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Dienstag, 16. Februar 2021

Auf in die Arche

 

Die Arche wird besiedelt, Sainte Chapelle,Paris

Lesung aus dem Buch Genesis Gen 6, 5-8; 7, 1-5.10

5Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war.

6Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh.

7Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben.

8Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn.

1Darauf sprach der Herr zu Noach: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus, denn ich habe gesehen, dass du unter deinen Zeitgenossen vor mir gerecht bist.

2Von allen reinen Tieren nimm dir je sieben Paare mit, und von allen unreinen Tieren je ein Paar,

3auch von den Vögeln des Himmels je sieben Männchen und Weibchen, um Nachwuchs auf der ganzen Erde am Leben zu erhalten.

4Denn noch sieben Tage dauert es, dann lasse ich es vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde regnen und tilge vom Erdboden alle Wesen, die ich gemacht habe.

5Noach tat alles, was ihm der Herr aufgetragen hatte.

10Als die sieben Tage vorbei waren, kam das Wasser der Flut über die Erde.

(Lesung vom Dienstag der 6. Woche im Jahreskreis)

Dienstag, 25. August 2020

König Ludwig IX.

 

mittelalterliche Statue des hl. Ludwig in der Sainte Chapelle, Paris

 

Ludwig IX. gehört zu den herausragenden Herrschergestalten des Mittelalters. Er wurde 1214 in Poissy geboren und war von 1226 bis 1270 König von Frankreich. Während seiner Minderjährigkeit regierte seine energische Mutter, die fromme Blanka von Kastilien. Mit neunzehn Jahren heiratete Ludwig Margarete von der Provence, die ihm elf Kinder schenkte. Ludwig war tief religiös und hatte eine hohe Auffassung von seinem Herrscheramt. Er lebte mit seiner Familie sehr einfach und war ein Freund der Armen. Er sorgte für Ordnung und Gerechtigkeit in der Verwaltung des Landes. Er förderte die Bettelorden, gründete Spitäler. Der Kirche half er bei der Durchführung ihrer Synodalbeschlüsse, wusste aber auch seine königlichen Rechte gegenüber den Bischöfen zu wahren. Sein Kreuzzug gegen Ägypten 1248-1254 war ein Misserfolg. 1267 entschloss er sich zu einem neuen Kreuzzug, zu dem er 1270 aufbrach. Er starb aber am 25. August 1270 vor den Mauern von Tunis an einer Seuche.
(erzabteibeuron)

Gott, du hast den heiligen König Ludwig
aus der Verantwortung für sein Land
in das himmlische Reich gerufen.
Seine Fürsprache helfe uns,
die irdischen Pflichten so zu erfüllen,
dass wir zum Himmelreich gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Glasfenster von Ludwig IX. im St. Denis, Paris (aus dem Testament an seinen Sohn)

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl.

Josef von Calasanz - Altar in der Piaristenkirche Maria Treu, Wien 

und der hl. Mirjam von Abellin (im Karmel, in der Universalkirche am 26.8.)

Im Karmel von Bethlehem

Reliquienrosenkranz der hl. Mirjam

Am Grab der hl. Mirjam (Seligsprechung Johannes Paul II.)

Ikone und Morgengebet der hl. Mirjam

Montag, 21. November 2016

Unsere Liebe Frau in Jerusalem



Dem Protoevangelium des Jakobus zufolge wird Maria mit drei Jahren von ihren Eltern in den Tempel gebracht, Gott geweiht und dort erzogen. Der 21. November als Termin geht vermutlich auf die Weihe einer Marienkirche im 6. Jahrhundert zurück. Im Osten wird der "Eintritt unserer hochheiligen Herrin, der Gottesgebärerin, in den Tempel" seit dem 8. Jahrhundert gefeiert.

Der reinste Tempel des Erlösers,
die ehrenvolle Brautstätte und Jungfrau,
die heilige Schatzkammer göttlicher Herrlichkeit
wird heute geleitet ins Haus des Herrn,
und mit ihr tritt ein die Gnade des göttlichen Geistes.
Ihr singen die Engel entgegen: Dies ist das himmlische Zelt!

(Kontakion am 21.11., in: Heiser, Maria in der Christusverkündigung des orthodoxen Kirchenjahres)

Mariä Opferung, Glasfenster in der Krypta der Sainte Chapelle, Paris

Dienstag, 17. Februar 2015

Noah und die Arche

Noah baut die Arche, Sainte Chapelle, Paris

Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war.
Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh.
Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben.
Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn.
Darauf sprach der Herr zu Noach: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus, denn ich habe gesehen, dass du unter deinen Zeitgenossen vor mir gerecht bist.
Von allen reinen Tieren nimm dir je sieben Paare mit, und von allen unreinen Tieren je ein Paar,
auch von den Vögeln des Himmels je sieben Männchen und Weibchen, um Nachwuchs auf der ganzen Erde am Leben zu erhalten.
Denn noch sieben Tage dauert es, dann lasse ich es vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde regnen und tilge vom Erdboden alle Wesen, die ich gemacht habe.
Noach tat alles, was ihm der Herr aufgetragen hatte.
Als die sieben Tage vorbei waren, kam das Wasser der Flut über die Erde.
(Lesung vom Dienstag der 6. Woche im Jahreskreis, Gen 6, 5-8; 7, 1-5.10)

Noah rettet seine Familie und die Tiere vor der Flut, Sainte Chapelle, Paris

Montag, 16. Februar 2015

Kain und Abel



Kain erschlägt Abel, Sainte Chapelle, Paris


Adam erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: Ich habe einen Mann vom Herrn erworben. Sie gebar ein zweites Mal, nämlich Abel, seinen Bruder. Abel wurde Schafhirt und Kain Ackerbauer.
Nach einiger Zeit brachte Kain dem Herrn ein Opfer von den Früchten des Feldes dar; auch Abel brachte eines dar von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Der Herr schaute auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer schaute er nicht. Da überlief es Kain ganz heiß, und sein Blick senkte sich.
Der Herr sprach zu Kain: Warum überläuft es dich heiß, und warum senkt sich dein Blick?7Nicht wahr, wenn du recht tust, darfst du aufblicken; wenn du nicht recht tust, lauert an der Tür die Sünde als Dämon. Auf dich hat er es abgesehen, doch du werde Herr über ihn!
Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: Gehen wir aufs Feld! Als sie auf dem Feld waren, griff Kain seinen Bruder Abel an und erschlug ihn.
Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?
Der Herr sprach: Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden.
So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat, um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen.
Wenn du den Ackerboden bestellst, wird er dir keinen Ertrag mehr bringen. Rastlos und ruhelos wirst du auf der Erde sein.
Kain antwortete dem Herrn: Zu groß ist meine Schuld, als dass ich sie tragen könnte.
Du hast mich heute vom Ackerland verjagt, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen; rastlos und ruhelos werde ich auf der Erde sein, und wer mich findet, wird mich erschlagen.
Der Herr aber sprach zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschlägt, siebenfacher Rache verfallen. Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn finde.
Adam erkannte noch einmal seine Frau. Sie gebar einen Sohn und nannte ihn Set - Setzling -; denn sie sagte: Gott setzte mir anderen Nachwuchs ein für Abel, weil ihn Kain erschlug.

(Lesung vom Montag der 6. Woche im Jahreskreis, Genesis 4,1-15.25)