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Sonntag, 2. November 2025

Maria ist Mutter der Barmherzigkeit

 

Maria tritt fürbittend bei Jesus für die Armen Seelen ein
 

Maria ist für die Armen Seelen die Mutter der Barmherzigkeit. Wenn ihr Namen im Fegfeuer ertöne, empfänden die Seelen eine große Freude.
An Maria Himmelfahrt sagte eine Arme Seele, Maria habe bei ihrem Tod Jesus gebeten, dass alle Seelen, die sich damals im Fegfeuer befanden, erlöst würden, und Christus habe diese Bitte seiner Mutter bei ihrem Heimgang erfüllt.
Diese Seelen hätten Maria in den Himmel begleitet, weil sie damals als Mutter der Barmherzigkeit und Mutter der göttlichen Gnade gekrönt worden sei. 
Maria teile im Fegfeuer die Gnaden nach dem Willen Gottes zu; sie gehe oft durch das Fegfeuer. So sah es Maria Simma.
(Maria Simma, Meine Erlebnisse mit Armen Seelen, Christiana, 38)

Arme Seelen Altar in der Basilika St. Michael, Mondsee
 

„O Maria, du Mutter der Barmherzigkeit,
erbarme dich der Armen Seelen im Fegfeuer
und erflehe ihnen baldige Befreiung aus ihren Leiden.“

(aus: Andachtsbuch für das ganze Kirchenjahr, Regensburg 1907)

Mittwoch, 3. September 2025

Kann es nun etwas geben, was den Seelen der Verstorbenen zu helfen vermag?

Altar des hl. Papstes Gregor, S. Gregorio Magno al Celio

The reliefs show the pope having a vision of Christ while saying Mass (centre), from which he learned that the celebration of thirty consecutive daily Masses would release a soul from Purgatory. The left hand panel shows the first occurrence of this with the soul of one of his monks, and the right hand one features the pope continuing the practice for many souls.

Bibliothek der Kirchenväter, Viertes Buch der Dialoge, Gregor der Große

LV. Kapitel: Was den Seelen nach dem Tode zur Freisprechung verhelfen kann; von einem Presbyter von Centumcellä und von der Seele des Mönches Justus

Petrus. Kann es nun etwas geben, was den Seelen der Verstorbenen zu helfen vermag?

