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Dienstag, 26. März 2019

Felix von Trier

Hochaltar von Ferdinand Tietz (1755-60), vlnr. Franziskus, Paulinus, Immaculata, Felix, Georg, St. Paulin Trier


Felix von Trier war Bischof von Trier (186-398). In seine Amtszeit fiel der Prozess gegen Priscillian und seine Anhänger sowie deren Hinrichtung wegen Irrlehre. Infolgedessen kam es zu einer Spaltung im gallischen und spanischen Episkopat. Als Bischof der gallischen Hauptstadt wurde Felix vorgeworfen, er habe sich nicht genug gegen das Urteil eingesetzt. Papst Siricius, Martin von Tour, Ambrosius von Mailand und andere Bischöfe lösten die Gemeinschaft mit allen Bischöfen, die sich am Prozess gegen Priscillian beteiligt hatten. Im Jahr 398 verzichtete Felix auf seinen Bischofsstuhl, sodaß das Schisma beigelegt werden konnte.
Felix ließ die Gebeine des Paulinus von Trier von Phrygien nach Trier bringen und errichtete einen Vorgängerbau von St. Paulin. Seine Gebeine werden in der Krypta von St. Paulin aufbewahrt. Der Gedenktag des Bischofs ist am 26. März.

Felix von Trier hält ein Kirchenmodell, er soll die erste Paulinuskirche
errichtet haben, St. Paulin, Trier


Freitag, 31. August 2018

Am Grab des hl. Paulinus von Trier

zu den Gräbern der Trierer Märtyrer




In der dreischiffigen Hallenkrypta der Paulinusbasilika in Trier werden der Titelheilige Paulinus und die Trierer Märtyrer verehrt. In der Mitte der Krypta befindet sich hinter dem Altar des Paulinus der Paulinussarkophag. Zur linken des Paulinus steht der Sarkophag des Hauptmanns der Thebäischen Legion Thyrsus, zu seiner rechten der des Trierer Konsuls Palmatius.

Leben des hl. Paulinus

links Josefsaltar


rechts Johannes Nepomukaltar

Paulinusaltar mit den Sarkophagen des Thyrsus (links) und des Palmatius (rechts), Paulinussarkophag hinter dem Altar

Allmächtiger Gott,
du hast dem heiligen Paulinus von Trier
im Kampf gegen die arianische Irrlehre
unerschrockenen Mut gegeben,
so dass er auch die Verbannung nicht scheute.
Lehre uns, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden,
und hilf uns,
ohne Furcht für die Wahrheit einzutreten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Paulinusbasilika, Trier

Freitag, 18. Mai 2018

Vor 100 Jahren starb Blandine Merten



Blandine Merten, Ursulinenschwester. Blandine wurde 1883 in Düppenweiler an der Saar geboren, sie war das 9. von 10 Kindern. Sie wurde zunächst Lehrerin und unterrichtete mehrere Jahre hindurch, bis sie 1908 bei den Ursulinen in Calvarienberg-Ahrweiler eintrat. Dort erhielt sie den Namen Blandine vom heiligsten Herzen Jesu. Nach dem Noviziat wurde sie mit dem Unterricht in der Mädchenschule in Saarbrücken betraut. Blandine zog sich jedoch eine Erkältung zu, die eine schwere Lungenerkrankung zur Folge hatte. Eine Lungentuberkulose zwang Schwester Blandine zu mehrjähriger Bettlägrigkeit; sie nahm ihre Krankheit und den Verzicht auf ihre geliebte Unterrichtstätigkeit als Opfer an, das sie dem Herrn schenken wollte. Schwester Blandine Merten starb 35-jährig am 18. Mai 1918 im Kloster Sankt Bantus zu Trier und wurde in der Basilika Sankt Paulin beigesetzt. Ihre Seligsprechung erfolgte am 1. November 1987. Geboren am 10. Juli 1883 in Düppenweiler als Maria Magdalena Merten.
(Martyrologium Sancrucense)


Blandinenkapelle auf dem Friedhof St. Paulin




Die Seligsprechung von Schwester Blandine
Als Lehrerin strahlte Schwester Blandine Merten bei ihrem Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern durch ihre Güte und innere Fröhlichkeit ein Charisma der Heiligmäßigkeit aus. So war Schwester Blandine sehr beliebt.
Nach dem Tod von Schwester Blandine meldeten Gläubige den kirchlichen Behörden zahlreiche Gebetserhörungen.1954 wurde in Trier der bischöfliche Informativprozess zur Vorbereitung einer Seligsprechung eröffnet.
Eine Heilung von einem schweren Melanom im Jahr 1985 bei der österreichischen Missionsschwester Irimberta Puntigam SSpS wurde 1986 von der Kirche offiziell als Wunder anerkannt.
Am Hochfest Allerheiligen wurde Schwester Blandine 1987 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Bei zahlreichen Katholiken ist sie als Schwester Blandine bekannt.
Am 18. Mai 1990 wurden ihre sterblichen Überreste in die Blandinenkapelle auf dem Friedhof St. Paulin in Trier, überführt
Im Mutterhaus der Ursulinenkongregation Calvarienberg in Ahrweiler ist seit 1954 das Blandinenarchiv. Die Blandinen-Kapelle mit den Reliquien der Seligen und das Blandine-Merten-Haus befinden sich in Trier in der Schöndorfer Straße, nahe der Kirche und dem Friedhof St. Paulin.

