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Montag, 21. Dezember 2020

O Morgenstern

 


O Morgenstern,
Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
o komm und erleuchte, die da sitzen in Finsternis
und im Schatten des Todes! 

Vgl. Sach 3, 8-9; 6, 12; Lk 1, 78-79; Hab 3, 4; Weish 7, 26; Hebr 1, 3; Mal 3, 20.
 


Freitag, 3. Juli 2020

Die offene Pforte zum Himmel

Jesus und Thomas, Pietro Paolo Bonzi, 1633, S. Maria ad Martyres, Pantheon


Thomas, Apostel. Thomas wird in allen Apostelkatalogen erwähnt. Nach Joh 11,16 hat er dem Herrn seine Bereitschaft erklärt, mit ihm in den Tod zu gehen, war jedoch wie alle anderen Jünger bei der Festnahme des Herrn geflohen. Bei der Erscheinung des Herrn am Auferstehungstag war Thomas im Jüngerkreis nicht anwesend. Daher zweifelte er an der Auferstehung. Er wollte nur aufgrund persönlicher, sinnlicher Wahrnehmung glauben. Acht Tage später trat der Auferstandene vor Thomas hin, um ihm den begehrten Beweis in Gestalt seiner verklärten Wunden darzubieten. Da bekannte der bekehrte „ungläubige“ Thomas die heilschaffende Gottmenschlichkeit Christi mit den Worten: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20,25-28).
Nach der Überlieferung verkündete der Apostel Thomas später das Evangelium in Indien, wovon noch heute die Existenz der sogenannten „Thomaschristen“ Zeugnis gibt. In Indien soll Thomas durch Schwert oder Lanze den Tod als Märtyrer gefunden haben. An dem Ort des Martyriums, das ist der Thomasberg bei Madras, wurde 1547 eine Kirche errichtet. Teile der Reliquien wurden im 3. Jahrhundert nach Edessa, von dort 1258 nach Chios und später weiter nach Ortona an der Adria gebracht. Der Apostel Thomas wird mit Buch, Schwert und Lanze dargestellt, oft auch mit dem auferstandenen Christus.
(Martyrologium Sancrucense)


O allerliebster Jesus,
aus unendlicher Liebe zu uns
hast Du Dich uns nicht nur im Sakrament der Liebe geschenkt,
um Dein Herz mit unserem Herzen zu vereinigen.

Du hast Dein Herz nach Deinem Tode auch öffnen lassen, 
und nach Deiner glorwürdigen Auferstehung offen behalten,
damit es allen verstorbenen Christgläubigen
eine offen Pforte zum Himmel sein möge.

Ich bitte Dich durch die unermessliche Liebe
Deines verwundeten Herzens,
Du mögest jetzt diese Himmelstüre
allen Armen Seelen aufmachen,
sie durch Deine Seitenwunde aufnehmen
und zum Himmel führen.
Amen.



Thomas will die Wunden des Herrn berühren

Herz-Jesu Altar, Reliefs, Farm Street Church, London (Benedikt XVI. zum Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, 2005)


Fresko in der Taufkirche von Johannes Paul II. in Wadowice

Notre Dame de Paris (Generalaudienz von Benedikt XVI. über den Apostel Thomas)

Domingo de Silos (Wandrelief)

Jesus College - Cambridge (Glasfenster)

Kunsthistorisches Museum-Wien (Gemälde)


S. Maria ad Martyrer, Pantheon

Dienstag, 25. März 2014

Bildrätsel - wie heißen bzw. wo sind die Kirchen mit diesen Verkündigungsszenen?

Auflösung am Freitag
1. wichtiger Wallfahrtsort eines Landes


2.  an der Grabstätte eines bedeutenden Priesters


3. in Rom


4. noch mal Rom


5. zum dritten mal Rom



Was hier in Nazareth geschah, weit ab vom Blickpunkt der Welt, war ein einzigartiger Akt Gottes, ein machtvolles Eingreifen in die Geschichte, durch das ein Kind empfangen wurde, das der ganzen Welt das Heil bringen sollte. Das Wunder der Menschwerdung fordert uns immer neu heraus, unser Verstehen zu öffnen für die unbegrenzten Möglichkeiten von Gottes verwandelnder Kraft und seiner Liebe zu uns sowie für seinen Wunsch, mit uns vereint zu sein. Hier wurde der vor aller Ewigkeit gezeugte Sohn Gottes Mensch und ermöglichte so uns, seinen Brüdern und Schwestern, an seiner göttlichen Sohnschaft Anteil zu haben. Dieses Hinabsteigen der sich selbst entäußernden Liebe machte das Hinaufsteigen in der Erhöhung möglich, in der auch wir aufgerichtet werden, um an Gottes eigenem Leben teilzuhaben (vgl. Phil 2,6-11).