Gregorius. Wenn die Sünden nach dem Tode nicht untilgbar sind, so pflegt die Darbringung des heiligen Opfers den Seelen auch noch nach dem Tode viel zu nützen, so zwar, daß die Seelen der Verstorbenen es selbst manchmal erbitten.(....über den Presbyter....)
Ich meine, ich darf auch das nicht verschweigen, was sich vor drei Jahren, wie ich mich erinnere, in meinem Kloster zutrug. Ein Mönch namens Justus war in der Arzneikunde bewandert und leistete mir, da ich mich in demselben Kloster befand, viele Dienste; auch pflegte er mich bei meinen beständigen Körperleiden zu behandeln. Er wurde aber von einer Krankheit befallen und kam zum Sterben. Hierbei diente ihm sein leiblicher Bruder namens Copiosus, der jetzt noch hier in der Stadt in der Ausübung der Heilkunde seine zeitliche Existenz findet. Als aber der genannte Justus sah, daß es mit ihm zu Ende ging, verriet er seinem Bruder Copiosus, daß er heimlich drei Goldstücke besitze. Den Brüdern konnte dies natürlich nicht verborgen bleiben, sondern sie forschten sorgfältig nach, durchsuchten all seine Arzneien und fanden die drei Goldstücke in einem Heilmittel versteckt. 
Alsbald wurde mir die Sache mitgeteilt, und ich konnte etwas so Schlimmes von einem Bruder, der gemeinschaftlich mit uns lebte, nicht gleichgültig hinnehmen; denn bei uns im Kloster galt immer die Regel, so in Gemeinschaft zu leben, daß keiner etwas Eigenes besitzen durfte. Tief betrübt dachte ich darüber nach, was ich tun könnte, um den Sterbenden zur Buße zu bringen und um den Lebenden ein abschreckendes Beispiel zu geben. Ich ließ also Pretiosus, den Prior des Klosters, zu mir kommen und sagte zu ihm: „Laß keinen von den Brüdern zu dem Sterbenden; er soll aus ihrem Munde kein Wort des Trostes vernehmen; und falls er beim Sterben nach den Brüdern verlangen sollte, so soll ihm sein leiblicher Bruder sagen, daß er wegen der Goldstücke, die er heimlich in Besitz hatte, von allen Brüdern gemieden werde, damit er wenigstens beim Tode bittere Reue über seinen Fehler empfinde und so sein Herz von der begangenen Sünde reinige. Nach seinem Tode aber soll sein Leichnam nicht auf dem Be gräbnisplatze der Brüder beerdigt werden, sondern machet irgendwo bei der Düngerstätte eine Grube, werfet den Leichnam hinein, werfet die drei Goldstücke, die er hinterlassen hat, auf ihn und rufet dabei alle zusammen: ‘Dein Geld sei mit dir zum Verderben!’  Und dann deckt ihn mit Erde zu.” Durch diese Anordnung wollte ich einerseits dem Sterbenden, andrerseits den lebenden Brüdern nützen; jenem sollte die Bitterkeit seines Todes die Befreiung von seiner Sünde bringen, diese sollte eine so strenge Verurteilung der Habsucht von der Nachahmung des Fehlers abschrecken. Und so geschah es auch. Denn als der Mönch dem Tode näher kam und inständig nach den Brüdern verlangte, um sich ihnen zu empfehlen, keiner aber zu ihm kommen und mit ihm reden wollte, sagte ihm sein leiblicher Bruder, warum er von allen gemieden werde. Da seufzte er aus tiefster Seele wegen seiner Schuld und verschied in seiner Betrübnis; er wurde begraben, wie ich gesagt hatte. 

Die Brüder aber waren alle durch diese Strafe erschüttert, und einer nach dem andern brachte die kleinen und wertlosen Dinge, die sie nach der Regel hätten behalten dürfen, voll Furcht, sie könnten etwas Unrechtes bei sich haben. Als nun nach seinem Tode schon dreißig Tage vergangen waren, empfand mein Gemüt Mitleid mit dem verstorbenen Bruder; mit großem Schmerz dachte ich an seine Qualen und suchte nach einem Mittel, ihn zu befreien. Ich rief deshalb Pretiosus, den Prior unseres Klosters, zu mir und sagte voll Trauer zu ihm: „Lange ist es nun schon her, daß der verstorbene Bruder im Feuer gepeinigt wird; wir müssen ihm ein Werk der Liebe zuwenden und ihm, so gut wir können, dazu verhelfen, daß er erlöst wird. Geh also hin und bringe für ihn an dreißig Tagen nacheinander das heilige Opfer dar, so daß gewiß kein Tag ausfällt, an dem nicht für ihn das heilige Opfer gefeiert wird.”
Pretiosus tat, wie ihm gesagt worden. Während wir nun an andere Dinge dachten und die Tage nicht zählten, erschien der verstorbene Bruder einmal nachts seinem leiblichen Bruder Copiosus in einem Gesichte. Als dieser ihn erblickte, fragte er ihn: „Was gibt es, Bruder, wie geht es dir?” „,Bisher”, antwortete er, „erging es mir schlecht, aber jetzt befinde ich mich wohl; denn heute wurde ich in die Gemeinschaft aufgenommen.”

Sogleich teilte Copiosus dies den Brüdern im Kloster mit. Die Brüder zählten aufmerksam die Tage nach, und siehe, es war gerade der Tag, an welchem für ihn zum dreißigsten Mal das Opfer dargebracht wurde. Während nun Copiosus nichts davon wußte, was die Brüder taten, und die Brüder nicht wußten, was Copiosus gesehen, erfuhr zu ein und derselben Zeit Copiosus, was die Brüder getan, und erfuhren diese, was Copiosus gesehen; es stimmten Gesicht und Opfer miteinander überein, und es war klar, daß der verstorbene Bruder durch das heilige Meßopfer der Pein entrann.

