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Montag, 1. Oktober 2018

Theresia von Lisieux, Patronin der Missionen

Ich werde den Missionaren helfen

Am 14. Dezember 1927 ernennt Pius XI. die kleine Therese zur Patronin der Mission, ganz rechts

Katechese von Christoph Kardinal Schönborn über Theresia von Lisieux, der Patronin der Weltmission, 2003:
Dieses Freiwerden von sich selber und sich Zuwenden zu Christus, seiner Leidenschaft, seiner Liebe zu den Menschen, das ist das Geheimnis ihrer Missionskarriere. Das sieht man gleich in der zweiten Schlüsselerfahrung, die unmittelbar anschließt:
"Als ich eines Sonntags die Photographie unseres Herrn am Kreuz betrachtete, ward ich betroffen vom Blute, das aus einer seiner Göttlichen Hände floss. Ich empfand tiefen Schmerz beim Gedanken, dass dies Blut zur Erde fiel, ohne dass jemand herzueilte, es aufzufangen. Ich beschloss, im Geiste meinen Standort am Fuße des Kreuzes zu nehmen, um den ihm entfließenden Göttlichen Tau aufzufangen, und begriff, dass ich ihn nachher über die Seelen ausgießen müsse... Der Schrei Jesu am Kreuz widerhallte ununterbrochen in meiner Seele: «Mich dürstet!» (Joh 19,28).
Diese Worte entfachten in mir ein unbekanntes, heftiges Feuer... Ich wollte meinem Viel-Geliebten zu trinken geben und ich fühlte mich selbst vom Durst nach Seelen verzehrt..."
(Selbstbiographische Schriften 97).

Es ist wirklich ein erstaunlicher Text, machtvoll. Thérèse ist ganz wach geworden, ihr Herz kann mitleiden, sie sieht den Herrn am Kreuz. Sie sieht das Blut aus seinen Wunden. Aber es ist nicht nur Mitleid mit seinem physischen, körperlichen Leid, es ist die Erschütterung darüber, dass das für uns vergossene Blut so unbeachtet bleibt, dass, wie Franziskus sagt, die Liebe nicht geliebt wird. Dieser Schmerz trifft sie. Das ist das tiefste Mitleid mit dem Heilswillen Jesu. Warum wird Jesu Liebe nicht mehr angenommen? Da beschließt Thérèse, wieder unglaublich gewagt, sich beim Kreuz aufzuhalten, "de me tenir en esprit au pied de la Croix" - "im Geist mich am Fuß des Kreuzes aufzuhalten", dort meinen Platz zu finden, dort, wo Maria, Johannes und Maria von Magdala standen, aber nicht passiv, sondern aktiv, um das göttliche Blut aufzufangen. Mich fasziniert immer wieder an Thérèse dieses Gewagte, dieses unglaublich eigentlich alle ängstlichen Maße Sprengende: "Ich begriff, dass ich es nachher über die Seelen ausgießen müsse." Sie hat eine Heilsaufgabe. - Ich erwähne nur in Klammer, man müsste es sich näher anschauen, die erstaunliche Parallele zum so genannten dritten Geheimnis von Fatima, wo es eine ganz ähnliche Passage gibt.
 - Es ist eine direkte, mit Christus verbundene Mission, die schon damals im Grunde grenzenlos ist. Wenn Christus sein Blut für alle vergossen hat, so will Thérèse immer entschiedener das Heil aller, weil es Jesu Wille ist. Sie will deshalb Jesu Durst stillen, ihr Mitleid mit ihm wird zum Durst, an seinem Werk teilzunehmen. Ihr Durst wird sein Durst nach Seelen. Sie zeichnet dann ein kleines Bild, ein Kreuzesbild, auf das sie diese beiden Worte zusammen schreibt: "Mich dürstet", Jesu Wort am Kreuz (Joh 19,28), und daneben das andere Wort, das Jesus zur Samariterin sagt: "Gib mir zu trinken" (Joh 4,7). Sie deutet es in diesem Sinn.

