen. Die ganze Szene ist beherrscht von der Figur des Heiligen, der die Stadt segnet.

G. Vinaccia signierte sein Meisterwerk mit seinem Selbstportrait: der Cavaliere mit der Brille hinter dem Kardinal Carafa ist er selbst!

Um diesem einzigartigen Kunstwerk einen würdigen Rahmen zu geben, schuf Francesco Solimena den eleganten Hochaltar aus Porphyr, der 1667 fertig wurde. Hinter dem Altar, in einer Nische mit zwei silbernen Flügeltürchen, einem Geschenk von Karl II. von Spanien von 1667, werden die Büste des Heiligen und die Blutampullen verwahrt.
Die ebenfalls silberne Büste ist das Werk dreier Goldschmiede aus der Provence, ein Geschenk Karls II. von Anjou aus dem Jahr 1305. Der Kopf der Büste enthält die Schädelknochen des hl. Januarius.
(Kirchenführer)

Dürfte die Büste sein, die in der Beschreibung hinter dem Hochaltar sein sollte

Übertragung der Reliquien des hl. Januarius nach Neapel







Dom von Neapel, die Kapelle (rechts mit der Kuppel) des hl. Januarius wurde zw. 1608 u 1646 erbaut als Dank
für seine Hilfe im Krieg zw. Spanien und Frankreich, der sich va. im Königreich Neapel abspielte und für seinen Beistand
während einer großen Pestepidemie.


Freitag, 7. August 2015

Kajetan von Thiene

Statue des hl. Kajetan vor der Kirche S. Paolo Maggiore, Neapel

Kajetan von Tiene, Priester und Gründer der Theatiner. Kajetan wurde 1480 zu Vicenza geboren, er wurde schon als Kind „der Heilige“ genannt. Kajetan trat nach juristischen Studien zu Padua in den Dienst der römischen Kurie und wurde 1516 Priester. Zuerst Mitglied des Oratoriums der göttlichen Liebe, gründete er 1524 mit Giampetro Caraffa, dem späteren Papst Paul IV., die Kongregation der „Regulierten Kleriker“, die bald Theatiner genannt wurden. Kajetan war unermüdlich für die Reform des Klerus tätig, dabei von großer Demut und von vorbildlichem Gebetsgeist. Die Theatiner breiteten sich schnell in ganz Italien aus und wurden neben den Jesuiten zur wichtigsten Kraft der Reform in der katholischen Kirche.
Ab 1543 lebte Kajetan von Tiene zurückgezogen als Abt eines Klosters in Neapel, freilich voll Kummer über die Missstände in der Stadt. Kajetan von Tiene starb am 7. August 1547 im Bußgewand auf Brettern schlafend, beigesetzt wurde er in Neapel.
(Martyrologium Sancrucense)


Eingang zur Krypta v. S. Paolo Maggiore, Neapel

Links geht es zum Grab des hl. Kajetan, rechts werden die sterbl. Überreste des ehrwürdigen Dieners Gottes Francesco Olimpio aufbewahrt.



Grab des hl. Kajetan, Gründer der Theatiner

Er ist derjenige, der viel für die Menschen betet



Die Reliefs zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Kajetan


Einem Menschen, der auf sein Vaterland, welches der Himmel ist, vergißt, ergeht es wie einem Wandersmann, der in einem Wirtshaus sich berauscht, und, trunken vom Wein, den Weg, der in seine Heimat führt, nicht mehr finden kann. (Kajetan von Thiene)



Ich werde nicht aufhören, was ich habe, unter die Armen zu verteilen, bis ich um Christi willen so arm werde, daß ich nach meinem Tode nur aus Gefälligkeit eine Begräbnisstätte erhalten.
(Kajetan von Thiene, aus: aus Gefolge des Lammes, Bd. 3,164f)

Büste mit Wahlspruch "Servate et facite" (Mt 23,3 Tut und befolgt alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun.)


Herr, unser Gott,
du hast den Priester
und Ordensgründer Kajetan berufen,
in frei gewählter Armut die Apostel nachzuahmen.
Höre auf seine Fürsprache
und hilf uns, nach seinem Beispiel
auf dich allein zu vertrauen
und unser Leben
im Geist des Evangeliums zu erneuern.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Tagesgebet)