Gregor und seine Mutter Silvia betend vor Stephanus (sagt das heiligenlexikon)
rechts: nach dreißig heiligen Messen wurde der Mönch aus dem Fegefeuer befreit, 
Luigi Caponi, Relief, um 1450

Christus offenbart Papst Gregor den Nutzen der Gregorianischen Messen

Papst Gregor feiert die hl. Messe für die Erlösung der Armen Seelen aus dem Fegefeuer

Nach dem Vorbild Gregors werden bis heute Gregorianische Messen für Verstorbene gelesen, das sind 30 tägliche Messen hintereinander. Gregor begründete diesen Brauch, als er noch Abt des Andreasklosters war. Dort verstarb der Mönch Justus im Ruf, dass er die Armutsgelübde nicht geachtet habe; daraufhin ließ Gregor 30 Messen an 30 aufeinanderfolgenden Tagen für den Mitbruder lesen und der dankte es Gregor dann mit einer Vision, dass er nun aus dem Fegefeuer, befreit sei. (heiligenlexikon)

Samstag, 2. November 2024

Was hilft den Armen Seelen? (Maria Simma)

 

Wiener Franziskaner

Die wertvollste Hilfe ist zweifellos das Hl. Messopfer, aber nur insoweit, als es die betreffenden Verstorbenen zeitlebens geschätzt haben. Auch hier gilt: Was man sät, wird man ernten. Im übrigen werden auch die Werktagsmessen berechnet, nicht nur die Pflichtmessen an Sonn- und Feiertagen.

Freilich könnten nicht alle am Werktag dem Hl. Messopfer beiwohnen; man hat seine Berufsarbeit, seine Aufgaben und die Pflicht kommt zuerst.

Aber so mancher könnte gehen, ohne eine Pflicht zu verletzen, z. B. ein Rentner; er ist gesund, kann gut aufstehen, wohnt nahe bei der Kirche, aber er sagt sich:
Am Sonntag bin ich verpflichtet, die Woche hindurch nicht, also gehe ich nicht. Wer so denkt und handelt, muss nach dem Tod lange warten, bis ihm eine Hl. Messe zugute kommt, weil er sie im Leben gering geachtet hat.
(aus: Maria Simma, Meine Erlebnisse mit Armen Seelen, 54)

alle Posts zu Allerseelen

magna est velut mare contritio tua - deine Betrübnis ist groß wie das Meer
(aus den Klageliedern Jeremias)

Donnerstag, 2. November 2023

Der Segen für Verstorbene

 

Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen

Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes,
der uns aus Liebe erschaffen
und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung
geschenkt hat.
Amen.

Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden,
die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden.
Amen.

Der Lebenden und der Toten
erbarme sich Christus, des Vaters Sohn,
der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist.
Amen.

Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist.
Amen.

Dienstag, 2. November 2021

Die Fegefeuerkirche Roms - Sacro Cuore del Suffragio

 

Sacro Cuore del Suffragio, Rom

Diese Kirche wurde im neogotischen Stil zwischen 1894 und 1917 von dem Architekten Giuseppe Gualandi erbaut und wird auch Kirche des Sacro Cuore di Gesù (Kirche des Heiligen Herzen Jesus) in Prati genannt. Neben der Kirche befindet sich die Sakristei, in welcher sich das Museum der Seelen im Fegefeuer befindet, in dem der Missionar Victor Jouet Dokumente und Erinnerungsstücke über Erscheinungen von Seelen im Fegefeuer sammelte.

Befreiung der Armen Seelen aus dem Fegefeuer durch die Fürbitte Maria und Josefs und durch das Messopfer
Hochaltarbild, Herz


Die Gottesmutter sagte zur hl. Birgitta:

"Ich bin die Mutter aller, die im Fegfeuer sind.
Alle ihre Leiden werden durch meine Fürbitte stündlich gemildert."

