Posts mit dem Label Petrus Canisius werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Petrus Canisius werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 27. April 2026

Petrus Canisius über die Auferstehung des Herrn

 

St Aloysius´RC, Jesuitenkirche, Glasgow


V. Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tag auferstanden von den Toten.

Was legt uns der fünfte Artikel zu glauben vor?

Er lehrt, dass Christus, nachdem er am Kreuz gestorben war, der Seele nach zwar bis zur Unterwelt vorgedrungen ist, um sich als Sieger über Tod und Satan und als Befreier der im Limbus (Vorhölle) sitzenden Väter zu erweisen; dem Leibe nach aber am dritten Tage, da er als Siegesfürst aus der Unterwelt zurückkehren wollte, aus eigener Kraft aus dem Grab als derselbe, der für uns am Holz gehangen und unsterblich und glorreich als Erstgeborener von den Toten (Kol 1,18) auferstanden ist.

Mit diesem wunderbaren Werk tröstet und lehrt er, dass die Auserwählten befreit werden aus der Macht der Satans, des Todes und, der Unterwelt. Diese Gnade der Auferstehung bietet er allen an und gewährt, dass die wahrhaft an Christus Glaubenden aus Lastern zu Tugenden, vom Tod der Sünde zum Leben der Gnade und am Ende aller Zeiten vom Tod des Leibes zum unsterblichen Leben auferstehen.

Denn wenn Christus auferstanden ist, werden auch wir auferstehen (vgl. 1 Kor 15,16)

(Petrus Canisius, Der Große Katechismus, 85f)


Heiliger Petrus Canisius, bitte für uns!
St Aloysius´RC, Jesuitenkirche, Glasgow

Glasfenster in der Wiener Servatiuskirche (Vita), über die Auferstehung

Fahne des hl. Petrus Canisius in der Wiener Canisiuskirche (Benedikt XVI. über Petrus Canisius)

Jesuitenkirche in Malaga, Gebet des hl. Petrus Canisius anlässlich seiner Herz Jesu Vision

Jesuitenkirche in Wien, P. Canisius über die Ehescheidung


Canisiuskirche in Wien, P. Canisius als Katechet


aus einem Brief von Ignatius von Loyola an Petrus Canisius


Petrus Canisius in Innsbruck, Dom St. Jakob

Dienstag, 27. April 2021

Petrus Canisius

 

Petrus Canisius, Servatiuskirche, Wien Liesing

 

Ordenspriester, Kirchenlehrer
Namensdeutung: der Fels (lat.-griech.)
Namenstage: Petrus, Peter, Pier, Pierre, Pietro, Pedro, Pit, Pere, weibl.: Petra, Pierrette
Gedenktag: 27. April

Lebensdaten: geboren am 8. Mai 1521 in Nimwegen, gestorben am 21. Dezember 1597 in Fribourg

Lebensgeschichte: Pieter Kanjis war der Sohn des Bürgermeisters der Freien Reichsstadt Nimwegen und studierte Philosophie und Theologie in Köln, wo er unter dem Einfluss mystischer Literatur eine tiefe Bekehrung erfuhr. In Mainz traf er auf den Jesuiten Peter Faber und trat 1543 als erster Deutscher in die Gesellschaft Jesu ein. Noch vor seiner Priesterweihe 1546 entsandte ihn der Kölner Klerus zum Kaiser, um die Absetzung des protestantisch gewordenen Erzbischofs zu erreichen.

1547 nahm er kurze Zeit am Trienter Konzil teil, das in Bologna tagte, wirkte ein Jahr als Professor in Messina und wurde nach Ablegung seiner feierlichen Gelübde 1549 nach Deutschland zurückgeschickt, um die Gegenreformation zu organisieren.

Mit kirchlicher Sendung und politischer Unterstützung baute er durch die Gründung zahlreicher Jesuitenkollegien den Orden in Süddeutschland und Österreich auf. Er nahm als Rektor der bayerischen Landesuniversität Ingolstadt Einfluss auf den theologischen Nachwuchs, war Domprediger und Bistumsadministrator in Wien, wirkte fast zehn Jahre als Domprediger in Augsburg und war von 1571 bis 1577 Hofprediger in Innsbruck.

