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Montag, 25. Mai 2026

Heiligkeit ist Gleichförmigkeit mit Christus

 

Maria, Mutter der Kirche bitte für uns!
San Benedetto, Subiaco

PREDIGT VON PAPST LEO XIV.

Gedenktag der seligen Jungfrau Maria, Mutter der Kirche - Montag, 9. Juni 2025

heute wird uns die Freude und Gnade zuteil, am liturgischen Gedenktag Marias, der Mutter der Kirche, die Jubiläumsfeier des Heiligen Stuhls zu begehen. Dieses glückliche Zusammentreffen ist eine Quelle des Lichts und der inneren Inspiration im Heiligen Geist, der gestern, am Pfingstfest, in Fülle auf das Volk Gottes herabkam. Und in diesem geistlichen Klima begehen wir heute einen besonderen Tag, zuerst mit der Meditation, die wir gehört haben, und jetzt hier am Tisch des Wortes und der Eucharistie.

Das Wort Gottes in dieser Messe lässt uns das Geheimnis der Kirche – und in ihr des Heiligen Stuhls – im Licht der beiden biblischen Bilder verstehen, die der Heilige Geist in der Apostelgeschichte (1,12-14) und im Johannesevangelium (19,25-34) beschrieben hat.

Beginnen wir mit dem grundlegenden Bild, dem Bericht über Jesu Tod. Johannes, der als einziger der Zwölf auf dem Kalvarienberg zugegen war, sah und bezeugte, dass unter dem Kreuz, zusammen mit den anderen Frauen, die Mutter Jesu stand (V. 25). Und er hörte mit eigenen Ohren die letzten Worte des Herrn, darunter diese: »Frau, siehe, dein Sohn!«, und dann, an ihn gerichtet: »Siehe, deine Mutter!« (V. 26-27).

Die Mutterschaft Marias hat durch das Geheimnis des Kreuzes einen unvorstellbaren Sprung gemacht: Die Mutter Jesu wurde zur neuen Eva, weil der Sohn diese Verbindung zwischen ihr und seinem Erlösungstod herstellte, der Quelle neuen und ewigen Lebens für jeden Menschen, der in diese Welt kommt. Das Thema der Fruchtbarkeit ist in dieser Liturgie sehr präsent. Das Tagesgebet hat es sofort hervorgehoben, indem es uns den Vater bitten lässt, dass die Kirche, getragen von der Liebe Christi, »immer fruchtbarer werde im Geist« [1].

Die Fruchtbarkeit der Kirche ist dieselbe wie die Fruchtbarkeit Marias, und sie verwirklicht sich im Leben ihrer Glieder in dem Maße, in dem sie „im Kleinen“ nachempfinden, was die Mutter gelebt hat, das heißt, sie lieben gemäß der Liebe Jesu. Die gesamte Fruchtbarkeit der Kirche und des Heiligen Stuhls hängt vom Kreuz Christi ab. Andernfalls ist es nur Schein, wenn nicht Schlimmeres. Ein großer zeitgenössischer Theologe schrieb: »Ist sie [die Kirche] der Baum, der aus dem kleinen Senfkorn des Kreuzes hervorwuchs, so ist dieser Baum bestimmt, selber wieder Senfkörner zu tragen, Früchte also, die die Gestalt des Kreuzes wiederholen, weil sie sich ihm verdanken« (H.U. von Balthasar, Cordula oder der Ernstfall, S. 38).

Im Tagesgebet haben wir auch darum gebetet, dass sich die Kirche „an der Heiligkeit ihrer Kinder erfreut“. Tatsächlich ist diese Fruchtbarkeit Marias und der Kirche untrennbar mit ihrer Heiligkeit verbunden, das heißt mit ihrer Gleichförmigkeit mit Christus. Der Heilige Stuhl ist heilig wie die Kirche in ihrem ursprünglichen Kern, in der Faser, aus der sie gewoben ist. So hütet der Apostolische Stuhl die Heiligkeit ihrer Wurzeln, während er selbst von ihnen behütet wird. Aber es ist nicht weniger wahr, dass er auch in der Heiligkeit eines jeden seiner Mitglieder lebt. Der beste Weg, dem Heiligen Stuhl zu dienen, besteht also in dem Bemühen, heilig zu sein – jeder von uns gemäß seinem jeweiligen Lebensstand und der ihm anvertrauten Aufgabe.

