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Mittwoch, 24. September 2025

Rupert

St, Peter und Festung Hohensalzburg
 

Rupert, wahrscheinlich aus dem rheinfränkischen Geschlecht der Rupertiner, kam von Worms nach Bayern und gründete um 700 das Bistum Salzburg sowie die Klöster St. Peter und Nonnberg. Hier wurde seine Nichte Erentrud erste Äbtissin. Gestorben am 27. März eines unbekannten Jahres. Reliquien im Dom und in St. Peter zu Salzburg.

Heiliger Rupert, bitte für uns!

Mittwoch, 26. April 2023

Am symbolischen Grab des hl. Trudpert


Brunnenkapelle in St. Trudpert im Münstertal

 


 Hochaltar in St. Trudpert



Heiliger Trudpert, bitte für uns!

Symbolischer Sarkophag des hl. Trudpert mit den Heiligen Rupert und Erentrud

Dienstag, 24. September 2019

Am Grab des hl. Rupert in Salzburg

St. Peter vor des Festung Hohensalzburg


Bischof
Namensdeutung: der ruhmreich Glänzende (germanisch-normannisch)
Namenstage: Rupert, Ruprecht, Robert, Robin, Bob, Bert, weibl.: Ruperta
Gedenktag: 24. September
Lebensdaten: geboren in Worms, gestorben am 27. März 718 ebendort
Lebensgeschichte: Rupert (auch Ruprecht oder Hrodbert) stammte vermutlich aus dem fränkischen Geschlecht der Rupertiner und war bis etwa 695 Bischof von Worms. Herzog Theodo berief ihn nach Bayern, um eine eigene Kirchenprovinz zu errichten. Rupert gelangte über Regensburg, wo er den Herzog vermutlich getauft hat, zunächst nach Lorch, gründete anschließend eine Kirche in Seekirchen/Wallersee und verlagerte seine Haupttätigkeit an die Salzach, wo er das Männerkloster St. Peter gründete und das Frauenkloster auf dem Nonnberg seiner Nichte Erentrud als Äbtissin anvertraute. Beide Niederlassungen wurden von den bayerischen Herzögen großzügig mit einem Teil der Reichenhaller Salzquellen und dem ganzen Ort Juvavum, dem heutigen Salzburg, ausgestattet, dessen erster Bischof Rupert war. Rupert hat seine Tätigkeit mehrere Male unterbrochen, um Mitarbeiter im heimatlichen Worms zu werben, und verließ Bayern 717 nach dem Ende seiner Aufbautätigkeit. Er starb in Worms, der Überlieferung nach unmittelbar nach der Feier der heiligen Messe.
Verehrung/Brauchtum: Zunächst in Worms bestattet, wurden die Reliquien des „Apostels der Bayern“ am 24. September 774 von seinem Nachfolger Virgil nach Salzburg transferiert, lagen dort in St. Peter und ruhen heute im Hochaltar des Salzburger Doms. Der 24. September ist schulfreier Landesfeiertag von Salzburg, der in der Stadt mit einem Kirchweihfest, dem Rupertikirtag, begangen wird.
Darstellung: als Bischof mit Salzfass, manchmal bei der Taufe von Herzog Theodo
Patron: des Landes und des Erzbistums Salzburg, von Kärnten, Mitpatron von Bayern, des Rupertiwinkels in der Erzdiözese München-Freising, der Hunde, des Salzbergbaus und der Salzarbeiter

Die älteste Pfarrkirche Wiens - Ruprechtskirche

Das Ruprechtsfenster in der Ruprechtskirche

Rupert und Virgil, Leben (Gurker Dom) 

Hochaltarfiguren von Rupert und Virgil in St. Peter, Salzburg

St.Peter, Salzburg
Benediktus-Altar, Tod des hl. Benedikt


An zentraler Stelle im Mittelschiff stehen zwei mächtige Altäre, zwei für St. Peter besonders bedeutsamen Heiligen geweiht: links der Altar des hl. Benedikt, rechts der Altar des hl. Rupert.

