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Mittwoch, 4. April 2018

Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat

Auferstehung, Kathedrale von Sevilla

Erstanden ist der Herr vom Grab,
kehrt siegreich aus dem Tod zurück.
Gefesselt ist der Fürst der Welt,
und offen steht das Paradies.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich,
durch alle Zeit und Ewigkeit. 
(aus dem Vesperhymnus zur Osterzeit)

Heute feiert den Kirche den hl. Isidor von Sevilla


Dienstag, 12. Dezember 2017

Unsere Liebe Frau von Guadalupe (Sevilla)

Altar Unserer Lieben Frau von Guadalupe, NS de la O, Sevilla


Am 9. Dezember 1531 erschien am Stadtrand von Mexiko Stadt die Jungfrau und Gottesmutter Maria dem 57 Jahre alten Indio Juan Diego. Sie erteilte ihm den Auftrag, zu Bischof Zumárraga zu gehen und ihn aufzufordern, ihr zu Ehren am Erscheinungsort, auf dem Berg Tepeyac, eine Kirche erbauen. Hier werde sie allen, die sie vertrauensvoll anrufen, ihre Hilfe erweisen.

Der Bischof verlangte ein Zeichen, dass ihm schließlichgewährt wurde: Bei der vierten Erscheinung am 12. Dezember sammelte der 1990 selig und 2002 heilig gesprochene Juan Diego kastilische Rosen in seine Tilma (ein Poncho-Umhang). Als er sie vor dem Bischof ausschüttete, erschien auf dem groben, aus Agavenfasern gewirkten Stoff das Bild, das noch heute als die Darstellung der Jungfrau von Guadalupe verehrt wird.

Eine wissenschaftliche Erklärung für das Bild ist bis heute nicht gefunden worden. Der Stoff der Tilma wurde aus Agaven gewonnen, eine Pflanze, aus der auch Tequila destilliert wird. Normalerweise zerfällt ein solcher Stoff innerhalb von 20 Jahren. Es ist zudem ein wissenschaftliches Rätsel, woraus die Farben des Bildes gemacht sind und wie diese auf der groben Agaven-Faser haften können. 1979 vergrößerte ein Wissenschaftler mittels einer NASA-Ausrüstung mikroskopisch feine Ausschnitte der Iris und der Pupille des Muttergottes-Darstellung 2.500-fach: Die Sensation war perfekt. Insgesamt 13 Personen waren in Marias Augen zu sehen: ein sitzender Indio, Bischof Zumárraga und sein Dolmetscher Gonzalez, Juan Diego mit offener Tilma, eine Frau, ein bärtiger Spanier, sowie eine Indiogruppe mit Kind.

Das Bild selbst entspricht einem indianischen Kodex, das heißt, es besteht aus Zeichen: Maria steht in der Mitte des Mondes, also in Mex-iko. Sie verdeckt die Sonne und damit die althergebrachte Religion der Azteken. Durch ihre Haltung drückt sie aus, dass sie nicht selbst Göttin ist, sondern Anbetende. Das schwarze Band um ihre Hüften bedeutet, dass sie schwanger ist. Über ihrem Bauch sieht man eine kleine vierblättrige Blume, das Zeichen der Azteken für Göttlichkeit. Maria ist also schwanger mit Gott.

Der Engel unterhalb des Mondes bedeutet zweierlei: Im europäischen Verständnis ist er ein Bote Gottes, im indianischen ein „Adler-Krieger“, einer der bedeutendsten Kämpfer der Azteken. Er hält mit der einen Hand das Kleid, mit der anderen den Umhang. Dadurch wird er zum Mittler zwischen Himmel und Erde. Die Verzierungen des Kleides stellen Blumen dar und symbolisieren gleichzeitig das Tal, in dem Mexiko Stadt liegt. Die Konstellation der Sterne am Umhang entspricht nach neuesten Forschungen dem 21. Dezember 1531, der längsten Nacht, nach der die Tage wieder länger werden.