Zugleich reiste er unermüdlich in kirchlichen wie politischen Angelegenheiten, machte die deutschen Bischöfe mit den Beschlüssen des Trienter Konzils bekannt und entfaltete eine breit angelegte seelsorgerische Tätigkeit. Von ihm sind 12.000 Predigtentwürfe erhalten, er war ein gefragter Beichtvater und verfasste drei Katechismen für verschiedene Altersstufen und Bildungsschichten, die in Übersetzungen in ganz Europa Verbreitung fanden und noch bis zum 20. Jahrhundert in Gebrauch waren.

1580 wurde er ins schweizerische Fribourg gesandt, um ein weiteres Jesuitenkolleg zu gründen. Dort widmete er sich weiterhin der Glaubensunterweisung durch Predigt und Katechese, verfasste weitere Bücher und blieb durch seine umfassende Korrespondenz als kirchlicher und politischer Berater tätig. 1591 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nicht wieder ganz erholte. Er starb am 21. Dezember 1597.  

Verehrung: Petrus Canisius wurde zunächst unter dem Hochaltar der Jesuitenkirche St. Michael in Fribourg bestattet, heute liegen seine Gebeine in einer eigenen Kapelle neben der Kirche. 1864 seliggesprochen, wurde er 1897 mit dem Ehrentitel „zweiter Apostel Deutschlands“ nach dem heiligen Bonifatius ausgezeichnet. 1925 wurde er von Papst Pius XI. zeitgleich zum Kirchenlehrer ernannt und heiliggesprochen.

Darstellung: im Jesuitengewand mit Totenschädel, Kreuz, Katechismus und Feder, manchmal auch mit dem IHS-Monogramm
(Bistum Augsburg)

 

Fahne des hl. Petrus Canisius in der Wiener Canisiuskirche (Benedikt XVI. über Petrus Canisius)

Jesuitenkirche in Malaga, Gebet des hl. Petrus Canisius anlässlich seiner Herz Jesu Vision

Jesuitenkirche in Wien, P. Canisius über die Ehescheidung


Canisiuskirche in Wien, P. Canisius als Katechet


aus einem Brief von Ignatius von Loyola an Petrus Canisius


Petrus Canisius in Innsbruck, Dom St. Jakob

 

Servatiuskirche, Wien Liesing

Montag, 27. April 2020

Petrus Canisius


Fahne des hl. Petrus Canisius, Canisiuskirche, Wien



Liebe Brüder und Schwestern!

Heute möchte ich mit euch über den hl. Petrus Canisius (latinisierte Form) sprechen, einer sehr wichtigen Gestalt des katholischen 16. Jahrhunderts. Er wurde am 8. Mai 1521 in Nimwegen in Holland geboren. Sein Vater war Bürgermeister der Stadt. Als er Student der Universität in Köln war, besuchte er die Kartäusermönche der hl. Barbara, ein von katholischem Leben pulsierendes Zentrum, wo er weitere fromme Männer traf, die die sogenannte ‚devotio moderna‘ pflegten. Er trat am 8. Mai 1543 in Mainz (Rheinland-Pfalz) in die Gesellschaft Jesu ein, nachdem er an geistlichen Exerzitien unter Leitung des seligen Pater Peter Faber teilgenommen hatte, einer der ersten Gefährten des hl. Ignatius von Loyola. Im Juni 1546 empfing er in Köln die Priesterweihe und bereits im Folgejahr nahm er als Theologe des Bischofs von Augusta, Kardinal Otto Truchsess von Waldburg, am Konzil von Trient teil, wo er mit zwei Mitbrüdern, Diego Laínez und Alfonso Salmerón, zusammenarbeitete.
1548 ließ ihn der hl. Ignatius in Rom seine geistliche Ausbildung beenden und sandte ihn sodann in das Kolleg von Messina, wo er sich in einfachen Hausdiensten üben sollte. 
Nachdem er am 4. Oktober 1549 in Bologna sein Doktorat der Theologie erlangt hatte, berief ihn der hl. Ignatius zum Apostolat nach Deutschland. Am 4. September des gleichen Jahres besuchte er Papst Paul III. in Castel Gandolfo und begab sich sodann in die Petersbasilika um zu beten. Hier flehte er die Hilfe der großen Apostelheiligen Petrus und Paulus an, auf dass sie ihm eine fortwährende Wirksamkeit des apostolischen Segens für seine große Bestimmung, seine neue Mission, gewähren möchten. In sein Tagebuch schrieb er: „Dort habe ich einen tiefen Trost erfahren und mir wurde durch die Fürsprache dieser Heiligen Gnade zuteil. Sie unterstützen mich in meiner Mission in Deutschland und schienen mich durch den Erhalt ihrer Gunst als Apostel nach Deutschland zu entsenden. Du, Herr, weißt, wie oft und auf wie viele Arten ich mich an diesem Tag Deutschland verschrieben habe, um das ich mich auch später immer mühte und wegen dessen ich wünschte zu leben und zu sterben."
 
Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass wir uns in der Zeit der lutherischen Reformation befinden, in dem Moment, in dem der katholische Glaube in den deutschsprachigen Ländern durch die Ausstrahlung der Reformation unterzugehen schien und in dem die Erneuerung des katholischen Glaubens unmöglich anmutete. Eine solche war nur vom Zentrum her möglich, d.h. durch eine tiefe, persönliche Freundschaft zu Christus; eine Freundschaft zu Christus in seinem Leib, der Kirche, die genährt wird durch die Eucharistie, durch Seine Realpräsenz.
 
Petrus Canisius reiste in das Herzogtum Bayern, das für viele Jahre der Ort seines Wirkens sein sollte. Als Dekan, Rektor und Vizekanzler der Universität von Ingolstadt pflegte er das akademische Leben des Instituts und die religiöse und moralische Bildung des Volkes. In Wien, wo er kurze Zeit Administrator der Diözese gewesen war, entfaltete sich sein pastoraler Dienst in Krankenhäusern und Gefängnissen, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, und er bereitete die Veröffentlichung seines Katechismus vor. 1556 gründete er das Kolleg in Prag und blieb bis 1569 erster Generaloberer der hochdeutschen Jesuitenprovinz. In diesem Amt baute er in den deutschsprachigen Ländern ein enges Netz der Gemeinschaft seines Ordens auf, vor allem durch Kollegien, die zu Ausgangspunkten für die katholische Gegenreformation wurden. In dieser Zeit nahm er auch an den Gesprächen in Worms mit protestantischen Führern teil, unter denen sich auch Philipp Melanchthon (1557) befand; er war päpstlicher Nuntius in Polen (1558), nahm an den beiden Reichstagen von Augsburg teil (1559 und 1565), begleitete Kardinal Stanislaus Hozjusz, dem Legaten Pius' IV. bei Kaiser Ferdinand (1560), griff in die Schlussphase des Konzils von Trient ein, wo er über die Frage der Kommunion in beiderlei Gestalten und den Index der verbotenen Bücher sprach (1562).
1580 zog er sich nach Freiburg in der Schweiz zurück, wo er sich ganz der Predigt und der Verfassung seiner Werke hingab, und starb dort am 21. Dezember 1597. Er wurde vom seligen Papst Pius IX. 1864 seliggesprochen und 1897 von Papst Leo XIII. zum Apostel Deutschlands erklärt. Schließlich sprach ihn Papst Pius XI. 1925 heilig und ernannte ihn zum Kirchenlehrer.

