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| Severin- Annofenster, um 1320, Kölner Dom |
Severin von Köln war nach Maternus und Euphrates der dritte namentlich bekannte Bischof. Serverin war nach dem Bericht des Gregor von Tours ein Zeitgenosse des Martin von Tours, er lebte um 400. Er leitete die christliche Gemeinde von Köln zu der Zeit, als die Stadt unter die Herrschaft der Franken kam. Severin wurde in einer Coemeterialbasilika vor der Stadt begraben, die später nach ihm benannt wurde. Der kostbare Schrein, der die Gebeine barg, wurde in während der Besatzung durch die Franzosen Anfang des 19. Jahrhunderts eingeschmolzen. Die Reliquien des Bischofs Severins wurden 1999 einer umfassenden Untersuchung unterzogen:
"Neben
den verehrten Gebeinen enthielt der Schrein eine hölzerne Reliquienlade des 10.
Jahrhunderts, eine größere Zahl von farbenprächtigen Textilien (7.-10.
Jahrhundert), Siegel von Schreinsöffnungen seit 948 sowie Fragmente von
Hölzern, Leder, Weintraubenkernen und die Knochen einer Maus. Diese Materialien
weisen insbesondere auf frühmittelalterliche Verehrungsaktivität. Für die menschlichen Gebeine im Schrein ließ
sich feststellen, dass es sich um einen Mann von circa 159 cm Körpergröße
handelte, der gemäß Strontiumanalysen seine Kindheit in Köln oder dem
linksrheinischen Umfeld, also in der romanisierten Welt, verbracht haben
dürfte. Bei einem Sterbealter von etwa 55 Jahren ergibt sich als jüngstes
mögliches Sterbejahr etwa 410 nach Christus. Offenbar liegt eine sozial
hochrangige Bestattung vor, worauf nicht nur eine mögliche Einbalsamierung
schließen lässt, sondern insbesondere das Fragment eines so genannten Blöckchendamastes
des 3. oder 4. Jahrhunderts, der in der Markhöhle einer der Knochen aufgefunden
wurde. Dieses wertvolle Textil fand wohl bei der ersten Bestattung des Toten
Verwendung. Damit liefert der Befund Indizien dafür, dass es sich bei den
Gebeinen tatsächlich um Severin handeln könnte, ohne dass dies freilich
eindeutig nachweisbar wäre." (Portal Rheinische Geschichte)
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| Kölner Dom |
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