(Quelle: Botschaften Mariens)



Blandinenkapelle und St. Paulin, Trier




Reliquienschrein der sel. Sr. Blandine






Selige Schwester Blandine, 
bitte für uns!




Donnerstag, 31. August 2017

Paulinus von Trier - für die Wahrheit leiden

Hl. Paulinus von Trier, Skulptur des Hochaltares, St. Paulin, Trier


Paulinus von Trier, Bischof. Paulinus wurde um 346 Bischof von Trier, er stammte vermutlich aus Aquitanien, das ist das heutige Südwestfrankreich. In den arianischen Wirren, die im 4. Jahrhundert den Erdkreis erschütterten, stand Paulinus fest entschlossen auf der Seite des hl. Athanasius, um den nizänischen Glauben an die Wesensgleichheit des Logos zu verteidigen. So weigerte er sich auf der Synode von Arles im Jahre 353 als einziger der anwesenden Bischöfe, Athanasius zu verurteilen. Dieser Mut kostete Paulinus Bischofssitz und Leben, denn er wurde von dem pro-arianischen Kaiser Konstantius II. nach Phrygien in Kleinasien verbannt, wo er nach großen Entbehrungen 358 starb. Schon Ende des 4. Jahrhunderts wurde der Leichnam des Bekennerbischofs nach Trier überführt und an einem 31. August in der Krypta der nach ihm benannten Kirche beigesetzt.
(Martyrologium Sancrucense)

Deckenmalereien: aus dem Leben des hl. Paulinus im Chor, im Kirchenschiff das
Martyrium der Soldaten der Thebaischen Legion und der Trierer Christen


Als um 319 der Priester Arius, der ebenfalls aus Alexandrien stammte, zu lehren begann, dass es eine Zeit gab, in der Jesus Christus nicht existierte, und dass dieser erst später von Gott dem Vater gezeugt bzw. geschaffen wurde, begann Athanasius ihn zu bekämpfen. Athanasius hatte großen Anteil daran, dass auf dem Konzil von Nicäa 325 die Christologieformel festgeschrieben wurde, wonach Jesus Christus als Sohn Gottes mit Gottvater wesensgleich und nicht bloß wesensähnlich, wie Arius es lehrte, sei.

Bischof Paulinus vor Kaiser Constantius II., Constantius II. war seit 353 Alleinherrscher der Römischen Reiches und wollte
einen einheitlichen Glauben der Reichsbewohner durchsetzen. Er bevorzugte den Arianismus und zwang die Bischöfe des
Westens, Bischof Athanasius zu verurteilen. Als einziger Bischof weigerte sich Paulinus, die Konzilsakten zu unterzeichnen
und wurde als Strafe dafür nach Phrygien verbannt, wo er dann auch starb.
  
328 folgte Athanasius Alexander auf den Patriarchensitz von Alexandrien – im selben Jahr hob Konstantin I., der 312 von Trier aus die alleinige Macht in Rom errungen hatte, die Verbannung von Arius auf. Die Wahl Athanasius’ zum Patriarchen von Alexandria war in der ägyptischen Kirche, wo die Arianer sehr viel Sympathie genossen, nicht unumstritten.
Den Arianern gelang es mit Hilfe von Kaiser Konstantin 335 Athanasius nach Trier verbannen zu lassen, wo er bei Bischof Maximin freundliche Aufnahme fand. Nach dem Tod Kaiser Konstantins 337 ließen seine drei Söhne, viele wegen des arianischen Streits verbannten Bischöfe, so auch Athanasius, wieder zurückkehren. Aufgrund der wechselnden Erfolge und Misserfolge des Arianismus wurde Athanasius fünf-, möglicherweise siebenmal aus Alexandrien verbannt und wieder eingesetzt. Unter dem Druck des Arianerfreundlichen Kaisers Constantius II., der 350 zum Alleinherrscher des Reiches geworden war, hatte auch das Konzil von Arles 353 ohne die Anwesenheit des römischen Papstes für den Arianismus Position ergriffen.
Nur Bischof Paulinus von Trier (300–358), der Athanasius während seiner Verbannung in Trier kennengelernt hatte, wagte sich als einziger auf diesem Konzil gegen den Arianismus zu stemmen, woraufhin auch er in den Orient verbannt wurde. Die Auseinandersetzungen mit Arius haben den heiligen Athanasius von Alexandrien und den heiligen Bischof Paulinus von Trier im Bekennermut geeint, sie haben auch die beiden Kirchen von Trier und Alexandrien aufs engste miteinander verbunden.
(Quelle: Paulinusde)
 
barockes Chorgitter von Joahnnes Eberle, (1768-75), St. Paulin, Trier