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Sonntag, 28. Dezember 2025

Lehre uns das Leben zu lieben

 

Ermordung der unschuldigen Kinder, Dom von San Gimignano

Herr Jesus Christus,
Du bist das Leben.
Du hast den Tod am Kreuz besiegt,
bist auferstanden und hast das Leben neu geschaffen.
Unser Leben.
Wir bitten dich:
Lehre uns, das Leben zu lieben.
Jedes Leben - die Kinder, die Erwachsenen,
die Alten und die Kinder im Schoß ihrer Mütter.

Beschütze uns alle und segne uns,
damit wir stets das Leben wählen.
Amen.

priesterfuerdasleben.org 

Samstag, 28. Dezember 2024

Unschuldige Kinder (Rosenkranz)

 

Herodes ordnet den Kindermord an, Mosaik in der Apsis von S. Maria Maggiore, Rom

 

Rosenkranzgebet für die unschuldigen Kinder

1. Jesus, der für uns in deinem jungfräulichen Schoss durch den Heiligen Geist Kind geworden ist.
2. Jesus, der für uns als Kind in die Welt gekommen ist.
3. Jesus, der die Kinder geliebt und gesegnet hat.
4. Jesus, der uns die Kinder als Vorbild gegeben hat.
5. Jesus, der gekommen ist, um alle Menschenkinder zu Gotteskindern zu machen.

Unschuldige Kinder

Glasfenster in Notre Dame de la Chapelle, Brüssel, B16, 28.12.2005

Altar der Unschuldigen Kinder in Altötting, St. Anna, priestsforlife

Altar der Unschuldigen Kinder in S. Giovanni Evangelista, Brescia

Glasfenster in Chartres

Unschuldige Kinder (Wandteppich Vatikanische Museen)

Altar der Unschuldigen Kinder in den Grotten unter der Geburtskirche in Bethlehem

Glasfenster der Ermordung der Unschuldigen Kinder in Paray le Monial

Bethlehemitischer Kindermord (Pieter Bruegel d. Ältere)

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Ein biblischer Lobpreis des Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz an

Ermordung der unschuldigen Kinder, Notre Dame de la Chapelle, Brüssel

 

BENEDIKT XVI.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 28. Dezember 2005

 

Lesung: Psalm 139,13–18.23–24

13 Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
14 Ich danke dir, daß du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
15 Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen.
16 Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.
17 Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken, wie gewaltig ist ihre Zahl!
18 Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand. Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.
23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich, und erkenne mein Denken!
24 Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt, und leite mich auf dem altbewährten Weg!

 

Liebe Brüder und Schwestern!

1. In dieser Generalaudienz am Mittwoch in der Weihnachtsoktav, dem liturgischen Fest der Unschuldigen Kinder, nehmen wir unsere Meditation über Psalm 139 wieder auf, dessen betende Betrachtung in der Liturgie der Vesper in zwei getrennten Abschnitten vorgegeben wird. Nachdem wir im ersten Teil (vgl. V. 1–12) den allwissenden und allmächtigen Gott, den Herrn des Seins und der Geschichte, betrachtet haben, richtet dieser Weisheitshymnus von großer Schönheit und tiefer Empfindung den Blick nun auf die höchste und wunderbarste Wirklichkeit des ganzen Universums, den Menschen, der als »Wunder« Gottes bezeichnet wird (vgl. V. 14). Es handelt sich tatsächlich um ein Thema, das in tiefer Übereinstimmung mit der weihnachtlichen Atmosphäre steht, die wir in diesen Tagen erleben, in denen wir das große Geheimnis des Sohnes Gottes feiern, der zu unserem Heil Mensch, ja ein Kind geworden ist.

Nachdem wir den Blick und die Gegenwart des Schöpfers betrachtet haben, die das ganze Universum erfassen, richtet sich der liebevolle Blick Gottes im zweiten Teil, den wir heute meditieren, auf den Menschen, der schon am Anfang seines Daseins vollkommen ist. Er »entstand « im Mutterleib: Das an dieser Stelle verwendete hebräische Wort wurde von einigen Bibelwissenschaftlern als Hinweis auf den »Embryo« verstanden, der mit diesem Begriff als ein kleines zusammengerolltes Oval beschrieben wird, auf das sich aber schon der wohlwollende und liebevolle Blick der Augen Gottes richtet (vgl. V. 16).

