der Engel erscheint Zacharias, St Giles Cathedral, Edinburgh
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 1
5 Zur Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, gab es einen Priester namens Zacharías, der zur Abteilung des Abíja gehörte.
Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons;
ihr Name war Elisabet. 6 Beide lebten gerecht vor Gott
und wandelten untadelig nach allen Geboten und Vorschriften des Herrn. 7 Sie hatten keine Kinder, denn Elisabet war unfruchtbar und beide waren schon in vorgerücktem Alter. 8 Es geschah aber:
Als seine Abteilung wieder an der Reihe war und er den priesterlichen Dienst vor Gott verrichtete, 9 da traf ihn, wie nach der Priesterordnung üblich, das Los, in den Tempel des Herrn hineinzugehen und das Rauchopfer darzubringen. 10 Während er nun zur festgelegten Zeit das Rauchopfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete. 11 Da erschien dem Zacharías ein Engel des Herrn;
er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars. 12 Als Zacharías ihn sah, erschrak er
und es befiel ihn Furcht. 13 Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharías!
Dein Gebet ist erhört worden.
Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. 14 Du wirst dich freuen und jubeln
und viele werden sich über seine Geburt freuen. 15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn.
Wein und berauschende Getränke wird er nicht trinken
und schon vom Mutterleib an wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein. 16 Viele Kinder Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, hinwenden. 17 Er wird ihm mit dem Geist und mit der Kraft des Elíja vorangehen, um die Herzen der Väter den Kindern zuzuwenden
und die Ungehorsamen zu gerechter Gesinnung zu führen
und so das Volk für den Herrn bereit zu machen.
Lebensdaten: geboren am 22. Juli 1647 in Verosvres bei Mâcon, gestorben am 17. Oktober 1690 in Paray-le-Monial
Lebensgeschichte: Marguerite, die Tochter eines
Notars, wurde mit zehn Jahren von einer Lähmung befallen, die sie vier
Jahre ans Bett fesselte. Sie gesundete auf wunderbare Weise, nachdem sie
der Gottesmutter den Ordenseintritt gelobt hatte, und nahm den zweiten
Vornamen Marie an. Von Kindheit an mit Visionen vertraut, wunderte sie
sich, dass andere keine hatten, und fand nichts dabei, sich abwechselnd
zu kasteien und tanzen zu gehen.
Nachdem ihr der gegeißelte Heiland in einer Vision Untreue
vorgeworfen hatte, trat sie mit 24 Jahren in das Heimsuchungskloster der
Visitantinnen im nahegelegenen Paray-le-Monial ein, wo ihre besondere
Gabe gar keinen guten Eindruck machte. Sie wurde für geisteskrank oder
besessen, bestenfalls für eine Heuchlerin gehalten. Ab 1673 empfing sie
in vier Visionen den Auftrag, die Verehrung des Herzens Jesu an jedem
ersten Freitag des Monats und besonders am Freitag nach der
Fronleichnamsoktav durchzusetzen, und fand im Jesuitenpater Claude La Colombière, ihrem Beichtvater und Seelenführer, endlich Unterstützung.
1677 wurde Marguerite-Marie von ihren Mitschwestern verprügelt,
nachdem sie sich als Sühnopfer für deren Sünden erklärt hatte, und bis
1684 hatte sie es im Kloster schwer, weil ihre Mitschwestern ihr ihre
häufigen Krankheiten als Drückebergerei vor der Gemeinschaftsarbeit
übelnahmen. Nachdem aber Schriften von Pater La Colombière zur
Herz-Jesu-Verehrung im Refektorium des Klosters vorgelesen wurden und
weitere Jesuiten die Andacht verbreiteten, besserte sich die Situation:
Marguerite-Marie wurde Assistentin der Oberin und Novizenmeisterin, und
zu ihrem Geburtstag 1685 fand die allererste Herz-Jesu-Andacht im
Kloster statt.
Mit 43 Jahren wurde sie ohne erkennbare Krankheit so schwach, dass
sie das Bett nicht mehr verlassen konnte, und verstarb am 17. Oktober
1690 abends mit dem Wort „Jesus“ auf den Lippen.
Verehrung: Margareta Maria liegt in der
Herz-Jesu-Kapelle des Heimsuchungsklosters von Paray-le-Monial
bestattet. 1856 wurde „ihr“ Herz-Jesu-Fest gesamtkirchlich eingeführt,
1899 zum Hochfest erhoben. Sie selber wurde 1864 selig- und 1920
heiliggesprochen.
Darstellung: bei der Offenbarung des Herzens des Erlösers
Patronin: der Waisen, der an Kinderlähmung Erkrankten und der Herz-Jesu-Verehrer
Die heilige Margarita bekannte, dass
es für sie nichts Schmerzlicheres gab, als zu sehen, dass Jesus wegen
einer Verfehlung, die sie begangen hatte, betrübt war. Eines Tages sagte
Jesus zu ihr: "Ihr sollt wissen, dass ich ein heiliger Meister bin und
die Heiligkeit lehre. Ich bin rein und kann auch den kleinsten Makel
nicht ertragen. Daher ist es nötig, dass Du vor mir in Einfachheit des
Herzens und rechter und reiner Gesinnung wandelst."
"Denn
ich kann die kleinste Abweichung nicht dulden und ich werde dir zu
erkennen geben, dass - wenn das Übermaß meiner Liebe mich dazu gedrängt
hat, dein Meister zu sein, um dich zu lehren und heranzubilden auf
meine Art und Weise und nach meinen Plänen – ich die lauen und feigen
Seelen nicht ertrage und dass ich, wenn ich auch sanftmütig bin, um
deine Schwächen auszuhalten, nicht weniger streng und genau sein werden,
deine Untreuen zu korrigieren." (Quelle: CNA)
der wunderbare Fischfang bei der Erscheinung des Auferstandenen, Vorhalle des Petersdoms
Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes 21
1 In
jener Zeit
offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,
am See von Tibérias,
und er offenbarte sich in folgender Weise.
2 Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus,
Natánaël aus Kana in Galiläa,
die Söhne des Zebedäus
und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
3 Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
4 Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
5 Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
6 Er aber sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus
und ihr werdet etwas finden.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder einholen,
so voller Fische war es.
7 Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei,
gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang in den See.
8 Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot
– sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,
nur etwa zweihundert Ellen –
und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
9 Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot liegen.
10 Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
11 Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren,
zerriss das Netz nicht.
12 Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst!
Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der Herr war.
13 Jesus trat heran,
nahm das Brot und gab es ihnen,
ebenso den Fisch.
14 Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern offenbarte,
seit er von den Toten auferstanden war.
(Evangelium vom 3. Ostersonntag)
Vorhalle des Petersdoms
der wunderbare Fischfang bei der Erscheinung des Auferstandenen, Vorhalle des Petersdoms