Sonntag, 31. März 2013

Christus ist wahrhaft auferstanden, halleluja

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat.
Lasst uns frohlocken und seiner uns freuen.
Halleluja!

Der Auferstandene, 16. Jhdt., Caleruega, Museum, Spanien

Samstag, 30. März 2013

Grablegung

Sie klagen um ihn, wie man klagt um den einzigen Sohn;
denn er wurde getötet - und war doch ohne Schuld.

(Antiphon, Laudes am Karsamstag)

Grablegung, Grabeskirche, Jerusalem

Freitag, 29. März 2013

Christus war für uns gehorsam bis zum Tod am Kreuz

Er hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Kreuz hinaufgetragen,
damit wir für die Sünden tot seien und für die Gerechtigkeit leben.
Durch seine Wunden seid ihr geheilt.

1. Petrusbrief 2,24

Tod Jesu, Nikolaus-Dom, Trnava, Slowakei

Donnerstag, 28. März 2013

Erstkommunion der Apostel

Herr, Du schenkst Dich uns in der heiligsten Eucharistie.
Ich danke Dir.

Kirche Iglesia Santo Sepulcro, Estella, Spanien, Bildausschnitt Abendmahl

Montag, 25. März 2013

Verschoben, aber nicht vergessen

Der 25. März ist das Hochfest der Verkündigung des Herrn. Das ewige Wort Gottes hat in der Jungfrau Maria Fleisch angenommen durch das Wirken des Heiligen Geistes. Der 25. fällt heuer in die Karwoche, weswegen das Fest erst am 8. April gefeiert wird.

Papst Benedikt singt mit vielen Gläubigen das dazu passende Lied? (die Aufnahme ist leider nicht vollständig)
 
In der neu eröffneten Kunstkammer im Kunsthistorischen Museum in Wien ist eine Verkündigungsszene, die auf Alabasterstein gemalt ist, zu sehen. Das Paolo Piazza zugeschriebene Bild ist 1602 in Prag entstanden. Die Farbigkeit und die Musterung des Steines wurden vom Künstler in die Bildgestaltung miteinbezogen.

Verkündigung, Kunsthistorisches Museum

Die ersten Blumen dieses Jahres bringe ich natürlich dir, Maria.
Mutter des Herrn, bitte für uns.


Samstag, 23. März 2013

Auf dem Füllen eines Esels


 
Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:
Fürchte dich nicht, Tochter Sion.
Siehe dein König kommt sitzend auf dem Füllen eines Esels.
(Johannes 12,14-15)

Einzug in Jerusalem, Unterkirche in Assisi

Alles an dieser Szene deutet auf die Demut des Herrn. Er erfüllt eine Prophezeiung, und zwar eine ganz kleine, scheinbar nebensächliche. Er neigt sich auch zu einem belanglosen Vers herab, um ihn zu erfüllen. In diesem Tun des Kleinsten aber liegt sein Größtes: denn so füllt er auch das Geringste mit seiner Liebe.
Er tut, indem er diese Weissagung erfüllt, den Willen des Vaters, und das ist das Größte. Er tut ihn nicht nur in großen Zügen, in großen Linien, sondern bis ins Kleinste hinein. Und indem er dieses Kleine erfüllt, das heißt, wahr werden läßt, den in der Weissagung vorausgesagten Weg zu dem seinigen macht, gibt er die Richtschnur für alle, die ihm nachfolgen wollen.


 Er ist der Herr nicht nur des Großen, sondern nicht minder des Kleinen. Und jeder große Plan muß im Kleinen ausgeführt werden. Wie er der Anfang alles Großen ist, ist er auch der Anfang alles Kleinen, jenes Kleinen und Kleinsten, das ihm in der Passion zur Erleidung und Erledigung vorgestellt werden wird.
Und wenn er früher in seinen Reden mehr das Große betont hat: die Herkunft vom Vater und die Rückkehr zum Vater, und alle kleinliche Gesinnung der Juden in diese große Bewegung aufgelöst hat, so zeigt er jetzt, daß sein großer Weg aus lauter kleinen Schritten und Stückchen besteht. Alle sollen das sehen und bemerken, darum läßt er diese Prophezeiung sich so augenfällig erfüllen.

