Posts mit dem Label Ludwig IX. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ludwig IX. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 4. September 2025

Rosa von Viterbo

 Statue der hl. Rosa beim Stadttor von Viterbo

 


Rosa v. Viterbo, bitte für uns

geboren um 1233 zu Viterbo, wurde 1250, von einer schweren Krankheit wunderbar genesen, Franziskaner-Terziarin. Mit einem Kreuz und unter geistlichen Gesängen zog sie durch die Stadt und rief zum Gebet für die Nöte der Christenheit sowie zur Treue gegen die Kirche auf. Zeitweise verbannt, bat Rosa vergeblich nach ihrer Rückkehr um Aufnahme in das Klarissen-Kloster zu Viterbo. Nach ihrem Tod vor dem 25. November 1252 wurde ihr Leib 1258 in die Klarissenkirche übertragen. Der 4. September ist der Translationstag.

dargestellt im Franziskaner-Terziarinnenhabit mit Körbchen, Brot und Rosen. Wallfahrt in Viterbo.

(domradio

S. Francesco, Viterbo

Montag, 25. August 2025

Ludwig der Heilige

 

Kathedrale von Amiens


Ludwig IX., ganz links, mittlere Figur (an der Kathedrale)

König von Frankreich
Namensdeutung: glorreicher Kampf (althochdt.)
Namenstage: Ludwig, Louis, Lou, Louie, Chlodwig, Lovis, Ludovico, Luigi, Lutz, weibl.: Ludovica, Ludwika
Gedenktag: 25. August

Lebensdaten: geboren am 25. April 1219 in Poissy bei Paris, gestorben am 25. August 1270 bei Tunis

Lebensgeschichte: Louis wurde mit zwölf Jahren und unter der Regentschaft seiner Mutter Blanche von Kastilien König von Frankreich und hatte zunächst Mühe, seine Herrschaft gegen die großen Landbarone und den König von England durchzusetzen. Mitte der 1240er Jahre war ihm aber nicht nur der Rückzug der Engländer und die Unterwerfung des Adels gelungen, sondern er hatte durch den Albigenserkreuzzug auch Okzitanien seinem Thron einverleibt. Mit rechtlich-administrativen Reformen, die am römischen Recht angelehnt waren, sowie diplomatischem Geschick führte der „ungekrönte Kaiser des Abendlandes“ Frankreich in ein Goldenes Zeitalter politischer und wirtschaftlicher Erfolge.

Ludwig IX., der mit Margarete von Provence elf Kinder hatte, lebte persönlich wie ein Mönch und beteiligte auch seinen Hof und seine Familie an seinen Fasten- und Gebetsübungen. Seine Kinder mussten an den Papst appellieren, um nicht in einen der neuen, vom König favorisierten Bettelorden eintreten zu müssen. 1239 erwarb er die Dornenkrone Christi und ließ dieser kostbaren Reliquie die Sainte-Chapelle erbauen. 1248 wurde die Kathedrale Notre-Dame eingeweiht, 1268 das theologische Kolleg seines Hofkaplans Robert de Sorbon, die spätere Universität Sorbonne, bestätigt. Auch in der Armen- und Krankenfürsorge engagierte sich der Monarch.

König Ludwig beteiligte sich an zwei Kreuzzügen zur Befreiung Jerusalems, die eindrucksvoll scheiterten. Beim ersten wurde er 1250 in Ägypten gefangengenommen, vom zweiten kehrte er 1270 gar nicht mehr zurück. Kurz nach der Eroberung Karthagos fiel er einer verheerenden Seuche zum Opfer.

Verehrung: Ludwig wurde in der Königsabtei Saint-Denis bei Paris bestattet, sein Schädel kam in der Sainte-Chapelle zu liegen, sein Herz ruht im Dom von Monreale auf Sizilien. 1297 heiliggesprochen, wurde er zum französischen Nationalheiligen, der zahllosen Orten wie St. Louis in Missouri seinen Namen gegeben hat. In Bayern wird er als Namenspatron der Könige Ludwig I. und Ludwig II. verehrt, die beide an einem 25. August geboren wurden.

