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Donnerstag, 6. November 2025

Leonhard von Noblac

 

Leonhard befreit Gefangene, Unterolberndorf, Josef Salomon, 1850

Heiliger Leonhard, bitte für uns!

Er lebte als Einsiedler im heutigen St-Léonard-de-Noblac bei Limoges. Die Überlieferung schreibt ihm Abstammung aus edlem fränkischem Geschlecht und neben vielen Wundern besonders die Fürsorge für die Gefangenen zu. Der Kult verbreitete sich über das ganze Abendland, besonders über den Süden des deutschen Sprachgebietes. Gestorben wahrscheinlich am 6. November eines unbekannten Jahres im 6. Jahrhundert.


Barmherziger Gott, du hast den heiligen Einsiedler Leonhard berufen,
Gefangene zu befreien
und Sünder auf den rechten Weg zu führen.
Löse uns aus den Fesseln der Sünde
und erhalte uns in der Freiheit,
zu der du uns berufen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Pfarrkirche Unterolberndorf zum hl. Leonhard

Freitag, 6. November 2020

St. Leonhard, für Gott bereit

 

hl. Leonhard, auf dem Weg nach Mariazell

 

Sankt Leonhard, für Gott bereit

hast du dich seinem Dienst geweiht,

den Armen Gottes Wort gebracht

und Christi Liebe kundgemacht.

 

Du bist von Gott dem Herrn bestellt

zum Schutz des Lebens in der Welt,

zu helfen, wo Gefahr uns droht,

in Krankheit und in Todesnot.

 

Halt segnend über uns die Hand,

beschütz die Tiere und das Land,

daß Gnade sich auf uns ergießt

und Segen auf den Fluren sprießt.

 

Wer schwer im Kampf des Lebens schafft,

erfleht bei dir sich Gotteskraft.

Laß unsre Arbeit fruchtbar sein

und unsrer Hände Werk gedeihn.

 

Das Herz der Mütter dir vertraut

und fest auf deine Liebe baut.

Den Vätern hilf mit gutem Rat,

der Jugend zeig den rechten Pfad.

 

Gar oft hast du aus Kerkers Nacht

Gefangene ans Licht gebracht,

wo Unrecht Menschen eingeengt,

die Fesseln ihrer Not gesprengt.

 

Erweck in uns des Geistes Kraft,

zerbrich das Joch der Leidenschaft.

Halt Sünd und Unheil von uns fern,

führ uns zu Christus, unserm Herrn.

 

 

Glasfenster (um 1400) von St. Leonhard in Bad St. Leonhard

Bildstock beim Leithagebirge

Kanzelfigur in Ebenfurth, Niederösterreich

Mittwoch, 6. November 2019

Leonhard - Befreier der Gefangenen

Mit einer Kette umspannte Leonhardi-Kirche

Einsiedler, Abt
Namensdeutung: der Löwenstarke (lat.-althochdeutsch)
Namenstage: Leonhard, Léonard, Leonardo, Lennart, Lienhard
Gedenktag: 6. November
Lebensdaten: geboren um 500 in Orléans, gestorben 559 bei Limoges

Lebensgeschichte und Legende: Leonhard soll als Kind einer fränkischen Adelsfamilie in Orléans geboren und von Bischof Remigius von Reims getauft worden sein. Er wurde Einsiedler und lebte in der Einsamkeit seiner Zelle in einem Wald nahe Limoges. Eigentlich sollte er Bischof werden und ein Bistum leiten, einige Quellen erwähnen sogar seine Bischofsweihe durch Remigius. Doch weil er sich von dieser Aufgabe überfordert fühlte, blieb Leonhard ein einfacher Diakon, ein Diener Gottes im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Hilfesuchende kamen zu ihm, er predigte und heilte. Besonders um die Gefangenen kümmerte er sich. Leonhard konnte für viele beim König ihre Freilassung erwirken. Manchmal riefen Gefangene auch nur seinen Namen an, und schon fielen die Fesseln ab, die sie dann Leonhard in seine Klause brachten. Diese Ketten wurde später als Viehketten gedeutet, weswegen Leonhard zum großen Vieh- und Bauernpatron wurde.
Einmal soll er der Königin, die während einer Jagd nahe seiner Behausung in die Wehen kam, durch sein Gebet zur glücklichen Geburt eines Sohnes verholfen haben. Daraufhin bekam er als Dank vom König ein Waldstück, in dem er ein Kloster errichtete – die Gemeinschaft von Noblat, heute das Städtchen Saint-Léonard-de-Noblat. Dort wurden ehemalige Gefangene zu Handwerkern ausgebildet, damit sie ihren Lebensunterhalt auf ehrliche Weise verdienen. Bis zu seinem Tod, der im Jahr 559 erfolgt sein soll, leitete er seine Gemeinschaft.

Verehrung und Brauchtum: Leonhard wurde in der Klosterkirche bestattet, seine Gebeine wurden im 11. Jahrhundert erhoben und werden bis heute in der Kirche von Saint-Léonard-de-Noblat von vielen Pilgern besucht. Nachdem eine erste Lebensgeschichte um das Jahr 1030 in Umlauf kam, breitete sich seine Verehrung rasch aus. Seitdem gehört er in Bayern zu den meistverehrten Heiligen. Bis vor dem Zweiten Weltkrieg gab es über 150 Wallfahrten zum heiligen Leonhard – heute sind es immerhin noch etwa 50, meist verbunden mit Pferderitten. Zu den bekanntesten gehören Bad Tölz und, seit 1458, Inchenhofen. Dort bildet ein 150 Kilo schwerer Leonhardnagel, der früher als Zeichen der Buße um die Kirche getragen wurde, das Zentrum des Umritts.