Der hl. Petrus Canisius verbrachte den größten Teil seines Lebens in Gesellschaft der sozial bedeutendsten Personen seiner Zeit und übte mit seinen Schriften einen besonderen Einfluss aus. Er war Herausgeber der gesammelten Werke des hl. Kyrill von Alexandrien und Leos des Großen, der Briefe des hl. Hieronymus und der Gebete des hl. Nikolaus von Flüe. Er veröffentlichte Andachtsbücher in verschiedenen Sprachen, Biographien einiger Schweizer Heiliger und viele homiletische Texte. Aber seine bekanntesten Schriften waren die drei Katechismen von 1555 und 1558. Der erste Katechismus war den Studenten zugedacht, um ihnen die grundlegenden theologischen Begriffe zugänglich zu machen; der zweite den Jugendlichen des Volkes, um ihnen eine erste religiöse Erziehung zu ermöglichen; der dritte Personen mit Schulbildung der Mittel- und Oberschulen. Die katholische Lehre wurde dort in Fragen und Antworten, kurz, mit biblischen Worten, sehr klar und ohne Polemik dargestellt. Allein zu Canisius' Lebzeiten gab es gut zweihundert Auflagen dieses Katechismus'! Und hunderte weitere folgten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. So haben die Leute in Deutschland noch bis zur Generation meines Vaters den Katechismus einfach den „Canisius" genannt: Er ist wahrhaftig der Katechist der Jahrhunderte, der den Glauben der Menschen über Jahrhunderte geprägt hat.
 
Dies war eine besondere Eigenschaft des Petrus Canisius: die Treue zu dogmatischen Prinzipien mit dem Respekt vor jeder Person zu harmonisieren. Der Heilige Canisius unterschied zwischen bewusster Apostasie und unverschuldetem Glaubensverlust in den jeweiligen Umständen und erklärte, dass die größte Anzahl der Deutschen, die zum Protestantismus übertraten, dies ohne Schuld getan hätten. In einem historischen Moment mir großen konfessionellen Gegensätzen, vermied er - das ist wahrhaft eine außerordentliche Tatsache - Härte und eine Rhetorik des Zorns - wie ich sagte, eine seltene Qualität in dieser Zeit der Auseinandersetzung zwischen Christen und trachtete nur danach, die geistlichen Wurzeln darzustellen und den Glauben in der Kirche wiederzubeleben. Dabei half ihm seine breite und tiefgreifende Kenntnis der Heiligen Schrift und der Kirchenväter: dasselbe Wissen, das seine Beziehung zu Gott und jene ernste Spiritualität stützte, die er aus der devotio moderna und der rheinischen Mystik schöpfte.

Für die Spiritualität des hl. Canisius ist eine tiefe und persönliche Freundschaft mit Jesus charakteristisch. So schrieb er zum Beispiel am 4. September 1549 in sein Tagebuch, als er mit dem Herrn sprach: „Du bist es, der mir dein heiligstes Herz eröffnet hat, es scheint mir, dass ich dich vor mir sehe. Du gebietest mir, von der Quelle zu trinken, lädst mich ein, das Wasser meines Heils von deinen Quellen zu nehmen, o mein Retter!" 
Und dann sieht er, wie der Herr ihm ein Gewand aus drei Teilen reicht, die sich Friede, Liebe und Beharrlichkeit nennen. Mit diesem Gewand, das aus Friede, Liebe und Beharrlichkeit zusammengesetzt ist, verfolgte Canisius sein Werk der Erneuerung des katholischen Glaubens. Diese seine Freundschaft mit Jesus - die das Zentrum seiner Persönlichkeit ist , wird genährt durch die Liebe zur Bibel, durch die Liebe zum Sakrament, durch die Liebe zu den Vätern, diese Freundschaft war deutlich vereint mit dem Bewusstsein, in der Kirche ein Fortführer jener Mission der Apostel zu sein. Dies erinnert uns daran, dass jeder authentische Verkünder des Evangeliums immer ein mit Jesus und der Kirche fruchtbar vereintes Instrument ist.
 
In die Freundschaft mit Jesus wuchs Petrus Canisius hinein in der spirituellen Umgebung der Kartause von Köln, wo er in engem Kontakt mit zwei Kartäusermystikern stand: Johann Lansperger, latinisiert Lanspergius, und Nicolas van Hesche, latinisiert Eschius. Im Nachhinein vertiefte er die Erfahrung dieser Freundschaft, familiaritas stupenda nimis, mit der Betrachtung über die Mysterien des Lebens Jesu, die einen großen Teil der geistlichen Exerzitien des hl. Ignatius ausmachen. Seine tiefe Andacht zum Herzen Jesu fand hier ihr Fundament.