"Seelen retten", das hat man ein wenig belächelt, hat gesagt, das sei überholt, eine altmodische Sprechweise. Aber erinnern wir uns vielleicht an die erste Katechese: Was ist denn Mission? Ist das nicht zuerst eine Rettungsaktion? Erinnern wir uns daran, wie Jesus im Abendmahlssaal inständig gebetet, den Vater angefleht hat, dass keiner verloren gehe (Joh 17,15), von denen "die du mir gegeben hast". So sagt Thérèse im Blick auf dieses Bild des Gekreuzigten: "Ich brannte vor Verlangen, die großen Sünder den ewigen Flammen zu entreißen."
(vollständige Katechese: kathnet)

Reliquienschrein der hl. Therese

Maurice Belliere (1874-1922) hatte als Seminarist an den Karmel zu Lisieux geschrieben mit der Bitte um das Gebet einer Schwester. Er wird Therese zum "geistlichen Bruder" gegeben.

Gebet für einen Theologiestudenten (Therese von Lisieux)

Jesus, ich danke dir, daß du mir einen meiner größten Wünsche erfüllt hast:
einen Bruder zu haben, einen Priester und Apostel.
Ich fühle mich unwürdig dieser Auszeichnung,
doch da es dir gefallen hat, deiner kleinen, armen Braut die Gnade zu geben,
besonders für die Heiligung eines Priesters zu leben,
opfere ich dir für ihn mit Freude alle Gebete und Leiden auf.
Ich bitte dich, mein Gott, schau nicht auf das, was ich bin,
sondern darauf, was ich sein soll und sein möchte:
eine Ordensschwester, die ganz von deiner Liebe entflammt ist.

Du weißt, Herr, daß ich nur einen Wunsch habe:
daß man dich erkenne und liebe!
Jetzt wird dieser Wunsch Wirklichkeit.
Ich kann nur beten und leiden, aber dieser Bruder,
mit dem du mich in Liebe vereinst,
wird auf der Ebene kämpfen, um Herzen für dich zu gewinnen,
und ich werde auf dem Berge Karmel zu dir flehen,
daß du ihm den Sieg schenkst (vgl. Ex 17,9-13)

Göttlicher Jesus, erhöre mein Gebet für den, der dein Missionar sein will,
bewahre ihn mitten in den Gefahren der Welt.
Laß ihn mehr und mehr die Nichtigkeit und Eitelkeit der vergänglichen Dinge erkennen,
und laß ihn das Glück erfahren, sie hintanstellen zu können aus Liebe zu dir...

Maria, König des Karmel, dir vertraue ich diesen künftigen Priester an;
dem ich eine unwürdige kleine Schwester bin...,
beschütze ihn, damit er eines Tages zum Altar schreiten
und in seinen Händen den König der Himmel halten kann.
Ich bitte darum, daß du ihn immer unter deinem jungfräulichen Mantel bewahrst,
bis zu dem glücklichen Augenblick,
wenn er das Tal der Tränen verlassen und deinen Glanz schauen darf.
Dann wird er sich ewiglich an den Früchten seines wunderbaren Apostolats freuen können.
(17.-21. Oktober 1895)


Apsis der Basilika Sainte-Therese


Das Lächeln der Himmelskönigin

Für die Priester beten! 

und nochmal: Gebet für die Priester

Gebet zum göttlichen Antlitz

Theresia lässt Rosen regnen

Die Mosaiken in der Unterkirche der Basilika St. Therese de Lixieux

In der Pfarrkirche St. Pierre erkennt Therese ihre Mission

Der pilgernde Reliquienschrein der hl. Therese

Die Eltern Zelie und Louis Martin


Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu

Basilika Sainte-Therese, Lisieux

Sonntag, 1. Oktober 2017

Das Lächeln der Himmelskönigin (Theresia von Lisieux)

Heilung Theresias durch die Mutter Gottes, Les Buissonnets

Mit viereinhalb Jahren wird Theresia von der härtesten Prüfung getroffen: ihre Mama (...) stirbt am Krebs am28. August 1877. Sie ist 46 Jahre alt. Der Kummer des Kindes, ja der ganzen Familie, ist unermeßlich und dauerhaft. Pauline wird sechzehnjährig zur zweiten Mama der kleinen Theresia.
Bald nach dem Tod seiner Gattin entschließt sich Louis Martin, sich in Lisieux niederzulassen. Isidore Guerin, sein Schwager, Apotheker in dieser Stadt, findet (...) eine schöne mit Mauern umgebene Liegenschaft, eingebettet im Grün von Laub und Rasen. Theresia wird an die elf Jahre in den Buissonnets verbringen. Sie wird mit Zärtlichkeit umhegt von ihren Schwestern und besonders von ihrem Vater, den sie ihren "geliebten König" nennt. "Papas so zärtliches Herz hatte zur Liebe, die er bereits hegte, eine wahrhaft mütterliche Liebe hinzugefügt", wird sie1895 schreiben. Sie verbringt ein paar sorglose Jahre (..)

