Posts mit dem Label Königin von Polen - Gdynia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Königin von Polen - Gdynia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. September 2024

Johannes Paul II. spricht Mutter Teresa selig

 

Königin von Polen, Gdynia

Hochgelobt und gepriesen sei Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament des Altares

SELIGSPRECHUNG VON MUTTER THERESA VON KALKUTTA

PREDIGT VON JOHANNES PAUL II.

Weltmissionstag
Sonntag,
19. Oktober 2003

 

1. »Wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein« (Mk 10,44). Diese Worte, die Jesus an die Jünger gerichtet hat und die soeben auf diesem Platz erklungen sind, weisen den Weg zu der »Größe«, die dem Evangelium entspricht. Es ist der Weg, den Christus selbst bis zum Kreuz gegangen ist; ein Weg der Liebe und des Dienens, der jede menschliche Logik umstürzt. Der Diener aller sein!

Von dieser Logik hat sich Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionare und Missionarinnen der Nächstenliebe, leiten lassen, die ich heute zu meiner Freude in das Verzeichnis der Seligen eintragen kann. Ich bin dieser mutigen Frau, deren Nähe ich immer gespürt habe, persönlich dankbar. Als Ikone des barmherzigen Samariters ging sie überall hin, um Christus in den Ärmsten der Armen zu dienen. Nicht einmal Konflikte und Kriege konnten sie aufhalten.

Ab und zu kam sie und erzählte mir von ihren Erfahrungen im Dienst an den Werten des Evangeliums. Ich erinnere mich zum Beispiel an ihre Stellungnahmen für das Leben und gegen die Abtreibung, auch anläßlich der Verleihung des Friedensnobelpreises (Oslo, 10. Dezember 1979). Sie pflegte zu sagen: »Wenn ihr hört, daß eine Frau ihr Kind nicht austragen, sondern abtreiben will, dann versucht sie zu überzeugen, daß sie mir dieses Kind bringt. Ich werde es lieben, weil ich in ihm ein Zeichen der Liebe Gottes sehe.«

2. Ist es nicht bedeutsam, daß ihre Seligsprechung gerade an dem Tag stattfindet, an dem die Kirche den Weltmissionssonntag feiert? Durch ihr Lebenszeugnis erinnert Mutter Teresa alle daran, daß der Evangelisierungsauftrag der Kirche über die Nächstenliebe führt und durch das Gebet und das Hören des Wortes Gottes genährt wird. Symbol dieses missionarischen Stils ist eine Aufnahme, die bei der neuen Seligen erkennbar wird, wenn sie in der einen Hand das Händchen eines Kindes festhält und durch die Finger der anderen Hand den Rosenkranz gleiten läßt.

Kontemplation und Aktion, Evangelisierung und menschliche Förderung. Mutter Teresa verkündet das Evangelium durch ihr ganzes Leben, das sie den Armen gewidmet hat und das zugleich ganz vom Gebet erfüllt war. [Der Heilige Vater wechselte von der italienischen zur englischen Sprache:]

3. »Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein« (Mk 10,43). Tief bewegt gedenken wir heute Mutter Teresas, einer herausragenden Dienerin der Armen, der Kirche und der ganzen Welt. Ihr Leben ist ein Zeugnis für die Würde und den Vorrang des demütigen Dienstes. Sie wollte nicht nur die Geringste, sondern die Dienerin der Geringsten sein. Wie eine wahre Mutter der Armen beugte sie sich herab zu allen, die unter verschiedenen Formen von Armut leiden. Ihre Größe bestand in der Fähigkeit, zu geben, ohne die Kosten zu berechnen; zu geben, »bis es wehtut«. Ihr Leben war ein radikales Dasein und eine mutige Verkündigung des Evangeliums.

Jesu Ruf am Kreuz: »Mich dürstet!« (Joh 19,28), ein Ausdruck der tiefen Sehnsucht Gottes nach dem Menschen, durchdrang Mutter Teresas Seele und fand in ihrem Herzen fruchtbaren Boden. Den Durst Jesu nach Liebe und nach Seelen in Vereinigung mit Maria, der Mutter Jesu, zu stillen wurde das alleinige Ziel von Mutter Teresas Leben und die innere Kraft, die sie über sich selbst hinauswachsen und über den Globus »eilen« ließ, um für die Rettung und Heiligung der Ärmsten der Armen tätig zu sein.