2. Um das göttliche Handeln im Mutterleib zu beschreiben, greift der Psalmist auf die klassischen biblischen Bilder zurück, während der Leben schenkende Schoß der Mutter mit den »Tiefen der Erde« verglichen wird, das heißt mit der unaufhörlichen Lebenskraft der großen Mutter Erde (vgl. V. 15).

Vor allem verweist der Text auf das Symbol des Töpfers und des Bildhauers, der sein Kunstwerk, sein Meisterwerk »formt«, ihm Gestalt verleiht, genau so wie im Buch Genesis über die Erschaffung des Menschen gesagt wird: »Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden« (Gen 2,7). Auch auf das Symbol des »Webens« wird Bezug genommen, das die Zartheit der Haut, des Fleisches und der Nerven, die über das aus Knochen bestehende Skelett »geflochten« werden, in Erinnerung ruft. Auch Ijob bezieht sich wirkungsvoll auf diese und andere Bilder, um jenes Meisterwerk zu preisen, das die menschliche Person ist, auch wenn sie vom Leiden heimgesucht und verwundet wird: »Deine Hände haben mich gebildet, mich gemacht… Denk daran, daß du wie Ton mich geschaffen hast… Hast du mich nicht ausgegossen wie Milch, wie Käse mich gerinnen lassen? Mit Haut und Fleisch hast du mich umkleidet, mit Knochen und Sehnen mich durchflochten« (Ijob 10,8–11).

3. In unserem Psalm ist die Vorstellung sehr stark, daß Gott schon die gesamte Zukunft des entstehenden Embryos sieht: Im Buch des Lebens des Herrn sind schon alle Tage verzeichnet, die dieses Geschöpf erleben und im Laufe seiner irdischen Existenz mit Taten erfüllen wird. So tritt wieder die transzendente Größe des göttlichen Wissens hervor, das nicht nur die Vergangenheit und die Gegenwart der Menschheit umfaßt, sondern auch die noch verborgene Zeitspanne der Zukunft. Aber es scheint auch die Größe dieses kleinen, noch nicht geborenen menschlichen Geschöpfes auf, das die Hände Gottes geschaffen haben und dessen Liebe es umfängt: ein biblischer Lobpreis des Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz an.

Jetzt wollen wir uns den Überlegungen anvertrauen, die der hl. Gregor der Große in seinen Homilien zu Ezechiel über den von uns eben kommentierten Psalmvers angestellt hat: »Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet« (V. 16). Zu diesen Worten hat der Papst und Kirchenvater eine originelle und einfühlsame Meditation verfaßt über diejenigen, die in der christlichen Gemeinschaft auf ihrem geistlichen Weg die Schwächsten sind.

Er sagt, daß auch sie, die im Glauben und im christlichen Leben schwach sind, ein Teil des Kirchenbaus sind, daß sie »dennoch dazugehören … kraft ihres guten Wollens. Es ist wahr, sie sind klein und unvollkommen, dennoch lieben sie, soweit sie es verstehen können, Gott und den Nächsten und unterlassen es nicht, das Gute zu tun, das sie tun können. Auch wenn sie noch nicht die geistlichen Gaben erreichen, so daß sie ihren Geist der Vollkommenheit und der Kontemplation öffnen, so weichen sie doch nicht vor der Liebe zu Gott und zum Nächsten zurück, in dem Maße, in dem sie fähig sind, dies zu verstehen. Dadurch geschieht es, daß auch sie zum Aufbau der Kirche beitragen, auch wenn sie an einer weniger wichtigen Stelle stehen. Denn obwohl sie in Bezug auf das Wissen, Prophetie, Wundergabe und vollständige Loslösung von der Welt auf niedrigerer Stufe stehen, ruhen sie doch auf dem Fundament der Furcht und der Liebe, in dem sie ihre Festigkeit finden« (2,3,12–13; vgl. Opere di Gregorio Magno, III/2, Rom 1993, Ss. 79,81).

Die Botschaft des hl. Gregor ist für uns alle, die wir oft nur mühsam auf dem Weg des geistlichen und des kirchlichen Lebens vorankommen, ein großer Trost. Der Herr kennt uns, und er umgibt uns alle mit seiner Liebe.