Die Periode heiteren Glückes geht zu Ende im Oktober 1881. Theresia ist achteinhalbjährig. Als Halbpensionärin tritt sie in die Schule der Benediktinerinnenabtei ein. Sie verbringt dort fünf Jahre, "die traurigsten Jahre meines Lebens". Sie hat jedoch recht guten Erfolg bei ihren Studien; die Ordensfrauen zeigen ihr viel Zuneigung. Was dabei aber dieser hinfälligen Blüte fehlt, ist die dauerhafte Wärme ihrer Familie. Die Prüfung spitzt sich zu im Sommer 1882. Mit Bestürzung muß sie zur Kenntnis nehmen, daß Pauline, ihre zweite Mama, die Buissonnets verläßt, um sich in den Karmel zurückzuziehen. Die Gesundheit des Kindes verdirbt. Die Erschütterung war so hart, daß seine Nerven arger Belastung ausgesetzt waren. Zittern, Angstkrisen und Halluzinationen.

"Die befremdliche Krankheit" dauert fünf Wochen. Sie hört so plötzlich auf, wie sie aufgetreten ist. Am 13. Mai 1883 blickt das Kind auf die Statue der Jungfrau Maria, die immer im Herzen der Familie gestanden hat; sie sieht, wie sie lebendig wird, die Himmelskönigin lächelt ihr zu und geht auf sie zu... Die Heilung tritt unverzüglich ein.

(R. Lejeune, Der kleine Weg der Theresia von Lisieux, 9f)

Wohnhaus der Familie Martin in Lisieux

Eines Tages hatte ich zu Pauline gesagt, daß ich Einsiedlerin sein, mit ihr in eine ferne Wüste ziehen möchte; sie hatte mir erwidert, dies sei auch ihr Wunsch, und sie werde warten mit dem Weggehen, bis ich groß genug sei. Gewiß war das nicht ernst gemeint, aber Thereschen hatte es ernst genommen; wie groß war daher nicht ihr Schmerz, als sie eines Tage ihre liebe Pauline mit Marie über ihren baldigen Eintritt in den Karmel reden hörte.
Ich wußte nicht, was der Karmel war, aber ich begriff, daß Pauline mich verlassen wollte, um in ein Kloster einzutreten. Ich begriff, daß sie nicht auf mich warten würde, und daß ich im Begriff war, meine zweite Mutter zu verlieren!
Ach, wie vermöchte ich meine Herzensangst zu beschreiben!
In einem Augenblick begriff ich, was das Leben ist, bin anhin war es mir nicht so traurig erschienen, aber es zeigte sich mir in meiner ganzen Wirklichkeit, ich sah, daß es nur Leid ist und beständige Trennung. Ich vergoß gar bittere Tränen, denn ich verstand noch nicht die Freude, die im Opfer liegt; ich war schwach, so schwach, daß ich es als große Gnade betrachtete, eine Prüfung überstanden zu haben, die weit über meine Kräfte zu gehen schien! ((52f)




Die Krankheit, die mich befiel, kam sicher vom bösen Geiste, voller Wut über ihren Eintritt in den Karmel, wollte er sich an mir rächen für den Schaden, den unsere Familie ihm in Zukunft noch zufügen sollte, aber er wußte nicht, daß die milde Himmelskönigin über ihr zartes Blümlein wachte, daß sie ihm von der Höhe ihres Thrones zulächelte und sich bereit hielt, dem Sturm in dem Augenblick Einhalt zu gebieten, da ihre Blume für immer zu brechen drohte.
Gegen Ende des Jahres wurde ich von einem ständigen Kopfweh befallen, das mir fast keine Beschwerden machte, ich konnte meine Schularbeit fortsetzen, und niemand war meinetwegen beunruhigt, so ging es bis zum Osterfest 1883. (56)




.... Tagsdarauf bekam ich einen Rückfall, und die Krankheit wurde so schlimm, daß ich nach menschlichem Ermessen nicht mehr genesen sollte... Ich weiß nicht, wie eine so seltsame Krankheit beschreiben soll, heute bin ich überzeugt, daß sie das Werk des bösen Geistes war, aber noch lange nach meiner Heilung glaubte ich, ich sei absichtlich krank geworden, und dieser Gedanke bedeutete für meine Seele ein wahres Martyrium. (58)

