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Sonntag, 3. Mai 2026

Gemeinschaft mit Jesus in seinem Leiden und Sterben

Am Grab der hl. Jakobus und Philippus in Rom

Philippus und Jakobus im Ulmer Münster

Glasfenster des Apostels Philippus in der Pfarrkirche Ternitz

in der Kathedrale von Salisbury

Hochaltarbild in Hainburg 

 

Christus mit den Aposteln, S. Vitale, Ravenna


Philippus aus Betsaida war zuerst Jünger Johannes’ des Täufers und folgte dann Jesus nach. Jakobus war der Sohn des Alphäus und ein Verwandter Jesu. Er leitete die Kirche von Jerusalem und bekehrte viele Juden durch seine strenge Lebensweise. Auf ihn geht auch der Jakobusbrief zurück. Nach alter Berichterstattung wurde Jakobus im Jahre 62 zum Märtyrer. Das Fest wird mit der Weihe der römischen Basilika zu den Zwölf Aposteln (1. Mai) zusammenhängen, die unter Papst Julius I. (337–352) gebaut wurde. Sie war schon im 6. Jh. in besonderer Weise den beiden Aposteln geweiht. Die Verlegung des Festes auf den 3. Mai ist durch den Gedenktag des hl. Josef bedingt.

Gütiger Gott,
wir feiern heute das Fest

deiner Apostel Philippus und Jakobus,
die für Christus ihr Blut vergossen haben.
Schenke auch uns Gemeinschaft mit deinem Sohn
in seinem Leiden und seiner Auferstehung,
damit wir in ewiger Freude
dein Angesicht schauen dürfen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Apostel Philippus, St. Vitale, Ravenna

Apostel Jakobus, S. Vitale, Ravenna

 

Freitag, 25. Juli 2025

Pilgergebet auf dem Weg nach Santiago de Compostela

 

Jakobuskapelle in der Unterkirche des Johannes Paul II. Heiligtums


Du hast den heiligen Jakobus am Seeufer in Galiläa berufen, alles zu verlassen und dir zu folgen: – Gib uns die Entschlossenheit, Deinem Anruf zu antworten. Du hast ihn die Verherrlichung auf dem Berge Tabor schauen und die Auferstehung bezeugen lassen: – Fülle unser Leben mit Licht und österlicher Freude. Du hast ihm verheißen, daß er als erster den Kelch des Leidens trinken werde:

Schenke uns die Kraft, Zeugen der Frohen Botschaft zu sein, die er verkündet hat. Du führst Menschen verschiedener Völker auf dem einen Pfad des Glaubens und der Liebe zu seinem Grab:

Gewähre uns das Gespür dafür, daß wir Brüder und Schwestern sind, wie wir es zum Ausdruck bringen, wenn wir sprechen: Nimm an, o Herr, die Bitten, die wir durch die Fürsprache des heiligen Jakobus an Dich richten, und laß uns durch die Pilgerfahrt zu seinem Grab, dem Zeichen christlicher Einheit, gemeinsam den Weg beschreiten, der zur ewigen Herrlichkeit führt.


Samstag, 3. Mai 2025

Philippus und Jakobus

Philippus aus Betsaida war zuerst Jünger Johannes’ des Täufers und folgte dann Jesus nach. Jakobus war der Sohn des Alphäus und ein Verwandter Jesu. Er leitete die Kirche von Jerusalem und bekehrte viele Juden durch seine strenge Lebensweise. Auf ihn geht auch der Jakobusbrief zurück. Nach alter Berichterstattung wurde Jakobus im Jahre 62 zum Märtyrer. Das Fest wird mit der Weihe der römischen Basilika zu den Zwölf Aposteln (1. Mai) zusammenhängen, die unter Papst Julius I. (337–352) gebaut wurde. Sie war schon im 6. Jh. in besonderer Weise den beiden Aposteln geweiht. Die Verlegung des Festes auf den 3. Mai ist durch den Gedenktag des hl. Josef bedingt.

