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Donnerstag, 9. Oktober 2025

Denis / Dionysius

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. John Henry Newman, des hl. Ludwig Bertrand

und des hl. Johannes Leonardi (an seinem Grab).

Saint Denis, Paris



Glaubensbote, Bischof, Märtyrer
Namensdeutung: der Dionysios Geweihte (griech.)
Namenstage: Dionysius, Dennis, Denys, Denis, Denny, Dénes, Deon, Dinis, Dionigi, Donisl, weibl.: Denise
Gedenktag: 9. Oktober

Lebensdaten: gestorben um 250 auf dem Pariser Montmartre

Lebensgeschichte und Legende: Dionysius war einer von sechs Glaubensboten, die der römische Bischof Fabian 245 nach Gallien entsandte, und wurde Bischof von Lutetia, dem heutigen Paris. Seiner Predigttätigkeit machte der römische Statthalter durch Enthaupten alsbald ein Ende – es war die Zeit der Christenverfolgungen. Eine Kirche über seinem Grab beim „Vicus Catulliacus“ acht Kilometer nördlich der Seine ist Anfang des 6. Jahrhunderts belegt. Dionysius’ Heiligenlegende aus der Karolingerzeit verlegt sein Martyrium wie das seiner Gefährten Eleutherius und Rusticus auf den Montmartre (von lateinisch „Mons Martyrum – Märtyrerberg“). Dionysius hob sein Haupt vom Boden auf, nahm es unter den Arm und übergab es sechs Kilometer weiter einer frommen adligen Frau namens Catulla.

Verehrung: Über dem Grab des Heiligen ließ der Merowingerherrscher Dagobert I. Anfang des 7. Jahrhunderts die Abtei und Basilika Saint-Denis errichten, die in der Folge zur Grablege der Könige Frankreichs wurde. In der Karolingerzeit wurde Bischof Dionysius mit dem einzigen Zuhörer des heiligen Paulus auf dem Athener Areopag gleichgesetzt (Apg 17,34) und dann mit dem ungeheuer einflussreichen mystisch-philosophischen Autor Pseudo-Dionysius Areopagita (Ende des 5., Anfang des 6. Jahrhunderts). Die Abteikirche Saint-Denis wurde von Abt Suger unter dem Einfluss von dessen Schriften als erste gotische Kirche erbaut (erstes Kreuzrippengewölbe ab 1140).

Darstellung: mit abgeschlagenem Kopf

Patron: von Paris und Frankreich, einer der 14 Nothelfer, Helfer bei Geisteskrankheiten, Zwist, gegen Tollwut, Besessenheit, Kopfschmerzen

Weitere Heilige des Tages:
Abraham und Sarah, Stammeltern des Volkes Israel
Emanuela Theresia von Bayern, Ordensfrau
Johannes Leonardi, Priester, Ordensgründer
John Henry Newman, Ordenspriester
Gunther von Niederaltaich, Laienbruder, Einsiedler

Martyrium des hl. Denis/Dionysius, Saint Denis - Paris

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Heute am 9. Oktober

Dionysius / Denis von Paris, Notre Dame de Paris


gedenkt die Kirche des hl. Dionysius von Paris, des (noch) sel. Kardinal Newman, des hl. Ludwig Bertrand
und des hl. GISLENUS (taucht hier noch heute auf).

Ich wünsche bald eine gute Nacht

Samstag, 19. Januar 2019

Dagobert I.

Rettung von König Dagobert durch das Gebet der Heiligen, St. Denis, Paris


1. unten die Liegefigur von Dagobert I., die sich bittend zum Grab des hl. Denis wendet, das sich unterhalb des Hauptaltars befindet.

2. darüber links im 1. Reliefstreifen:  Ansoald, Bischof von Poitiers im 8. Jh. legt seine Hand auf die Schulter des Eremiten Johannes. Ansoald ist der Erzähler dieser Vision.