Hier wurde Theresia durch das Lächeln der Mutter Gottes geheilt, Les Buissonnets

Da sie auf Erden keinerlei Hilfe fand, hatte sich auch die arme kleine Therese ihrer himmlischen Mutter zugewandt und bat sie von ganzem Herzen, sie doch endlich ihrer zu erbarmen...
Plötzlich erschien mir die Mutter Gottes schön, so schön, daß ich nie Schöneres gesehen hatte, ihr Antlitz atmete unaussprechliche Güte und Zärtlichkeit; was mir aber bis ins Innerste der Seele drang, das war das "bezaubernde Lächeln der seligsten Jungfrau".
Da zerstoben alle meine Leiden, zwei dicke Tränen entquollen meinen Augen und sollten lautlos über meine Wangen; aber es waren Tränen ungetrübter Freude...
Oh! dachte ich, die Seligste Jungfrau hat mir zugelächelt, was bin ich glücklich... "aber nie will ich es jemanden erzählen, denn sonst würde mein Glück verschwinden. Ohne jede Anstrengung senkte ich die Augen und sah Marie, die mich mit Liebe anblickte; sie schien bewegt, schien mir etwas von der Gnade zu ahnen, die mir die Muttergottes gewährt hatte...
Ja, ihr, ihren ergreifenden Gebeten verdanke ich die Gnade des Lächelns der Himmelskönigin. Als sie meinen Blick unverwandt auf die Statue gerichtet sah, hatte sie sich gesagt: "Therese ist geheilt!"
Ja, die kleine Blume sollte neu aufleben, der leuchtende Strahl, der sie erwärmt hatte, sollte wohltuend weiterwirken; nicht mit einem Schlage wirkte er, sondern sanft, milde richtete er seine Blume wieder auf und kräftigte sie dergestalt, daß sie fünf Jahre später auf dem fruchtbaren Berg des Karmel sich entfalten konnte. (62f)

(Therese von Lisieux, Selbstbiographie, Johannes Verlag)

Haare von Thersia von Lisieux

Statue der Jeanne d´Arc, Les Buissonnets

Les Buissonnets, Lisieux

Die Jungfrau des Lächselns

Warum ich dich liebe, Maria

Sag Jesus, er möge niemals
auf mich Rücksicht nehmen!
Gerne kann er sich verbergen;
ich bin bereit, auf ihn zu warten
bis zum Tag ohne Untergang,
an dem mein Glaube erlöschen darf...

Bald werde ich hingehen,
um dich im schönen Himmel zu schauen.
Du, die du am Morgen meines Lebens
mir zulächeltest,
komm, Mutter,
und schenke mir nochmals dein Lächeln!

Sieh, der Abend ist da.
Ich fürchte den Glanz
deiner Herrlichkeit nicht mehr,
habe ich doch mit dir gelitten...
Nun will ich es dir auf deinen Knien singen, 
warum ich dich liebe...

Im letzten Marienmonat ihres Lebens schreibt Therese ihr letztes und größtes Gedicht:
"Mein kleines Gedicht drückt alles aus, was ich über Maria denke und predigen würde, wenn ich Priester wäre.") Zum ganzen Text

Freitag, 4. August 2017

!!! Für die Priester beten !!!

Ich werde den Priestern helfen, Therese von Lisieux, Basilika Lisieux


O Jesus, ewiger Hoherpriester,
bewahre Deine Priester
im Schutze Deines heiligen Herzens,
wo ihnen niemand schaden kann.
Bewahre ihre gesalbten Hände unbefleckt,
die täglich Deinen heiligen Leib berühren.
Bewahre rein die Lippen,
die gerötet sind von Deinem kostbaren Blut.
Bewahre ihr Herz rein und unirdisch,
das gesiegelt ist mit dem erhabenen Zeichen
Deines glorreichen Priestertums.
Lass sie wachsen in der Liebe und Treue zu Dir,
und schütze sie vor der Ansteckung der Welt.
Gib ihnen mit der Verwandlungskraft
über Brot und Wein,
auch die Wandlungskraft über die Herzen.
Segne ihre Arbeiten mit reichlicher Frucht,
und schenke ihnen dereinst die Krone des ewigen Lebens.
Amen.
(Theresia von Lisieux)