 

Barmherzigstes Herz Jesu, Deine Güte ist unendlich,
und die Schätze Deiner Gnaden sind unerschöpflich.
Ich vertraue grenzenlos auf Deine Barmherzigkeit,
die alle Deine Werke übertrifft.

Ich weihe mich Dir gänzlich,
um in den Strahlen Deiner Gnade und Liebe zu leben,
die aus Deinem Herzen am Kreuze hervorgegangen sind.

Ich will Deine Barmherzigkeit verbreiten
durch die geistigen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit,
besonders die Sünder bekehren,
die Armen, Betrübten und Kranken trösten und ihnen helfen,
und für die Sterbenden und die armen Seelen im Fegfeuer beten.

Du aber wirst mich beschützen wie Dein Eigentum und Deine Ehre,
denn ich fürchte alles von meiner Schwäche
und erhoffe alles von Deiner Barmherzigkeit.
Die ganze Menschheit möge die unbegreifliche Tiefe Deiner Barmherzigkeit erkennen,
auf sie all ihre Hoffnung setzen und sie in Ewigkeit lobpreisen. Amen.
Jesus, ich vertraue auf Dich!
(aus: F. Holböck, Fegfeuer, 173)


Pfarrkirche zum Heiligen Herzen Jesu

 

Fenster in S. Maria dell´ Anima, Maria mit Kind, Befreiung v. Adam und Eva aus dem Totenreich

Armenseelenaltar in S. Fedele, Como (Zitate von Heiligen)

Die All Souls Chapel in Oxford

Auferweckung der Toten im All Souls College, Oxford, Wandrelief

Bernhard v. Clairvaux sieht wie die Seelen durch die Feier der hl. Messe gerettet werden, S. Maria Scala Coeli, Tre Fontane

Marmorfigur des Todes mit Sense in S. Pietro in Vincoli, Johannes Chyrostomus, Freude über die Auflösung

Litanei für die Armen Seelen, Medjugorje

Fegefeueraltar in der Franziskanerkirche, Marburg, Slowenien

Hymnus Kürz ihre Wartezeit, Fegefeueraltar in der Servitenkirche am Mariahilfberg

Das Fegefeuer ist tröstlich - Fegefeueraltar in St. Severin, Wien

Allerseelen-Impressionen vom Wiener Zentralfriedhof

Was die Not der Armen Seelen wendet (Pöllauberg, Blut Christi fließt aus den Kelch zu den Armen Seelen)

Montag, 2. November 2020

Über alles gepriesen bist du, Gottesgebärerin - Allerseelen

Das Westfenster von S. Maria dell`Anima in Rom stellt die Jungfrau Maria und das Jesuskind mit Adam und Eva dar,
die durch die Gnade Jesu Christi und durch das Gebet (Rosenkranz) aus der Totenwelt
(im Bilde der Flammen des Fegefeuers) befreit werden.
Geschenk von Kaiser Franz Joseph I., um 1880

 

Über alles gepriesen bist du,
Gottesgebärerin, Jungfrau;
denn durch den, der Fleisch aus dir annahm,
ist der Hades gefesselt,
ist Adam zurückgerufen,
ist der Fluch aufgehoben,
ist Eva befreit,
der Tod getötet,
und wir haben das Leben erlangt.
Darum singen wir in Hymnen:
Gepriesen sei Christus, unser Gott,
dem es so wohlgefiel;
Ehre sei dir!

