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Donnerstag, 13. Mai 2021

Der einzig wahre Rettungsanker für alle Menschen

 

Trinity Chapel, Oxford

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute wird in vielen Ländern, darunter auch in Italien, das Hochfest Christi Himmelfahrt gefeiert. An diesem Fest ist die christliche Gemeinschaft eingeladen, den Blick auf Ihn zu richten, der 40 Tage nach seiner Auferstehung vor den Augen der staunenden Apostel emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde (vgl. Apg 1,9). Wir sind somit aufgerufen, unseren Glauben an Jesus zu erneuern, den einzigen wahren Rettungsanker für alle Menschen. Durch seine Auffahrt in den Himmel hat er uns den Weg zu unserer endgültigen Heimat, dem Paradies, wieder geöffnet. Jetzt steht er uns mit der Kraft seines Geistes auf unserem täglichen Pilgerweg auf Erden bei.

(...)

Kehren wir zurück zum christlichen Glaubensgeheimnis der Himmelfahrt. Nachdem der Herr in den Himmel aufgefahren war, versammelten sich die Jünger mit der Mutter Jesu im Obergemach zum Gebet (vgl. Apg 1,14) und baten einmütig um den Heiligen Geist, der sie mit seiner Kraft erfüllen sollte, damit sie für den auferstandenen Christus Zeugnis ablegen (vgl. Lk 24,49; Apg 1,8). Jede christliche Gemeinschaft macht in diesen Tagen, vereint mit der allerseligsten Jungfrau Maria, von neuem diese einzigartige spirituelle Erfahrung in Vorbereitung auf das Hochfest Pfingsten. Auch wir wenden uns jetzt an Maria mit dem Gesang des »Regina Caeli« und bitten sie um ihren Schutz für die Kirche und besonders für all jene, die sich dem Werk der Evangelisierung durch die Kommunikationsmittel widmen. 

(Benedikt XVI., 8. Mai 2005)

Christi Himmelfahrt, v. Pierre Berchet, Trinity College, Oxford


die Eleona-Basilika als urspr. Stätte der Himmelfahrt Christi,

Kathedrale von Toledo,
Notre Dame de Chartres (Skulpturengruppe)
Marienkirche in Krakau,
gesegnetes Himmelfahrtsfest - nimm dir Zeit zum Beten (Froschi),


Komm, Heiliger Geist
Trinity College, Oxford

Dienstag, 4. September 2018

Cuthbert von Lindisfarne

Cuthbert trägt ein Modell der Durham Cathedral, wo sich sein Grab befindet
Trinity College, Oxford




Cuthbert, um das Jahr 635 wohl bei Dunbar in Schottland geboren, arbeitete in seiner Jugend als Schafhirte. Er trat 651 in das Kloster von Melrose ein, nachdem er der Legende nach Zeuge  geworden war, wie Engel die Seele des Heiligen Aidan in den Himmel trugen. 662 wurde Cuthbert Prior von Melrose, 664 schließlich Probst des Klosters Lindisfarne. Das auf der gleichnamigen Insel vor der Nordostküste Englands in der Grafschaft Northumberland gelegene Kloster war 635 von schottischen Mönchen unter der Führung des Heiligen Aidan und des Heiligen Oswald gegründet worden.
Nach zwölf Jahren in diesem Amt zog sich Cuthbert 676 als Einsiedler auf die raue und unbewohnte Insel Inner Farne zurück, die größte der Farne-Inseln südlich von Lindisfarne. Um die dort nistenden Eiderenten zu schützen, hielt er Regeln für die Pilger fest, die von seinem bereits im Kloster erworbenen Ruf der Heiligkeit auf die Insel gelockt wurden, und beschloss so wohl das erste bekannte Vogelschutzgesetz. Noch heute werden in Nordengland ihm zu Ehren die Eiderenten »Cuddy’s Ducks« (Cuthberts Enten) genannt.
Nur widerwillig übernahm Cuthbert 685 den Bischofsstuhl von Lindisfarne. Zwei Jahre später zog er sich wieder in seine Klause auf Inner Farne zurück, wo er kurz darauf, am 20. März 687, starb. Er wurde im Kloster Lindisfarne bestattet. Als man seinen Sarg elf Jahre später öffnete, war sein Leichnam unverwest. Dieses Wunder (neben anderen, die sich an seinem Grab ereignet haben sollen) trug zur Verbreitung seines Rufes als »Wundertäter von Britannien« bei.
875, kurz vor der Zerstörung des Klosters Lindisfarne durch die Wikinger, verließen die Mönche die Insel und nahmen die sterblichen Überreste Cuthberts mit, die nach einer Irrfahrt von über hundert Jahren nun seit 999 in der Kathedrale von Durham ruhen. Sein Sarg soll seither mehrmals geöffnet worden sein, wobei der Leichnam jedes Mal unversehrt vorgefunden wurde. Sein Gedenktag ist der 20. März, wobei die Kirche in Wales seinen Festtag am 4. September begeht (Übertragung der Gebeine nach Durham).
(Urban, Lexikon der Heiligen und Namenstage)



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