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Freitag, 24. Juli 2026

Christus in uns tragen

Bonner Münster

Erzengel Michael, Barbara und Christopher, Fresken im Bonner Münster

Dem Märtyrer, der nach Zeit und Ort nicht eingeordnet werden kann, wurde schon 452 in Chalkedon eine Kirche geweiht. Seine Verehrung verbreitete sich nicht nur im Osten, sondern auch im Abendland, wo er zu den Vierzehn Nothelfern zählt. Aus den zahlreichen Legendenmotiven ist das an den Namen anknüpfende des Christusträgers, der das göttliche Kind über den Fluss bringt, heute das bekannteste.
(erzabteibeuron)

Allmächtiger Gott, auf unserem Lebensweg
bedrohen uns viele Gefahren.
Höre auf die Fürsprache
des heiligen Märtyrers Christophorus.
Gib, dass wir Christus in uns tragen
und mit unseren Weggefährten
sicher zu dem Ziel gelangen,
für das wir geschaffen sind.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.



 

Dienstag, 30. September 2025

Niemand ist glücklicher als ein Christ

 


St. Michael, Olmütz

Heiliger Hieronymus, bitte für uns
 

Niemand ist glücklicher als ein Christ, da ihm das Himmelreich verheißen ist. Aber auch niemand hat mehr Sorge als ein Christ, da sein Leben täglich von Gefahren umlauert wird. Niemand ist stärker als er, da er den Teufel bezwingt. Aber auch niemand ist schwächer, da er vom Fleische überwunden wird.

Für beide Behauptungen gibt es Beispiele in Hülle und Fülle.

Der Schächer am Kreuz ist gläubig geworden, und zum Lohne vernimmt er sogleich die Verheißung:"Amen, amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies Sein" (Lk 23,42).

Judas gleitet von der Würde des Apostelamtes in den Abgrund des Verrats. Ihn rührt nicht die vertraute Mahlgemeinschaft, nicht der eingetauchte Bissen Brot (vgl. Joh 13,26-30), nicht der freundschaftliche Kuss (vgl. Mk 14,44f; Mt 26,48f; Lk 22,47f), so daß er wie einen Menschen den verrät, von dem er wusste, dass er Gottes Sohn ist.

Wer verdient größere Verachtung als die Samariterin? Aber es war ihr nicht genug, allein zum Glauben zu kommen. Als sie, die sechs Männer gehabt hat, den einen Herrn findet und am Brunnen als den Messias erkennt, von dem das jüdische Volk im Tempel nichts wissen wollte, vermittelt sie vielen das Heil. Während die Apostel Essen einkaufen, labt sie den Durstenden und erfrischt den Ermüdeten (vgl. Joh 4,5-43.

Wer ist weiser als Salomo? Trotzdem betört ihn die Liebe zu den Frauen (vgl. 1Kön 11,1-3).
(Hieronymus, Brief an Rusticus, in: Alfons Fürst, Hieronymus, 301)

Erzengel Michael inmitten der vier Kirchenlehrer Gregor, Augustinus, Ambrosius und Hieronymus

Montag, 29. September 2025

Sankt Michael und Maria, die Königin der Engel

 

Hochaltar der Kollegienkirche in Salzburg

 

Der heutige Hochaltar wurde von Pater Bernard Stuart entworfen und von Josef Anton Pfaffinger ausgeführt. Das Programm des Hochaltares stammt aus dem Alten Testament und bezieht sich auf einen Spruch Salomos (Spr 9,1 EU): „Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, ihre sieben Säulen behauen.“ Vor den Säulen stehen allegorische Figuren der Musik, Dichtung, Malerei und Baukunst sowie der vier Fakultäten. Darüber schweben Liebe und Hoffnung, beflügelt vom Glauben. Auf der Höhe des Gesimses stehen hier sieben Erzengel. Der Altar löst sich nach oben hin in die von Fischer von Erlach entworfenen Stuckfiguren auf. Er wiederholt die Hauptmotive der Kirche und führt sie weiter. Als oberster Abschluss des Chores erscheint vor dem hellen Fenster der Apsis umgeben von plastisch modellierten Wolken, zahlreichen Engeln und einem Strahlenkranz – gleichsam überirdisch – Maria Immaculata auf einer Mondsichel. (wiki)

sieben Engel, in der Mitte der Erzengel Michael

Sankt Michael, du starker Held,
ergreife Schild und Lanze,
und steig hernieder auf die Welt
im goldnen Strahlenglanze!
 