(L. Heiser, Jesus Christus, 637, Theotokion der orthodoxen Liturgie)

Allerseelen
Das Andenken an die Verstorbenen, das es in allen Religionen gibt, wird im christlichen Bekenntnis durch die Hoffnung auf die Auferstehung überstrahlt, die sich in der Fürbitte der Lebenden für die Verstorbenen äußert. Seit jeher gedachten die Christen im Gebet der Seelen der Verstorbenen; seit dem 2. Jahrhundert sind ausformulierte christliche Gebete für die Toten bekannt. Im 7. Jahrhundert feierte Isidor von Sevilla mit seinen Mönchen am Tage nach dem Pfingstfest die Eucharistie für die Seelen der Verstorbenen, andere Klöster nahmen diesen Brauch auf. Schließlich führte der hl. Abt Odilo von Cluny um 1030 den Allerseelentag am 2. November ein.
Das Messopfer und die Gebete bewirken kraft ihres deprekativen Charakters die Reinigung der Seelen, die in lässlicher Sünde gestorben sind und nach dem Tod keine Möglichkeit mehr haben, selbst an ihrem vollkommenen Heil mitzuarbeiten, da sie ihres abgestorbenen Leibes beraubt sind.
Diese Verstorbenen werden aufgrund ihres Leidens über den Mangel an Gottesgemeinschaft und aufgrund ihrer eingeschränkten Freiheit, zu ihrem Heil beizutragen mit Recht „arme Seelen“ genannt. In der Oktav nach Allerseelen (gilt in diesem Jahr für den ganzen November) können die Gläubigen täglich einen vollkommenen Ablass für die armen Seelen gewinnen, wenn sie einen Friedhof besuchen und die üblichen Bedingungen erfüllen.
(Martyrologium Sancrucense)

 



Zwei jubilierende Engel, die der Mutter Gottes huldigen,
der Erzengel Michael und ein posaunenblasender Verkündigungsengel
in Form von zwei acht Meter hohen dreigeteilten Glasplatten – geätzten Echtantikgläsern mit Glasmalerei
(Johann Weyringer, 2016)

S. Maria dell`Anima, Rom


November ist der Monat der Armen Seelen. Die Kirche betet besonders für die Toten, damit sie gereinigt und durch die Engel in die Herrlichkeit Gottes geführt werden.

Freitag, 2. November 2018

All Souls Chapel - Oxford (mit kraftvoller Litanei)

Surgite mortui venite ad judicium - erhebt euch ihr Toten und kommt zum Gericht
Jüngstes Gericht

Die mittelalterliche Kapelle "All Souls - Alle Seelen" wurde von Richard Chevynton von Abingdon zwischen 1438 und 1442 erbaut. Das geschnitzte Retabel (Altaraufsatz), das aus dem Jahr 1447 stammt, wurde nach seiner Zerstörung im 16. Jahrhundert beinahe vollständig wiederhergestellt.
Urpsrünglich enthielt der Altar eine Anordnung von Bischöfen, Heiligen und Monarchen, die auf beiden Seiten der Kreuzigungsszene standen, nach oben hin das Jüngste Gericht. Die Puritaner zerstörten 1550 die Figuren, die Nischen und Überdachungen blieben erhalten. Die viktorianischen Statuen stammen von Geflowski, 1872.
Die Engel aus Holz hat der Schnitzer Richard Tyllok angefertigt. John Branche entwarf wahrscheinlich die Holzdecke. Die Kapelle (wegen Arbeiten war mir der Zugang verwehrt) besitzt ein Chorgestühl mit 40 Plätzen, für die 40 Mitglieder der ursprünglichen Gründung.

König Heinrich VI. und Henry Chichele gründeten 1438 das College. Die Mitglieder verpflichteten sich für die Seelen im Fegefeuer zu beten, besonders für jene, die in Frankreich im hundertjährigen Krieg getötet wurden.




Kreuzigungsgruppe

Kreuzabnahme, Grablegung, Verkündigung an die Patriarchen und Propheten



Das Westfenster zeigt das Jüngste Gericht. Engel versammeln die Heiligen (unten: Könige und Regierende, Priester und Diakone, Soldaten, Adam und Eva, Königen, Mädchen, Witwen und Arme, vlnr) um den verherrlichten Herrn.



Herr, erbarme Dich der Verstorbenen!
Christus, erbarme Dich ihrer!
Herr, erbarme Dich ihrer!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!

Gott Vater im Himmel, erbarme Dich ihrer!
Gott Sohn, Erlöser der Weit, erbarme Dich ihrer!
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich ihrer!
Heilige Dreifaltigkeit ein einiger Gott, erbarme Dich ihrer!