4. »Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan« (Mt 25,40). Dieser Satz aus dem Evangelium, der so entscheidend ist für das Verständnis von Mutter Teresas Dienst an den Armen, war die Grundlage ihrer vom Glauben erfüllten Überzeugung, daß sie, wenn sie den gebrochenen Leib der Armen berührte, den Leib Christi berührte. Ihr Dienst hatte Jesus zum Ziel, der sich unter der leidvollen Maske der Ärmsten der Armen verbirgt. Mutter Teresa erhellt den tiefsten Sinn des Dienens – eine Tat der Liebe für die Hungrigen, die Durstigen, die Fremden, die Nackten, die Kranken und die Gefangenen (vgl. Mt 25,34–36) ist für Jesus selbst getan.

Mutter Teresa fand ihre tiefste Erfüllung und lebte die edelsten Eigenschaften ihres Frauseins in der vollkommenen Hingabe ihrer selbst an Gott und den Nächsten. Sie wollte ein Zeichen »der Liebe Gottes, der Gegenwart Gottes und der Barmherzigkeit Gottes« sein und alle an den Wert und die Würde jedes Gotteskindes erinnern, das »geschaffen war, zu lieben und geliebt zu werden«. Mutter Teresa »führte also Seelen zu Gott, und den Seelen brachte sie Gott«, und sie stillte den Durst Christi, besonders nach denen in größter Not, nach denen, deren Gottesbild durch Leiden und Schmerzen getrübt war.
[Der Papst fuhr auf italienisch fort:]

5. »Der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele« (Mk 10,45). Mutter Teresa hat das Leiden des Gekreuzigten geteilt, in besonderer Weise in den langen Jahren »der inneren Finsternis «. Das war manchmal eine harte Prüfung, die sie als ein besonderes »Geschenk und Privileg« angenommen hat.

In den dunkelsten Stunden fand sie mit noch mehr Ausdauer Halt im Gebet vor dem allerheiligsten Altarsakrament. Diese schweren geistlichen Qualen haben sie dazu angeleitet, sich mit allen, denen sie Tag für Tag diente, immer mehr zu identifizieren, indem sie deren Schmerzen und manchmal sogar die Ablehnung erlebte. Sie sagte wiederholt, daß die größte Armut darin bestünde, unerwünscht zu sein und niemanden zu haben, der für einen sorgt.

6. »Laß deine Güte über uns walten, o Herr, denn wir schauen aus nach dir.« Wie oft hat Mutter Teresa in den Momenten innerer Trostlosigkeit wie der Psalmist zum Herrn gesagt: »Auf dich, auf dich, mein Gott, hoffe ich!«

Wir würdigen diese kleine, in Gott verliebte Frau als einfache Botin des Evangeliums und unermüdliche Wohltäterin der Menschheit. Wir ehren in ihr eine der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Zeit. Nehmen wir ihre Botschaft an und folgen wir ihrem Beispiel.

Jungfrau Maria, Königin aller Heiligen, hilf uns, daß wir sanft und demütig von Herzen werden wie diese furchtlose Botin der Liebe. Hilf uns, daß wir jedem Menschen, dem wir begegnen, mit Freude und mit einem Lächeln dienen. Hilf uns, Missionare Christi zu sein, der unser Friede und unsere Hoffnung ist. Amen.

Glasfenster im Heiligtum der Barmherzigkeit in Bialystok, Polen

Bild in S. Salvatore in Lauro, Rom

Schwestern in Rom, Vita

Schwestern in Rom bei der Eucharistischen Anbetung

Mosaik und Reliquie in S. Giovanni Rotondo

Mutter Teresa Gedenktafel im Stift Heiligenkreuz

Basilika der Königin von Polen, Gdynia

Sonntag, 22. Oktober 2023

Um den Frieden im Nahen Osten (Johannes Paul II.)