Hochaltarbild Christi Himmelfahrt, Pfarrkirche Hainburg
 

Hochaltar 1713, Entwurf und Altarbild von Hans Michael Beckhl, Bildhauer Mathias Roth und Jeremias Weißkopf.Säulenretabel über hoher Staffel mit Opfergangsportalen, korinthisierenden Säulen und gesprengtem Giebel; Altarbild Christi Himmelfahrt, Statuen Hll. Philippus und Jakobus, Leopold und Florian. (Dehio Niederösterreich, Teil 1)

neben dem Hochaltarbild die Apostel Philippus und Jakobus

Montag, 14. November 2016

Nikolaus Tavelic, Märtyrerpriester


Nikolaus, OFMCap, OFMConv., wurde 1340 in Sibenik in Kroatien geboren. Zusammen mit Bruder Deodat wirkte er zuerst als Prediger in Bosnien. 1384 reisten beide nach Palästina. Dort verfaßten sie gemeinsam mit zwei weiteren Mitbrüdern unter inständigem Gebet eine Dichtung zur Verteidigung des christlichen Glaubens. Diese trugen sie 1391 dem Kadi in Jerusalem vor, wurden deshalb in Fesseln gelegt und zum Tode verurteilt. Nach einem grausamen Martyrium wurden sie verbrannt.
Nikolaus wurde 1970 heiliggesprochen.
(Franziskanisches Proprium zum Stundengebet, 372ff)



Aus einem zeitgenössischen Bericht vom Martertod des heiligen Nikolaus und seiner Gefährten:

Nachdem Nikolaus und seine Mitbrüder sich längere Zeit beraten hatten, wie sie für Gott Seelen gewinnen könnten, die der Teufel für sich holen wollte, suchten sie auf dem heiligen Boden Jerusalems für den Allerhöchsten eine reiche Ernte einzubringen. Sie wiesen jede Furcht zurück, ließen sich von Theologen und anderen gediegenen Mitbrüdern daselbst wertvolle Ratschläge geben und suchten zu ihrer Stütze Argumente der Heiligen Schrift und der anerkannten Exegeten, die sie an verschiedenen Stellen gelesen hatten. So wurden sie im Herrn bestärkt in der Auffassung, jeder vollkommene Christ könne auf irdisch gesinnte Menschen mit großem Erfolg einwirken. Am 11. November 1391, am Fest des heiligen Martin, um die dritte Stunde begannen sie, was sie schon lange geplant hatten auszuführen. Jeder hatte ein Heft oder eine kleine Papierrolle in Italienisch oder Arabisch bei sich. Sie gingen gemeinsam zunächst zum Tempel Salamos, wurden aber am Eintreten gehindert.

neubarocker Altar aus dem Jahr 1876, gewidmet dem hl. Rochus (rechts), dem hl. Hieronymus (links)
und dem hl. Nikola Tavelic (Mitte)

Zum Haus des Richters geführt, holten sie ihre Papierrollen hervor und begannen ihm vorzulesen.

Darauf redete der Richter die vier Brüder an: "Was ihr da vorgebracht habt, habt ihr das als vernünftige, ihrer selbst mächtige Menschen gesagt oder als einfältige, unvernünftige und verrückte? Seid ihr durch euren Papst geschickt oder von irgendeinem christlichen König?"

Darauf antworteten die Brüder mit großer Klugheit, Bestimmtheit, mit Glaubenseifer und mit brennendem Heilsverlangen: "Wir wurden nicht von irgendeinem Menschen geschickt, sondern von Gott allein, der sich gewürdigt hat, uns zu begeistern, euch die Wahrheit und euer Heil zu verkünden, denn Christus sagt in seiner Frohbotschaft: "Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet: wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden."

Darauf fragte sie der Richter: "Wollt ihr all das widerrufen und Sarazenen werden, um so dem Tod zu entgehen? Denn sonst müßt ihr sterben!"

Sie antworteten mit fester Stimme: "Auf keinen Fall nehmen wir das zurück, wir sind bereit, für diese Wahrheit und die standhafte Verteidigung des katholischen Glaubens eher zu sterben und alle Marter zu ertragen, weil alles, was wir sagten, heilig ist, katholisch und wahr."
Als der Richter dies hörte, verhängte er mit seinem Rat das Todesurteil.


Kaum war der Wortlaut des Todesurteils verhallt, da stürzten alle umherstehenden Sarazenen mit lautem Geschrei heran und riefen: Nieder mit ihnen, nieder mit ihnen!"
Und sie schlugen mit aller Gegenständen so lange auf die Märtyrer ein, bis diese wie tot zu Boden stürzten. Das geschah um die neunte Stunde. Wegen des Geschrei des Pöbels verblieben sie dort bis Mitternacht. Um Mitternacht ließ der Richter sie entkleiden, an Pfähle festbinden und derart grausam geißeln, daß ihre Leiber völlig zerfetzt waren, so daß sie sich selbst nicht mehr aufrecht halten konnten. Schließlich stieß man sie in einen Kerker schlimmster Art. Dort band man sie auf spitze Pfähle fest, so daß sie ohne Unterlaß durch schreckliche Foltern gequält wurden.
Am dritten Tag wurden sie zum dem Platze geführt, wo Verbrecher gewöhnlich bestraft wurden. Vor dem Befehlshaber, dem Richter und einer Menge Soldaten mit gezogenen Schwertern und einem lodernden Scheiterhaufen fragte man sie nochmals, ob sie ihre Behauptung zurücknehmen und Sarazenen werden wollten, um so dem Tod zu entgehen.