In der christozentrischen Spiritualität des Petrus Canisius wurzelt eine tiefe Überzeugung: die Seele kann ihre Vollkommenheit nicht ohne tägliches Gebet, die geistliche Andacht erreichen, das ordentliche Mittel, welches den Jüngern Jesu ein intimes Leben mit ihrem göttlichen Meister erlaubt. Darum insistierte unser Heiliger in den Schriften über die geistliche Bildung des Volkes auf der Bedeutung der Liturgie mit ihren Kommentaren des Evangeliums, den Festen, dem Ritus der Heiligen Messe und den anderen Sakramenten, aber gleichzeitig legte er besonderen Wert auf die Notwendigkeit der Schönheit, die neben dem persönlichen Gebet steht und die Teilnahme am öffentlichen Kult der Kirche ermöglicht. Es handelt sich um einen Ruf nach einer Methode, die ihren Wert behält und vor allem wieder mit Autorität vom 2. Vatikanischen Konzil in der Konstitution ‚Sacrosanctum Concilium‘ ausgedrückt ist: „Das christliche Leben wächst nicht, wenn es nicht von der Teilnahme an der Liturgie, vor allem der sonntäglichen Messe und dem täglichen persönlichen Gebet genährt wird."

Inmitten der tausend Aktivitäten und der vielfältigen Anregungen, die uns umgeben, ist es nötig, jeden Tag Momente der Sammlung vor dem Herrn zu finden, ihm zuzuhören und mit ihm zu sprechen.
Gleichzeitig ist das uns vom hl. Petrus Canisius übermittelte Beispiel nicht nur in seinen Werken, sondern vor allem mit seinem Leben, von permanentem Wert. Er lehrt uns mit Klarheit die Entschiedenheit im apostolischen Leben, das nur dann in den Herzen heilbringende Frucht bringt, wenn der Prediger ein persönliches Zeugnis für Jesus ist und sein Instrument. Er muss im Glauben und im Evangelium mit ihm und seiner Kirche verbunden sein, ein kohärentes moralisches Leben und ein unaufhörliches Gebetsleben als seine Liebe pflegen.
Dies gilt für jeden Christen, der mit Anstrengung und Treue seine Nachfolge Christi leben möchte. Danke.

(Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. über Petrus Canisius, 9.2.2011)


Christus mit den 12 Aposteln, Canisiuskirche, Wein


Jesuitenkirche in Malaga, Gebet des hl. Petrus Canisius anlässlich seiner Herz Jesu Vision
Jesuitenkirche in Wien, P. Canisius über die Ehescheidung
Canisiuskirche in Wien, P. Canisius als Katechet
aus einem Brief von Ignatius von Loyola an Petrus Canisius

Petrus Canisius in Innsbruck, Dom St. Jakob


Canisiuskirche, Wien

Freitag, 27. April 2018

Gebet des hl. Petrus Canisius anlässlich seiner Herz-Jesu Vision

Claude de la Colombiere, Petrus Canisius und das Herz des göttlichen Erlösers, Hochaltar Jesuitenkirche, Malaga


"... Darauf eröffnetest Du mir gleichsam das Herz Deines heiligsten Leibes, und es war mir, als ob ich es unmittelbar schauen dürfte. Du hießest mich, aus jenem Quell zu trinken, und fordertest mich auf, die Wasser meines Heiles aus Deinen Quellen zu schöpfen, mein Heiland.

Mein ganzes Verlangen war, daß Ströme des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sich aus diesem Quell auf mich ergießen möchten. Ich dürstete nach Armut, Keuschheit und Gehorsam. Ich verlangte, von Dir ganz abgewaschen, bekleidet und geschmückt zu werden.

Da ich nun Dein süßestes Herz zu verühren und mein sehnendes Verlangen in ihm zu stillen wagte, hast du mir ein dreifaches Gewand verheißen, das die Blöße meiner Seele zu bedecken vermöchte und das gerade für die Stunde der Ablegung der Profeßgelübde so ganz entsprechend sei;

das dreifache Gewand aber war Friede, Liebe und Beharrlichkeit".