Der hl. Benedikt ist der Vater der berühmten Mönchsregel, nach der auch die Benediktiner von St. Peter leben. Das Bild von Martin Johann Schmidt (genannt „Kremser Schmidt“) zeigt den hl. Benedikt, als er, von seinen Schülern gestützt, stirbt. Die mit brennenden Lichtern gesäumte Straße führt ihn direkt in den Himmel. Das Stehen und Versunkensein im Gebet zeigt Benedikt als einen wachsamen Menschen, der ganz in der Gegenwart Gottes lebt, aber mit beiden Beinen auf der Erde steht. Sein Ziel ist die Gemeinschaft mit Gott im Himmel. Diese aufmerksame und bereitwillige Haltung auch im Sterben wird ihm zum Weg in den Himmel.


Rupertus-Altar, 1776, Tod des hl. Rupertus



Das Bild am Rupertusaltar zeigt das Sterben des hl. Rupert. Er starb der Tradition nach am Ostersonntag wie der hl. Benedikt stehend am Altar. So wird ganz bewusst eine Parallele zu dem hl. Benedikt hergestellt: der hl. Rupert hat das Lebensideal der Benediktsregel bis in den Tod hinein verinnerlicht.





Grab des hl. Rupertus


In der Mitte, direkt hinter dem Rupertusaltar, liegt das Grab des hl. Rupert. Hinter dem Gitter befindet sich der 1966 aufgedeckte römische Sarkophag aus dem 5. Jahrhundert, darüber der gotische Grabstein von 1444. Der hölzerne Aufbau stammt aus dem Jahr 1741. Das Bild von J. Fackler aus demselben Jahr zeigt den hl. Rupert, wie er von Gott im Himmel empfangen wird. Er hält schützend seine Hand über seine Stadt Salzburg. Die kleinen Medaillons zeigen Stationen aus dem Leben des hl. Rupert. Das Licht brennt seit den Tagen des Abtes Balderich (1125–1147) und geht auf die legendenhafte Rupertusvision zurück, dass die Stadt zerstört werde, sobald das Licht erlöscht.
(Kirchenführer)
 



Rupertus betet für Salzburg

Rupertusgrab links und Benediktaltar rechts


Montag, 24. September 2018

Rupert und Virgil

Hochaltar St. Peter, Hochaltar: die hll. Benedikt, Petrus und Paulus fürbittend
vor Maria mit dem Kind, Högler, um 1777


Die älteste Pfarrkirche Wiens - Ruprechtskirche

Das Ruprechtsfenster in der Ruprechtskirche

Rupert und Virgil, Leben (Gurker Dom)


links die beiden Heiligen Virgil (Kirchenmodell) und Rupert (Salzfass), Figuren v. Franz Hitzl


Der heilige Rupert (Hrodpert) soll um 660 als Sohn der hochadeligen rheinfränkischen Familie der Rupertiner (Robertiner) zur Welt gekommen sein. Seine Bischofsweihe empfing er vermutlich in Worms. Er war Klosterbischof nach irischer Art und hatte keine Diözese.
Im Jahr 696 kam er nach Bayern. Regensburg war für längere Zeit sein Wirkbereich beim Herzog, den er mit dessen Gefolgschaft im christlichen Glauben unterwies. Seine missionarische Tätigkeit in dieser Gegend beruht auf der Bitte des Herzogs Theodo. Um 700 kam der Heilige schließlich in das Land Salzburg. Im heutigen Seekirchen am Wallersee baute er seine erste Kirche. Weitere Kirchen im Salzburger Land folgten.
Die antike zerfallene Stadt Iuvavum erhielt er als Schenkung zusammen mit einem bedeutenden Anteil an den Reichenhaller Salinen vom Herzogssohn Theodbert, geknüpft an die Intension des Wiederaufbaus. Dieser Zeitpunkt gilt als Geburtsstunde von Stadt und Land Salzburg. Für den Wiederaufbau standen ihm zwei Prediger aus seiner Heimat besonders zur Seite: die Heiligen Chuniald und Gislar. Rupert wurde zum ersten Klostergründer Österreichs.
Für die Benediktiner gründete er die Erzabtei St. Peter in Salzburg und für die Benediktinerinnen das Frauenkloster auf dem Nonnberg. Seine Nichte, die heilige Erentrudis, war dort die erste Äbtissin. Beide Klöster gelten als die ältesten im deutschen Sprachraum. Um 711 errichtete Rupert das heutige Bischofshofen, damals als Maximillianszelle bekannt, zur Missionierung der Slawen südlich der Tauern.
Am 27. März 718 feierte der heilige Rupert noch das Osterhochamt und verstarb unmittelbar danach. Im Jahr 774 wurden seine Gebeine gemeinsam mit den Gebeinen der Heiligen Chuniald und Gislar im Salzburger Dom beigesetzt. Ruperts Attribut ist zumeist das Salzfass, manchmal auch die Gottesmutter von Altötting, die er angeblich gestiftet haben soll. Er ist unteranderem Patron des Bergbaues, der Salinenarbeiter und der Diözesen Salzburg und Graz-Seckau. Obwohl Rupert als Gründervater der Diözese Salzburg gilt, wurde das Bistums Salzburg erst im Jahr 739 offiziell vom heiligen Bonifatius, dem Apostel Deutschlands, gegründet