Ein Priester zum Beispiel, der wegen seines Dienstes persönlich ein schweres Kreuz zu tragen hat und dennoch jeden Tag ins Büro geht und versucht, seine Arbeit nach besten Kräften mit Liebe und Glauben zu tun. Dieser Priester hat Anteil an der Fruchtbarkeit der Kirche und trägt zu ihr bei. Und so ist es auch bei einem Familienvater oder einer Familienmutter, die zu Hause eine schwierige Situation erleben, wie etwa ein Kind, das Sorgen bereitet, oder ein kranker Elternteil: Wenn diese Eltern ihre Arbeit mit Engagement ausüben, dann sind dieser Mann und diese Frau fruchtbar durch die Fruchtbarkeit Marias und der Kirche.

Kommen wir nun zum zweiten Bild, das der heilige Lukas zu Beginn der Apostelgeschichte beschreibt und das die Mutter Jesu zusammen mit den Aposteln und Jüngern im Abendmahlssaal darstellt (1,12-14). Es zeigt uns die Mutterschaft Marias in Bezug auf die entstehende Kirche, jene „archetypische“ Mutterschaft, die in jeder Zeit und an jedem Ort von Bedeutung bleibt. Vor allem ist sie immer die Frucht des Ostergeheimnisses, der Gabe des gekreuzigten und auferstandenen Herrn.

Der Heilige Geist, der machtvoll auf die erste Gemeinde herabkommt, ist derselbe Geist, den Jesus mit seinem letzten Atemzug übergab (vgl. Joh 19,30). Dieses biblische Bild ist untrennbar mit dem ersten verbunden: Die Fruchtbarkeit der Kirche ist immer an die Gnade gebunden, die zusammen mit dem Blut und dem Wasser, den Symbolen der Sakramente, aus dem durchbohrten Herzen Jesu strömt (vgl. Joh 19,34).

Maria steht im Abendmahlssaal dank der mütterlichen Sendung, die sie am Fuße des Kreuzes erhalten hat, im Dienst der entstehenden Gemeinde: Sie ist die lebendige Erinnerung an Jesus und als solche sozusagen der Anziehungspol, der die Unterschiede harmonisiert und bewirkt, dass das Gebet der Jünger einmütig ist.

Die Apostel werden auch in diesem Text namentlich aufgeführt, und wie immer ist der erste Petrus (vgl. V. 13). Aber auch er, ja gerade er, wird von Maria in seinem Amt unterstützt. In analoger Weise unterstützt die Mutter Kirche den Dienst der Nachfolger Petri mit dem marianischen Charisma. Der Heilige Stuhl lebt in ganz besonderer Weise die Kopräsenz der beiden Prinzipien, des marianischen und des petrinischen Prinzips. Und es ist das marianische Prinzip, das die Fruchtbarkeit und Heiligkeit des petrinischen Prinzips mit seiner Mutterschaft, einem Geschenk Christi und des Heiligen Geistes, gewährleistet.

Meine Lieben, preisen wir Gott für sein Wort, das Licht, das unsere Wege erhellt, auch unser tägliches Leben im Dienst des Heiligen Stuhls. Und von diesem Wort erleuchtet, wiederholen wir unser Gebet: »Vater […], schau hin auf [Christi] große Liebe, lass die Kirche zur Mutter vieler Kinder werden, an deren Heiligkeit sie sich freuen kann, und führe alle Völker in ihre Gemeinschaft« (Tagesgebet). Amen.

