Posts mit dem Label Christ Church Cathedral - Oxford werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Christ Church Cathedral - Oxford werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. Februar 2026

Blasius im mittelalterlichen Becket-Window

 


Heiliger Blasius, bitte für uns (um 1320)

Nach der Legende wurde Bischof Blasius von Sebaste in Armenien unter Kaiser Licinius nach grausamen Martern enthauptet (um 316). Seine seit dem Mittelalter im Morgen- und Abendland weitverbreitete Verehrung beruht auf legendären Berichten: Heilung eines Knaben, der an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, Übergabe einer Kerze und anderer Gaben durch eine Frau, der er das vom Wolf geraubte Schwein zurückbrachte. (erzabteibeuronde)


Herr, unser Gott,erhöre dein Volk, das am Tag des heiligen
Bischofs und Märtyrers Blasius zu dir ruft.
Bewahre uns vor Krankheit und Schaden
in diesem zeitlichen Leben
und hilf uns in aller Not,
damit wir das ewige Heil erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Christ Church Cathedral, Oxford


Freitag, 26. Januar 2024

Der echte Sohn durch den Glauben (1 Tim 1,2)

Apostelschüler, Bischof
Namensdeutung: der Gott Ehrende, der Gottesfürchtige (griech.)
Namenstage: Timotheus, Timothy, Timothée, Timo, Timon, Tim, Timmy, Timofei, Fürchtegott
Gedenktag: 26. Januar

Lebensdaten: geboren in Lystra, heute das Dorf Kilistra (Gökyurt) bei Konya, Türkei, gestorben um 97 in Ephesus, heute Ruinen bei Selçuk

Lebensgeschichte: Timotheus, dessen Großmutter Loïs bereits Christin war, entstammte einer jüdisch-heidnischen Mischehe: Seine Mutter Eunike hatte einen Griechen geheiratet, weswegen Timotheus entgegen der jüdischen Tradition auch nicht beschnitten war. Das ließ der Apostel Paulus aus Rücksicht auf die Juden nachholen, als er sich Timotheus zum Begleiter auf seinen Missionsreisen wählte.

Timotheus wurde ein enger Vertrauter des Paulus, der ihn überaus schätzte und mit heiklen Aufgaben betraute. Er besuchte Paulus im Gefängnis und wurde auch selber inhaftiert. Zuletzt entsandte ihn Paulus als seinen Stellvertreter nach Ephesus. Die wichtigen Briefe und Berichte, die Paulus ihm dorthin schickte, sind in den beiden Timotheusbriefen ins Neue Testament eingegangen. Vor seinem Tod bat Paulus Timotheus noch einmal nach Rom.

Der Überlieferung nach kehrte Timotheus von dort aus wieder nach Ephesus zurück, wo er als Bischof wirkte und um das Jahr 97 den Märtyrertod erlitt.

Verehrung: 356 wurden seine Reliquien von Ephesus nach Konstantinopel in die Apostelkirche überführt. Auch in Rom in der Kirche S. Giovanni in Fonte werden Reliquien des Apostelschülers verehrt.

Darstellung: als Bischof mit Keule und Steinen

Patron: gegen Magenleiden (siehe 1 Tim 5,23)

(Bistum Augsburg)


Der Herr wird dir in allem das rechte Verständnis geben (2 Tim 2,7)
Christ Church Cathedral, Oxford, Edward Burne Jones

Sonntag, 8. November 2020

Seid also wachsam!

 

eine kluge Jungfrau mit ausreichend Öl?

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 25,1-13

In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
1Mit dem Himmelreich
wird es sein wie mit zehn Jungfrauen,
die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
2Fünf von ihnen waren töricht
und fünf waren klug.
3Die törichten nahmen ihre Lampen mit,
aber kein Öl,
4die klugen aber nahmen mit ihren Lampen
noch Öl in Krügen mit.
5Als nun der Bräutigam lange nicht kam,
wurden sie alle müde und schliefen ein.
6Mitten in der Nacht aber erscholl der Ruf:
Siehe, der Bräutigam!
Geht ihm entgegen!
7Da standen die Jungfrauen alle auf
und machten ihre Lampen zurecht.
8Die törichten aber sagten zu den klugen:
Gebt uns von eurem Öl,
sonst gehen unsere Lampen aus!
9Die klugen erwiderten ihnen:
Dann reicht es nicht für uns und für euch;
geht lieber zu den Händlern
und kauft es euch!
10Während sie noch unterwegs waren, um es zu kaufen,
kam der Bräutigam.
Die Jungfrauen, die bereit waren,
gingen mit ihm in den Hochzeitssaal
und die Tür wurde zugeschlossen.
11Später kamen auch die anderen Jungfrauen
und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
12Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch:
Ich kenne euch nicht.
13Seid also wachsam!
Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

 

die Tugend des Glaubens, Christ Church Cathedral, Oxford

Samstag, 19. Oktober 2019

Der Heiligenschrein der hl. Frideswida von Oxford


rekonstruierter Heiligenschrein v. Frideswida, das rechte Fenster zeigt das Leben der Frideswida
das linke Frideswida zwischen den Heiligen Katharina und Margareta,
ganz rechts eine moderne Statue der Heiligen
Fenster d. hl. Frideswida, mittelalterl. beim Heiligenschrein in der Kathedrale von Oxford,
Christ Church Cathedral