Der heilige Virgil (Fergal) von Salzburg wurde vermutlich erst nach dem Ableben des heiligen Rupert in Irland, ebenfalls in einer adeligen Familie, geboren. Das Geburtsjahr wird sehr vage um 700, aber auf jeden Fall vor 746, datiert. Bevor er als Missionar an den Hof Pippins III. gelangte, war er Abt in dem irischen Kloster Iona. Pippin empfahl ihn nach zweijährigem Aufenthalt am Hof an seinen Schwager, den Herzog Odilo von Bayern, weiter, der dem heiligen Virgil die Leitung des Bistums Salzburg vermutlich im Jahr 743 übertrug.
Als Abt der Erzabtei St. Peter lenkte er ab 746 nach irischem Vorbild die weltlichen Angelegenheiten der Diözese. Die Betreuung der geistlichen Aufgaben übernahm Virgils Gefährte, Bischof Dodagrecus. Mit dem heiligen Bonifatius kam es zu heftigen Diskussionen in der Streitfrage um die Gültigkeit der Taufe mit falschen Worten und in Virgils Ansicht, dass die Erde kugelförmig sei. Auch Heilige waren in ihren Ansichten und Einsichten nicht immer einig, in der Gottes- und Nächstenliebe aber um Vollkommenheit bemüht. Virgilius war jedenfalls ein bedeutender Forscher und Wissenschaftler seiner Zeit.
Im Jahr 749 wurde Virgil zum Bischof von Salzburg geweiht und setzte sich fortan dafür ein, das Eigenkirchenprinzip nach irischem Vorbild in seiner Diözese durchzusetzen. Die Zahl der Eigenkirchen stieg bis zu seinem Tod auf 67 Kirchen an. 755 schickte er den heiligen Modestus als Glaubensboten nach Kärnten, um die Slawen zu missionieren. Virgil ließ anstelle der alten Peterskirche den Salzburger Dom errichten und übertrug 774 die Reliquien der heiligen Rupert, Chuniald und Gislar in die Krypta des Domes. Bischof Virgil gilt auch als erster Verfasser der Lebensgeschichte des heiligen Rupert.
Der bedeutende Literat war auch ein Liebhaber und Förderer von Architektur und Kunsthandwerk. Der berühmte Tassilokelch, wahrscheinlich der älteste Messkelch der Welt, sowie das Verbrüderungsbuch von St. Peter, stammen aus Virgils Zeit. Mit viel Geschick zentralisierte er das zerstreute Bistum mittels Tauschgeschäften.
Virgilius von Salzburg übte das Bischofsamt fast 40 Jahre lang aus und verstarb am 27. November 784. Erst im Jahr 1233 wurde er heiliggesprochen. Seine letzte Ruhestätte fand er 1288 in dem von ihm erbauten Salzburger Dom. Sein Attribut ist die Lilie, die aus seinem Herzen wächst oder das Modell des Salzburger Doms. Die Diözesen Salzburg und Graz-Seckau, als auch Gebärende und Kinder stehen unter seinem Patronat. Auch in Glaubensnöten wird er bevorzugt angerufen.



Querhaus und Hochaltar

Stiftskirche der Benediktiner St. Peter und Festung Hohensalzburg