Alles Kleine im Leben des Christen hat Teil am Großen und wird dadurch groß; aber nur dann, wenn das Große sich demütigt, klein und alltäglich und belanglos zu werden. Denn der König der Welt kommt auf dem Füllen eines Esels daher:
Das Erhabenste auf dem Rücken des Unscheinbarsten. Darum braucht sich Jerusalem nicht fürchten. Sein König erscheint im Geist äußerster Demut. In diesem Geist versöhnt sich das Höchste mit dem Niedrigsten und die Angst mit der Freude, so daß er im Triumpf erhöht in seine Niedrigkeit eingeht.

(aus: Adrienne von Speyr, Betrachtungen über das Johannesevangelium, Die Streitreden, 495f)

Freitag, 22. März 2013

Der Todestag des hl. Niklaus von Flüe

Am 21. März 1487 starb Bruder Klaus. Heinrich Wölflin, geb. 30. Juni 1470, war Bürger von Bern und sammelte jahrelang Augenzeugenberichte und Aussagen von Zeitgenossen des hl. Einsiedlers. 1501 legte Wölflin die Biographie von Bruder Klaus vor.

"Als die Zeit erfüllt war, wo der barmherzige Gott seinen treuen Diener aus der Mühsal dieses Lebens zu den ewigen Freuden hinüberführen wollte, verfügte er, daß er zuvor an einer schweren Krankheit leiden sollte. Diese ergriff den ganzen Körper. Niklaus klagte aus angstvoller Seele über den innerlichen Schmerz in Gebein und Sehnen. Sein Fleisch war beinahe verzehrt und abgestorben. Er wand sich hin und her und konnte nirgends Ruhe finden.

Als er dieses große Leiden bis zum achten Tage in menschlicher Armseligkeit, doch tapferer Geduld ertragen hatte, verlangte er sehnlichst nach der Wegzehrung des heilsamen Leibes und Blutes Christi. Nachdem er sie mit höchster Ehrfurcht empfangen hatte (er lag dabei nach seiner Gewohnheit auf dem bloßen Boden ausgestreckt) hauchte er mit Danksagungen und unter großen Schmerzen seine Seele aus, am 21. März des Jahres 1487 nach Christi Geburt, siebzig Jahre alt.


Bruder Klaus stirbt umgeben von seiner Familie, 21. März 1487

Wie es im Lande Sitte ist, lud man den entseelten Körper auf eine Bahre und trug ihn (wie er zu Lebzeiten befohlen hatte) zur Kirche des heiligen Walliser Bischofs Theodul nach Sachseln. Dort wurde er im Beisein nicht bloß seiner Frau und Kinder und Anverwandten, sondern unter der Anteilnahme einer ungeheuren Menge von Priestern und Landsleuten aus ganz Unterwalden, mit zahlreichen Meßopfern und feierlichem Leichengepränge ehrenvoll bestattet, allgemein betrauert und von sehr vielen beweint. Am Tage nachdem der selige Vater verschieden war, kam Dorothea, die Gatten, zur Totengruft, um dort zu beten.

Da eilte ihr ein Bote nach und tröstete sie mit kurzen Worten, indem er sagte, er habe den verstorbenen Niklaus über jenem Felsen (von dem wir sagten, daß er dem Geschlecht den Namen gab) in strahlender Verklärung gesehen, die Fahne mit der Bärentatze in der Hand. Alle feindlichen Mächte seien durch die Standhaftigkeit jenes tapferen Mannes besiegt.

(...) Nun, da er tot und seinem Volk entrückt war, wollte Gott die Seinen des stärkenden Trostes nicht beraubt in täglicher Klage zurücklassen. So hat er denn bis auf den heutigen Tag nicht aufgehört, auf Bruder Klausens Fürbitte hin durch viele und verschiedenartige Wunder sein Volk zu trösten."

(aus Leonard von Matt, Bruder Klaus, 22f)

Bruder Klaus erscheint himmelfahrend seiner Frau und zwei Nachbarm auf dem Flüeli

Kapelle in der Ranft





Kapelle in der Ranft

stehe am Throne des allmächtigen Gottes für uns alle ein:
erbitte der Jugend deines Volkes Reinheit und Gottesfurcht,
den Eltern Arbeitsfreude, Opfermut und Erzieherweisheit,
den Vorgesetzten und Behörden Gerechtigkeit und Glaubenstreue,
dem ganzen Volke Eintracht, Nächstenliebe und Frieden.
Du, heiliger Beter, Opferer, Büßer und Friedensmahner,
sprich uns vor Gottes Angesicht das Gebet deiner und unserer täglichen Hingabe vor:
Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.
Amen.