Heilige Maria, bitte für sie!
Heilige Gottesgebärerin, bitte für sie!
Heilige Jungfrau der Jungfrauen, bitte für sie!
Du schmerzhafte Mutter Gottes, bitte für sie!
Du Mutter der Barmherzigkeit, bitte für sie!
Du Pforte des Himmels, bitte für sie!
Du Trösterin der Betrübten, bitte für sie!

Alle Heiligen Patriarchen und Propheten, bittet für sie!
Heiliger Johannes der Täufer ,bitte für sie!
Heiliger Josef, bitte für sie!
Alle heiligen Apostel und Evangelisten, bittet für sie!
Alle heiligen Jünger des Herrn, bittet für sie!
Alle heiligen unschuldigen Kinder, bittet für sie!
Alle heiligen Märtyrer, bittet für sie!
Alle heiligen Bischofe und Bekenner, bittet für sie!
Alle heiligen Kirchenlehrer, bittet für sie!
Alle heiliger Priester und Diakone, bittet für sie!
Alle heiligen Mönche und Einssiedler, bittet für sie!
Alle heiligen Jungfrauen und Witwen, bittet für sie!
Alle heiligen Gottes, bittet für sie!

Sei ihnen gnädig, verschone sie, o Herr!
Sei ihnen gnädig, erlöse sie, o Herr!
Von allem Übel, erlöse sie Herr!
Von Deinem Zorne, erlöse sie Herr!
Von der Strenge Deiner Gerechtigkeit, erlöse sie Herr!
Vom nagenden Wurm des Gewissens, erlöse sie, o Herr!
Von der tiefen Traurigkeit, erlöse sie Herr!
Von der harten Gefangenschaft, erlöse sie, o Herr!
Vom verzehrenden Feuer, erlöse sie, o Herr!
Von der schmerzlichen Sehnsucht, erlöse sie, o Herr!
Von allen Strafen, erlöse sie, o Herr!

Durch Deine wunderbare Menschwerdung, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine heilige Geburt, erlöse, sie Herr!
Durch Deinen heiligen Namen, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine Taufe und Dein heiligen Fasten, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine Tiefe Demut, erlöse sie, o Herr!
Durch Deinen vollkommenen Gehorsam, erlöse sie, o Herr!
Durch Leine äußerste Armut, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine Geduld und Sanftmut, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine unsagbar große Liebe, erlöse sie, o Herr!
Durch Dein bitteres Leiden, erlöse sie, o Herr!
Durch Deinen heiligen Angstschweiß, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine Gefangennahme, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine schmerzliche Genesung, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine schimpfliche Verspottung, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine ungerechte Verurteilung, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine mühevolle Kreuztragung, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine grausame Kreuzigung, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine qualvolle Verlassenheit, erlöse sie, o Herr!
Durch Deinen heiligen Opfertod, erlöse sie, o Herr!

Durch Deine heiligen fünf Wunden; erlöse sie, o Herr!
Durch Dein durchbohrtes Herz, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine glorreiche Auferstehung, erlöse sie, o Herr!
Durch Deine wunderbare Himmelfahrt, erlöse sie, o Herr!
Durch sie Sendung des hl. Geistes, erlöse sie, o Herr!
Durch die Verdienste und die Fürbitte Deiner heiligen Mutter, erlöse sie, o Herr!
Durch die Verdienste und die Fürsprache aller Deiner Heiligen, erlöse sie, o Herr!