Der Geist, der „über Maria kam" (vgl. Lk 1,35), ist derselbe Geist, der zu Beginn der Schöpfung über den Wassern schwebte (vgl. Gen 1,2). Wir werden daran erinnert, daß die Inkarnation ein neuer schöpferischer Akt war. Als unser Herr Jesus Christus durch die Kraft des Heiligen Geistes im jungfräulichen Schoß Marias empfangen wurde, vereinte sich Gott selbst mit unserem geschaffenen Menschsein, trat in eine dauerhafte neue Verbindung mit uns und leitete eine neue Schöpfung ein. Die Erzählung von der Verkündigung zeigt Gottes außerordentliche Feinfühligkeit (vgl. Juliana von Norwich, Offenbarungen 77-79). Er drängt sich nicht auf, er bestimmt nicht einfach im voraus, welche Rolle Maria in seinem Heilsplan für uns spielen soll: Er sucht zuerst ihr Einverständnis. Bei der ursprünglichen Schöpfung war natürlich keine Rede davon, daß Gott das Einverständnis seiner Geschöpfe suchte, in dieser neuen Schöpfung aber tut er es. Maria steht für die gesamte Menschheit. Sie spricht für uns alle, als sie auf die Einladung des Engels antwortet. Der heilige Bernhard beschreibt, wie der ganze himmlische Hofstaat in brennender Erwartung ihrer Zusage harrte, welche die hochzeitliche Vereinigung zwischen Gott und der Menschheit vollzog. Die Aufmerksamkeit aller Engelchöre war auf diesen Punkt geheftet, wo das Zwiegespräch stattfand, das ein neues und definitives Kapitel in der Weltgeschichte eröffnen würde. Maria sagte: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast." Und das Wort Gottes ist Fleisch geworden.

Wenn wir über dieses freudenreiche Mysterium nachdenken, gibt es uns Hoffnung, die sichere Hoffnung, daß Gott fortfährt, in unsere Geschichte einzugreifen, mit schöpferischer Kraft zu handeln, um Ziele zu erreichen, die nach menschlichem Ermessen unmöglich erscheinen. Es fordert uns heraus, uns dem verwandelnden Wirken des Schöpfergeistes zu öffnen, der uns erneuert, uns eins werden läßt mit ihm und uns mit seinem Leben erfüllt. Er lädt uns mit ausgesuchter Feinfühligkeit ein, seiner Einwohnung in uns zuzustimmen, das Wort Gottes in unseren Herzen aufzunehmen, und macht uns fähig, ihm in Liebe zu antworten und einander in Liebe zu begegnen.


(aus der Predigt von Benedikt XVI am 14. Mai 2009 in der Verkündigungskirche in Nazareth)




Gegrüßt seist du,
in jeder Hinsicht heilige Gottmutter Maria!

Wunderbares und ehrwürdiges Schatzhaus der ganzen Welt,
hellstrahlende Leuchte, Wohnstätte des Unbegreiflichen,
reiner Tempel des Schöpfers aller Kreatur!

Gegrüßt seist du, denn durch dich ist der uns kundgeworden,
der die Sünden hinweggenommen und die Welt erlöst hat!

Sei uns gegrüßt, du Schiff, das den Menschen das neue Leben zuführt!

Sei uns gegrüßt, du heilige Burg, in die der König der Könige niedersteigt,
um darin zu wohnen!

Sei uns gegrüßt, du demütige Jungfrau, du Mutter Gottes!

Heil dir, Gesegnete!
Heil dir, Selige!

Bringe für uns deinem eingeborenen,
aus dir entsprossenen Sohn
alle Fürbitten dar,
daß er sich unser erbarme
um deiner heiligen Fürbitte willen!

(Rabulas von Edesse, 350-435, in Marienlob durch die Jahrhunderte)