Erheb dich kühn voll Himmelskraft
wie einst in Schöpfungszeiten,
um gegen List und Leidenschaft
und Satans Macht zu streiten.
 
Du Himmelsfürst, laß dich erflehn:
Hilf uns in schlimmen Tagen!
Dann werden wir den Kampf bestehn
und Siegeskränze tragen.
(Otto Zischkin, wirksame Gebete um Hilfe und Schutz, 35f)

darüber Maria Immaculata mit der Mondsichel

Sonntag, 29. September 2024

Sankt Michael, Sankt Gabriel, Sankt Rafael, bittet für uns!

 

1. Sankt Michael, du großer Geist,
„Wer ist wie Gott“ dein Name heißt,
Steh’ uns im Kampf des Lebens bei
Und mach von aller Furcht uns frei.

2. Sankt Gabriel die Botschaft bracht,
Welch Nähe Gott uns zugedacht,
Da er als Mensch erscheinen sollt,
Sein Gnad und Segen schenken wollt.

3. Sankt Raphael, vor aller Not
Bewahr’ vor Krankheit uns und Tod,
Allzeit durch dich Gott Heilung schenkt
Und uns’ren Weg zum Ziel hin lenkt.

Sonntag, 26. November 2023

Der Weltenrichter (Hans Memling)

 

O mein Jesus, führe alle Seelen in den Himmel,
besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 25

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
31Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt
und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
32Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden
und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
33Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken.
34Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
empfangt das Reich als Erbe,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
35Denn ich war hungrig
und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen;
36ich war nackt
und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank
und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis
und ihr seid zu mir gekommen.
37Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und dir zu essen gegeben
oder durstig
und dir zu trinken gegeben?
38Und wann haben wir dich fremd gesehen
und aufgenommen
oder nackt
und dir Kleidung gegeben?
39Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen
und sind zu dir gekommen?
40Darauf wird der König ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.
41Dann wird er zu denen auf der Linken sagen:
Geht weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
42Denn ich war hungrig
und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
43ich war fremd
und ihr habt mich nicht aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir keine Kleidung gegeben;
ich war krank und im Gefängnis
und ihr habt mich nicht besucht.
44Dann werden auch sie antworten:
Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig
oder fremd oder nackt
oder krank oder im Gefängnis gesehen
und haben dir nicht geholfen?
45Darauf wird er ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan.
46Und diese werden weggehen

zur ewigen Strafe,
die Gerechten aber
zum ewigen Leben.

Evangelium des Christkönigsfestes, Lesejahr A

Triptychon (Kopie) v. Hans Memling (bis 1471), Marienkirche, Danzig
Auf der Mitteltafel sieht man Jesus als Weltenrichter sitzend auf einem Regenbogen (Offb 4,3 EU). Lilie und Schwert befinden sich links und rechts seines Mundes und bezeichnen die Seiten der Erlösten und der Verdammten. An seiner rechten Seite kniet Maria, an seiner linken Seite Johannes der Täufer mit einem rotgefütterten schwarzen Mantel über seinem Fellgewand. Im Halbkreis sind die zwölf Apostel angeordnet. Unter Jesus steht der Erzengel Michael, gewappnet in einen Harnisch, als Seelenwäger. Das Schicksal der Verdammten ist auf der rechten Tafel dargestellt. Von Teufeln ergriffen werden sie in die Hölle gezogen. Auf der linken Seite ist die Aufnahme der Glückseligen ins Paradies (Himmlisches Jerusalem) zu sehen; sie werden von Petrus begrüßt und anschließend neu eingekleidet.(wiki)

