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Dienstag, 13. Dezember 2016

Lucia von Syrakus


Lucia von Syrakus, frühchristliche Märtyrin. Lucia war eine Märtyrin in Syrakus auf Sizilien. Ihre Geschichtlichkeit ist durch die in Syrakus wiederentdeckte Luciakatakombe bezeugt. Die Kirche über der Grablege Lucias reicht in ihren Ursprüngen in die byzantinische Zeit Siziliens zurück. Die Leidensgeschichte Lucias stammt freilich erst aus dem 5. Jahrhundert und erzählt mit legendenhaften Zügen, dass Lucia das Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt hatte. Ihr enttäuschter Bräutigam habe sie daraufhin unter Diokletian als Christin angeklagt. Lucia sei dann nach grausamen Martern um 304 durch einen Schwertstich in den Hals getötet worden. Der Luciatag ist vielerorts mit reichem Brauchtum ausgestattet. Im Mittelalter fand die Bescherung der Kinder am Luciatag statt, erst ab dem 16. Jahrhundert wird der 24. Dezember als Gabentag gefeiert. In seinem „Inferno“ schildert Dante Lucia als Trägerin des himmlischen Lichtes.
(Martyrologium Sancrucense)

Stift Vorau, Steiermark





Herr, unser Gott,
wir feiern den Gedenktag der heiligen Jungfrau und Märtyrin Luzia,
die du uns als Fürsprecherin gegeben hast.
Gib, dass wir nach ihrem Beispiel als Kinder des Lichtes leben
und einst in der Gemeinschaft der Heiligen den Glanz deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


hl. Lucia, Stift Vorau

Samstag, 9. Februar 2013

Hl. Apollonia von Alexandrien

Bei den zahlreichen Martyrien, von denen Bischof Dionysios berichtet, handelte sich sich nicht um eigentliche Christenverfolgungen, sondern um Ausschreitungen des fanatisierten Pöbels.

"Bei uns nahm die Verfolgung nicht erst mit dem kaiserlichen Edikt des Dezius ihren Anfang. Sie hatte bereits ein ganzes Jahr vorher begonnen. Irgendein Phantast und Unheilsprophet unserer Stadt hatte zuvor die ungläubigen Massen verhetzt und gegen uns aufgestachelt, indem er den einheimischen Aberglauben neu entfachte. Durch ihn angereizt, nahm der Pöbel jede sich bietende Gelegenheit wahr zu Ausschreitungen. In der Ermordung unserer Brüder übten sie ihren Dämonendienst aus in der Überzeugung, daß dies allein der rechte Gottesdienst sei. Zuerst ergriffen sie einen alten Mann namens Metras und verlangten von ihm, daß er Gott lästere. Da er ihnen nicht zu Willen war, prügelten sie ihn, stachen ihm mit zugespitzten Schilfrohr in das Gesicht und in die Augen, führten ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn dort."

Hl. Apollonia, Stift Vorau

 "Damals ergriffen sie auch Apollonia, eine hochangesehene Jungfrau in ehrwürdigem Alter. Sie schlugen Apollonia so heftig ins Gesicht, daß ihr alle Zähne ausbrachen. Dann errichteten sie vor der Stadt einen Scheiterhaufen und drohten, sie lebendig zu verbrennen, wenn sie nicht ihre gottlosen Reden nachsprechen würde. Sie aber stürzte sich, als man sie auf ihre Bitte hin für einen Augenblick losgelassen hatte, in die Flammen und wurde von ihnen verzehrt."

(aus einem Brief des Bischofs Dionysios von Alexandria an den Bischof Fabian von Antiochia, in: Hrsg. Peter Manns, Reformer der Kirche, 121)



Dienstag, 5. Februar 2013

Das Martyrium der Hl. Agatha

Am nächsten Tag  sagte ihr Quintianus: "Verleugne Christus und bete die Götter an!" Da sie sich weigerte, ließ er sie auf die Folter spannen und peinigen. Agatha aber sprach: "Ich erfahre in diesen Strafen solche Freude wie der, der eine gute Nachricht hört oder einen Menschen sieht, nach dem er sich lange gesehnt hat, oder wie einer, der einen großen Schatz gefunden hat. Kann doch der Weizen nicht in die Scheune gebracht werden, wenn nicht zuvor seine Hülse zertreten wird und als Spreu zurückbleibt; genauso kann meine Seele nicht mit dem Siegespreis des Martyriums in das Paradies eingehen, wenn du meinen Leib nicht von deinen Henkern schlagen läßt."
Da befahl Quintianus zornerfüllt, ihre Brüste zu martern und nach langen Folterungen abzuschneiden. Agatha aber sagte ihm: "Du ruchloser, grausamer und schrecklicher Tyrann, schämst du dich nicht, an einer Frau das zu verstümmeln, woran du selbst bei deiner Mutter gesogen hast? Ich allerdings habe in meinem Innern unversehrte Brüste, mit denen ich alle meine Sinne nähre und die ich von Kindheit an dem Herrn  geweiht habe."
(....Heilung im Kerker durch den Apostel Petrus...)

Nach vier Tagen befahl ihr Quintianus, die Götter anzubeten, um nicht noch schwerere Qualen erdulden zu müssen. Agatha antwortete ihm: "Deine Worte sind albern und nichtig, sie verunreinigen die Luft und sind gehässig. Du elender und einsichtsloser Mensch, wie willst du auch, daß ich Steine anbete und dem Gott des Himmels entsage, der mich geheilt hat?"
Quintianus: "Wer hat dich denn geheilt?"
Agatha: "Christus, der Sohn Gottes."
Quintianus: "Wie, du wagst es, wiederum Christus zu nennen, dessen Namen ich nicht hören will!"
Agatha: "Solange ich lebe, werde ich Christus mit dem Herzen und den Lippen anrufen."
Quintianus: "Nun will ich sehen, ob dich Christus heilen wird!"
Er gab Befehl, Scherben auf den Boden zu streuen, unter diese feurige Kohlen zu mischen und Agatha darauf mit nacktem Leib zu wälzen.
(....)

Da betete sie: "Herr Jesus Christus, der du mich erschaffen und seit meiner Jugend behütet hast, der du mich über die Folterungen siegen ließest und mir die Ausdauer verliehen hast: Nimm nun meinen Geist auf und laß mich zu deiner Barmherzigkeit kommen."
Nachdem sie so gebetet hatte, gab sie unter einem lauten Schrei  ihren Geist auf. - Das geschah im Jahre des Herrn 253, als Dezius Kaiser war.

(aus der legenda aurea über die hl. Agatha)

Hl. Agatha, Stift Vorau
 
Allmächtiger Gott,
du hast die heilige Agatha zur Jungfräulichkeit um Christi willen berufen
und ihr die Gnade des Martyriums geschenkt.

Höre auf ihre Fürsprache
und hilf uns, in aller Bedrängnis auszuharren
und dir in Lauterkeit und Treue zu dienen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)