Wir armen Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!
Daß du die leidenden Seelen im Fegefeuer verschonen wollest,
Daß Du sie aus ihren Peinen und Qualen erretten wollest,
Daß Du sie aller guten Werke der Christenheit teilhaftig machen wollest,
Daß Du unser Gebet für sie allezeit erhören wollest,
Daß Du sie durch den heiligen Erzengel Michael und Deine heiligen Engel trösten und zum ewigen Licht führen wollest,
Daß Du sie bald mit Deiner beseligenden Anschauung beglücken wollest,
Daß Du unseren verstorbenen Eltern ,Geschwistern und Wohltätern die ewige Seligkeit verleihen wollest,
Daß Du dich jener Armen Seelen. an die auf Erden niemand mehr denkt, mildreich erbarmen wollest,
Daß Du allen Christgläubigen barmherzige Liebe zu den Armen Seelen einflößen wollest,
Daß Du den Seelen aller verstorbenen Christgläubigen die ewige Ruhe verleihen wollest,
Sohn Gottes König der ewigen Herrlichkeit,
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Weit, verschone sie, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre sie, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hin die Sünden der Weit, erbarme Dich ihrer, o Herr!

Lasset uns beten!
Gott, Du Herr über Leben und Tod, erzeige Deinen Dienern und Dienerinnen, die an Dich geglaubt und auf Dich gehofft haben Deine unendliche Barmherzigkeit. Schenke ihnen Nachlaß aller Schuld und Strafe und erlöse ihre Seelen aus der jenseitigen Läuterung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herren. Amen.

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihnen.
Lass sie ruhen in Frieden. Amen.



Donnerstag, 2. November 2017

Allerseelen in Tre Fontane

 Bernhard von Clairvaux sieht Engel, die Arme Seelen, für die er die hl. Messe
aufopferte, auf einer langen Leiter vom Fegefeuer in den Himmel geleiten.
Santa Maria Scala Coeli, Tre Fontane
1138 hielt Bernhard nahe der Kirche San Paolo alle Tre Fontane in Rom - der Stelle des angeblichen Martyriums von Paulus, und des um 300 gestorbenen Zeno und seiner 10.203 Gefährten - eine Totenmesse und empfing die Vision einer Leiter, über die die Seelen vom Fegefeuerfeuer aus den Himmel erreichen können; an dieser Stelle wurde deshalb 1582 bis 1584 die Kirche Santa Maria Scala Coeli, heilige Maria - Himmelsleiter errichtet.


1138 hielt Bernhard nahe der Kirche S. Paolo alle Tre Fontane in Rom - der Stelle des angeblichen Martyriums von Paulus und des um 300 gestorbenen Zeno und seiner 10.203 Gefährten - eine Totenmesse und empfing die Vision einer Leiter, über die die Seelen vom Fegefeuer aus den Himmel erreichen können; an dieser Stelle wurde deshalb 1582 bis 1584 die Kirche Santa Maria Scala Coeli, heilige Maria - Himmelsleiter errichtet. (Heiligenlexikon)

1138 hielt Bernhard nahe der Kirche San Paolo alle Tre Fontane in Rom - der Stelle des angeblichen Martyriums von Paulus, und des um 300 gestorbenen Zeno und seiner 10.203 Gefährten - eine Totenmesse und empfing die Vision einer Leiter, über die die Seelen vom Fegefeuerfeuer aus den Himmel erreichen können; an dieser Stelle wurde deshalb 1582 bis 1584 die Kirche Santa Maria Scala Coeli, heilige Maria - Himmelsleiter errichtet.
"Heile mich, Herr, und ich werde geheilt werden;
rette mich, und ich werde gerettet sein",
verherrliche mich und ich werde verherrlicht sein.
Denn so wird meine Seele den Herrn preisen,
und alles, was in mir ist, Seinen heiligen Namen,
wenn Du, o Herr,
mir alle meine Schuld vergibst,
wenn Du alle meine Gebrechen heilst,
wenn Du mein Verlangen mit Gütern stillst.

(Bernhard von Clairvaux,
T. Ohse, Voll Güte bist Du, Herr, Gebet 20)

Santa Maria Scala Coeli, Tre Fontane, Rom

Der Hinweis, dass jeder Priester heute drei Messen feiern darf (nur für eine darf er ein Stipendium annehmen, die zweite muss für alle Verstorbenen, die dritte in den Anliegen des Papstes feiern), ist im Direktorium der Erzdiözese Wien seit zwei Jahren verschwunden.