Das Evangelium, das wir soeben gehört haben, sagt uns, daß Jesus, der Menschensohn, der endgültige Richter über unser Leben, die Gestalt derer annehmen wollte, die Hunger und Durst haben, die fremd, nackt, krank, oder gefangen sind, schließlich all der Menschen, die leiden oder beiseitegeschoben werden; unser Verhalten ihnen gegenüber wird also als das Verhalten angesehen werden, das wir Jesus selbst entgegenbringen. Sehen wir darin nicht eine bloße literarische Formel, ein bloßes Bild! Das ganze Leben Jesu veranschaulicht es. Er, der Sohn Gottes, ist Mensch geworden, hat unser Leben bis in die konkretesten Einzelheiten hinein geteilt, indem er sich zum Diener des Geringsten seiner Brüder gemacht hat. Er, der keinen Ort hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte, sollte später dazu verurteilt werden, am Kreuz zu sterben. Das ist der König, den wir feiern!

Zweifellos kann uns das befremdend erscheinen! Noch heute wie vor 2000 Jahren haben wir, die wir gewöhnlich die Zeichen des Königtums in Erfolg, Macht, Geld oder Herrschaft sehen,  unsere Schwierigkeiten damit, einen solchen König zu akzeptieren, einen König, der sich zum Diener der Geringsten, der Niedrigsten macht, einen König, dessen Thron das Kreuz ist. Und dennoch, so sagt uns die Schrift, geschieht es in dieser Weise, daß sich die Herrlichkeit Christi offenbart; in der Niedrigkeit seines Erdenlebens findet er seine Macht, die Welt zu richten. Herrschen bedeutet für ihn dienen! Und was er von uns verlangt, ist, ihm auf diesem Weg zu folgen, zu dienen, aufmerksam zu sein für den Schrei des Armen, des Schwachen, des Ausgegrenzten. Der Getaufte weiß, daß die Entscheidung, Christus nachzufolgen, ihm große Opfer abverlangen kann, manchmal sogar das des eigenen Lebens. Aber – wie uns der heilige Paulus in Erinnerung gerufen hat – Christus hat den Tod besiegt, und er zieht uns hinter sich her in seine Auferstehung hinein. Er führt uns in eine neue Welt ein, in eine Welt der Freiheit und des Glücks. Noch heute halten uns so viele Bindungen an die alte Welt, so viele Ängste gefangen und hindern uns daran, frei und glücklich zu leben. Lassen wir uns durch Christus von dieser alten Welt befreien! Unser Glaube an ihn, der Sieger über all unsere Ängste und all unser Elend ist, schenkt uns den Zugang zu einer neuen Welt, zu einer Welt, in der Gerechtigkeit und Wahrheit keine Farce sind, zu einer Welt der inneren Freiheit und des Friedens mit uns selbst, mit den anderen und mit Gott. Das ist das Geschenk, das Gott uns in unserer Taufe gemacht hat!

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist“ (Mt 25,34). Nehmen wir dieses Segenswort, das der Menschensohn am Tag des Gerichts an diejenigen richten wird, die seine Gegenwart unter den Niedrigsten seiner Brüder erkannt haben, in ein freies und von Liebe zum Herrn erfülltes Herz auf! Brüder und Schwestern, dieser Abschnitt aus dem Evangelium ist wirklich ein Wort der Hoffnung, denn der König des Universums ist uns ganz nahe gekommen, hat sich zum Diener der Geringsten und der Niedrigsten gemacht. Und ich möchte mich mit großer  Zuneigung an alle Leidenden wenden, an die Kranken, an die mit AIDS oder anderen Krankheiten infizierten, an alle, die von der Gesellschaft vergessen werden. Faßt Mut! Der Papst ist euch nahe im Gebet und mit seinen Gedanken. Faßt Mut! Jesus hat sich mit dem Geringen, mit dem Kranken identifizieren wollen; er wollte euer Leiden teilen und hat in euch Brüder und Schwestern gesehen, um euch von allem Übel, von allem Leiden zu befreien! Jeder Kranke, jeder Arme verdient unsere Achtung und unsere Liebe, denn durch ihn zeigt Gott uns den Weg zum Himmel.