Die Katechese am heutigen Fest der Unschuldigen Kinder befaßt sich mit dem zweiten Teil von Psalm 139. Der Psalmist stellt uns darin die allmächtige und liebevolle Zuwendung Gottes vor Augen, die einen jeden Menschen vom Mutterschoß an begleitet. Gott kennt unsere Vergangenheit und hat einen Plan für unser Leben, den er uns Schritt für Schritt zu erkennen gibt. Darum können wir allezeit vertrauensvoll mit dem Psalm beten: „Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt, und leite mich auf dem altbewährten Weg!“ (V. 24). Diesen „altbewährten Weg“ beschreibt Gregor der Große in einer Predigt: Gott und den Nächsten lieben und das Gute nicht unterlassen, das wir zu tun vermögen.

Montag, 28. Dezember 2020

Die heiligen unschuldigen Kinder

 

Altar der Unschuldigen Kinder, St. Anna, Altötting


Noch während die Kirche sich über die Geburt Jesu freut, erinnert uns das Fest der heiligen Unschuldigen Kinder  daran, daß Jesus ein Zeichen ist, dem widersprochen wird. Der Freude über das neugeborene Kind, das in einer Krippe liegt, folgt sehr schnell das Blutvergießen von vielen unschuldigen Kindern. Und dies deswegen, weil die Menschen - wie es der Evangelist Johannes zu Beginn seines Evangeliums schreibt - die Finsternis dem Licht vorzogen und es darum nicht wollten, sich diesem Licht zu nähern, als es in die Welt kam. Diese Kinder sind Märtyrer nicht deswegen, weil sie persönlich ihren Glauben an Christus bezeugten, sondern vielmehr deswegen, weil sie im Kreuzfeuer des Widerstands gegen Christus mitgerissen wurden.
 
Es ist beachtenswert, daß Herodes, der, um Jesus zu töten, dieses Massaker an den Kindern anordnete, dabei aus Furcht handelte. Wer würde dieser neue König sein, wie würde dieser König die Herrschaft des Herodes bedrohen? Diese Überlegungen beherrschten seinen Verstand mehr als die Wertschätzung der kleinen Kinder.
 
Eine ähnliche Dynamik ereignet sich heutzutage hinsichtlich der Tragödien von Abtreibung und Euthanasie. Angst verfinstert unsere Wahrnehmung der Heiligkeit des Lebens. Für die einen ist die Schwangerschaft selbst bereits ein Auslöser von Verwirrung, Angst und Verzweiflung. Für die anderen stellen sich ähnliche Gefühle ein bei Krankheit oder Hinfälligkeit. Im einen Fall kann es zur Abtreibung kommen, im anderen zur Euthanasie. Es wurde gesagt, daß der wahre Gott Gewalt in Leiden, der Götze dagegen Leiden in Gewalt verwandelt. Es ist diese letztgenannte Dynamik, die bei beiden am Werk ist: bei Herodes und beim heutigen Massaker an den Ungeborenen, die Opfer von den Ängsten all derer werden, die nicht wissen, wie man sie willkommen heißen könnte.
 
Eine angemessene Weise, um die heiligen unschuldigen Kinder zu ehren und ebenso den Herrn, für den sie ihr Leben ließen, besteht darin, die Hand auszustrecken und die eigene Stimme zu erheben, um Hoffnung in den Herzen der Schwangeren zu erwecken und gleichfalls in den Herzen der Kranken, damit  sie niemals zur Gewalt als Lösung ihres Leidensdrucks Zuflucht nehmen mögen.
(Quelle: priestsforlifeat)

Ihr Unschuldigen Kinder, bittet für uns!

 

Unschuldige Kinder:

Altar der Unschuldigen Kinder in S. Giovanni Evangelista, Brescia

Glasfenster in Chartres

Unschuldige Kinder (Wandteppich Vatikanische Museen)

Altar der Unschuldigen Kinder in den Grotten unter der Geburtskirche in Bethlehem

Glasfenster der Ermordung der Unschuldigen Kinder in Paray le Monial

Bethlehemitischer Kindermord (Pieter Bruegel d. Ältere)