Sie aber sagten: "Wir stehen zu unserer Aussage und predigen euch, bekehrt euch und laßt euch taufen. Wißt, daß wir um Christi willen und unseres Glaubens an ihn weder das irdische Feuer noch den zeitlichen Tod fürchten."

Als dies die Schar der umstehenden Sarazenen hörte, stürzten sich alle wie besinnungslos vor Wut auf die Märtyrer, hackten sie grausam in Stücke, s0 daß sie kein menschlichen Aussehen mehr hatten. Dann warfen sie die zerstückelten Leiber ins Feuer, die aber trotzdem nicht verbrannten. Die Menge bleib den ganzen Tag dabei stehen, um zu gaffen, und schleppte immer neues Holz herbei bis in die Nacht hinein. Sie verstreuten die Asche und versteckten die Gebeine, damit die Christen sie nicht finden konnten.

(Franziskanisches Stundenbuch, ebd)

Kathedrale des hl. Jakobus, Sibenik

Dienstag, 24. November 2015

Die Kirche des hl. Chrysogonus in Rom


Im römischen Stadtviertel Trastevere erinnert eine alte Kirche (vielleicht die älteste Pfarrkirche Roms) an den hl. Chrysogonus. Der über römischen Gebäuden errichtete Vorgängerbau von S. Crisogono ist 499 erstmals bezeugt. Zusammen mit S. Maria bildet diese Kirche eines der frühen christlichen Zentren von Trastevere. Infolge von Überschwemmungen des Tibers entstand im 12. Jh. ein Neubau auf einem um 6 m erhöhten Niveau mit antiken Granitsäulen, dem Kosmatenfußboden und einem Campanile. Das heutige Aussehen verdankt die Kirche Umbauten des 17. Jh. Die Vorgängerbauten aus dem 5. und 8. Jh. sind vom linken Seitenschiff aus zu besichtigen.


S. Crisogono, Rom
Ein weiterer Post ist irgendwann mal der Unterkirche zugedacht ;-)

Geht es hier nach Trastevere?


22 antike Granitsäulen und Architraven gliedern die dreischiffige Oberkirche, um 1129


Kosmatenfußboden

Hauptreliquie des hl. Chrysogonus im Altar

Chrysogonus lebte um das Jahr 300 im Rom. Er war der Lehrer der hl. Anastasia und führte sie zum Glauben. Der Legende nach ließ Diokletian Chrysogonus nach Aquileia bringen und hinrichten. Der Märtyrer gehört zu den Heiligen, die in den Kanon Eingang gefunden haben:

In Gemeinschaft mit der ganzen Kirche gedenken
wir deiner Heiligen. Wir ehren vor allem Maria,
die glorreiche, allzeit jungfräuliche Mutter
unseres Herrn und Gottes Jesus Christus.
Wir ehren ihren Bräutigam, den heiligen Josef,
deine heiligen Apostel und Märtyrer: Petrus und Paulus,
Andreas (Jakobus, Johannes, Tomas, Jakobus,
Philippus, Bartolomäus, Mattäus, Simon und Taddäus,
Linus, Kletus, Klemens, Xystus, Kornellus,
Cyprianus, Laurentius, Chrysogonus, Johannes und Paulus,
Kosmas und Damianus) und alle deine Heiligen,
blicke auf ihr heiliges Leben und Sterben und
gewähre uns auf ihre Fürsprache in allem
deine Hilfe und deinen Schutz.


