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Dienstag, 29. Oktober 2024

heute vor 12 Jahren gepostet

In der Basilika Kleinmariazell berichtet eine Ausstellung über die selige Schwester Restituta. Am 29. Oktober 1942, ihrem heutigen Gedenktag, verurteilte der Volksgerichtshof Wien sie zum Tod, am 30. März 1943 wurde sie enthauptet.







Dienstag, 29. Oktober 2019

Schwester Restituta Kafka - Ja, Vater

Restituta-Figur in Bronze von Oskar Höfinger 1998, die "Mutmacherin"
Andreaskapelle im Erzbischöflichen Palais


Ordensfrau, Märtyrin
Namensdeutung: Restituta: die Wiederhergestellte (lat.)
Namenstage: Helene, Helen, Elena, Elaine, Lena, Ellen
Gedenktag: 30. März
Lebensdaten: geboren am 1. Mai 1894 in Hussowitz bei Brünn, Tschechien, gestorben am 30. März 1943 in Wien
Lebensgeschichte: Helene Kafka war das vierte von sieben Kindern eines Schuhmachers und wuchs in Wien auf. Nach ihrem Schulabschluss arbeitete sie als Hausmädchen und Köchin und wurde 1914 Hilfspflegerin im Krankenhaus Lainz/Wien, das von den Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, den sogenannten „Hartmannschwestern“, betreut wurde. Sie trat mit dem Ordensnamen Maria Restituta dem Orden bei und war ab 1919 im Krankenhaus Mödling als Operationsschwester tätig. Ihre energische, aber herzliche Art brachte ihr den Namen „Schwester Resoluta“ ein.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Hitlerdeutschland 1938 widersetzte sie sich den Nationalsozialisten in Wort und Tat: Sie ließ ein Kind trotz Verbots taufen und weigerte sich, die Kruzifixe im Krankenhaus von der Wand zu nehmen. Als sie zwei Texte der Widerstandsgruppe „Weiße Rose” abtippen ließ und sich dabei abfällig über das NS-Regime äußerte, wurde sie von einem SS-Arzt denunziert und von der Gestapo im Operationssaal verhaftet. Am 29. Oktober 1942 wurde sie wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt.
In der Nacht vom 29. auf den 30. März 1943 wurde sie enthauptet und im Anschluss anonym begraben.
Verehrung: Am 21. Juni 1998 wurde Schwester Maria Restituta von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. In Mödling, Wien und Brünn wurden Straßen, Plätze und Parks nach ihr benannt. Eine von Alfred Hrdlicka geschaffene Büste wurde 2009 im Wiener Stephansdom angebracht (Anmerkung savi: die ist wirklich häßlich und der Heiligen nicht würdig)
(Bistum Augsburg)

Restituta Kafka in der Basilika Kleinmariazell, Seligsprechungspredigt von Johannes Paul II.

Ausstellung über Schwester Restituta Helene Kafka in Kleinmariazell

Restituta-Kapelle im Franziskus-Spital


Andreaskapelle, Erzbischöfliches Palais, Wien
 



Schwester Restituta wurde am 29. Oktober 1942 wegen "landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt. Am 28. Februar 1943, einige Monate nach ihrem Todesurteil, schrieb sie aus dem Gerichtsgefängnis:

"Ich warte jeden Tag, ob mein Kreuzweg bald die Höhe Kalvarias erreicht oder ob der liebe Gott es anders beschlossen hat. Doch ob so oder so, sein heiliger Wille geschehe. In diesem seinem heiligen Willlen liegt mein ganzer Trost, und täglich sage ich aufs neue ‚ja, Vater‘, und es geht alles gut."

Ihren letzten Brief, zwei Tage vor der Enthauptung, schloss sie mit den Worten:

"Nun, wie lange ich noch in diesen Mauern bleiben muss? Wohl um keine Sekunde länger, als es mein himmlischer Vater bestimmt, und dies genügt. Den Berg hinan gehe ich gern, denn von dort ist es nicht mehr weit in die ewige Heimat."



Als letzte Worte sind uns überliefert: "Für Christus habe ich gelebt, für Christus will ich sterben".
An der seligen Schwester Restituta können wir ablesen, zu welchen Höhen innerer Reife ein Mensch an der Hand Gottes geführt werden kann. Für das Bekenntnis zum Kreuz hat sie ihren Kopf hingehalten. Sie hat es im Herzen bewahrt und vor der Hinrichtung noch einmal leise ausgesprochen, als sie den Gefängnispfarrer um ein "Kreuzerl auf die Stirne" bat.
Man kann uns Christen vieles nehmen. Aber das Kreuz als Zeichen des Heils lassen wir uns nicht nehmen. Lassen wir nicht zu, daß man es aus der Öffentlichkeit entfernt! Hören wir auf die Stimme des Gewissens, die uns sagt: "Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!" (Apg 5, 29).
(aus der Seligsprechungspredigt)

