Posts mit dem Label Kunzewitsch Josaphat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kunzewitsch Josaphat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 12. November 2021

Am Grab des hl. Josaphat Kunzewitsch

 

Altarmosaik, der hl. Basilius bei der Zelebration zu Epiphanie 372

Erzbischof, Märtyrer
Namensdeutung: Der Herr richtet (hebr.)
Namenstage: Josaphat
Gedenktag: 12. November

Lebensdaten: geboren 1580 in Włodzimierz, heute Ukraine, gestorben am 12. November 1623 in Witebsk, heute Weißrussland

Lebensgeschichte: Ioann kam als Sohn orthodoxer Christen im Königreich Polen-Litauen zur Welt und liebte den kirchenslawischen Ritus über alles. 1604 trat er nach einer Kaufmannslehre in Vilnius in das Dreifaltigkeitskloster ein und wurde mit dem Ordensnamen Josaphat Mönch im ruthenischen griechisch-katholischen, das heißt mit Rom unierten Basilianerorden. Der tief in der byzantinischen Liturgie und im Ruhe- oder Jesusgebet verankerte Ordenspriester wirkte durch seine Predigten als veritabler „Seelenfänger“ und wurde 1618 auf Betreiben des Metropoliten Josyf Rutsky von Kiew Erzbischof von Polozk.

Während seine Klerusreform ein voller Erfolg wurde, scheiterten seine Versuche, die Kirchenunion von Brest (1596) mit Leben zu erfüllen, auf der einen Seite an den polnischen Geistlichen, die den byzantinischen Ritus der Unierten ablehnten und durch den lateinischen ersetzt sehen wollten, auf der anderen Seite am Hass, den die Orthodoxen gegenüber den „Papisten“ empfanden. Am 12. November 1623 wurde Erzbischof Josaphat auf einer Visitationsreise in Witebsk von einem Mob überfallen, mit einer Axt niedergemacht und in die Düna geworfen.

Verehrung: Josaphats Leichnam wurde geborgen, nach Polozk gebracht und 1625 feierlich bestattet. Nach seinem Tod setzte der König von Polen-Litauen gegen den lateinischen Klerus die Union von Brest durch. Der ruthenische Ordenszweig nahm ihm zu Ehren den Namen „Basilianer des heiligen Josaphat“ an. 1643 selig- und 1867 als erster Vertreter einer unierten Kirche heiliggesprochen, wurden Josaphats Gebeine 1916 vor den orthodoxen Übergriffen nach Wien in Sicherheit gebracht. 1923, zum 300. Todestag, widmete Papst Pius XI. dem „Märtyrer der Einheit“ eine Enzyklika. Seit 1963 werden auch im Petersdom Reliquien des heiligen Josaphat verehrt.

Darstellung: als Bischof mit Beil oder Hackmesser

in St. Barbara Wien


Heiliger Josaphat, bitte für uns!

Dienstag, 12. November 2019

Josaphat Kunzewitsch

St. Barbara, griechisch-katholisch und ukrainisch-unierte Gemeinde, Wien 1
hier wurden die Reliquien des hl. Josaphat zw. 1916 und 1949 aufbewahrt

 
Josaphat Kunzewitsch, Erzbischof und Märtyrer. Josaphat wurde 1580 in Wolhynien geboren, das ist das heutige Volynskaja Oblast in der Nordukraine. Er stammte von orthodoxen Eltern und trat als junger Mann in Wilna zur ruthenisch-unierten Kirche über, im Jahre 1604 wurde er Basilianermönch und 1618 Erzbischof von Polozk. Er bemühte sich eifrig um Reformen in seinem Orden und um die Ausbreitung der ruthenischen Kirche. Josaphat erkannte klar, dass die Kirche nicht ohne Einheit mit dem Heiligen Vater in Rom das Evangelium fruchtbar verkünden konnte. Seine Ausstrahlung als Prediger und Beichtvater war bedeutend, seine pastoralen Erfolge waren beachtlich, sodass aufseiten der orthodoxen Hierarchie großer Neid und Hass entbrannte. Der unierte Erzbischof wurde daher am 12. November 1623 auf einer Visitationsreise zu Witebsk im heutigen Weißrussland mit einer Kugel niedergestreckt und mit einer Axt erschlagen. Josaphat Kunzewitsch wurde 1643 selig und 1867 heilig gesprochen. Seine Reliquien wurden 1916 nach Wien in die Barbarakapelle und 1949 nach Rom übertragen, heute ruhen sie in einem Glasschrein im Petersdom.
(Martyrologium Sancrucense)



Ikonostase



St. Barbara, Wien, Wien