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Mittwoch, 16. April 2025

Doch weh dem Menschen

 

Judas Iskariot, Rosenkranzbasilika, Lourdes 

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 26

In jener Zeit
14 ging einer der Zwölf namens Judas Iskáriot
zu den Hohepriestern
15 und sagte: Was wollt ihr mir geben,
wenn ich euch Jesus ausliefere?
Und sie boten ihm dreißig Silberstücke.
16 Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
17 Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote
gingen die Jünger zu Jesus
und fragten:
Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
18 Er antwortete:
Geht in die Stadt zu dem und dem
und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen:
Meine Zeit ist da;
bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
19 Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte,
und bereiteten das Paschamahl vor.
20 Als es Abend wurde,
begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
21 Und während sie aßen,
sprach er: Amen, ich sage euch:
Einer von euch wird mich ausliefern.
22 Da wurden sie sehr traurig
und einer nach dem andern fragte ihn:
Bin ich es etwa, Herr?
23 Er antwortete:
Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt,
wird mich ausliefern.
24 Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen,
wie die Schrift über ihn sagt.
Doch weh dem Menschen,
durch den der Menschensohn ausgeliefert wird!
Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
25 Da fragte Judas, der ihn auslieferte:
Bin ich es etwa, Rabbi?
Jesus antwortete: Du sagst es.

Samstag, 12. September 2020

Maria hat geholfen - Mariä Namen

der Name Mariens auf einem der Altäre in der Rosenkranzbasilika in Lourdes

 

Das Fest Mariä Namen wird im Kirchenjahr am 12. September gefeiert.

Der Festtag geht auf ein Fest zu Ehren des heiligen Namens Mariens zurück. Papst Innozenz XI. (1676–1689) setzte den Festtag für die ganze Kirche verbindlich fest, nachdem am 12. September 1683 die vereinigten christlichen Heere unter dem Oberbefehl des polnischen Königs Johann III. Sobieski die Zweite Wiener Türkenbelagerung mit der siegreichen Schlacht am Kahlenberg vor Wien beendet hatten. Dem Heer wurde das Banner mit der Schutzmantelmadonna vorangetragen.

Papst Pius X. verlegte das zunächst für den Sonntag nach Mariä Geburt (8. September) vorgeschriebene Fest Mariä Namen auf den 12. September, den eigentlichen Siegestag. Im Römischen Kalender von 1970 wurde das Fest gestrichen, da es eine Doppelung zum Fest Mariä Geburt am 8. September darstelle. Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet blieb es wegen des historischen Bezuges zum Sprachgebiet und der Verwurzelung im Volk als Gedenktag erhalten. Seit 2002 ist Mariä Namen auch wieder als nichtgebotener Gedenktag im Generalkalender enthalten. Zahlreiche Kirchen sind dem Patrozinium des Namens Mariens unterstellt.

Gedenken wir dankbar der Schlacht am Kahlenberg (Fußwallfahrt)

Die Rettung Wiens durch die Gottesmutter (mithilfe des sel. Markus von Aviano)

Die hl. Messe auf dem Kahlenberg vor der Schlacht von 1683

Santo subito für Markus von Aviano

Markus von Aviano - der Retter Wiens

Mariä Namen gedenkt des Sieges über die Osmanen (Jan Matejka)

 

Am Morgen des 12. September gab der selige Marco d’Aviano „Maria Hilf“ als Losung für die Entscheidungsschlacht am Kahlenberge aus. Wegen der mitmarschierenden Protestanten aus Kursachsen lautete der Schlachtruf jedoch „Jesus, Maria!“ P. Marco d’Aviano zelebrierte auf dem Kahlenberg vor Wien in der niedergebrannten Kirche des Kamaldulenserklosters die heilige Messe, bevor die Truppen zum Kampf ausrückten. Jan Sobieski ministrierte. - Im Heer der Christen diente auch der junge Prinz Eugen von Savoyen, der in der Schlacht am Kahlenberge seine sogenannte Feuertaufe erhielt.