Montag, 29. Oktober 2018

Eine Vollblutchristin - Restituta Kafka

Statue der sel. Restituta Kafka, Basilika Kleinmariazell


Ausstellung über Schwester Restituta Helene Kafka in Kleinmariazell

Restituta-Kapelle im Franziskus-Spital



Schwester Restituta Kafka war noch nicht volljährig, als sie den Wunsch äußerte, ins Kloster zu gehen. Die Eltern sind dagegen. Aber die junge Frau hält unbeirrt an ihrem Ziel fest, "aus Liebe zu Gott und den Menschen" Schwester zu werden. Besonders in den Armen und Kranken möchte sie Christus dienen. Bei den "Franziskanerinnen der christlichen Liebe" findet sie den Weg, ihre Berufung im nüchternen, oft harten Spitalsalltag zu leben. Mit Leib und Seele Krankenschwester, wird sie in Mödling bald zur Institution. Ihre fachliche Kompetenz, ihre Durchsetzungskraft und ihre Herzlichkeit tragen dazu bei, daß sie von vielen nicht mehr Schwester Restituta, sondern Schwester Resoluta genannt wird.
Ihr Mut und ihre Unerschrockenheit lassen sie auch vor der nationalsozialistischen Herrschaft nicht schweigen. Schwester Restituta setzt sich über das Verbot der politischen Führung hinweg und läßt in allen Krankenzimmern Kreuze anbringen. Am Aschermittwoch 1942 wird sie von der Gestapo abgeholt. Im Gefängnis beginnt für sie eine mehr als einjährige "Fastenzeit", die am 30. März 1943 auf dem Schafott endet. Als letzte Worte sind uns überliefert: "Für Christus habe ich gelebt, für Christus will ich sterben".
An der seligen Schwester Restituta können wir ablesen, zu welchen Höhen innerer Reife ein Mensch an der Hand Gottes geführt werden kann. Für das Bekenntnis zum Kreuz hat sie ihren Kopf hingehalten. Sie hat es im Herzen bewahrt und vor der Hinrichtung noch einmal leise ausgesprochen, als sie den Gefängnispfarrer um ein "Kreuzerl auf die Stirne" bat.
Man kann uns Christen vieles nehmen. Aber das Kreuz als Zeichen des Heils lassen wir uns nicht nehmen. Lassen wir nicht zu, daß man es aus der Öffentlichkeit entfernt! Hören wir auf die Stimme des Gewissens, die uns sagt: "Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!" (Apg 5, 29).




Liebe Jugendliche! Einen besonderen Gruß schulde ich heute Euch. Ich freue mich, daß Ihr in so großer Zahl anwesend seid. Wieviele von Euch sind von weither gekommen! Ich meine das nicht nur geographisch ... Aber Ihr seid da: das Geschenk der Jugend, auf die das Leben wartet!

Die drei Helden der Kirche, die wir gerade in das Buch der Seligen eingeschrieben haben, können Euch eine Lebenshilfe sein: der junge Jakob Kern, der gerade in seiner Krankheit das Vertrauen der Jugend gewann; Pater Anton Maria Schwartz, der es verstand, die Herzen der Lehrlinge zu erreichen; Schwester Restituta Kafka, die den Mut aufbrachte, für ihre eigene Meinung einzustehen.
Sie waren keine "fotokopierten Christen", sondern jeder für sich ein Original, unauswechselbar und einzigartig. Sie haben angefangen wie Ihr: als junge Menschen, voller Ideale und auf der Suche nach einem Sinn, für den es sich zu leben lohnt.

Noch etwas macht die drei neuen Seligen so anziehend: Ihre Lebensgeschichten zeigen uns, wie sie als Persönlichkeiten nach und nach gereift sind. Auch Euer Leben ist noch keine reife Frucht. Deshalb kommt es darauf an, daß Ihr das Leben pflegt, damit es zur Blüte und Reife kommen kann. Nährt es mit dem Saft des Evangeliums! Haltet es Christus hin, der Sonne des Heiles! Pflanzt das Kreuz in Eurer Leben ein - das Kreuz als wahren Baum des Lebens!


Wir werden in wenigen Augenblicken das Glaubensbekenntnis beten. In diesem Bekenntnis, mit dem wir uns in die Gemeinschaft der Apostel und der Überlieferung der Kirche sowie in die Schar der Heiligen und Seligen stellen, soll auch unsere persönliche Antwort vorkommen. Die Überzeugungskraft der Botschaft ist auch an die Glaubwürdigkeit ihrer Botschafter gebunden. Deshalb fängt die Neuevangelisierung bei uns selber an, bei unserem Lebensstil.

Die Kirche von heute braucht keine Teilzeitkatholiken, sondern Vollblutchristen! Die drei neuen Seligen waren es. An ihnen können wir Maß nehmen.

Danke, seliger Jakob Kern, für Deine priesterliche Treue!
Danke, seliger Pater Anton Maria Schwartz, für Deine Begleitung der Arbeiter!
Danke, selige Schwester Restituta Kafka, für Dein Schwimmen gegen den Strom der Zeit!
Ihr Heiligen und Seligen Gottes, bittet für uns. Amen.


