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Sonntag, 1. Dezember 2024

Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen

 Heute gedenkt die Kirche des hl. Charles de Foucauld.


Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 25

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
25 Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen
und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein
über das Toben und Donnern des Meeres.
26 Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen;
denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
27 Dann wird man den Menschensohn
in einer Wolke kommen sehen,
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
28 Wenn dies beginnt,
dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe.
34 Nehmt euch in Acht,
dass Rausch und Trunkenheit
und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren
und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht
35 wie eine Falle;
denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
36 Wacht und betet allezeit,
damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen
und vor den Menschensohn hintreten könnt!

Sonntag, 1. Dezember 2019

Seid also wachsam!





42Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
43Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.
44Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.



Freitag, 22. Dezember 2017

O König der Völker


O König der Völker,
den sie alle ersehnen.
Du Eckstein, der das Getrennte eint.
Komm, o Herr, und befreie den Menschen,
den du aus Erde erschaffen hast.


Christus der König, St Etheldrda´s Church, London

Samstag, 24. Dezember 2016

Erwartung

 

Heute sollt ihr wissen,
daß der Herr kommt,
und morgen werdet ihr schauen seine Herrlichkeit.

(Invitatorium am 24.12)

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Du Sonne der Gerechtigkeit




O Morgenstern, Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
o komm und erleuchte,
die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes.

(O-Antiphon vom 21.12.)



Dienstag, 20. Dezember 2016

O Schlüssel Davids

Christus öffnet die Tore der Unterwelt, Holzdecke zw. 1858-1865 bemalt, Ely Cathedral

O Schlüssel Davids, Zepter des Hauses Israel - 
du öffnest, und niemand kann schließen,
du schließt, und keine Macht vermag zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis
und die Fessel des Todes.

(O-Antiphon vom 20.12)

Montag, 21. Dezember 2015

Selig ist die, die geglaubt hat

Als Elisabet den Gruß Marias hörte,
hüpfte das Kind in ihrem Leib.
Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme:
Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen,
und gesegnet ist die Frucht deines Liebes.
Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte,
hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die,
die geglaubt hat, daß sich erfüllt,
was der Herr ihr sagen ließ.
(Lk 1,41-45, heutiges Evangelium)

Holzmedaillon mit Relief der Heimsuchung, Opfenbach/Allgäu

Gnädiger Gott,
du erfüllst uns mit Freude
über das Kommen deines Sohnes in unserem Fleisch.
Schenke uns bei seinem Kommen in Herrlichkeit
das ewige Leben, das du uns verheißen hast. 
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
(Tagesgebet vom 21.12.)

Samstag, 19. Dezember 2015

O König der Völker

O König der Völker
und ihr Ersehnter
und Eckstein
der das Getrennte eint
Komm, und rette den Menschen
den du aus Erde erschaffen hast.
(O-Antiphon vom 22.12.)

Wigratzbad

Einzig das Christentum hat der Menschheit ein totales Leitbild geschenkt. In Jesus Christus wurde eine Tat gesetzt, mit der sich der Ursprung selber der Zeit eingesenkt hat, Gott hat sich in Liebe mit dem abgewendeten Geschöpf versöhnt, ein Mensch hat in  Tod und Gottverlassenheit für die Sünde genuggetan, ein Mensch hat für alle andern Menschen bis ans endlose Ende geliebt, hat allen durch sein Leben und Sterben den Zugang zum Vater und das Unterpfand des heiligen Gottes-Geistes erworben. (H. U. v. Balthasar, Du krönst das Jahr mit deiner Huld, 217)

Sonntag, 21. Dezember 2014

Gib unverzüglich deine Antwort, heilige Jungfrau

Verkündigung, rumänisch orthodoxe Pfarrkirche Knittelfeld, vormals Kapuzinerkirche


Du hast gehört, heilige Jungfrau, du sollst einen Sohn empfangen und gebären: Nicht von einem Menschen hast du das Wort gehört, sondern vom Heiligen Geist.
Der Engel wartet auf Antwort; denn es ist Zeit, daß er zu Gott zurückkehrt, der ihn gesandt hat. Herrin, auch wir warten auf das Wort des Erbarmens, wir, auf denen das Todesurteil lastet.

Siehe, dir ist der Preis unserer Erlösung angeboten. Wir werden sofort befreit, wenn du zustimmst. Im ewigen Wort Gottes sind wir alle geschaffen, wir, die wir sterben müssen. Durch ein kurzes Wort von dir sollen wir neu geschaffen und dem Leben zurückgegeben werden. Um dieses Wort bitten dich, gütige Jungfrau, der beklagenswerte Adam und seine Nachkommen, die, aus dein Paradies vertrieben, in der Verbannung weilen. Um dieses Wort bitten Abraham und David. Dieses Wort ersehnen alle heiligen Patriarchen, deine Väter; auch sie wohnen ja im Schatten des Todes. So liegt der ganze Erdkreis dir zu Füßen und wartet auf deine Antwort. Nicht von ungefähr; denn von deinem Mund hängt der Trost der Verbannten ab, der Loskauf der Gefangenen, die Befreiung der Verurteilten und das Heil aller Nachkommen Adams, deines ganzen Geschlechtes.