(reblogged: Gebet des Hl. Petrus Canisius anläßlich seiner Herz-Jesu-Vision am Tag der Profeßgelübde am 4. September 1549 in Rom, aus: Peter Manns, Reformer der Kirche, 791f.)

Jesuitenkirche, Malaga

Mittwoch, 27. April 2016

Petrus Canisius über die Ehescheidung

Petrus Canisius, Jesuitenkirche, Wien

126 Kann die Ehe jemals geschieden werden?

Christus, der Herr, bezeugt offen, dass die Ehe nicht geschieden werden kann, wenn er sagt: Jeder, der seine Ehefrau entlässt und eine andere zur Ehe nimmt, begeht Ehebruch, und wer eine vom Ehemann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch. Und anderswo: Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen.
Dieses Gesetz Gottes und die unverletzliche Bestimmung illustriert Paulus ferner: Denen, die durch die Ehe verbunden sind, sagt er, gebiete nicht ich, sondern der Herr, die Frau soll sich vom Mann nicht trennen - wenn sie sich aber trennt, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich wieder mit dem Mann - und der Mann darf die Frau nicht verstoßen. Und weiter unten fügt er hinzu: Die Frau ist an das Gesetz gebunden, solange ihr Mann lebt.
Auch wenn also keine Nachkommenschaft erlangt wird und alle möglichen Beschwerlichkeiten des Lebens und sehr harte Unglücksfälle dazukommen, bleibt die Ehe, die einmal geschlossen wurde, dennoch gültig. Und sie ist gültig und dauerhaft, so dass sie das ganze Leben andauert.
Die Ursache hierfür nehmen wir in Christus selber an, der sich in höchster, ewiger und völlig untrennbarer Einheit mit der Kirche, seiner einzigen und liebsten Braut, verbunden und vereinigt hat. Denn diese Verbindung, die zwischen Mann und Frau besteht, hat nicht nur die Festigkeit des ehelichen Bandes, sondern schließt auch jede Polygamie völlig aus, so dass nicht mehrere Frauen einem einzigen Mann angeheiratet werden. Deshalb sagte Christus, um die Ehe fester zu bestärken und zu jener reinen und ursprünglichen Form zurückzurufen: Die zwei werden ein Fleisch und: Sie sind nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
(Petrus Canisius, Der große Katechismus, 192f, hrsg. v. Filser, Leimgruber)

Montag, 27. April 2015

Petrus Canisius als Katechet


Katechismusunterricht für Kinder,
Canisiuskirche, Wien

Unser Herr und Meister selbst hat katechetisiert. Andere mögen ihre Arbeiten vorschützen, sie mögen nach höheren Funktionen trachten, welche der Kirche größeren Gewinn eintragen, sie mögen diesen Dienst als geringfügig und mühselig bezeichnen, sie mögen sich auch damit herausreden, daß sie nicht mit den Kindern selber zu Kindern werden wollten

Christus, die Weisheit Gottes selber, hat sich nicht gescheut, mit den Kindern ganz vertraulich umzugehen ....

Wollen wir Christus und seinen hl. Evangelisten glauben, so ist es von solcher Bedeutung, sich um die Kleinen verdient zu machen und sich abzumühen bei ihrem Unterricht und mit deren Anleitung zur Frömmigkeit, wie bewährte Katecheten tun, daß wir dabei nicht nur ein christliches, sondern sozusagen ein Engelsamt ausüben.

(Petrus Canisius an Julius Echter von Mespelbrunn, Bischof von Würzburg, 1576, in: Oswald, Rummel, Petrus Canisius, Reformer der Kirche 195)

Statue von Petrus Canisius über dem Kirchenportal der Canisiuskirche, Wien

Samstag, 27. April 2013

Glück für ihn, Pech für Wien!

Aus einem Brief an Petrus Canisius, Rom, 28. November 1554

Ich möchte Euer Hochwürden wissen lassen, daß von neuem gedrängt worden ist und man Ihnen durch den Papst kraft des Gehorsams befehlen lassen wollte, daß Sie das Bistum Wien annähmen; aber die Pläne sind von neuem zunichte gemacht worden, so daß ich glaube, sie werden es nicht weiter versuchen.
Nichts sonst, außer daß wir uns alle sehr den Gebeten Euer Hochwürden empfehlen.
Aus Rom.

