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| Schutzengel, St Andrews - Holy Trinity Church, Schottland |
Heute gedenkt die Kirche der Brüder Ewaldi.
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| Schutzengel, St Andrews - Holy Trinity Church, Schottland |
Heute gedenkt die Kirche der Brüder Ewaldi.
Das dritte Fenster, ebenfalls von Jean Barillet entworfen, ist dem Anfang der Missionstätigkeit Willibords auf dem Kontinent gewidmet. Selbstverständlich gab es bei der Ankunft des Glaubensboten bereits zahlreiche Christen.
Die Landbevölkerung war jedoch zum Teil heidnisch geblieben oder hing wenigstens noch zahlreichen abergläubischen Vorstellungen und Praktiken an, die mit der kirchlichen Lehre nicht in Einklang standen. Der lateinische Ausdruck für Heiden "pagani" (französisch "paiens") bezeichnet übrigens in erster Linie Menschen, die außerhalb der Städte wohnten. Um den Erfolg seiner Verkündigung zu sichern und zu festigen, setzt Willibrord sich in Verbindung mit den weltlichen Machthabern. Erster Ansprechpartner ist Pippin II., auch noch genannt der Mittlere oder von Heristal (* um 635/40, +714), der Hausmeier der nerowingischen Könige.
2. Priesterweihe und Aufbruch zur Mission
Am Grab des hl. Willibrord von Friesland in Echternach
Der Glaubensbote erscheint oben in der mittleren Lanzette in Mönchkleidung vor dem Hintergrund einer Burg oder befestigten Stadt. Links von ihm erkennen wir einige seiner Gefährten mit ihren Wanderstäben, die darauf hindeuten, dass sie "peregrini" - Wandermönche sind, die sich bewusst für die Missionsarbeit außerhalb der Heimat in der Fremde entschieden haben. Rechts steht Pippin, die Linke auf sein Schwert gestützt. Er ist jedoch nicht in einer Rüstung dargestellt, sondern in einem Herrschergewand. Der Rock ist purpurfarben, ein unverkennbarer Hinweis auf seine herausragende Stellung. Auf dem Haupt trägt er die Krone des "dux et princeps Francorum" - "Herzog und Anführer der Franken", als der er seit 687 unumstritten gilt.
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| Wandermönche, Willibrord, Pippin |
Bekanntlich sagt der Hausmeier dem Missionar seine Unterstützung zu und sendet ihn nach Rom, wo er sich die kirchliche Einwilligung für seine Pläne einholen soll. Die unteren drei Mittelfelder machen deutlich, dass Willibrord jedoch nicht überall wohlwollend aufgenommen wird. Der friesische König Radbod, begleitet von seinen Kriegern, tritt dem wehrlosen Mönch mit erhobenen Schwert entgegen und vertreibt ihn aus seinem Land.
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| König Radbod vertreibt die Mönche |
Noch schlimmer ergeht es zwei Gefährten des Angelsachsen, die mit ihm aus Irland gekommen sind. Sie sind in den beiden äußeren Lanzetten zu erkennen, links Ewald der Weiße, rechts Ewald der Schwarze.
Die Bezeichnungen erklären sich durch die Haarfarbe. Sie missionieren bei den heidnischen Sachsen und sterben beide als Märtyrer, vermutlich am 3. Oktober 695. Der Tag ist in Willibrords eigenem Kalender verzeichnet. Pippin lässt ihre Reliquien nach Köln überführen, wo sie in der Kirche Sankt Kunibert verehrt werden.
(Das Leben und Wirken des hl. Willibrord dargestellt in den Seitenschifffenstern der Echternacher Basilika, 24f)
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| Ewald der Schwarze |
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| Ewald der Weiße |
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| Mission des Willibrord, Echternacher Basilika |
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| links Kunibertschrein, rechts Schrein Ewaldischrein, 1879, St. Kunibert, Köln |
Lebensdaten: geboren in Northumbrien, gestorben am 3. Oktober um 693 in Dortmund
Lebensgeschichte: Die angelsächsischen Klosterbrüder Ewald, einer nach seiner Haarfarbe der Schwarze, der andere der Weiße genannt, waren leibliche Brüder oder Vettern oder einfach nur Glaubensbrüder. Sie wurden in Irland ausgebildet und Ende des 7. Jahrhunderts im Rahmen der iroschottischen Festlandmission ins heutige Westfalen entsandt, wo sie am Hellweg, an der Lippe und im Münsterland tätig waren, da, wo das Frankenreich ans heidnische Sachsen stieß. Beda Venerabilis beschrieb zeitnah ihr Martyrium, das vermutlich im heutigen Dortmunder Stadtteil Aplerbeck stattgefunden hat. Der eine Ewald wurde mit dem Schwert niedergestreckt, der andere gefoltert und zu Tode geprügelt.
Verehrung: Die Brüder Ewaldi wurden von Tillmann von Solignac bestattet, ihre Reliquien ließ später Pippin der Mittlere nach Köln überführen und in der heutigen Kirche St. Kunibert bestatten. Ihr Grabtuch diente dort als Altartuch. Erzbischof Anno II. von Köln erhob sie 1074 zur Ehre der Altäre. Ende des 15. Jahrhunderts verortete ein Kartäusermönch das Wirken der Ewalde in Laer im Münsterland, wo ein Bach nach den Glaubensboten heißt. 2008 wurden in Laer zwei ehemals selbständige Pfarreien zur neuen Pfarrei Heilige Brüder Ewaldi zusammengelegt.
Darstellung: mit Keule oder Schwert
Patrone: von Westfalen
(bistumaugsburg)
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| Ewaldischrein, St. Kunibert, Köln |
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| ihr heiligen Brüder, bittet für uns! Atrribute Keule und Schwert |