Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 4
35 An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. 36 Sie schickten die Leute fort
und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg;
und andere Boote begleiteten ihn. 37Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm
und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.
38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief.
Sie weckten ihn
und riefen:
Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? 39 Da stand er auf,
drohte dem Wind
und sagte zu dem See: Schweig, sei still!
Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. 40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst?
Habt ihr noch keinen Glauben? 41 Da ergriff sie große Furcht
und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?
1kamen
Jesus und seine Jünger an das andere Ufer des Sees, in das Gebiet von
Gerasa.
2Als
er aus dem Boot stieg, lief ihm ein Mann entgegen, der von einem unreinen Geist
besessen war. Er kam von den Grabhöhlen,
3in
denen er lebte. Man konnte ihn nicht bändigen, nicht einmal mit
Fesseln.
4Schon
oft hatte man ihn an Händen und Füßen gefesselt, aber er hatte die Ketten
gesprengt und die Fesseln zerrissen; niemand konnte ihn
bezwingen.
5Bei
Tag und Nacht schrie er unaufhörlich in den Grabhöhlen und auf den Bergen und
schlug sich mit Steinen.
6Als
er Jesus von weitem sah, lief er zu ihm hin, warf sich vor ihm
nieder
7und
schrie laut: Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich
beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht!
8Jesus
hatte nämlich zu ihm gesagt: Verlass diesen Mann, du unreiner
Geist!
9Jesus
fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Mein Name ist Legion; denn wir sind
viele.
10Und
er flehte Jesus an, sie nicht aus dieser Gegend zu
verbannen.
11Nun
weidete dort an einem Berghang gerade eine große
Schweineherde.
12Da
baten ihn die Dämonen: Lass uns doch in die Schweine
hineinfahren!
13Jesus
erlaubte es ihnen. Darauf verließen die unreinen Geister den Menschen und fuhren
in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See. Es
waren etwa zweitausend Tiere, und alle ertranken.
14Die
Hirten flohen und erzählten alles in der Stadt und in den Dörfern. Darauf eilten
die Leute herbei, um zu sehen, was geschehen war.
15Sie
kamen zu Jesus und sahen bei ihm den Mann, der von der Legion Dämonen besessen
gewesen war. Er saß ordentlich gekleidet da und war wieder bei Verstand. Da
fürchteten sie sich.
16Die,
die alles gesehen hatten, berichteten ihnen, was mit dem Besessenen und mit den
Schweinen geschehen war.
17Darauf
baten die Leute Jesus, ihr Gebiet zu verlassen.
18Als
er ins Boot stieg, bat ihn der Mann, der zuvor von den Dämonen besessen war, bei
ihm bleiben zu dürfen.
19Aber
Jesus erlaubte es ihm nicht, sondern sagte: Geh nach Hause, und berichte deiner
Familie alles, was der Herr für dich getan und wie er Erbarmen mit dir gehabt
hat.
20Da
ging der Mann weg und verkündete in der ganzen Dekapolis, was Jesus für ihn
getan hatte, und alle staunten.
(Evangelium vom Montag, 4. Woche im Jk.)
Sant´Apollinare Nuovo, Ravenna, unreine Geister fahren in die Schweine
Frau, dein Glaube ist groß, es soll dir geschehen, wie du willst Ely Cathedral
Frau, dein Glaube ist groß
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 15,21-28
In jener Zeit 21 zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. 22 Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm
und rief: Hab Erbarmen mit mir,
Herr, du Sohn Davids!
Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. 23 Jesus aber gab ihr keine Antwort.Da traten seine Jünger zu ihm
und baten: Schick sie fort,
denn sie schreit hinter uns her! 24 Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. 25 Doch sie kam,
fiel vor ihm nieder
und sagte: Herr, hilf mir! 26 Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. 27 Da entgegnete sie: Ja, Herr!
Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. 28 Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß.
Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.
Jesus treibt einen unreinen Geist aus, Gloucester Cathedral
+
Aus dem
heiligen Evangelium nach Markus 1,21-28
21In
Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und
lehrte.
22Und
die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie
einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die
Schriftgelehrten.
23In
ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der
begann zu schreien:
24Was
haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins
Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige
Gottes.
25Da
befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
26Der
unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem
Geschrei.
27Da
erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird
mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister
gehorchen seinem Befehl.
28Und
sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von
Galiläa.
(Evangelium vom Dienstag der 1. Woche im Jahreskreis)
Christus schickt die Dämonen in die Schweineherde, SantÁpollinare Nuovo, Ravenna, 6. Jh.
+ Aus dem heiligen
Evangelium nach Matthäus 8
28Als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet von
Gadara, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so
gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte.
29Sofort begannen sie zu schreien: Was haben wir mit
dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu
quälen?
30In einiger Entfernung weidete gerade eine große
Schweineherde.
31Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst,
dann schick uns in die Schweineherde!
32Er sagte zu ihnen: Geht! Da verließen sie die beiden
und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab
in den See und kam in den Fluten um.
33Die Hirten flohen, liefen in die Stadt und erzählten
dort alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war.
34Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn
trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
Er hat gesiegt, der Löwe von dem Stamme Juda, aus dem Geschlecht Davids.
Alleluja! Alleluja!
(Gebete zum hl. Antonius von Padua, fe-Verlag, 20)
Antonius treibt Dämonen aus, Kathedrale von Leon
Gebet um Freiheit
Heiliger Antonius, du Überwinder aller Fehler und jeder Knechtschaft,
in unseren Tagen flehen wir aus tiefstem Herzen um Hilfe.
Wir haben die köstlichste Kostbarkeit verloren, die Freiheit.