San Benedetto, Subiaco



Montag, 9. Juni 2025

Verwurzelt im Kreuz, im Opfer, in der Jungfrau - Kommentar zum Gedenktag "Maria, Mutter der Kirche"

 

Schutzmantelmadonna, mittelalterlicher Schlussstein der Kathedrale von Barcelona

 

Der Gedenktag Mariens „Mutter der Kirche“

 In der Umsetzung der Entscheidung von Papst Franziskus, mit dem Dekret vom 11. Februar 2018, dem 160. Jahrestag der ersten Erscheinung der Jungfrau in Lourdes, hat die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung die Einschreibung des Gedenktages der „seligen Jungfrau Maria Mutter der Kirche“ in den Römischen Generalkalender angeordnet. Im Anhang an das Dekret sind die entsprechenden liturgischen Texte in Latein für die Messe, das Stundengebet und das Martyrologium Romanum enthalten. Die Bischofskonferenzen mögen für die Übersetzung der entsprechenden Texte sorgen, diese approbieren und nach der Bestätigung in den liturgischen Büchern ihres Jurisdiktionsbereiches veröffentlichen.

Das Motiv der Feier ist im selben Dekret kurz beschrieben. Dieses erinnert an die bisher erreichte Reife der liturgischen Verehrung Mariens im Zug eines besseren Verständnisses ihrer Gegenwart „im Geheimnis Christi und der Kirche“, wie es im VIII. Kapitel von Lumen gentium des II. Vatikanischen Konzils erläutert ist. Mit guten Grund wollte der selige Papst Paul VI., in der Verkündigung dieser Apostolischen Konstitution am 21. November 1964, feierlich Maria den Titel „Mutter der Kirche“ zuerkennen.
In zweitausend Jahren Geschichte hatte die Empfindung des christlichen Volkes in verschiedener Weise die kindliche Verbindung erfasst, die die Jünger Christi mit der heiligsten Mutter eng vereint. Von dieser Verbindung gibt der Evangelist Johannes ausdrücklich Zeugnis, als er über das Vermächtnis des sterbenden Christus am Kreuz berichtet (vgl. Joh, 19,26-27). Nachdem er die eigene Mutter den Jüngern anvertraut hat, und zugleich die Jünger der Mutter, hauchte der sterbende Christus im Bewusstsein,
dass „alles erfüllt war“, „den Geist“ dem Leben der Kirche ein, die sein mystischer Leib ist: denn „aus der Seite des am Kreuz entschlafenen Christus ist das wunderbare Geheimnis der ganzen Kirche hervorgegangen“ (Sacrosanctum Concilium, Nr. 5)


Das Wasser und das Blut fließen aus dem Herzen Christi am Kreuz hervor, vollkommenes Zeichen seiner erlösenden Hingabe, und flößen über die Taufe und die Eucharistie der Kirche weiterhin sakramental Leben ein. In dieser geheimnisvollen Gemeinschaft, die sich zwischen dem Erlöser und den Erlösten immer von neuem fortsetzen muss, hat die heiligste Maria ihre mütterliche Sendung zu erfüllen. Daran erinnert der Abschnitt des Evangeliums von Joh 19,25-34, der der Messe des neuen Gedenkta-
ges eingefügt ist. Dieser Abschnitt wurde bereits im Jahr 1973 – zusammen mit den Lesungen Gen 3 und Apg 1 - der Votivmesse „de sancta Maria Ecclesiae Matre“ eingegliedert und von der Gottesdienstkongregation approbiert für das Heilige Jahr der Erlösung 1975 (vgl. Notitiae 1973, SS. 382-383).

So hatte das liturgische Gedenken der kirchlichen Mutterschaft Mariens bereits in den Votivmessen der Editio altera des Missale Romanum von 1975 Platz gefunden. Danach bestand im Pontifikat des heiligen Papstes Johannes Paul II. die den Bischofskonferenzen eingeräumte Möglichkeit, den Titel „Mutter der Kirche“ der lauretanischen Litanei hinzuzufügen (vgl. Notitiae 1980, S. 159); und anlässlich des Marianischen Jahres veröffentlichte die Gottesdienstkongregation weitere Formulare von Votivmessen unter dem Titel „Maria, Urbild und Mutter der Kirche“ in der Collectio missarum de Beata Maria Virgine.

Darüber hinaus wurde im Lauf der Jahre die Feier der „Mutter der Kirche“ in die Eigenkalender einiger Länder - wie Polen und Argentinien - am Montag nach Pfingsten eingeschrieben; zu anderen Tagen war die Feier eingeschrieben an besonderen Orten wie der Petersbasilika, wo die Ausrufung des Titels durch Paul VI. erfolgte, ebenso wie in den Proprien von Ordensgemeinschaften.
 