(Zenit, 11. Dezember 2006)

Die Guadalupe-Kapelle im Petersdom

Die Guadalupe-Kapelle in der Wiener Votivkirche

Die Guadalupe-Kapelle in der Basilika von Loreto

Die Guadalupe-Kapelle in Lourdes


Iglesia de Nuestra Senora de la O, Sevilla





Am 9. Dezember 1531 - damals wurde an diesem Tag das Fest der Unbefleckten Empfängnis Marias gefeiert - machte Juan Diego sich bald nach Mitternacht auf, um die 24 Kilometer nach Tenochtitlan zur Messe zu gehen. Er hatte eine tiefe Beziehung zur strahlenden Himmelskönigin, die er als seine ganz persönliche Mutter empfand. Knapp unter der Kuppe des Berges Tepeyrac, wo früher der Tempel der Schlangenkönigin gestanden war, hörte er plötzlich Musikklänge in der frühen Dämmerung, und er sah eine leuchtend weiße Wolke, umgeben von Strahlen blendenden Lichts in den Farben des Regenbogens, die dahinter hervordrangen. Dann verstummte die Musik, und er hörte jemanden in der Koseform seinen Namen rufen: "Juanito! Juan Dieguito!" Er kletterte zur Kuppe empor und stand bald vor einer Dame von überwältigender Schönheit, ihre Gewänder leuchteten wie die Sonne und die Strahlen, die von ihr ausgingen, durchdrangen die Felsen der ganzen Umgebung. Auch die Büsche glitzerten in allen Farben. Diego war hingerissen, fiel auf die Knie und hörte:



"Höre, Juanito, mein liebstes kleinstes Söhnchen, wohin gehst du? - Wisse, daß ich die makellose und immerwährende Jungfrau Maria bin, die Mutter des wahren Gottes, durch den alles lebt, des Herrn aller Dinge, welcher der Herr über Himmel und Erde ist. Es ist mein inniger Wunsch, daß mir hier ein teocalli (Gotteshaus) gebaut werde, wo ich meine ganze Liebe, mein Mitleid und Erbarmen, meine Hilfe und meinen Schutz den Menschen erweisen und schenken will. Ich bin eure erbarmungsreiche Mutter, die Mutter aller Menschen, all jener, die mich lieben, die zu mir rufen, die Vertrauen zu mir haben. Hier will ich auf ihr Weinen und auf ihre Sorgen hören und will ihre Leiden, ihre Nöte und ihr Unglück lindern und heilen.
Und damit ich meine Absichten verwirklichen kann, gehe zum Haus des Bischofs in der Stadt Mexiko und sage ihm, daß ich dich gesandt habe und daß es mein Wunsch ist, daß hier ein teocalli gebaut werde. Sage ihm, was du gesehen und gehört hast. Sei versichert, daß ich mich sehr dankbar erweisen und dir alles vergelten werde, wenn du mit Sorgfalt ausführst, worum ich dich gebeten habe. Nun, da du meine Worte gehört hast, mein Sohn gehe und tue alles, was du tun sollst."
(Hierzenberger, Nedomansky, Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria, 124)

Dienstag, 30. Mai 2017

Ferdinand III. von Kastilien - Befreier Spaniens von der Unterdrückung durch die Mauren

Königliche Kapelle mit dem Silbersarg von Ferdinand III, Kathedrale von Sevilla


Ferdinand III., König von León und Kastilien, geboren 1199, 1219 vermählt mit Beatrix von Schwaben, vereinigte 1230 endgültig die beiden Königreiche in Personalunion. Er eroberte die maurischen Königreiche Córdoba, Murcia, Jaén und Sevilla, erbaute die Kathedrale von Burgos und erweiterte die Universität von Salamanca.
König Ferdinand III. starb am 30. Mai 1252 zu Sevilla. Sein Grabmal befindet sich in der dortigen Kathedrale. Dargestellt mit königlichen Insignien mit Schwert und Weltkugel, mit Kreuz, Kreuzfahne und Schlüssel.
(Martyrologium Sancrucense)

Statue der 'Virgin de los Reyes" (Jungfrau der Könige), die Marienstatue,
die Ferdinand III. von seinem Vetter Ludwig IX. von Frankreich erhalten haben
soll, hat er bei seinen Kämpfen gegen die Mauren immer mit sich getragen.