Darstellung: im Königsornat, als Kreuzfahrer, mit Dornenkrone, Lanze, Schwert, Kreuzstab, Geißel, Jagdvogel oder Ring

Patron: von München, Saarlouis, Berlin, Paris, der Franziskaner, Pilger und Reisenden, Bäcker, Friseure, Bauarbeiter und vieler anderer Berufe, Helfer gegen Pest, Blindheit und Hörschäden
(bistumaugsburg)

oben Ludwig IX.

 

Der Großteil der Bauarbeiten an der Kathedrale von Amiens wurde 1269 unter der Herrschaft des heiligen Königs Ludwig IX. von Frankreich abgeschlossen, der hier an der Westfassade der Kathedrale dargestellt wird. Neben ihm ist das Wappen von "France Ancien", das er als König von Frankreich trug.

Statue des hl. Ludwig in der Sainte Chapelle, Paris 

Glasfenster von Ludwig IX. im St. Denis, Paris (aus dem Testament an seinen Sohn)

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl.

Josef von Calasanz - Altar in der Piaristenkirche Maria Treu, Wien 

 

und der hl. Mirjam von Abellin (im Karmel, in der Universalkirche am 26.8.)

Im Karmel von Bethlehem

Reliquienrosenkranz der hl. Mirjam

Am Grab der hl. Mirjam (Seligsprechung Johannes Paul II.)

Ikone und Morgengebet der hl. Mirjam

Dienstag, 25. August 2020

König Ludwig IX.

 

mittelalterliche Statue des hl. Ludwig in der Sainte Chapelle, Paris

 

Ludwig IX. gehört zu den herausragenden Herrschergestalten des Mittelalters. Er wurde 1214 in Poissy geboren und war von 1226 bis 1270 König von Frankreich. Während seiner Minderjährigkeit regierte seine energische Mutter, die fromme Blanka von Kastilien. Mit neunzehn Jahren heiratete Ludwig Margarete von der Provence, die ihm elf Kinder schenkte. Ludwig war tief religiös und hatte eine hohe Auffassung von seinem Herrscheramt. Er lebte mit seiner Familie sehr einfach und war ein Freund der Armen. Er sorgte für Ordnung und Gerechtigkeit in der Verwaltung des Landes. Er förderte die Bettelorden, gründete Spitäler. Der Kirche half er bei der Durchführung ihrer Synodalbeschlüsse, wusste aber auch seine königlichen Rechte gegenüber den Bischöfen zu wahren. Sein Kreuzzug gegen Ägypten 1248-1254 war ein Misserfolg. 1267 entschloss er sich zu einem neuen Kreuzzug, zu dem er 1270 aufbrach. Er starb aber am 25. August 1270 vor den Mauern von Tunis an einer Seuche.
(erzabteibeuron)

Gott, du hast den heiligen König Ludwig
aus der Verantwortung für sein Land
in das himmlische Reich gerufen.
Seine Fürsprache helfe uns,
die irdischen Pflichten so zu erfüllen,
dass wir zum Himmelreich gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Glasfenster von Ludwig IX. im St. Denis, Paris (aus dem Testament an seinen Sohn)

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl.

Josef von Calasanz - Altar in der Piaristenkirche Maria Treu, Wien 

und der hl. Mirjam von Abellin (im Karmel, in der Universalkirche am 26.8.)

Im Karmel von Bethlehem

Reliquienrosenkranz der hl. Mirjam

Am Grab der hl. Mirjam (Seligsprechung Johannes Paul II.)