(Papst Benedikt XVI, aus einer Predigt am 20.11.2011)

Donnerstag, 29. September 2022

Michael, der Patron Deutschlands, rausgeflogen aus dem neuen Gotteslob😟


Unüberwindlich starker Held,
Sankt Michael!,
komm uns zu Hilf,
zieh mit zu Feld!
Hilf uns im Streite,
zum Sieg uns leite,
Sankt Michael!

Die Kirch dir anbefohlen ist;
St. Michael!
du unser Schutz-
und Schirmherr bist.
Hilf uns im Streite,
zum Sieg uns leite,
Sankt Michael!

Du bist der himmlisch Bannerherr,
St. Michael!
die Engel sind dein Königsheer.
Hilf uns im Streite,
zum Sieg uns leite,
Sankt Michael!

Den Drachen du ergriffen hast,
St. Michael!
und unter deinen Fuß gefasst.
Hilf uns im Streite,
zum Sieg uns leite,
Sankt Michael!

Beschütz mit deinem Schild und Schwert
St. Michael!
die Kirch, den Hirten und die Herd.
Hilf uns im Streite,
zum Sieg uns leite,
Sankt Michael!
(Gotteslob 606)

Mittwoch, 29. September 2021

Michael auf dem Mont Saint Michel

 

Altar des hl. Erzengels Michael, übertragen aus der Abtei 1895

Lesung aus der Offenbarung des Johannes

7Im Himmel entbrannte ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften,

8aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.

9Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.

10Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.

11Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod.

12aDarum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen.

Holzfigur mit Silber überzogen
 

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe!
Gegen die Bosheit und Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz.
 »Gott gebiete ihm!«, so bitten wir flehentlich.
Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister,
die in der Welt umhergehen, um die Seelen zu verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.
Papst Leo XIII.


Pfarrkirche Saint Pierre auf dem Mont Saint Michel

Dienstag, 29. September 2020

Der Erzengelaltar in der Wiener Peterskirche

 

Erzengelaltar in der Wiener Peterskirche
 

Heiliger Erzengel Michael, du Fürst der himmlischen Heerscharen, verteidige uns um Kampf gegen die Bosheiten und die Nachstellungen des Teufels, sei du unser Schutz, Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen in der Welt umhergehen durch die Kraft Gottes hinab in die Hölle.

 

Engel der Menschwerdung, du getreuer Bote Gottes, öffne unsere Ohren auch für die leisen Mahnungen und Lockrufe des liebenden Herzens unseres Herrn! Sei uns immer vor Augen, wir beschwören dich, dass wir das Wort Gottes recht verstehen, ihm nachgehen und gehorchen und das vollbringen, was Gott von uns will! Verhilf uns zu einer wachen Bereitschaft, dass uns der Herr, wenn Er kommt, nicht schlafend findet.
Heiliger Erzengel Gabriel, als erster aller Engel durftest du in Nazaret Maria, eure zukünftige Königin, begrüssen. Im Auftrag des Vaters hast du Maria angefragt, ob sie bereit sei, die Mutter seines Sohnes zu werden. Du durftest das folgenreichste Wort vernehmen, das je ein Mensch gesprochen hat, das Mir geschehe nach deinem Wort, der Jungfrau von Nazareth. Das Nein Evas hat die Menschen durch den Cherubim aus dem Paradies vertrieben, durch das Ja Marias ist Jesus Mensch geworden und hat uns das Paradies neu erschlossen.
Heiliger Erzengel Gabriel! Lehre uns den Willen Gottes freudig annehmen, als Knechte und Mägde des Herrn, wie es Maria getan hat.
Du warst der erste Zeuge der Menschwerdung im Schoss der heiligen Jungfrau. Lehre die Menschen, das keimende Leben im Mutterschoss zu achten, lass sie keinen Frevel begehen am unfassbaren Wunder der Menschwerdung, bewahre unsere Frauen und Mütter vor der grossen Sünde unserer Zeit, der Abtreibung, dem neuen Kindermord von Bethlehem.
Lass unsere Jungfrauen und Frauen die hohe Würde ihres Standes erkennen, dass sie im Geiste Mariens Christus im Herzen tragen und ihre Männer und Söhne heimführen zu Gott.
(Arnold Guillet, gebetech)


Glorreicher Erzengel Rafael, du großer Fürst der himmlischen Heerscharen, nimm unser Gebet gütig an.