Zu Füßen der Muttergottes ruht der heute mumifizierte Körper von Ferdinand III., genannt der Heilige, in einer eleganten Urne aus Silber, die zwischen 1665 und 1719 von Laureano de Pina angefertigt wurde und ein Geschenk von Philipp V. an das Domkapitel war. Sie wird an seinem Namenstag (30. Mai), am Tag der Eroberung Sevillas (23. November) und am Tag der Überführung der neuen Urne (14. Mai) geöffnet, damit man den Körper des heiligen Königs (..) betrachten und verehren kann.
Auf dem Marmorpodest ist in Latein, Hebräisch und Arabisch das Epitaph eingelassen, das Alfons X. seinem Vater widmete: "Der Loyalste, der Wahrheitsliebendste, der Offenste, der Mutigste, der Stolzeste, der Berühmteste, der Meistgelittenste, der Menschlichste, der Gottesfürchtigste und der Dienstbereiteste, der, der alle seine Feinde schlug und zerstörte, und der, der alle seine Freunde pries und ehrte und der die Stadt Sevilla eroberte, die das Haupt ganz Spaniens ist."
(aus dem Kirchenführer der Kathedrale von Sevilla)






Sein größtes Werk war die Befreiung eines großen Teils von Spanien von der drückenden Sklaverei der Mauren. Er verwendete er die Siegesbeute nicht zur Mehrung des Glanzes seines Hofstaates, sondern zur Gründung von Bistümern und Klöstern, zur Erbauung prachtvoller Domkirchen und anderer Gotteshäuser und zu anderen ähnlichen Zwecken. Den Rittern von Calatrava schenkte er ganze Städte unter der Bedingung, sie gegen die Ungläubigen zu verteidigen. Er war es, der die Orden des heiligen Franziskus und Dominikus zuerst in Spanien einführte und dadurch der Kirche eine neue Stütze gab.
 
Im Jahr 1225 zog er zum ersten Mal gegen die Ungläubigen ins Feld und griff Aben Mahomed, den Fürsten von Baeza an, den er zwang, ihm Tribut zu geben. Noch furchtbarer wurde er den Mauren, als er 1230 nach dem Tod seines Vaters die Krone von Leon erbte und diese mit der von Kastilien vereinigte. Seine Siege grenzten jetzt ans Wunderbare; aber nicht Ehrgeiz und Habsucht trieben ihn zum Kampf. Die Reinheit seiner Absicht sprach er durch die Worte aus: „Gott, der du die Herzen durchforschst, du weißt, dass ich deine und nicht meine Ehre suche. Ich will mir nicht vergängliche Reiche erwerben, sondern die Kenntnis deines Namens ausbreiten.“ Unter seinen Soldaten versuchte er Gottesfurcht und echte Frömmigkeit zu erhalten; denn nur die verleihen wahren Mut. Der heilige König gab allen fortwährend das Beispiel aller Tugenden. Er hielt die Fasten aufs Genaueste, trug ein Bußkleid in Gestalt eines Kreuzes und brachte ganze Nächte im Gebet zu, besonders dann, wenn eine Schlacht bevorstand. Im Heer wurde allezeit das Bildnis der göttlichen Mutter, der Helferin der Christen, mitgetragen, und Ferdinand selbst hatte ein kleines Marienbild am Hals hängen. Seine glühende Verehrung der heiligen Jungfrau gründete sich besonders auf das Gefühl der Dankbarkeit, weil er durch die Fürbitte der Himmelskönigin von einer tödlichen Krankheit geheilt worden war, die ihn als Prinzen in einem Alter von elf Jahren befallen hatte. Der Erzbischof Rodriguez wich nie von seinem königlichen Herrn, wenn er in den Krieg zog; er und seine Priester besorgten den Gottesdienst im Lager und sorgten für das Seelenheil der Soldaten. Man sah sie Beichte hören, die Kommunion austeilen, die Kranken und Verwundeten pflegen mit leiblicher und geistlicher Hilfe.
 
