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Kathedrale von Syrakus
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Märtyrin
Namensdeutung:
die Leuchtende (lat.)
Namenstage:
Lucia, Luzia, Luz, Lucie, Lucy, Lucille, Luciana, Lucinde, männl.: Lucius, Lucian
Gedenktag:
13. Dezember
Lebensdaten: geboren 283 in Syrakus auf Sizilien, gestorben 304 ebendort
Lebensgeschichte und Legende:
Lucia sollte verheiratet werden, obwohl sich die junge Frau Gott
versprochen hatte. Als ihre Mutter Eutychia erblindete und wieder gesund
von einer Wallfahrt zur heiligen Agatha
nach Catania heimkehrte, bekehrte auch sie sich und ließ zu, dass Lucia
ihre reiche Mitgift an die Armen verteilte und den unter Kaiser
Diokletian verfolgten Christen Nahrungsmittel brachte. Um im Dunkeln
beide Hände frei zu haben, setzte sich Lucia dazu einen Lichterkranz auf
den Kopf.
Als ihr zurückgewiesener Bräutigam erfuhr, dass sie ihr
ganzes Vermögen verschenkte, lieferte er sie dem Statthalter Paschasius
aus, der sie ins Dirnenhaus schleppen lassen wollte – Jungfrauen
durften nicht hingerichtet werden. Doch Lucia ließ sich weder von
Zugochsen noch von tausend Mann vom Fleck bewegen. Daraufhin ließ der
Statthalter sie mit Pech und Öl übergießen und anzünden, doch auch die
Flammen konnten ihr nichts anhaben. Schließlich stach er ihr ein Schwert
durch den Hals.
Anderen Legenden zufolge riss sie sich die Augen aus und schickte sie ihrem Verlobten, doch sie erhielt von der Gottesmutter Maria neue. Lucia starb erst, als ein Priester ihr die heilige Kommunion reichte.
Verehrung und Brauchtum:
Aus dem Jahr 400 ist Lucias Grabinschrift in der Katakombe San Giovanni
in Syrakus erhalten. 1040 entführte der byzantinische General Georgios
Maniakes nach der Rückeroberung Siziliens von den Arabern ihre Reliquien
nach Konstantinopel, 1204 gelangten sie von dort nach Venedig, wo sie
heute in der Kirche San Geremia ruhen. Ihre frühere Grabesstätte musste
1861 dem Bau des Bahnhofs Santa Lucia weichen. Auch die Basilika
Saint-Vincent in Metz beansprucht, ihre Reliquien zu beherbergen.
Bis
zur Verlängerung des Jahres um zehn Tage durch die Gregorianische
Kalenderreform von 1582 war der Luzientag der kürzeste des Jahres,
weswegen sich um ihren Gedenktag zahlreiche Lichterbräuche
herausgebildet haben. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts weckt in
Schweden die älteste Tochter als weißgekleidete Lucia mit Lichterkranz
auf dem Kopf die Familie mit den ersten Weihnachtsplätzchen. In
Fürstenfeldbruck setzen Kinder selbstgebastelte Luciahäuschen aus Papier
mit einer Kerze in die Amper zum Dank für die Rettung vor einer
Hochwasserkatastrophe am 13. Dezember 1785.
Darstellung: mit durchstoßenem Hals, Palme, Öllampe, zwei Augen auf einem Teller
Patronin:
von Syrakus, Venedig und Nebraska, der Blinden, kranken Kinder, reuigen
Dirnen, Anwälte, Bauern, Glaser und vieler anderer Berufe, bei
Augenleiden, Halsschmerzen, Infektionen und Blutfluss
(BistumAugsburg)
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Heilige Lucia, bitte für uns
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