3. über der Figur rechts: Die Seele von Dagobert (als nacktes und gekröntes Kind) wird von Dämonen in einem Boot zur Insel Stromboli gebracht, eine Insel im Norden Siziliens. Im Mittelalter hielt man diese Inseln wegen der häufigen vulkanischen Ausbrüche für die Pforten der Unterwelt.

5. Im 2. Reliefstreifen darüber entreißen die hll. Dionysius, Mauritius und Martin die Seele von Dagobert den Dämonen.

6. Im Bogenfeld präsentieren die drei Heiligen auf einem Tuch Dagobert. Aus einer Wolke ragt die Hand Gottes hervor. Dagobert wird dank der Heiligen, denen er eine Kirche geweiht hat, vor der Hölle bewahrt. (starker Anreiz für Kirchenstiftungen!)

7. Im Wimperg segnet Christus die Fürsprecher Dionysius und Martin



Die glanzvolle Krönung ist das Grabmal des Königs Dagobert I. des 638 verstorbenen Gründer der Abtei St-Denis. Dieses reichste aller Gräber in der Abteikirche ist von den bedeutendsten Bildhauern Ludwigs des Heiligen geschaffen, die mir ihrer Werkstatt qudh ei3 16 Grabbilder seiner Vorgänger dort gemeißelt haben. Während jene den Sarkophag-Typus der lebend und stehend aufgefaßten Liegefigur auf den Gipfel künstlerischer Erscheinung erheben, schließt das Dagobert-Mal an die andere Überlieferung der Darstellung des Toten an, dessen Seele zum Himmel erhoben wird.
Die Nische ist hier nicht an der Wand, sondern frei aufgebaut und in den Chor der Kirche gestellt. So ist auch die Rückseite sichtbar, sie zeigt den König und die Königin, die betend den Segen Christi empfangen.
Die Nische selbst - in den Architekturteilen erneuert - öffnet sich auf die Vorderseite. Wie schon das Grab Otgers des Dänen ist sie nach der Art eines reichen Kirchenportals gestaltet. Ein Wimperg zwischen Eckfilialen überhöht die spitzbogige Nische, die durch ein Bogenfeld und zwei Reliefstreifen darunter gefüllt ist. Sie zeigen die Gefährdung des Königs und die Rettung seiner Seele, sowie ihre Erhebung durch Heilige und Engel in den Himmel, ähnlich den Heiligenleben auf dem Bogenfeldern der Kirchenportale. Am Rande der Archivolte sind je drei Engel mit Rauchfässern übereinander aufgereiht. In der Mitte unten liegt über einem Sockel auf schräg nach vorne geneigter Grabplatte der König. Er ist - wie nie vorher - auf der Seite liegend dargestellt. Wie ein Schlafender, dem Beschauer zugewandt, liegt er mit der Wange auf dem Kopfkissen. Dennoch hält er betend die Hände vor der Brust und blickt mit geöffneten Augen vor sich oder zum Altar hin. Links und rechts über ihm stehen im Gewände die Säulenfiguren der Königin Nanthilde, eine der herrlichsten Gewandfiguren der Zeit (..) und der (1862 erneuerte) Sohn Chlodwig II. (Auch die Figur Dagoberts ist Kopie.) Im Wimperg knien die heiligen Dionysius und Martin vor Christus in der Fürbitte für den Verstorbenen.
Sein Denkmal ist nach Art und Aufwand in die Sphäre des Heiligengrabs erhoben: die groß gezeichnete Architektur, ein eigener Bau in reichen Formen, der Aufstieg von dem am Boden liegenden König über die Wunderereignisse seiner Legende empor zu seiner Erhebung zum segnenden Christus am Himmel. Die Verehrung und Heiligung des Königtums erscheint zu hohem Anspruch und großer Form gesteigert.
K. Bauch, Das mittelalterliche Grabbild: Figürliche Grabmäler des 11. bis 15. Jh., 62)

die drei Mittelfenster zeigen das Martyrium des hl. Dionysius, in der Mitte trägt er sein abgeschlagenes Haupt
St. Denis, vermutlich gestiftet von Dagobert I.