Etwa dreißigtausend Mann der Türken setzten die Belagerung Wiens fort, die übrigen Soldaten der Mohammedaner stellten sich dem Entsatzheer entgegen. Am Morgen des 12. September begann die Schlacht.

Von den etwa dreizehntausend polnischen Reitern gehörten dreitausenddreihundert zur Hussaria. Dabei handelte es sich um eine auf schnelle Attacken spezialisierte Truppe, die mit ihren langen Lanzen die gegenerischen Reihen aufbrachen. Die Hussaria eröffnete die Schlacht mit einem Angriff auf dem rechten Flügel und im Zentrum. Sie griff in einer zweiten Welle erneut an, und dabei folgte ihr die gesamte Kavallerie des Entsatzheeres. Nach hartem Ringen wurde Kara Mustafas Lager auf dem rechten Flügel erobert, während die kaiserliche sowie die übrige deutsche Infanterie auf dem linken Flügel vorrückte.

Gegen achtzehn Uhr befand sich das Heer der Mohammedaner in Auflösung. - Auf Seiten der Sieger waren nur etwa dreitausend Soldaten gefallen.

Die Mohammedaner berichteten, sie seien geflohen, als sie in der Schlacht einen riesigen Mönch mit einem hocherhobenen Kreuz erblickten. Dieser schien immer größer zu werden, bis er an den Himmel reichte. Da seien sie in Panik geraten und hätten sich zur Flucht gewandt. - Der selige Pater Marco war allerdings von kleiner Gestalt, er ging gebückt und hinkte.

Anlässlich des Sieges schrieb der selige Innozenz XI. noch im Jahr 1683 der gesamten Kirche das Fest Mariae Namen vor. In Süddeutschland und Österreich entstanden nach dem Sieg zahlreiche Mariahilf-Kirchen und -Bruderschaften.

(detailliert nachzulesen: fsspx)

 

reinste Mutter, bitte für uns, Rosenkranzbasilika, Lourdes

Dienstag, 11. Februar 2020

Was er euch sagt, das tut


 
Hochzeit von Kana, links das Brautpaar, rechts Maria und Jesus, Mosaik von Marko Ivan Rupnik,
Lourdes, Rosenkranzbasilika
 
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 2, 1-11

In jener Zeit
1fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei.
2Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
3Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.
4Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
5Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!
6Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter.
7Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand.
8Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm.
9Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen
10und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
11So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

(Evangelium vom Gedenktag unserer Lieben Frau von Lourdes)






Die Präsenz Mariens bleibt in diesen Geheimnissen (des lichtreichen Rosenkranzes) im Hintergrund mit Ausnahme der Hochzeit zu Kana. Die Evangelien deuten gelegentlich ihre Anwesenheit bei dieser oder jener Predigttätigkeit Jesu an (vgl. Mk 3, 31-35; Joh 2, 12), aber sie schweigen hinsichtlich einer eventuellen Teilnahme ihrerseits bei der Einsetzung der Eucharistie im Abendmahlssaal.
Die ihr in Kana zugefallene Aufgabe begleitet jedoch in gewisser Weise den ganzen Weg Jesu. Die Offenbarung, die bei der Taufe im Jordan direkt vom Vater ausgeht und in den Worten des Täufers widerhallt, liegt zu Kana auf ihren Lippen und wird zu der großen mütterlichen Ermahnung, die Maria an die Kirche aller Zeiten richtet: »Was er euch sagt, das tut!« (Joh 2, 5).
Hier finden wir die Mahnung, die die Worte und Zeichen Jesu während seines ganzen öffentlichen Wirkens vorbereitet und somit den marianischen Hintergrund aller ,,lichtreichen Geheimnisse“ bildet.

(Johannes Paul II., Rosarium virginis Mariae, 21)












Türeingang zur Rosenkranzbasilika mit der Hochzeit von Kana