Samstag, 28. Dezember 2019

Herodes wird das Kind suchen

Flucht nach Ägypten, S. Giovanni Evangelista, Brescia

Die Erzählung vom Kindermord in Betlehem steht bei Mt 2, 16–18; Matthäus sieht in diesem schrecklichen Vorgang des Wort des Propheten Jeremia (31, 15) erfüllt. Einen liturgischen Gedenktag dieser kindlichen „Blutzeugen“ im Anschluss an Weihnachten gibt es seit dem 5. Jahrhundert. Cäsarius von Arles, Augustinus und andere Kirchenväter haben die kindlichen Märtyrer gerühmt, denen es vergönnt war, nicht nur als Zeugen für Jesus, sondern stellvertretend für ihn zu sterben.
(Erzabtei Beuron)

Flucht nach Ägypten, S. Giovanni Evangelista, Brescia


Evangelium Mt 2, 13–18

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

13 Als die Sterndeuter wieder gegangen waren,
siehe, da erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn
und sagte: Steh auf,
nimm das Kind und seine Mutter
und flieh nach Ägypten;
dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage;
denn Herodes wird das Kind suchen,
um es zu töten.
14 Da stand Josef auf
und floh in der Nacht mit dem Kind und dessen Mutter
nach Ägypten.
15 Dort blieb er bis zum Tod des Herodes.
Denn es sollte sich erfüllen,
was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
16 Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten,
wurde er sehr zornig
und er sandte aus
und ließ in Betlehem und der ganzen Umgebung
alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten,
genau der Zeit entsprechend,
die er von den Sterndeutern erfahren hatte.
17 Damals erfüllte sich,
was durch den Propheten Jeremía gesagt worden ist:
18 Ein Geschrei war in Rama zu hören,
lautes Weinen und Klagen:
Rahel weinte um ihre Kinder
und wollte sich nicht trösten lassen,
denn sie waren nicht mehr.


Flucht nach Ägypten
Basilika Saint Sixte d´Ars
Orvieto, S. Giuseppe 
Chartres (Glas)

Innocentes et recti adheserunt mihi /
Unschuld und Redlichkeit mögen mich behüten (Ps 25,21)
Alessandro Bonvicino (Moretto), Massaker an den Unschuldigen Kindern

Unschuldige Kinder wurden für Christus getötet, 
Säuglinge vom ruchlosen König ermordet.
Sie folgen dem Lamm ohne Makel und rufen:
Ehre sei dir, o Herr.
(Antiphon zum Benediktus)

Unschuldige Kinder:

Glasfenster in Chartres

Unschuldige Kinder (Wandteppich Vatikanische Museen)

Altar der Unschuldigen Kinder in den Grotten unter der Geburtskirche in Bethlehem

Glasfenster der Ermordung der Unschuldigen Kinder in Paray le Monial

Bethlehemitischer Kindermord (Pieter Bruegel d. Ältere)

Altar der Unschuldigen Kinder, S. Giovanni Evangelista, Brescia

Freitag, 28. Dezember 2018

Unschuldige Kinder (Chartres)

Kindermord in Betlehem, Marienfenster, Chartres



Unschuldige Kinder, Märtyrer. Die Erzählung vom Kindermord in Bethlehem findet sich im Matthäusevangelium Mt 2,16-18. Die neu geborenen Kinder wurden auf Geheiß von König Herodes ermordet und starben gleichsam stellvertretend für Christus. Ein liturgischer Gedenktag dieser kindlichen „Blutzeugen“ in den Tagen nach Weihnachten wird erstmals 505 in einem Kalender Nordafrikas erwähnt. Cäsarius von Arles, Augustinus und andere Kirchenväter haben die kindlichen Märtyrer gerühmt, denen es vergönnt war, nicht nur als Zeugen für Jesus, sondern stellvertretend für ihn zu sterben. Im Mittelalter wurde der 28. Dezember in Schulen und Klöstern zum Kinderfest.
(Martyrologium Sancrucense)


Vater im Himmel,
nicht mit Worten haben die Unschuldigen Kinder dich gepriesen,
sie haben dich verherrlicht durch ihr Sterben.
Gib uns die Gnade,
dass wir in Worten und Taten unseren Glauben an dich bekennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Unschuldige Kinder (Wandteppich Vatikanische Museen)

Altar der Unschuldigen Kinder in den Grotten unter der Geburtskirche in Bethlehem

Glasfenster der Ermordung der Unschuldigen Kinder in Paray le Monial

Bethlehemitischer Kindermord (Pieter Bruegel d. Ältere)


Flucht nach Ägypten, Mord an den Kindern, Auftrag des Herodes, Marienfenster, Chartres