Gib unverzüglich deine Antwort, heilige Jungfrau, antworte dem Engel, antworte ohne Zögern durch den Engel dem Herrn. Antworte und empfange das Wort. Sag dein Wort und nimm das göttliche Wort entgegen! Sprich das vergängliche Wort und umfange das ewige! Was zögerst du, warum erbebst du? Glaube, bekenne und nimm das Wort an! Die Demut fasse sich ein Herz, die Ehrfurcht öffne sich im Vertrauen. Jetzt ist nicht der Augenblick, daß die jungfräuliche Bescheidenheit die Klugheit vergessen dürfte. In dieser einzigen Sache, du kluge Jungfrau, fürchte nicht, vermessen zu sein. Zwar mag Ehrfurcht im Schweigen sich angemessen kundtun, jetzt aber ist es notwendig, daß die Bereitschaft für Gott zu Wort kommt.

Heilige Jungfrau, öffne das Herz dem Glauben, öffne die Lippen dem Bekenntnis, öffne deinen Schoß dem Schöpfer. Siehe, der, „nach dem sich die Völker sehnen" (1), steht vor der Tür und klopft an. Wenn er vorbeiginge, weil du zögerst, müßtest du mit Schmerzen von neuem suchen, ihn, den deine Seele liebt! (2) Steh auf, laufe, öffne! Mach dich im Glauben auf, eile in Liebe und öffne ihm durch dein Wort! Und sie sagt das Wort: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort!" (3)
1. Hag.2,8 (Vg.); 2. Vgl. Hld.3,3; 3.Lk.1,38

Aus einer Homilie über die gläubige Zustimmung Marias zu Gottes Heilsplan von 
Bernhard von Clairvaux (+1153)


Mittwoch, 14. Dezember 2011

Mitten im Advent und erschöpft vom Tagewerk

sehne ich mich nach Schweigen und denke: wie schön wärs jetzt, sich ein paar Tage zum Gebet in die Stille zurückzuziehen. Dieses Privileg gab es nur während der Adventsexerzitien in der Seminarzeit.

Jetzt am Abend mach ich es wie der Hl. Franziskus, allerdings ein wenig weicher gebettet und erinnere mich an die Gebetseingebung des Gefährten Silvestros und der hl. Klara, die die Frage des Franziskus, ob er ständig dem Gebet obliegen oder sich auch der Predigt widmen solle, so beantworteten (aus den Fioretti):
  
"Es ist sein Wille, dass du in die Welt gehst,
denn Gott hat dich nicht nur zu deinem Seelenheil auf diesen Weg gerufen.
Vielmehr sollst du fruchtbare Werke vollbringen,
damit durch dein Zutun viele Seelen gerettet werden"

Als Franziskus diese Antwort gehört hatte, stand er auf und sagte: 
"Dann laßt uns im Namen Gottes gehen".



Ich denke: "Gut Herr, aber erst morgen".

Carceri bei Assisi

Montag, 5. Dezember 2011

Bitten wir ihn gewöhnlich

mehr für die anderen als für uns und vergessen wir uns selbst, wie der Herr es ohne Unterlaß tut und uns dadurch ein Beispiel gibt.


Bitten wir im allgemeinen nicht besonders für uns selbst, sondern widmen wir den größten Teil unres Gebetes der ganzen Menschheit, wie uns der Herr im "Vater unser" lehrt. (Charles de Foucauld)

Freitag, 2. Dezember 2011

Gebet ist ...

jedes Gespräch der Seele mit Gott.

Es ist auch jener Zustand der Seele, die Gott wortlos, einzig in seinen Anblick versunken betrachtet, indem sie ihm mit ihren Blicken sagt, daß sie ihn liebt, während die Lippen, ja auch die Gedanken stumm bleiben. (Charles de Foucauld)

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Das beste Gebet

ist jenes, das am meisten Liebe enthält. (Charles de Foucauld)

Dieses Buch

  • war nicht ganz unschuldig daran, dass ich Priester geworden bin.
  • hat sehr mitgeholfen, dass einer meiner Freunde in eine Ordensgemeinschaft eingetreten ist.
  • hat einen jungen Mann aus meiner Kaplanspfarre veranlasst, den Namen Br. Karl Maria anzunehmen - seit zwei Jahren gehört er einem Bettelorden an.
Danke, seliger Bruder Karl!

Lassen wir ihn doch selbst zu Wort kommen, seine Gedanken über das Gebet können unser zuweilen marodes Gebetsleben neu entflammen.