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Freitag, 1. Mai 2026

Aus dem Arbeitspensum des hl. Josef

 

 

Gott, du Schöpfer der Welt,
du hast den Menschen

zum Schaffen und Wirken bestimmt.
Auf die Fürsprache unseres Schutzpatrons,
des heiligen Josef,
der mit seiner Hände Arbeit
die Heilige Familie ernährte,
gib uns Kraft und Ausdauer,
damit wir deinen Auftrag auf Erden erfüllen
und so den verheißenen Lohn empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Flucht nach Ägypten, Antoine Herault zugeschrieben, um 1660

Musee Beaux Arts in Lille

Sonntag, 29. Dezember 2024

Weihe der Familien an die Heilige Familie

 

Joseph B. Suvee, die hl. Familie, Geburt Jesu, 1785-1791
Musee Beaux Arts, Lille


Durch den geheimnisvollen Ratschluß Gottes hat in ihr für viele Jahre der Sohn Gottes verborgen gelebt. Sie ist deshalb Urbild und Beispiel für alle christlichen Familien. Diese Familie, einzig in der ganzen Welt, hat unerkannt und still in einer kleinen Ortschaft Palästinas gelebt; sie ist von Armut, Verfolgung und Verbannung heimgesucht worden, und sie hat auf unvergleichlich erhabene und lautere Weise Gott verherrlicht. Diese Familie wird den christlichen Familien ihre Hilfe nicht versagen, ja sie wird allen Familien in der Welt beistehen in der Treue zu ihren täglichen Pflichten, im Ertragen der Ängste und Bedrängnisse des Lebens, in der hochherzigen Zuwendung zu den Nöten der anderen, in der freudigen Erfüllung ihrer Berufung.

Möge der heilige Josef, der "Gerechte", der unermüdliche Arbeiter, der getreue Hüter des ihm anvertrauten doppelten Schatzes, sie stets behüten, schützen und erleuchten!

Möge die Jungfrau Maria, wie sie Mutter der Kirche ist, so auch die Mutter der "Hauskirche" sein!
Möge dank ihrer mütterlichen Hilfe jede christliche Familie wahrhaft eine "Kirche im kleinen" werden, in der sich das Geheimnis der Kirche widerspiegelt und gelebt wird!
Sie, die Magd des Herrn, sei das Beispiel für eine demütige und hochherzige Annahme von Gottes Willen; sie, die Schmerzhafte Mutter zu Füßen des Kreuzes, lindere die Schmerzen aller, die an den Schwierigkeiten ihrer Familien leiden, und trockne ihre Tränen.

Und Christus, der Herr, der König des Alls, der König der Familien, sei wie in Kana in jedem christlichen Heim zugegen als Quelle von Licht, Freude, froher Zuversicht und Kraft.
Am Fest seines Königtums bitte ich ihn, daß jede Familie hochgemut das Ihre beitrage zur Ankunft seines Reiches in dieser Welt, "Reich der Wahrheit und des Lebens, der Heiligkeit und der Gnade, der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens" (Präfation der Messe zum Christkönigsfest). Dieses Reich ist das Ziel der Geschichte.

Ihm, Maria und Josef überantworte ich jede Familie. In ihre Hände lege ich dieses Schreiben, ihrem Herzen vertraue ich es an; mögen sie es euch übergeben, ehrwürdige Brüder, liebe Söhne und Töchter; mögen sie eure Herzen öffnen für das Licht, das vom Evangelium her in jede Familie leuchtet!

Indem ich euch meines ständigen Gebetes versichere, erteile ich allen und jedem einzelnen von Herzen den Apostolischen Segen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

(Johannes Paul II., »Familiaris consortio« 86).

Sonntag, 30. Dezember 2018

Die hl. Familie (Lille)



Jesus, Maria, Josef, Heilige Familie von Nazareth,
in Euch hat Gott alle Familien mit der höchsten Tugend gesegnet.
Innerhalb der Mauern Eures Hauses ist die Sonne der Erlösung aufgegangen
und hat die Liebe als das Licht aus Gottes Herzen gestrahlt.
 
Geruhet deshalb, jedes Haus von dem Atem zu erfüllen,
der Eure Wohnstatt zu einem Himmel auf Erden gemacht hat.
Geruhet, jede Familie mit dem Himmlischen Frieden zu befruchten,
der Euch auch in Widrigkeiten nie verlassen hat.
 
Mögen Euer Heil und Euer Segen auf unsere Familien herabkommen,
denn Gott hat sie so vorgesehen, wie Er Euch gemacht hat:
als Saat der Früchte, aus denen Gottes Reich auf Erden aufblühen wird.

Möge Eure Fürsprache uns die Arbeit verschaffen,
durch die wir Gottes Arbeit auf Erden fortsetzen können,
und mögen alle unsere Taten und Worte Eure Heiligkeit in die Seelen säen,
die aus unseren Familien hervorkommen,
damit das Vermächtnis der Liebe der Heiligen Familie von Nazareth nie verloren gehen möge.
(Mirjam von Abellin)
 

Geburt Christi, Philippe de Champaigne, 1643, Musee Beaux Arts, Lille

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ich bin die Stimme

Medaillons v. Johannes dem Täufer, Della Robbia (atelier des), Anfang 16. Jh., Museum der schönen Künste, Lille



6Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
7Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
8Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
19Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?,
20bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias.
21Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein.
22Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst?
23Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
24Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer.
25Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet?
26Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt
27und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.
28Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

(Johannesevangelium 1, 3. Adventsonntag)