Das Wohnhaus des hl. Niklaus von Flüe

Donnerstag, 21. März 2013

Der Heimgang des hl. Benedikt

Das  Jahr, in dem Benedikt aus dem Leben scheiden sollte, war gekommen. Da sagte er einigen Jüngern im Kloster und einigen in der Ferne den Tag seines heiligen Todes voraus. Die bei ihm lebten, wies er an, über das Gehörte zu schweigen, die Abwesenden wies er auf ein bestimmtes Zeichen hin, das sie empfangen sollten, wenn seine Seele aus dem Leib scheiden werde.
Sechs Tage vor seinem Tod ließ er sein Grab öffnen. Bald darauf befiel ihn hohes Fieber, und große Hitze schwächte ihn. Von Tag zu Tag verfielen zunehmend seine Kräfte.

Am sechsten Tag ließ er sich von seinen Jüngern in die Kirche tragen; dort stärkte er sich durch den Empfang des Leibes und Blutes unseres Herrn für seinen Tod. Er ließ seine geschwächten Glieder von den Händen seiner Schüler stützen, so stand er da, die Hände zum Himmel erhoben, und hauchte unter Worten des Gebetes seinen Geist aus.

Heimgang des hl. Benedikt, Basilika Kleinmariazell
 
An diesem Tag empfingen zwei seiner Brüder eine Offenbarung durch ein und dieselbe Schau; der eine hielt sich im Kloster auf, der andere lebte weiter entfernt. Sie sahen, wie eine Straße von seinem Kloster genau in östlicher Richtung bis zum Himmel reichte; sie war mit Teppichen ausgelegt und von zahllosen Lampen erleuchtet. Oben stand strahlend ein Mann von ehrfurchtgebietendem Aussehen und fragte sie, für wen dieser Weg sei, den sie sahen. Sie gaben zu, sie wüssten es nicht. Da sagte er zu ihnen: »Dies ist der Weg, auf dem Benedikt, den der Herr liebte, zum Himmel emporsteigt.« Somit sahen die jünger, die zugegen waren, den Heimgang des heiligen Mannes mit eigenen Augen, die abwesenden erkannten ihn aus dem Zeichen, das Benedikt ihnen vorhergesagt hatte.

Er wurde im Oratorium des heiligen Johannes begraben, das er selbst nach der Zerstörung des Apolloaltars erbaut hatte.

(Gregor der Große aus den Dialogen über das Leben der italischen Heiligen )


Heimgang des hl. Benedikt, Basilika Kleinmariazell


Die Zeit in Subiaco, eine Zeit der Einsamkeit mit Gott, war für Benedikt eine Zeit der Reifung. Dort musste er die drei Grundversuchungen eines jeden Menschen ertragen und überwinden: die Versuchung der Selbstbehauptung und des Wunsches, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, die Versuchung der Sinnlichkeit und schließlich die Versuchung des Zornes und der Rache. Es war nämlich Benedikts Überzeugung, dass er nur nach dem Sieg über diese Versuchungen den anderen ein für ihre Nöte nützliches Wort hätte sagen können. Nachdem er mit seiner Seele in Frieden gekommen war, war er dann dazu imstande, gänzlich die Triebe des Ichs zu beherrschen, um so ein Friedensstifter für seine Umgebung zu sein.

(Papst Benedikt XVI. über den hl. Benedikt, ganze Ansprache hier)

Dienstag, 19. März 2013

Hl. Josef - Schutzpatron der Kirche



Bei dir, heiligerJosef, / suchen wir Zuflucht. / Wir haben deine heiligste Braut um Hilfe angefleht / und bitten nun vertrauensvoll / um deinen väterlichen Schutz.