 

Johannes Paul II, Königin von Polen, Gdynia

Herr, Du verkündest Worte des Friedens Deinem Volk
und denen, die von ganzem Herzen umkehren zu Dir.
Wir bitte Dich für alle Völker des Nahen Ostens.
Hilf ihnen, die Mauern der Feindschaft und der Spaltung niederzureißen
und miteinander eine Welt der Gerechtigkeit und Solidarität aufzubauen.
Herr, du erschaffst einen neuen Himmel und eine neue Erde.
Dir vertrauen wir die Jugend dieser Länder an.
In ihren Herzen sehnt sie sich nach einer lichteren Zukunft.
Stärke ihre Entschlossenheit,
Männer und Frauen des Friedens zu sein
und ihren Völkern Verkünder neuer Hoffnung.

(Papst Johannes Paul II., Meine Gebete für euch, 136)

Donnerstag, 12. Oktober 2023

Seliger Carlo Acutis (1991 – 2006)

 

links Carlo Acutis mit Reliquie,

Carlo, ein lebenslustiger, computerbegabter Jugendlicher, spielte gerne mit seinen Freunden Fußball oder mit der Playstation, drehte Videos mit ihnen und brachte immer alle zum Lachen. Gleichzeitig entwickelte er schon sehr früh eine sehr intensive Freundschaft mit Jesus. Tägliche Quellen waren ihm die Hl. Messe, die Eucharistische Anbetung, der Rosenkranz, seine Liebe zur Muttergottes, sein Gebet für die Armen Seelen, die Freundschaft mit seinem Schutzengel und mit vielen Heiligen und die wöchentliche Beichte. Seine Freundschaft mit Jesus wirkte sich sehr stark auf seinen Umgang mit seinen Mitmenschen aus: Humorvoll und sympathisch gewann er durch seinen selbstlosen und freudigen Einsatz für seine Nächsten, vor allem die Armen, Benachteiligten und Obdachlosen, viele für den Glauben an Jesus und nannte die Heilige Eucharistie seine Autobahn in den Himmel.
Bereits als 11-Jähriger begann er auf einer Website insgesamt 146 Eucharistischen Wundern aus aller Welt zu dokumentieren (siehe: Carlos Webseiten), die als Ausstellung in aller Welt gezeigt wird. Anfang Oktober 2006 erkrankte er plötzlich an einer schweren Leukämie, die er für den Papst und die Kirche aufopferte. Er starb bereits nach wenigen Tagen am 12. Oktober mit nur 15 Jahren und wurde am Samstag, den 10.10.2020 in Assisi seliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 12. Oktober. Weiter: Über Carlo Acutis.

Quelle 

 

Heute gedenkt die Kirche auch des Maximilian von Pongau und des Jakob Rem.

Gdynia, Basilika der Königin von Polen

Montag, 24. Juli 2023

Gebet zum hl. Charbel

 

Reliquie in der Basilika der Königin von Polen, Gdynia

 

Gebet zum Heiligen Charbel Makhlouf


Lieber heiliger Charbel, Sohn armer Leute im Libanon,
schon früh hast du dich für ein Leben im Dienste Gottes entschieden
und seinem Ruf folgend den Ordensstand als deinen Weg gewählt.
In demütigem Gehorsam hast du dich führen und unterrichten lassen,
um als Mönch, Priester und Lehrer der Kirche und dem Volk zu dienen.

Immer inniger mit Gott verbunden wurdest du erwählt,
als Eremit in Gebet und Busse ein Werkzeug seiner Gnade,
ein Berater und Fürsprecher für viele Menschen zu sein.

Und nach deinem Tod hat Gott dein heiliges Leben mit vielen Wundern seiner Liebe gekrönt.
Geheimnisvolles Öl aus deinem unversehrten Körper heilt Wunden des Leibes und der
Seele zum Lobpreis des allmächtigen und barmherzigen Gottes.

So bitten wir dich um deine gütige Fürsprache in unsern Leiden und Sorgen.
Da du die Macht hast, zu helfen, versag uns deinen Beistand nicht!
Erweise auch an uns wunderbar deine väterliche Güte, damit wir mit dir Gott danken können,
der lebt und liebt in Ewigkeit.


Heiliger Charbel, bitte für uns!