Montag, 8. April 2024

Ave!

 


Sonntag, 7. April 2024

Selig, die nicht sehen und doch glauben

 

noli esse incredulous sed fidelis - sei nicht ungläubig, sondern gläubig
Salisbury Cathedral

Donnerstag, 4. April 2024

Im Namen Jesu Christi

 


Lesung aus der Apostelgeschichte 3

In jenen Tagen

1gingen Petrus und Johannes um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf.

2Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.

3Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen.

4Petrus und Johannes blickten ihn an, und Petrus sagte: Sieh uns an!

5Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.

6Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!

7Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke;

8er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.

9Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.

10Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

Petrus heilt den Gelähmten an der Schönen Pforte
Hochaltarbild v. Martino Altomonte, nach 1700, Peterskirche, Wien

Petrus und Johannes hatten im Tempel einen Gelähmten geheilt.

11Da er sich Petrus und Johannes anschloss, lief das ganze Volk bei ihnen in der so genannten Halle Salomos zusammen, außer sich vor Staunen.

12Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Israeliten, was wundert ihr euch darüber? Was starrt ihr uns an, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann?

13Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen.

14Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert.

15Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen.

16Und weil er an seinen Namen geglaubt hat, hat dieser Name den Mann hier, den ihr seht und kennt, zu Kräften gebracht; der Glaube, der durch ihn kommt, hat ihm vor euer aller Augen die volle Gesundheit geschenkt.

17Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer.

18Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im Voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde.

19Also kehrt um, und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden

20und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.

21Ihn muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat.

22Mose hat gesagt: Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagt.

23Jeder, der auf jenen Propheten nicht hört, wird aus dem Volk ausgemerzt werden.

24Und auch alle Propheten von Samuel an und alle, die später auftraten, haben diese Tage angekündigt.

25Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vätern geschlossen hat, als er zu Abraham sagte: Durch deinen Nachkommen sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.

26Für euch zuerst hat Gott seinen Knecht erweckt und gesandt, damit er euch segnet und jeden von seiner Bosheit abbringt.

(Lesungen vom Mittwoch und Donnerstag der Osteroktav)


Mittwoch, 3. April 2024

Sie meinte, es sei der Gärtner

 

Jesus erscheint Maria Magdalena, Saint Aignan, Chartres
 



+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes     20                                                           

In jener Zeit

11stand Maria draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.

12Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.

13Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.

14Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.

15Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.

16Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.

17Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.

18Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Montag, 1. April 2024

Wir aber hatten gehofft....

 

Jesus und die Emmausjünger, frühes 14. Jh., Saint Pierre, Chartres
 

Im Gespräch der Jünger mit dem unbekannten Wanderer besticht das Wort, das der Evangelist Lukas einem von ihnen in den Mund legt: „Wir aber hatten gehofft…“ (24,21). Dieses Wort in der Vergangenheitsform besagt alles: Wir haben geglaubt, wir sind nachgefolgt, wir haben gehofft…, aber nun ist alles zu Ende. Auch Jesus von Nazareth, der in Werken und Worten gezeigt hatte, dass er ein mächtiger Prophet war, ist gescheitert, und wir sind enttäuscht worden.

Dieses Drama der Emmaus-Jünger erscheint wie ein Spiegel der Situation vieler Christen unserer Tage. Es scheint, dass die Hoffnung des Glaubens gescheitert wäre. Der Glaube selbst gerät aufgrund der negativen Erfahrungen, durch die wir uns auch vom Herrn verlassen und verraten fühlen, in eine Krise. Aber diese Straße nach Emmaus, auf der wir gehen, kann ein Weg der Reinigung und der Reife unseres Glaubens an Gott werden. Auch heute können wir mit Jesus in ein Gespräch eintreten, indem wir sein Wort hören. Auch heute bricht er das Brot für uns und gibt sich selbst als unser Brot. Und so schenkt uns die Begegnung mit dem auferstandenen Christus, die auch heute möglich ist, einen tieferen und echteren Glauben, der sozusagen durch das Feuer des Osterereignisses geläutert ist; einen kräftigen Glauben, da er nicht durch menschliche Ideen genährt wird, sondern durch das Wort Gottes und seine reale Gegenwart in der Eucharistie.

Dieser wunderbare Text des Evangeliums enthält bereits die Struktur der Heiligen Messe: im ersten Teil das Hören des Wortes durch die Heilige Schrift, im zweiten die eucharistische Liturgie und die Gemeinschaft mit dem im Sakrament seines Leibes und seines Blutes gegenwärtigen Christus. Dadurch, dass sich die Kirche an diesem zweifachen Tisch speist, wird sie unaufhörlich und Tag für Tag erbaut; in Glaube, Hoffnung und Liebe erneuert.

(Benedikt XVI, Regina Coeli, 7. April 2008)

Altarbereich, Wort und Sakrament, Saint Pierre, Chartres