Wir bitten dich, erflehe sie uns wieder.
Lehre uns, sie zu schätzen, sie zu lieben und sie zu verteidigen.
Hilf uns, die Knechtschaft in uns selbst zu überwinden, damit unter uns alle Schmeichelei,
alle Anklagen, Rache und Hass, Einmischung in fremde Angelegenheiten schwinden,
damit ich nicht zum Totengräber der Freiheit der anderen werde.
Heiliger Antonius, hilf mir und meinem Volke,
aus Fehler und Nachlässigkeit zu einem lichteren Morgen aufzustehen.
Amen.
(Gebet aus Litauen, Gebete zum hl. Antonius von Padua, fe-Verlag, 20)
Martin befreit von unreinen Geistern, St. Gatien, Tours
Zur selben Zeit
wurde ein Knecht des Prokonsuls Tetradius
vom Teufel ergriffen und zum Erbarmen gequält. Martinus wurde gebeten, er möge
ihm die Hand auflegen. Er gab den Auftrag, den Unglücklichen zu ihm zu führen.
Allein der böse Geist war auf keine Weise aus dem Zimmer zu bringen, das der
Besessene bewohnte. Gegen alle, die ihm nahen wollten, fletschte er so wütend
die Zähne. Da warf sich Tetradius dem Heiligen zu Füßen und drang in ihn, er
möge doch ins Haus kommen, wo der Besessene war. Martinus erklärte, er könne
das Haus eines Heiden nicht betreten. Tetradius lebte nämlich damals noch im
Irrwahne des Heidentums; aber jetzt versprach er, Christ zu werden, wenn sein
Knecht vom Teufel befreit würde.
Martinus legte nun dem Knecht die Hand auf und
trieb den unreinen Geist aus. Als Tetradius das sah, glaubte er an den Herrn
Jesus, ließ sich sogleich unter die Katechumenen aufnehmen und wurde bald
darnach getauft. Er brachte von da an Martinus, dem er sein Heil verdankte,
grenzenlose Verehrung entgegen.
Martin exorziert einen Besessenen, St. Gatien, Tours
In der gleichen
Stadt besuchte Martinus zur selben Zeit das Haus eines Mannes. Er blieb schon
an der Türschwelle stehen und sagte, er sehe im Vorraum des Hauses einen
abscheulichen Teufel.
Als Martinus diesem befahl zu weichen, fuhr er in den
Koch jenes Herrn , während er gerade in einem Gemach im
Innern des Hauses weilte. Der Arme biß um sich und zerfleischte alle, die in
seine Nähe kamen. Das ganze Haus geriet in Bestürzung, das Gesinde ward ganz
verstört, das Volk stob auseinander. Da trat Martinus dem Wütenden entgegen und
hieß ihn zunächst stille stehen, Dieser knirschte mit den Zähnen, riß den
Rachen weit auf und drohte zu beißen.
Martinus legte ihm seine Finger in den
Mund. "Vermagst du etwas", sprach er, "so verschlinge sie,"
Da war's, als wäre ihm ein glühend Eisen in den Rachen gesteckt worden — er
sperrte die Kiefer weit auseinander und hütete sich, die Finger des Heiligen zu
berühren. Durch diese qualvolle Strafe wurde der Teufel gezwungen, den
Besessenen zu verlassen. Da er aber durch den Mund den Ausweg nicht nehmen
konnte, fuhr er im Unrat des Leibes aus und ließ schmutzige Spuren zurück.
Porta Sancta, Heilige Pforte, während des Heiligen Jahres geöffnet
Ziborium über dem Papstaltar mit den Hauptreliquien von Petrus und Paulus
1367-1370 von Giovanni di Stefano, Gemälde von Barna da Siena
Wappen von Pius IV., Decke des Hauptschiffes
4,25 m hohe Apostelstatue des hl. Petrus
Paulusstatue
Sakramentsaltar von Pier Paolo Olivieri, um 1600
Relief des Abendmahles
Fresko über dem Sakramentsaltar: Erscheinung des auferstandenen Christus
vor den Aposteln
Tabernakel des Sakramentsaltars
Apsismosaik von Jacopo Torriti restauriert, 1292
Im Zentrum der Darstellung steht das Gemmenkreuz, das Symbol des Todes Christi, dessen Brustbild, von Wolken und Engeln umgeben, darüber erscheint. Im Apsisscheitel schwebte vermutlich die Hand Gottes. Dem Berg des Kreuzes entspringen die vier Paradiesflüsse, an deren Ufern Hirsche und Schafe trinken. Darunter fließt der Jordan mit Fischen, Vögeln, Kindern, u.a.
Die hervorragendsten Zeugen Christi flankieren in großfiguriger Darstellung das Kreuz: Paulus, Petrus, Maria, Johannes der Täufer, Johannes der Evangelist und Andreas (von links).
Die Neugestaltung des Mosaiks durch Nikolaus IV. fügte zwischen Petrus und Maria die Gestalt des hl. Franziskus und an der entsprechenden Stelle gegenüber die des hl. Antonius von Padua ein, damit die hohe Bedeutng des Franziskanerordens im 13. Jh. bezeugend.
(Kunstführer Reclam, 184)
Apsismosaik, S. Giovanni in Laterano
Kathedra des Papstes
Orgel im nördlichen Querhaus
Symbole der Evangelisten, auf die der hl. Geist in Gestalt einer Taube herabkommt
ursprünglich im 4. Jh. Christus dem Erlöser geweihter Bau,
erst ab 905 ist Johannes der Täufer Patron der Kirche, Decke Querhaus