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Mittwoch, 26. August 2020

Am Grab des hl. Märtyrers Alexander von Bergamo

Kathedrale von Bergame, Sant´Alexxandro


Der heilige Martyrer Alexander diente als Soldat bei der thebaischen Legion und wurde am 15. Tag nach seiner Bekehrung bei Kaiser Maximian als Christ angegeben. Dieser ließ ihn sogleich vorrufen und gebot ihm, den Göttern zu opfern. Er aber stieß voller Abscheu den Opfertisch um und zertrat mit den Füßen die Götzenbilder. Da schrie der Kaiser seinen Trabanten zu: „Hauet den Frevler nieder!“

Wie aber einer von ihnen den Blutbefehl vollziehen wollte, blieb er plötzlich erstarrt stehen und ließ das Schwert seiner Hand entfallen. Auf die Frage, wie das komme, gab er zur Antwort, das Haupt des Heiligen sei ihm so groß wie ein Berg erschienen, so dass er den Hieb nicht habe führen können. Als nun andere auf den Martyrer losstürzten, ließ er sich freudig auf seine Knie nieder und empfing den Todesstreich. Dies geschah zu Bergamo, einer Stadt in Italien am Fuß der Alpen.
Der Heilige ist Patron von Freiburg im Breisgau. 

Quelle: https://www.heiligen-legende.de/aj-ar/alexander-von-bergamo/

 

moderner Volksaltar aus Marmor mit der Silberurne des hl. Alexander, Pietro Roberti, 1702

Heiliger Alexander, bitte für uns!
Alexander der Märtyrer, Kathedrale von Bergamo


Silberschrein mit den Reliquien des hl. Alexander

Freitag, 11. Oktober 2019

Johannes XXIII. - die Wahrheit denken, ehren, sagen und tum

Reliquie von Johannes XXIII., Kathedrale von Bergamo



Die Wahrheit denken, ehren, sagen und tun!
Wenn man diese Grundforderungen des menschlichen und des christlichen Lebens ausspricht, dann steigt aus dem Herzen eine Klage auf die Lippen: Wo bleibt auf Erden die Achtung vor der Wahrheit? Stehen wir nicht bisweilen oder gar sehr oft vor einem frechen und schamlosen Gegen- Dekalog, der das " Nein" abschafft, das in allen fünf Geboten des Herrn, die auf das "Ehre Vater und Mutter" folgen, den klaren und deutlichen Anweisungen voraus gestellt ist? Verläuft das Leben vor unseren Augen nicht praktisch in der vorbedachten Übung des Gegenteils: fünftens - töten, sechstens - Unkeuschheit treiben, siebtens - stehlen, achtens - falsches Zeugnis geben, wie in einer teuflischen Verschwörung gegen die Wahrheit?
Und doch besteht für immer in seiner Klarheit und Gültigkeit das Gebot des göttlichen Gesetzes, das dem Moses auf dem Berge gegeben wurde: "Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten" (Ex. 20, 16; Deut. 5, 20). Dieses Gebot, ebenso wie die anderen, lebt mit allen seinen Folgerungen, den positiven und den negativen: der Pflicht der Wahrhaftigkeit, der Redlichkeit, der Aufrichtigkeit, die in der "Angleichung des Urteils an die Wirklichkeit" (S. Th. I q. 16 art. 1 C.; vgl. Avicenna Metaphys. tract. VIII cap. 6) besteht.
Anderseits die traurige Möglichkeit und die noch traurigere Tatsache der Lüge, der Heuchelei, der Verleumdung bis zur Verdunklung der Wahrheit.
Es ist unser Los, zwischen zwei Auffassungen von menschlichem Zusammenleben zu existieren. Da ist auf der einen Seite die Wirklichkeit der Welt, wie Gottes Plan sie uns zur Forschung, Ergründung und Verwirklichung aufgibt; auf der anderen - Wir scheuen uns nicht, es zu wiederholen - die Fälschung dieser Wirklichkeit, leicht gemacht durch die Technik und moderne, modernste menschliche Kunstgriffe.
Angesichts des vielfachen Ideals, die Wahrheit zu denken, zu ehren, zu sagen und zu tun, und des täglichen Schauspiels von offenem oder getarntem Verrat an diesem Ideal kann das Herz seine Angst nicht bezwingen, und Unsere Stimme zittert.
Allem und allen zum Trotz "bleibt die Wahrheit des Herrn in Ewigkeit" (Ps. 116,2), und sie will immer strahlender vor den Augen leuchten, um von den Herzen vernommen zu werden.
(Papst Johannes XXIII., aus der Weihnachtsansprache 1961)

Am Grab des sel. Johannes XXIII. im Petersdom


außerdem gedenkt die Kirche heute des hl. Alexander Sauli

Statue des hl. Johannes XXIII.

Decke und Kuppel des Doms von Bergamo