Dagobert, fränkische Könige: Dagobert I., geboren 605/610, + 19.1.639: Sohn Chlothars II. noch zu dessen Lebzeiten zum Unterkönig von Austrasien unter der Regentschaft Arnulfs von Metz und Pippins d. Älteren erhoben, gelang es ihn nach Chlothars (629) u. seines Bruders Charibert Tod (632) die Regierung im Gesamtreich zu übernehmen, das unter ihm eine geistige Nachblüte erlebte. Fiskalische Maßnahmen sowie die Ersetzung Pippins durch neustrische Berater trieben den austrasischen Adel in die Opposition. Mangelnde Unterstützung durch die Austrier bewirkte schließlich auch Dagoberts Niederlage gegen den Slawenkönig Samo in der Schlacht von Wogastisburg (631/632). Erst als Dagobert den Austriern wieder ein Unterkönigtum unter seinem Sohn Sigibert III. eingeräumt hatte (633/634), konnte ein erfolgreicher Grenzschutz gegen die Slawen organisiert werden.
Dagobert, der selbst zügellos lebte, gewährte der Kirche reiche Unterstützung, insbes. der Mission in Friesland (hl. Amandus). Umstritten ist die Gründung des Klosters St-Denis durch ihn.
(Lexikon für Theologie und Kirche, 2. Auflage, Bd. 3, 122f)

Grabmal von König Dagobert I., St. Denis; Paris

Saint Denis, Paris

Mittwoch, 3. Januar 2018

Der Schrein der hl. Genoveva (Notre Dame de Paris)


Reliquienschrein der hl. Genoveva, Statue des hl. Denis, erster Bischof v. Paris,
nach 250, Skulptur v. Nicolas Coustou, 1722. Genoveva hatte den Bau der Basilika
über dem Grab des Bischofs Denis veranlaßt

Genoveva gewann die Freundschaft von König Clovis und Königin Clotilde und wurde so zur Mutter des bedrohten Vaterlandes-
Hl. Genoveva, bitte für uns!

Die Reliquien der hl. Genoveva wurden während der Französischen Revolution verbrannt. Der um 1850 hergestellte Schrein in der Notre Dame de Paris enthält alte Reliquien der Heiligen (Knochen von den Kirchen Saint Roch, Sainte Genevieve des Bois, L´Eglise de Verneuil pres d´Amien und einen Knochen von 2 cm aus der Basilika Saint Genevieve, der vor ihrer Zerstörung 1792 gerettet wurde). Weitere Reliquien befinden sich in der Kirche Saint Etienne du Mont.

Leben der hl. Genoveva









Notre Dame de Paris
Schrein der hl. Genoveva, Chasse de Sainte Genevieve

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Dionysius von Paris




Dionysius, Bischof von Paris und Märtyrer. Dionysius war nach dem Bericht des Gregor von Tours um die Mitte des 3. Jahrhunderts zu Papst Fabian nach Gallien gesandt worden, um hier das Evangelium zu verkündigen. In Paris erlitt Dionysius mit seinen Gefährten Rustikus und Eleutherius den Martertod. Er wurde sechs Kilometer entfernt von der Stadt begraben.

Um 624 wurde bei seinem Grab die Abtei Saint Denis gegründet. Im Mittelalter hielt man seit Abt Hilduin von Saint Denis, also seit etwa 835, den Pariser Märtyrer und den Schriftsteller Dionysius Areopagita für die gleiche Person. Die Schriften des Dionysius Areopagita wurden nun dem Pariser Märtyrer zugeschrieben. Paris hatte somit einen gelehrten und prominenten Stadtpatron, der sich noch dazu direkt auf apostolische Autorität berufen konnte, da man ja Dionysius Areopagita mit dem Dionysius gleichsetzte, der Paulus vom Areopag weg gefolgt war.