Frideswida (= Fredeswinda = schnell zum Schutze, Frieden) war die Tochter des Fürsten Didan zu Oxford in England und dessen Gemahlin Safrida. Die fromme Hauslehrerin Algiva besorgte ihre Erziehung und Bildung. Sie weihte sich frühe dem Herrn. Aber der reiche fürstliche Vater wollte sein Kind in kein Kloster eintreten lassen. Dann kam er zum Entschlusse, in Oxford selbst ein Kloster zu gründen, dessen Leitung Frideswida als Abtissin übernahm. Nachdem sie einige Zeit in Ruhe und Abgeschiedenheit gelebt hatte, wollte sie der Fürst Algar um jeden Preis zur Gemahlin haben. Da er auf friedlichem Wege seinen Plan nicht verwirklichen konnte, so wendete er Gewalt an. Doch half Gott seiner Dienerin. In dem Augenblicke, als die Heilige schon beinahe in seiner Gewalt war, erblindete der Fürst. Auf das Gebet der Heiligen Abtissin erhielt er sein Augenlicht wieder und ließ sie fortan in Ruhe. In Thornbury ließ Frideswida ein Bethaus errichten, um noch einsamer Gott dienen zu können, und lebte nur mehr in Beschaulichkeit, bis Gott der Herr sie zu sich nahm den 19. Oktober um das Jahr 750.
(aus: illustrierte Heiligenlegende für Schule und Haus, 1890)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Paul vom Kreuz, Gründer der Passionisten.


Das Heiligengrab wurde 1289 errichtet und enthielt ursprünglich die Reliquien der hl. Frideswida, der Patronin Oxfords. Während der Reformation wurde das Grab 1538 zerstört, die Abtei wurde aufgelöst. Einige Jahre später hat man ihren Leib im Boden der Kathedrale begraben, die Stelle ist nicht bekannt. 1870 fand man Teile des mittelalterlichen Grabes, 2002 wurde es rekonstruiert.



Allmächtiger, ewiger Gott! Urheber der Tugend und Freund der Jungfräulichkeit:
verleihe uns, wir bitten dich, dass wir durch die großen Verdienste
deiner heiligen Jungfrau Frideswida dir anempfohlen werden,
deren Leben wegen des Vorzuges der Keuschheit dir wohlgefällig war. Amen.


 rechts vom Grab (Loft, die Holztür) wachten Augustiner Kanoniker über den Besucherstrom zur Heiligen

Mittwoch, 13. März 2019

Vielleicht reut es Gott wieder (Jona)




Ninive
Unter einem Feigenbaum fastet und betet Jona für Ninive, die sündhafte Stadt


Lesung aus dem Buch Jona (3,-10)
1Das Wort des Herrn erging an Jona:
2Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde.
3Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.
4Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!
5Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an.
6Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.
7Er ließ in Ninive ausrufen: Befehl des Königs und seiner Großen: Alle Menschen und Tiere, Rinder, Schafe und Ziegen, sollen nichts essen, nicht weiden und kein Wasser trinken.
8Sie sollen sich in Bußgewänder hüllen, Menschen und Tiere. Sie sollen laut zu Gott rufen, und jeder soll umkehren und sich von seinen bösen Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt.
9Wer weiß, vielleicht reut es Gott wieder, und er lässt ab von seinem glühenden Zorn, so dass wir nicht zugrunde gehen.
10Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.

(Lesung vom Mittwoch der 1. Woche in der Fastenzeit)



Jona auf den Mosaiken der Basilika von Aquileia

Glasfenster mit Jona im Lincoln College, Oxford

Jona betet und fastet für Ninive, Abraham van Linge (1630-1640)
Christ Church, Oxford

Christ Church, Oxford

Sonntag, 25. November 2018

In Deinen Händen ruht der Menschen Schicksal (Christkönig)

Christus vor Pilatus, Kathedrale von Tschenstochau


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit 33bfragte Pilatus Jesus: Bist du der König der Juden?
34Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?
35Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?
36Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.
37Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.
(Johannes 18)


Christus, angebetet von den Engeln, Christ Church Cathedral, Oxford


Lesung aus der Offenbarung des Johannes
5b Jesus Christus ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde. Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut;
6er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.
7Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen.
8Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

(Offenbarung 1, 2. Lesung von Christkönig)


Christus, du Herrscher
Himmels und der Erde,
Herr über Mächte,
Throne und Gewalten.
Du bist der Erste,
und du bist der Letzte,
Anfang und Ende

In deinen Händen
ruht der Menschen Schicksal.
Nichts kann auf Erden
deiner Macht entgleiten.
Du sprichst das Urteil
über alle Völker,
voll des Erbarmens.

Reiche erstehen,
blühen und zerfallen,
aber das deine
überdauert alle,
denn deine Herrschaft
ist von Gott verliehen,
ewigen Ursprungs.

Keiner der Großen
kann sich mit dir messen;
Herrscher der Herren,
König aller Zeiten,
Abglanz des Vaters,
Spiegel seiner Hoheit,
thronend im Himmel.

Dir sei die Ehre,
dir und deinem Vater,
und auch dem Geiste
sei das Lob gesungen.
Gott, dem Dreieinen,
Lob und Preis und Ehre
immer und ewig. Ame.
(Hymnus von Christkönig)


Christus inmitten der Evangelisten, Kathedrale von Burgos