Darstellung: im Mönchsgewand mit Stab, Buch, Ketten, Ochsen oder Pferden
Patron: der Bauern, Bergleute, Böttcher, Fuhrleute, Gefangenen, Lastenträger, Obsthändler, Stallknechte, Ställe, Schlosser, Schmiede, des Viehs, der Pferde, der Wöchnerinnen und für eine gute Geburt, Helfer bei Kopfschmerzen und Geisteskrankheiten
(Bistum Augsburg)

links: hl. Leonhard mit Kette, kniende Stifterin, Madonna mit Kind, um 1400


Barmherziger Gott,
du hast den heiligen Einsiedler Leonhard berufen,
Gefangene zu befreien
und Sünder auf den rechten Weg zu führen.
Löse uns aus den Fesseln der Sünde
und erhalte uns in der Freiheit,
zu der du uns berufen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


St. Leonhard in Bad St. Leonhard im Lavanttal

Dienstag, 6. November 2018

Leonhard von Noblac

 



Leonhard von Noblac, Einsiedler. Leonhard war ein Einsiedler, der wahrscheinlich im 6. Jahrhundert zu Noblac im Bistum Limoges eine Zelle gründete. Nach der legendären Lebensbeschreibung aus dem 11. Jahrhundert stammte Leonhard aus fränkischem Adel, war Schüler des Remigius von Reims. Er soll das Kloster Saint-Léonard-de-Noblac gegründet und sich besonders der Gefangenen angenommen haben.
Seine Gebeine wurden im 11. Jahrhundert erhoben. Seine Verehrung ist in Deutschland, Österreich, Frankreich, England und Italien verbreitet. Leonhard galt ursprünglich als Schutzpatron derer, „die in Ketten liegen“, also der Gefangenen und der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete.
Nach der Reformation wurde er Schutzpatron der Stalltiere, weil man die Ketten, mit denen er abgebildet wurde, als Viehketten deutete. Die Leonhard geweihten Kirchen sind mit Ketten umspannt. Am Leonarditag finden vielfach Tiersegnungen statt. Leonhard wird dargestellt in benediktinischer Abtskleidung mit Stab und Buch, mit Ketten und Kühen. Eine Statue des Heiligen befindet sich am Gang vor dem Refektorium von Heiligenkreuz.
(Martyrologium Sancrucense)



Marterl in der Nähe des Leithagebirges

Samstag, 4. Juli 2015

Ulrich von Augsburg

Verherrlichung des hl. Ulrich, Ebenfurth, Niederösterreich, von J. G. Schmid, 1721

Ulrich von Augsburg, Bischof. Ulrich wurde 890 zu Augsburg aus einem alemannischen Grafengeschlecht geboren und erhielt seine theologische Ausbildung in Sankt Gallen. 923 wurde er von König Heinrich I. zum Bischof von Augsburg bestellt. In unerschütterlicher Treue stand er zum Königshaus und verteidigte 955 seine Bischofsstadt, die er nach 926 mit einer Mauer umgeben hatte, erfolgreich gegen die Ungarn. Der Sieg auf dem Lechfeld war die Frucht seines Vorbilds und seiner Gebete. Ulrich erfüllte seine bischöflichen Aufgaben mit großem Eifer: Zur Bildung des Klerus förderte er die Domschule, hielt regelmäßige Visitationen und Diözesansynoden, unterstützte Klöster und Stifte. Ulrich erbaute, vergrößerte und verschönerte Kirchen; er sorgte für die Seelsorge auch in abgelegenen Gebieten.
Ulrich war der Inbegriff eines bischöflichen Hirten. Er starb am 4. Juli 973 zu Augsburg und wurde von seinem Freund Wolfgang von Regensburg im Kloster Sankt Afra bestattet. Das Kloster wurde später „Sankt-Ulrich-und-Afra“ benannt. Ulrich wurde Patron von Stadt und Bistum Augsburg, seine Verehrung verbreitete sich im ganzen deutschen Sprachraum. Er wird in bischöflichen Gewändern mit Buch und Fisch dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)

Hl. Ulrich mit Fisch und Buch, Kanzel, Ebenfurt

Hier ist nachzulesen, warum dem hl. Ulrich ein Fisch als Kennzeichen zu eigen ist.

hl. Leonhard mit Mönchskutte auf der Kanzel, Ebenfurth
 
im unteren Teil des Hochaltarbildes ist die Schlacht auf dem Lechfeld zu sehen


Gott, du bist reich an Erbarmen.
Du hast deinem Volk in einer Zeit schwerer Not
den heiligen Ulrich als tatkräftigen Bischof geschenkt.
Seine Fürbitte helfe uns,
die Gefahren unserer Zeit in der Kraft des Glaubens zu bestehen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)

Pfarrkirche Ebenfurth

Pfarrkirche Ebenfurth