Der Märtyrer Dionysius ist einer der vierzehn Nothelfer, er war fränkischer Reichspatron. Dionysius wird in bischöflichen Gewändern dargestellt, wie er sein abgeschlagenes Haupt vor sich herträgt.

(Anm.: Vor der Liturgiereform war der 10. März sein Gedenktag.)

(Martyrologium Sancrucense)

Märtyrium von Dionysius u. Gefährten, alle Bilder aus der Krypta von St. Denis, Paris






Die Legende erzählt, dass Dionysius, der Apostelschüler, nach Jerusalem gepilgert ist, um Maria, die Mutter Jesu, zu sehen. Er war von ihrer Schönheit ganz hingerissen. Nach dem Tod der Apostelfürsten Petrus und Paulus kam er nach Rom und wurde vom Papst als Missionar nach Gallien geschickt. In Paris bekehrte er viele zum Glauben an Christus. Wenn Feinde ihn vernichten wollten, legten sie ihre Waffen nieder, weil sie von seinem Anblick so fasziniert waren. Der Teufel war neidisch auf ihn und verklagte ihn vor dem römischen Präfekten, der ihn gefangen nehmen und schließlich enthaupten ließ. "Dionysius aber erhob sich alsbald, nahm sein Haupt in die Hände und trug es, von einem Engel geführt und von himmlischem Licht umgeben, zwei Meilen hinweg von dem Ort, der Mons Martyrium genannt ist, zu der Stätte, wo er nach seiner Wahl und Gottes Willen ruhen wollte. Katulla, eine fromme Matrone, die der Heilige bekehrt hatte, eilte ihm entgegen, nahm das Haupt und bestattete dasselbe nebst den Leichnam des Heiligen ehrenvoll." (Quelle)

Heiliger Dionysius, bitte für alle Christen,
die um ihres Glaubens willen ihr Leben hingeben,
 und bitte für uns,
dass unser Glaube durch das Glaubenszeugnis der Märtyrer erstarke.

 

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Zum gestrigen Gedenktag des hl. Dionysius

Der heilige Dionysius von Paris gehört zu der Gruppe der vierzehn Nothelfer; er ist der Schutzpatron Frankreichs und der Stadt Paris. Wahrscheinlich war er es, der auf der Seine-Insel die erste christliche Kirche errichtete. Während der Christenverfolgungen um 285 wurde er zusammen mit dem Priester Rustikus und dem Diakon Eleutherius auf dem Montmartre enthauptet. König Dabobert ließ seine Reliquien in die Kirche der Benediktinerabtei Saint Denis übertragen, die dadurch zum größten Heiligtum Galliens und später zu einer Art Nationalmausoleum wurde, da dort fast alle Könige Frankreichs ihre Grabstätte fanden. ( )
Dargestellt wird der hl. Dionysius als Bischof mit abgeschlagenem Kopf in der Hand, woher sich sein Patronat gegen Kopfweh ableitet.

Hl. Dionysius, Rochuskapelle, Bingen


aus der Legende:
Sein Martyrium wird ausführlich geschildert. Zuletzt nahm man seine Gefährten Rustikus und Eleutherius gefangen und schlug allen dreien, weil sie immer laut die Dreieinigkeit bekannt hatten, zusammen die Häupter ab. Dionysius aber erhob sich alsbald, nahm sein Haupt in die Hände und trug es, von einem Engel geführt und von himmlischen Licht umgeben, zwei Meilen hinweg von dem Ort, der "Mons Martyrium" genannt ist, zu der Stätte, wo er nach seiner Wahl und nach Gottes Willen ruhen sollte. Katulla, eine fromme Matrone, die der Heilige bekehrt hatte, eilte ihm entgegen, nahm das Haupt und bestattete dasselbe nebst dem Leichnam des Heiligen ehrenvoll. Auf seinem Grabe wurde von den Gläubigen eine hölzerne Kapelle errichtet, später erbaute die hl. Genoveva auf den Trümmern dieser Kapelle eine Kirche.

(aus: Melchers, Das Jahr der Heiligen, 657f)