(aus der Seligsprechungspredigt von Johannes Paul II., 21. Juni 1998)

 
Basilika Kleinmariazell


Mittwoch, 29. Oktober 2014

Schwester Restituta Kafka




Restituta Helene Kafka, Ordensfrau und Märtyrin. Schwester Restituta wurde als Helene Kafka 1894 in Brünn geboren und stammte aus einfachsten Verhältnissen. Ihre Familie übersiedelte nach Wien, wo sie nach ihrer einfachen Schulausbildung kurz als Trafikantin und Aushilfsschwester im Krankenhaus Wien-Lainz arbeitete. Dort lernte sie die „Franziskanerinnen von der christlichen Liebe“ kennen, die kurz „Hartmannschwestern“ genannt werden, und trat 1915 ein. Sie erhielt den Ordensnamen „Restituta“. Nach ihrer Ausbildung zur Operationsschwester erhielt sie wegen ihres geraden und eindeutigen Auftretens und ihres ausgebildeten Gerechtigkeitssinnes den Spitznamen „Schwester Resoluta“.
Zur Zeit der nationalsozialistischen Machtergreifung war Schwester Resituta im Krankenhaus Mödling eingesetzt und wurde dort sehr bald zu der Zentralfigur, die für die Erhaltung des Glaubens im Spital sorgte. Unter anderem leistete sie einer Verordnung, in den Krankenzimmern die Kreuze abzunehmen, erbitterten Widerstand, sorgte trotz Verbot für die Spendung der Krankensalbung und machte insgesamt keinen Hehl aus ihrer Nazigegnerschaft. Nach der Anzeige durch einen nationalsozialistisch gesinnten Arzt wurde sie am 18. Februar 1942 verhaftet und im Wiener Landesgericht am 29. Oktober 1942 zum Tod verurteilt. Mit diesem Urteil wollte man die katholische Kirche und den Ordensstand überhaupt zutiefst demütigen, Gnadengesuche wurden abgewiesen. Briefe aus dem Gefängnis bezeugen die große Ergebenheit Schwester Restitutas in den Willen Gottes. Sie wurde am Morgen des 30. März 1943 im Landesgericht Wien enthauptet.
 Schwester Restituta wurde am 21. Juni 1998 auf dem Wiener Heldenplatz, wo sich 60 Jahre zuvor Adolf Hitler als „Führer“ hatte huldigen lassen, von Papst Johannes Paul II. als Märtyrin selig gesprochen. Reliquien befinden sich im Altar der Katharinenkapelle des Rudolphinums.
(Martyrologium Sancrucense)


Restitutakapelle im Hartmannspital, 1050 Wien



Als Schwester Restituta gefasst zum Richtblock ging, bat sie Gott um Verzeigung für alle, die an ihrem Tod schuldig waren. Da man ihr Ketten angelegt hatte, bat sie den Gefängnisgeistlichen; "Hochwürden, machen sie mir ein Kreuzchen auf die Stirn", dann wurde sie um 18.21 Uhr enthauptet. Die fünf Monate Haft in der Todeszelle hatten sie gereift und geläutert. Der Gefängnispriester berichtet: "Man sah weder Angst noch Tränen bei ihr. Eher leuchtete innere Freude und Verlangen nach Ruhe und dem Frieden in Gott aus ihren Mienen und Worden."

Ihr Zeugnis im Gefängnis für ihren Glauben war so beeindruckend, dass sich Mitgefangene bekehrten und wieder zu Gott fanden. Die Erzbischöfliche Kommission in Wien, die nach dem Kriege den Seligsprechungsprozess vorbereitete, kam zu dem Ergebnis, daß der Zettel mit dem Spottgedicht eine Falle der Nationalsozialisten war, um Schwester Restituta verhaften zu lassen. Sie wurde letztlich wegen ihrer Glaubensüberzeugung und nicht aus politischen Gründen hingerichtet. Schwester Restituta hatte auch in den Krankenzimmern verbotenerweise Kreuze an den Wänden angebracht. Ein Austritt aus dem Orden, so bot man ihr an, hätte ihr Leben gerettet. Die erhaltenen Gerichtsakten zeigen, mit welcher Verdrehung von Tatsachen gearbeitet wurde und dass ihr Todesurteil lange vor der Verhandlung feststand. (Rudolf Grulich)


Diese Märtyrin hat für Christus gelebt und ist für Christus gestorben.
Sie hat sich nicht gefürchtet vor den Drohungen der Richter.
Darum durfte sie eingehen in die Herrlichkeit des Herrn.
(Eröffnungsvers d. hl. Messe)


Gott, du hast der seligen Maria Restituta die Gabe verliehen,
bis in den Tod für den Glauben und die menschliche Würde zu kämpfen.
Auf ihre Fürsprache gib, dass auch wir uns im Kreuz des Herrn rühmen
und unerschrockene und treue Zeugen deines Heiles werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)