Jean-Baptiste Marie Vianney, Pfarrer von Ars, Basilika Lisieux

 Heiliger Pfarrer von Ars,
bitte für alle Priester

Sonntag, 18. Oktober 2015

Zur Heiligsprechung von Zelie und Louis Martin

Familie Martin, Museum im Karmel v. Lisieux


Am Weltmissionssontag, dem 18. Oktober, werden während der Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie die Eltern der Heiligen Theresia von Lisieux heiliggesprochen.  Louis und Zélie Martin sind das erste heiliggesprochene Ehepaar der Kirche, das nicht das Martyrium erlitten hat.

Basilika Sainte-Therese, Lisieux



Krypta der Basilika

Reliquienschrein von Zelie und Louis Martin


Die Familie Martin beim Gebet

Das Ehepaar Martin mit seinen 9 Kindern, davon sind vier im Kindesalter verstorben
Inschrift: On ne sera heureux que quand tous nous serons reunis la-haut, wir werden nur glüclich sein, wenn wir
alle im Himmel vereint sind


Therese und ihr Vater beschenken einen Armen

Louis Martin, 1823-1894, Rappelle-toi ce radieux dimanche ou me pressant sur ton coeur paternel, tu me donnas une
fleurette blanche, et me permis de voler au carmel, ....
Denk an den glückstrahlenden Sonntag, an dem du mich an dein väterliches Herz gedrückt hast, du hast mir eine
weiße Blume geschenkt und mir erlaubt, in den Karmel zu eilen (fliegen) (PN 8,8)



Zitate aus der Korrespondenz von Louis Martin:
(Quelle der Zitate:  http://www.theresia-lisieux.com)

München, 25. September 1885, an Marie: Also, meine lieben Töchter, bleibt immer meine Freude und mein Trost auf der Erde und hört nie auf, dem Herrn zu dienen. Er ist so groß und bewundernswert in seinen Werken!

Rom, 27. September 1885, an Marie: Ich empfehle euch alle der Gnade Gottes und bete jeden Tag für euch im Petersdom. Ich kann nicht aufhören, an eure Mutter zu denken.

Mailand, 6. Oktober 1885, an Marie: Alles, was ich sehe, ist herrlich, aber es bleibt nur eine irdische Schönheit und unser Herz ist durch nichts übersättigt, wenn man nicht die unendliche Schönheit sieht, die Gott ist.

10. April 1888, an die Familie Nogrix (Jugendfreund): Thérèse, meine kleine Königin, ist gestern in den Karmel eingetreten. Gott allein kann solch ein Opfer verlangen, aber er hilft mir sehr stark mitten in meinen Tränen, dass mein Herz vor Freude überspringt.

1888, an seine Karmelitinnen: Meine lieben Kinder, ich will euch sagen, dass es mich drängt, Dank zu sagen, und dass auch ihr Gott dankt, denn ich fühle untertänig, dass unsere Familie die Ehre hat, zu der Zahl der Privilegierten unseres bewundernswerten Schöpfers zu gehören.


Zelie Guerin (1831-1877), De maman j´aimais le sourire: son regard profond semblait dire: L´eternite me ravit et m´attire.
Je vais aller dans le ciel bleu voir Dieu! (Le cantique de Celine, PN 18,8) - An Mama liebte ich ihr Lächeln: ihr tiefgründiger
Blick schien zu sagen: Die Ewigkeit begeistert mich und zieht mich an. Ich werde in den blauen Himmel eingehen und Gott schauen.


Zitate aus der Korrespondenz von Zelie Martin: 
Januar, 1863, an ihren Bruder: Der liebe Gott beschützt all die, die Vertrauen in ihn haben. Noch nie ist jemand von ihm verlassen worden. [ ] Ich bin immer noch sehr glücklich mit meinem Mann. Das Leben mit ihm ist angenehm. Er ist für mich ein Heiliger. Ich wünschte für das Neue Jahr, alle Frauen hätten so einen Mann wie ich ihn habe.

11. März 1864, an ihren Bruder, Der liebe Gott lädt einem nur soviel auf, wie man ertragen kann.

28. März 1864, an ihren Bruder: Nein, das Glück kann nicht hier sein und es ist ein schlechtes Zeichen, wenn alles gelingt. Gott hat in seiner Weisheit gewollt, dass wir uns daran erinnern, dass die Erde nicht unsere wirkliche Heimat ist.