Um der Liebe willen, / die dich mit der unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden, / um der väterlichen Liebe willen, / mit der du das Jesuskind umfangen hast, / bitten wir dich flehentlich: / Schau gütig herab auf die Kirche, / die Jesus Christus durch sein Blut sich erworben hat, / und komm unseren Nöten durch deine Macht zu Hilfe.

Du hast in treuer Sorge gewacht über die heilige Familie; / schütze nun auch die auserwählten Kinder Jesu Christi. / Liebreicher Vater, halte fern von uns jede Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis. / Du starker Beschützer, / steh uns vom Himmel aus gnädig bei / in unserem Kampf gegen die Mächte der Finsternis.

Wie du einst das Jesuskind aus höchster Lebensgefahr gerettet hast, / so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes / gegen alle Nachstellungen ihrer Feinde / und gegen jede Widerwärtigkeit.

Jeden von uns aber / nimm unter deinen beständigen Schutz, / damit wir nach deinem Beispiel / und mit deiner Hilfe / heilig leben, / gut sterben / und die ewige Glückseligkeit im Himmel erlangen. / Amen.

(Leo XIII.)

Hl. Familie, Kirche St. Josef, Nazareth

Freitag, 15. März 2013

Am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer

Beten wir in Zeiten des Umbruchs und der Umstrukturierungen mit den Worten des Wiener Stadtpatrons:

O Vater der Barmherzigkeit,
siehe an das Antlitz deines Gesalbten,
der mit überlauter Stimme und mit Tränen
für seine Braut und unsere Mutter, die heilige Kirche, bittet.

Siehe, o mein Vater, jenen blutigen Schweiss,
die erschreckliche Dornenkrone, die mit Nägeln durchbohrten Hände und Füsse,
die Wunden unseres Bruders Jesu Christi:
höre, o Vater, auf die Säufzer deines vielgeliebten Sohnes am Kreuze;
haben sie die Himmel bewegt, die Felsen gespalten,
sollte wohl deine Barmherzigkeit unbewegt bleiben?

Erhalte alle, die dich mir aufrichtigem Herzen bekennen, im heiligen Glauben,
beschütze alle vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern umhergehen,
innerlich aber reissende Wölfe sind;
halte ihre Gewalt zurück, damit ihre Anschläge vereitelt und zu Schanden werden.
Barmherziger Gott, erteile jenen, die an dich glauben, die Gnade,
dass sie in Eintracht und Liebe dich unablässlich lieben,
dir bis in den Tod standhaft folgen
und dich dort ewig loben und preisen.
(Klemens Maria Hofbauer)

(aus: J. Heinzmann, Klemens Maria Hofbauer, Das Evangelium neu verkünden, 240)

Das Leben des hl. Klemens auf den Glasfenstern in Tasswitz

Die Grabplatte des hl. Klemens in Maria am Gestade, Wien

Klemens zur Situation der Kirche

Die Zeit auskaufen

Hochaltar in der Klemenskirche in Tasswitz





Klemens als Fürsprecher bei Maria, Klemenskirche, Tasswitz
Kapelle an der Stelle des ehemaligen Geburtszimmers des hl. Klemens
Statue des hl. Klemens in der Kapelle, Tasswitz

Freitag, 8. März 2013

Johannes von Gott

Johannes Ciudad stellte sich nach einem bewegten Leben und aufgrund der Predigt von Johannes von Avila ganz in den Dienst der Armen und Kranken. Er gründete den Orden der Barmherzigen Brüder und starb am 8. März 1550 zu Granada.

Spital der Barmherzigen Brüder in Wien


Der Erzbischof ließ ihn rufen, denn man hatte ihm hinterbracht, Johannes beherberge Landstreicher und Dirnen und dulde verschiedene Mißstände in seinem Haus.

"Wenn ich nur Gerechte aufnähme", erwiderte der Heilige, "wären meine Säle bald leer, und wie könnte ich dann für das Heil der Sünder arbeiten? Aber kommen Sie ins Haus, Exzellenz, und sehen Sie selbst: Sie werden finden, daß keine Mißstände herrschen und daß wir nur einen schlechten Menschen haben, der das Brot des Almosens zu Unrecht genießt - und das bin ich selbst."

(aus: Reformer der Kirche, Hrsg. Peter Manns, 818)

Johannes von Gott (1495-1550), Ordensgründer der Barmherzigen Brüder, Wien