Unter der Leitung eines so gottesfürchtigen Feldherrn waren die spanischen Krieger unüberwindlich, und oft geschah es, dass das Heer sich der wunderbarsten Hilfe des Himmels zu erfreuen hatte. Dies war besonders der Fall, als im Jahr 1234 Ferdinands Sohn, der Infant Alphonso, mit 1500 Mann bei Xeres eine wohl siebenmal stärkere Armee des Königs von Sevilla schlug und dabei nur neunzehn Soldaten und einen Ritter verlor. Mehrere gefangene Ungläubige sagten aus, dass sie an der Spitze des christlichen Heeres den heiligen Apostel Jakob, den Schutzpatron von Spanien, auf einem weißen Ross in der Waffenrüstung eines Ritters gesehen hätten. Mitten in seinem Siegeslauf wurde Ferdinand zu Anfang des Jahres 1236 durch die Botschaft von dem Tod seiner Gemahlin Beatrix in Trauer versetzt; er empfand diesen Schlag sehr tief, ließ sich aber dadurch nicht in seinen Pflichten als Christ und König stören. Er nahm die große Stadt Cordova ein, die seit fünfhundert Jahren in den Händen der Ungläubigen gewesen war, und hielt dort am Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus seinen Einzug. Sogleich ließ er die Hauptmoschee, die von 1200 Säulen getragen wurde, in eine christliche Kirche zu Ehren der heiligen Jungfrau zurückverwandeln und errichtete in ihr wieder den ehemaligen Bischofsstuhl. Al Mansur, der Fürst von Cordova, hatte auf den Schultern der Christen die Glocken aus der Jakobskirche von St. Compostella zur Moschee bringen lassen; Ferdinand ließ nun die Mauren auf ihren Schultern die Glocken wieder nach Compostella zurücktragen.
 
Eine der schwierigsten, aber auch glänzendsten Eroberungen war die von Sevilla, der festesten und bevölkerungsreichsten Stadt Spaniens und des wichtigsten Platzes der Mauren. Die Belagerung dauerte sechzehn Monate, was aber nicht verwundert wenn man hört, dass diese Stadt eine zweifache sehr hohe und dicke Ringmauer und 166 Streittürme hatte. Mehr als einhunderttausend Mauren verteidigten diese Mauern, denen Ferdinand nur ein verhältnismäßig kleines Heer gegenüber stellen konnte. Aber nun zeigte sich, was Einsicht, Tapferkeit und Beharrlichkeit unter dem Segen Gottes vermögen. Das gewaltige Sevilla musste sich am 23. November ergeben. Als Arataf, der Statthalter der Ungläubigen, mit den Seinigen auszog, schaute er von seiner Anhöhe noch einmal zur Stadt zurück und rief mit Tränen aus: „Nur ein Heiliger konnte mit so wenig Soldaten eine solche Feste bezwingen. Es kann nur durch das Zutun des Himmels geschehen sein, dass Sevilla den Mauren entrissen wurde.“ Ferdinand ordnete nach der Einnahme der Stadt feierliche Dankgebete an und ließ die Domkirche so prächtig wieder aufbauen, dass sie keinem Gotteshaus in der Christenheit nachsteht.
 
Während der Belagerung von Sevilla wurden dem Herzen des heiligen Königs durch den Tod seines ersten Rates und Freundes Rodriguez und den seiner geliebten Mutter Berenguela zwei sehr schmerzliche Wunden geschlagen, und nur in der Religion fand er Trost, die ihn auch in den sonstigen Unfällen, von denen kein menschliches Leben frei ist, aufrecht erhielt. Er wusste seine Leidenschaften immer zu beherrschen, war streng gegen sich, aber nachsichtig und gütig gegen andere und zeigte in seiner ganzen Lebensweise, dass auch ein König ein sehr gewissenhafter und frommer Christ sein könne und dass sich die Pflichten der Religion sehr wohl mit denen eines Herrschers vereinigen lassen.
 