2. März 1868, an ihren Bruder: Es sind nicht immer die guten Einkünfte, die die Anhänglichkeit der Diener sichern. Sie müssen spüren, dass man sie mag, man muss ihnen Sympathie bezeugen und nicht zu streng mit ihnen sein. Wenn sie einen guten Boden haben, kann man sicher sein, dass sie mit Liebe und Hingabe ihre Arbeit tun. Du weißt, ich bin sehr rege, und alle Bediensteten, die ich gehabt habe, haben mich gemocht und ich behalte sie solange wie ich will. Ich behandle sie nicht weniger gut als meine Kinder.

14. April 1868, an ihre Schwägerin: Das wahre Glück ist nicht auf dieser Welt. Man verliert nur Zeit, hier danach zu suchen.

4. März 1877, an ihre Tochter Pauline: Als wir aber unsere Kinder bekamen, änderte sich unsere Einstellung etwas. Wir lebten nur noch für sie, und das war unser ganzes Glück, und wir fanden es nur noch in ihnen. Nichts wurde uns mehr schwer; die Welt lastete nicht mehr auf uns. Für mich waren die Kinder der schönste Lebensinhalt, darum wollte ich auch viele bekommen, um sie für den Himmel zu erziehen.

12. März 1877, an ihre Schwägerin: Je kränker ich werde, umso mehr Hoffnung bekomme ich.






Dreifaltiger Gott,
du hast die heilige Theresia dazu erwählt,
uns die Botschaft deiner barmherzigen Liebe
und den Weg des restlosen Vertrauens zu lehren.

Auf dem kleinen Weg der Liebe und des Vertrauens
im Jetzt des Alltags ist sie uns vorausgegangen
und möchte uns allen Freundin, Schwester
und Wegbegleiterin sein.

Durch ihre seligen Eltern, Louis und Zélie Martin,
gibst du den Eheleuten und den Liebenden ein Beispiel gelebter Liebe und Treue.
Durch ihren unerschütterlichen Glauben und ihre Hoffnung
sind sie gemeinsam den Weg der Heiligkeit vorangeschritten.

Hilf uns, das vorbildhafte Leben der heiligen Theresia
und ihrer seligen Eltern nachzuahmen.
Lass uns auf ihre Fürsprache dich lieben,
auf dein Wort hören und dir in unserem Alltag treu dienen.

Guter Gott, wir danken dir für diese wunderbaren Menschen.
Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit. Amen.

Heilige Theresia - bitte für uns.
Ihr seligen Eltern - bittet für uns.
(Quelle)





Ihr seligen Eltern Louis und Zélie Martin,

helft unseren Eheleuten, unseren Familien und unseren Kindern;

stärkt sie in guten und schweren Tagen, in Gesundheit und Krankheit, in ihren Sorgen und Nöten, in Leid und Tod;

heilt die Ehen und Beziehungen, die oberflächlich und kalt geworden sind;

entflammt in den Ehepaaren, die sich fremd geworden sind und die sich auseinander gelebt und sich nichts mehr zu sagen haben, das Feuer ihrer ersten Liebe;

schenkt den Ehepaaren, die einander enttäuscht haben, neues Vertrauen;

begleitet die, deren Ehen und Familien gescheitert und gebrochen sind;

stützt unsere allein erziehenden Mütter und Väter;
beschützt und behütet unsere suchenden und fragenden Kinder und Jugendlichen;

lehrt auch uns die Sprache der Liebe;
gebt uns Kraft in der Liebe und Treue in Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit zu bleiben;

lasst uns Einsamkeit und Alleinsein ertragen;

ermutigt uns, dieser Liebe und Treue im Sakrament der Liebe zu trauen!

Das erbitten wir auf eure Fürsprache und euren Beistand. Dennoch tragen wir vieles unausgesprochen in unseren Herzen und erhoffen uns Hilfe in unseren persönlichen Nöten. Ihr seid würdiger des Himmels als der Erde und lebt nun in Gottes Herrlichkeit. Schenkt uns zusammen mit eurer heiligen Tochter Theresia das, was wir zu einem gelungenen und einem geglückten Leben brauchen. Wir vertrauen Euch unsere Sorgen und Nöte an, bringt sie vor Gottes Angesicht und enttäuscht uns nicht in unserer Hoffnung. Amen. (Quelle)