(aus: Ignatius von Loyola, Briefe und Unterweisungen, Übersetzung: Peter Knauer, 659)

Der hl. Petrus Canisius in Innsbruck

1563 gründete Canisius ein Jesuitenkolleg in Innsbruck.  Nach seiner Zeit als Oberer hat er in Innsbruck und Hall in Tirol als Seelsorger gewirkt (1571—1577). Er ist Patron der 1964 gegründeten Diözese Innsbruck.

Petrus Canisius  verfasste drei Katechismen, die in den Wirren der Reformation für Generationen bedeutsam waren. Die letzten Jahre hat er in Freiburg in der Schweiz gelebt, wo er am 21.12.1597 starb und in der Michaelskirche bestattet wurde.

1864 wurde Canisius  von Pius IX. seliggesprochen. In seiner Enzyklika zum dreihundertsten Todestag  bezeichnete ihn Leo XIII. 1897  als »zweiten Apostel Deutschlands« (nach Bonifatius).
Am 21. Mai 1925 wurde Canisius von Pius XI. heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben. Sein Gedenktag wird im deutschen Sprachraum am 27. April gefeiert.

Petrus Canisius, Dom zu St. Jakob, Innsbruck

Petrus Canisius hat (später) mehrfach seinen Ordensmitbrüdern empfohlen,

"ihren Willen mit dem des Herzens Jesu zu vereinen"

und sich, ohne zu rechnen für die unsterblichen Seelen hinzuopfern,

"da ihnen der göttliche Erlöser vom Blut aus seinem Herzen zu trinken gegeben habe",

sie sollten

"in allen Versuchungen und Schwierigkeiten in das liebenswerte Herz Jesu flüchten".

(aus F. Holböck, Aufblick zum Durchbohrten, 186)


Herz-Jesu Bild, Hofkirche, Innsbruck


Dom zu St. Jakob, Innsbruck

Gebet des hl. Petrus Canisius anlässlich seiner Herz-Jesu Vision

Freitag, 27. April 2012

Hl. Petrus Canisius

"... Darauf eröffnetest Du mir gleichsam das Herz Deines heiligsten Leibes, und es war mir, als ob ich es unmittelbar schauen dürfte. Du hießest mich, aus jenem Quell zu trinken, und fordertest mich auf, die Wasser meines Heiles aus Deinen Quellen zu schöpfen, mein Heiland.

Mein ganzes Verlangen war, daß Ströme des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sich aus diesem Quell auf mich ergießen möchten. Ich dürstete nach Armut, Keuschheit und Gehorsam. Ich verlangte, von Dir ganz abgewaschen, bekleidet und geschmückt zu werden.

Da ich nun Dein süßestes Herz zu verühren und mein sehnendes Verlangen in ihm zu stillen wagte, hast du mir ein dreifaches Gewand verheißen, das die Blöße meiner Seele zu bedecken vermöchte und das gerade für die Stunde der Ablegung der Profeßgelübde so ganz entsprechend sei;

das dreifache Gewand aber war Friede, Liebe und Beharrlichkeit".

(Gebet des Hl. Petrus Canisius anläßlich seiner Herz-Jesu-Vision am Tag der Profeßgelübde am 4. September 1549 in Rom, aus: Peter Manns, Reformer der Kirche, 791f.)

Herr, unser Gott, du hast den heiligen Petrus Kanisius berufen,
in Wort und Schrift den katholischen Glauben kraftvoll zu verteidigen.
Höre auf seine Fürsprache. Laß alle, die nach der Wahrheit suchen,
dich finden und erhalten deine Gläubigen im Bekenntnis zu dir.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)

Links zum Tagesheiligen:
http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/audiences/2011/documents/hf_ben-xvi_aud_20110209_ge.html
http://hl-herz-jesu.blogspot.com/2012/04/hl-petrus-canisius-apostel-nach-dem.html
http://frischer-wind.blogspot.com/2012/04/hl-petrus-canisius-bitte-fur-uns.html