Die Apsis ziert ein Mosaik mit der thronenden Muttergottes zwischen
Chrysogonus und Jakobus


Gefangennahme des hl. Chyrosogus

Verurteilung des hl. Chrysogonus

Chrysogonus wurde zur Zeit des Kaisers Diokletian zu Rom in den Kerker geworfen. Darin wurde er zwei Jahre lang von der heiligen Anastasia versorgt. Als diese um Christi willen von ihrem Gatten Publius manches auszustehen hatte und deshalb brieflich von seinem Gebet sich Hilfe erbat, tröstete er sie durch ein Antwortschreiben. Der Kaiser schrieb nach Rom, man solle alle Christen, die im Gefängnis sind, töten, Chrysogonus jedoch zu ihm nach Aquileja schicken; da wurde er dorthin gebracht. Der Kaiser sprach zu ihm: Ich habe dich kommen lassen, Chrysogonus, und will dich mit Ehren überhäufen, wenn du dich entschließest, die Götter anzubeten. Er gab zur Antwort: Ich verehre mit Herz und Mund den, der wirklich Gott ist; die Götter aber sind nur Gebilde der bösen Geister; diese hasse ich und lehne sie ab. Über diese Antwort geriet der Kaiser in Wut und ließ ihn bei Grado mit dem Beil hinrichten. Es war am 24. November. Sein Leib wurde ins Meer geworfen. Bald darauf fand man ihn jedoch am Gestade; da bestattete ihn der Priester Zoilus neben seinem Hause.
(Quelle)

Hinrichtung des hl. Chrysogonus


SS. Chrysogonus et Zoilus, (24. Nov. al. 16. 24. Apr. 31. Mai), waren Martyrer zu Aquileja in Oberitalien. Nach Butler wurde der hl. Chrysogonus, der auch in den Meßkanon aufgenommen ward, zu Rom verhaftet und zu Aquileia in der Diokletianischen Verfolgung enthauptet. Das Mart. Rom., in welchem nur der hl. Chrysogonus erwähnt wird, berichtet, er sei nach langer Kerkerhaft auf Befehl des Kaisers Diokletian nach Aquileja geführt, daselbst enthauptet und ins Meer geworfen worden. Nach Andern trugen dann Fische seinen heil. Leib ans Land, damit er beerdigt werden konnte. Nach Butler bewahrt man in einer Kirche Roms, die ein Cardinalstitel ist, das Haupt des hl. Chrysogonus; sein Leib aber befindet sich in Venedig. Vom hl. Martyrer Zoilus kann nichts Näheres angegeben werden, als was im römischen Brevier am 24. Nov. steht, daß er nämlich ein Priester gewesen sei und den hl. Chrysogonus in seinem Hause begraben habe. (El., But.)


SS. Chrysogonus et Zoilus, (24. Nov. al. 16. 24. Apr. 31. Mai), waren Martyrer zu Aquileja in Oberitalien. Nach Butler wurde der hl. Chrysogonus, der auch in den Meßkanon aufgenommen ward, zu Rom verhaftet und zu Aquileia in der Diokletianischen Verfolgung enthauptet. Das Mart. Rom., in welchem nur der hl. Chrysogonus erwähnt wird, berichtet, er sei nach langer Kerkerhaft auf Befehl des Kaisers Diokletian nach Aquileja geführt, daselbst enthauptet und ins Meer geworfen worden. Nach Andern trugen dann Fische seinen heil. Leib ans Land, damit er beerdigt werden konnte. Nach Butler bewahrt man in einer Kirche Roms, die ein Cardinalstitel ist, das Haupt des hl. Chrysogonus; sein Leib aber befindet sich in Venedig. Vom hl. Martyrer Zoilus kann nichts Näheres angegeben werden, als was im römischen Brevier am 24. Nov. steht, daß er nämlich ein Priester gewesen sei und den hl. Chrysogonus in seinem Hause begraben habe. (El., But.)

Chrysogonus

SS. Chrysogonus et Zoilus, (24. Nov. al. 16. 24. Apr. 31. Mai), waren Martyrer zu Aquileja in Oberitalien. Nach Butler wurde der hl. Chrysogonus, der auch in den Meßkanon aufgenommen ward, zu Rom verhaftet und zu Aquileia in der Diokletianischen Verfolgung enthauptet. Das Mart. Rom., in welchem nur der hl. Chrysogonus erwähnt wird, berichtet, er sei nach langer Kerkerhaft auf Befehl des Kaisers Diokletian nach Aquileja geführt, daselbst enthauptet und ins Meer geworfen worden. Nach Andern trugen dann Fische seinen heil. Leib ans Land, damit er beerdigt werden konnte. Nach Butler bewahrt man in einer Kirche Roms, die ein Cardinalstitel ist, das Haupt des hl. Chrysogonus; sein Leib aber befindet sich in Venedig. Vom hl. Martyrer Zoilus kann nichts Näheres angegeben werden, als was im römischen Brevier am 24. Nov. steht, daß er nämlich ein Priester gewesen sei und den hl. Chrysogonus in seinem Hause begraben habe. (El., But.)
Kopie von Guercinos "Hl. Chrysogonus in  der Glorie"