Ikone und Morgengebet der hl. Mirjam

Freitag, 25. August 2017

König Ludwig IX. von Frankreich

vlnr: Ludwig IX. (1226-1270), Isabella, Philipp IV. der Schöne (1285-1314) u. Margarete, die Gattin Ludwigs

Ludwig IX., französischer König. Ludwig wurde am 25. April 1214 geboren und bereits als Elfjähriger zum König gekrönt. Seine Mutter Blanche führte die Vormundschaftsregierung.
Ludwig führte durch kluge Reformen das französische Königtum zu höchstem Ansehen. Er ordnete das Gerichts-, das Münz- und das Gewerbewesen neu, verbot das Unwesen der Familienfehden, begünstigte die Städte, förderte die Wissenschaft und sorgte durch soziale Stiftungen für die Armen und Kranken. Erfüllt von persönlicher Frömmigkeit, schritt er gegen Missstände in der Kirche ein, wahrte aber gegenüber der hohen Geistlichkeit die Rechte der Krone.
1239 erwarb er die Dornenkrone Christi und andere Reliquien aus dem Heiligen Land erbaute dafür in Paris die prächtige Sainte Chapelle. Bei einem 1248 unternommenen Kreuzzug geriet er nach einem Schiffbruch 1250 in Gefangenschaft, aus der er sich loskaufen musste.
Auf seinem zweiten Kreuzzug gegen Tunis starb er nach der Eroberung der Burg von Karthago am 25. August 1270 an einer Seuche. Sein Leib wurde in die Abtei Saint Denis bei Paris übertragen, sein Herz befindet sich in Monreale in Sizilien. Seine Heiligsprechung erfolgte schon 1297 durch Bonifaz VIII.
(Martyrologium Sancrucense)



Ludwig IX., St. Denis, Paris


Aus dem Testament an seinen Sohn
Lieber Sohn, an erster Stelle möchte ich dich lehren, den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus allen Kräften zu lieben; denn ohne das gibt es kein Heil.
Mein Sohn, du sollst dich vor allem hüten, wovon du weißt, dass es Gott missfällt, das heißt, vor jeder schweren Sünde. Eher sollst du dich jeder Art von Martyrium unterwerfen als eine Todsünde begehen.

Wenn Gott zulässt, das dich ein Unglück trifft, musst du es bereitwillig ertragen und bedenken, dass es dir zum Guten ausschlägt und dass du es vielleicht durchaus verdient hast. Schenkt Gott dir aber Wohlergehen, sollst du ihm demütig danken. Hüte dich, dass du nicht schlechter wirst, sei es durch eitle Ruhmsucht oder auf irgendeine andere Weise; denn du darfst nicht mit den Gaben Gottes gegen Gott streiten oder ihn beleidigen.
Gern und fromm höre den Gottesdienst der Kirche. Wenn du im Gotteshaus bist, hüte dich umherzuschauen und führe keine leeren Gespräche. Vielmehr bete zu Gott mit Worten des Mundes oder in der Betrachtung des Herzens.

Dein Herz sei gütig gegen die Armen, Elenden und Betrübten. Komm ihnen nach Möglichkeit entgegen und tröste sie! Danke Gott für alle Gaben, die er dir verliehen hat, damit du noch größerer würdig wirst. Sei gerecht gegenüber deinen Untertanen. Halte den Weg der Gerechtigkeit ein und weiche nicht zur Rechten oder zur Linken ab! Schlag dich stets eher auf die Seite der Armen als auf die der Reichen, bis du sicher bist, die Wahrheit gefunden zu haben. Sei sorgfältig darauf bedacht, dass alle deine Untertanen im Schutz der Gerechtigkeit und des Friedens leben können, besonders kirchliche Personen und Ordensleute.

Sei unserer Mutter, der römischen Kirche, und dem Papst als dem geistlichen Vater ergeben und gehorsam. Bemühe dich, dass aus deinem Land alle Sünden verschwinden, besonders Gotteslästerung und Irrlehre.

Lieber Sohn, ich gebe dir jeden Segen, den ein liebender Vater seinem Sohn geben kann. Die heilige Dreifaltigkeit und alle Heiligen mögen dich vor allem Bösen bewahren. Der Herr gebe dir die Gnade, seinen Willen ganz zu erfüllen, so dass du ihm dienst und ihn ehrst und dass wir nach diesem Leben gemeinsam die Gnade erlangen, ihn ohne Ende zu schauen, zu lieben und zu loben. Amen.