Eben rüstete er sich, die Mauren in Afrika selbst, im Herzen ihrer Macht, anzugreifen, als ihm der Engel des Herrn das Schwert aus der Hand nahm. Über die bedenkliche Krankheit, die den geliebten Fürsten befallen hatte, geriet ganz Spanien in Bestürzung; nur er blieb ruhig und bestätigte seine volle Ergebung in den Willen des Allerhöchsten auch jetzt. Er legte eine reumütige, vollständige Beichte von seinem ganzen Leben ab und begehrte die Sakramente. Als der Bischof von Segovia in Begleitung der Geistlichkeit mit dem Allerheiligsten in das königliche Gemach trat, stand der erlauchte Kranke vom Bett auf, warf sich, einen Strick um den Hals und das Kruzifix in den Händen, auf die Knie und rief: „Herr, wie habe ich verdient, dass du selbst zu mir kommst? Du hast aus Liebe zu mir so viel gelitten, und ich armer Sünder, was habe ich für dich getan? O sieh nicht auf meine Unwürdigkeit, sondern sieh darauf, wer du bist, und erbarme dich meiner.“ Nachdem er die Himmelsspeise empfangen hatte, ließ er seine Kinder herbeirufen und gab ihnen seinen Segen und die rührendsten und heilsamsten Ermahnungen. Ehe seine letzten Augenblicke herannahten, wurde er noch durch eine überirdische Erscheinung getröstet und sprach, die Augen zum Himmel gewendet: „Herr, du hast mir ein Reich gegeben, wie ich es zuvor nicht hatte, und größere Ehre und Macht, als ich verdiente. Für alles sage ich dir Dank und lege es jetzt wieder dir zu Füßen; auch meine Seele übergebe ich dir.“ Unter den Gebeten der Bischöfe und Priester neigte er sein Haupt und verschied, als sie eben das Te Deum sangen – am 30. Mai 1252. Er hatte 53 Jahre gelebt und 35 regiert. Seine Leiche ruht zu Sevilla vor dem Bild der Gottesmutter, die er so sehr geliebt hatte. Gott verherrlichte den frommen Helden im Grab durch zahlreiche Wunder, weshalb Papst Clemens X. ihn 1671 unter die Heiligen versetzte.
Quelle: www.marianisches.de

König Ferdinand nimmt die Schlüssel Sevillas vom maurischen König Axataf entgegen, Jeronimo Roldan, um 1771

Dienstag, 4. April 2017

Die Kapelle des hl. Isidor von Sevilla in der Kathedrale von Sevilla

Kathedrale von Sevilla

Kapelle des hl. Isidor (in der Mitte), links der hl. Franz von Assisi, rechts: hl. Diego bzw. Didacus de Alcala

Ursprünglich diente die Kapelle der Aufbewahrung liturgischer Gesangbücher. Sie wurde um 1520 außerhalb des Gebäudes errichtet. 1661 wurden hier zwei Domherren bestattet, aus dieser Zeit stammt auch das Retabel.

hl. Isidor von Sevilla, Kathedrale von Sevilla






Der Gote Isidor ist der Nationalheros der spanischen Kirche, der "letzte abendländische Kirchenvater" und der "große Schulmeister des Mittelalters.
Sein älterer Bruder, der hl. Leander, sorgte nach dem frühen Tod der Eltern dafür, dass Isidor eine glänzende Ausbildung erhielt.
Er bemerkte jedoch, dass die Natur diesem bei allen Talenten ein unruhiges Blut und einen flüchtigen Geist gegeben hatte, der sich nicht mit geregelter und anstrengender Arbeit vertrug. So musste Leander ihn oft im Arbeitszimmer einschließen, um durch die Last der Einsamkeit die Unlust zur Arbeit zu brechen.
Es glückte: Isidor lernte Latein, Griechisch und Hebräisch, studierte die klassischen Schriftsteller und wuchs zu einem glänzenden Redner heran.
(Sellner, Rebellen Gottes, 166)


Hängeschmuck im Gewölbe

Diego de Alcala

Franz von Assisi, Kathedrale von Sevilla

Mittwoch, 23. November 2016

Am 23. November 1248

befreite die christliche Armee des hl. Königs Ferdinand III. von Kastilien die Stadt Sevilla von den muslimischen Besatzern. Muchas Gracias.

Ferdinand III. auf dem Thron, Glasfenster aus dem Ende des 19. Jh in der Kapelle Virgen de la Antigua,
Kathedrale von Sevilla