Man nennt dich Heilmittel Gottes, also Arzt der geistigen und körperlichen Krankheiten, vor allem für jene, die der Mensch nicht heilen kann, sicherer Begleiter der Reisenden, Zuflucht und Schutz der Gefährdeten, wirksamer und mächtiger Befreier des Menschen von den bösen Geistern, schau gnädig auf uns!

Und wie du einst Tobias Familie so sorgsam beschützt hast, so sei auch zu uns gütig und barmherzig.

Sei uns Führer und getreuer Begleiter auf dem schweren Lebensweg, damit wir mit dir die ewige Seligkeit genießen können. Amen.

Himmlischer Arzt, hl. Erzengel Rafael, mit deinem Lichte erleuchte uns, mit deinem Flügel beschütze uns, mit deinem Heilmittel heile uns!

(Pfarrezellamziller)

Donnerstag, 12. März 2020

Coronavirus (3) - was tun in drohender Gefahr - Gregor der Große

Gregor der Große, Saint Pierre, Chartres


Bis 1969 gedachte die Kirche am 12. März des hl. Papstes Gregor des Großen, der an diesem Tag bestattet worden war. Die liturgische Reform verlegte seinen Gedenktag auf den 3. September, den Jahrestag seiner Wahl zum Papst im Jahr 590.


Saint Pierre, Chartres



Im Jahre 589 wütete in Rom als Folge von Naturereignissen eine heftige Pest, die Anfang 590 auch den Papst Pelagius II. erfasste und hinwegraffte; Nun wurde Gregor, der aus dem senatorischen Adel der Stadt stammte und Stadtpräfekt war bevor er Mönch wurde, zum Papst gewählt und erhielt später das Beiwort „der große“. Er regierte die Kirche überaus klug und weise.

Gregors des Grossen Gestalt ist nun gewissermaßen von Engeln umgeben, und man hat ihm sicher zu Recht den Titel «Doctor angelorum» («Lehrer der Engel»), beziehungsweise «Doctor coelestis militiae» («Lehrer der himmlischen Heerscharen») gegeben. So nannte ihn bereits sein erster Biograph Johannes Diaconus, der auch jene Episode aus dem Leben Gregors des Großen erzählt, wie dieser beim Anblick der auf dem Sklavenmarkt feilgebotenen Angelsachsen und nach Beantwortung seiner Frage, welchem Volksstamm sie denn angehörten, ausgerufen haben soll: «Angeln, die engelgleichen. Erben der Engel sollen sie werden!»

Schon seine Bestimmung zum obersten Hirten der Kirche soll dem hl. Gregor d. Gr. von einem Engel mitgeteilt worden sein; und als er sich nach erfolgter Papstwahl verbergen wollte, um dem schweren Amt zu entfliehen, habe eine über seinem Versteck aufleuchtende Lichtsäule, in der Engel auf- und niederstiegen, ihn auffinden lassen.

Die erste Tat Gregors als Papst sei dann eine große Bittprozession durch die Straßen Roms um Abwendung der Pest, die dort im Jahre 590 noch immer wütete, gewesen. Dabei sei dem Papst eine Vision des Erzengels Michael zuteil geworden, der vom Himmel auf das Grabmal des Kaisers Hadrian herabstieg und ein blutiges Schwert in die Scheide steckte. Von da an habe die Pest aufgehört. Seither wurde das Mausoleum des Kaisers Hadrian «Engelsburg» («Castel Sant' Angelo») genannt.

(Ferdinand Holböck, Vereint mit den Engeln und Heiligen, 173)



Heiliger Erzengel Michael, bitte für uns! (Engelsburg)