Papst Franziskus hat beschlossen, dass für die gesamte Kirche des Römischen Ritus der Montag nach Pfingsten der gebotene Gedenktag Mariens, der Mutter der Kirche, ist. Er trägt damit der Bedeutung des Geheimnisses der geistlichen Mutterschaft Mariens Rechnung, die seit der Erwartung des Heiligen Geistes zu Pfingsten nie aufgehört hat, sich mütterlich der durch die Zeit pilgernden Kirche anzunehmen. Die Verbindung zwischen der Lebenskraft der Kirche zu Pfingsten und der mütterlichen Sorge Mariens für
die Kirche tritt dadurch offen zutage. In den Texten der Messe und des Stundengebetes erleuchtet der Abschnitt aus Apg 1,12-14 die liturgische Feier, ebenso wie Gen 3,9-15.20. Beide müssen im Licht der Typologie der neuen Eva gelesen werden, die Maria unter dem Kreuz des Sohnes, des Erlösers der Welt, zur „Mater omnium viventium“ macht.
Der Wunsch ist es, dass diese Feier, die nunmehr auf die ganze Kirche ausgedehnt ist, alle Jünger Christi daran erinnern möge, dass wir wachsen und von der Liebe Gottes erfüllt werden, wenn wir unser Leben in drei Wirklichkeiten verwurzeln: Im Kreuz, im Opfer und in der Jungfrau – Crux, Hostia et Virgo. Dies sind die drei Geheimnisse, die Gott der Welt geschenkt hat, um unser Leben zu ordnen, zu befruchten und zu heiligen und uns zu Jesus Christus zu führen. Es sind drei Geheimnisse, die im Stillen zu be-
trachten sind (R. Sarah, Die Kraft der Stille, Nr. 57).
.
Robertus Card. Sarah
Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung

Sonntag, 22. August 2021

Maria, unsere Königin

 

O Maria, Königin der Welt, Mutter der Güte,
im Vertrauen auf Deine Fürsprache
übergeben wir Dir unsere Seelen.
Geleite uns jeden Tag zur Quelle der Freude.
Schenke uns den Erlöser.
Wir weihen uns Dir, Königin der Liebe!
Amen.

Samstag, 26. Juni 2021

O Maria, blick auf deine Kinder hier

Schutzmantelmadonna, Lassee im Marchfeld

 

1. Schutzfrau Österreichs, o Maria, blick auf deine Kinder hier. Voll Vertrauen, Hilfe suchend, nahmen Zuflucht wir zu dir. / Denn, o Mutter, weit und breit schallt´s durch deiner Kinder Mitte: Dass Maria eine Bitte, eine Bitte nicht gewährt, ist unerhört, ist unerhört, unerhört in Ewigkeit, unerhört in Ewigkeit.

2. Schutzfrau Österreichs, o Maria, unser Flehn hast du erhört, / Freiheit wieder uns gegeben, Frieden Österreich beschert. / Denn, o Mutter...

3. Schutzfrau Österreichs, o Maria, deine Kinder danken dir, / und zum Zeichen unsrer Liebe beten Rosenkränze wir. / Denn, o Mutter...

4. Schutzfrau Österreichs, o Maria, halte deine Mutterhand / weiter über unser liebes, dir geweihtes Vaterland. / Denn, o Mutter...

5. Schutzfrau Österreichs, o Maria, Hass und Zwietracht schürt der Feind, / will uns innerlich verderben, wo nach außen Friede scheint. / Denn, o Mutter ...

6. Schutzfrau Österreichs, o Maria, deinen Namen rufen wir, / und wir rufen nicht vergebens, Mutter wir vertrauen dir. / Denn, o Mutter

 gesungen im Steffl

Das Lied erinnert an die Befreiung Österreichs vor mehr als 60 Jahren: Den Text verfasste der Wiener Franziskanerpater Petrus Pavlicek (1902-1982) nach Erreichen des Staatsvertrags im Mai 1955, durch den das kriegsgebeutelte Österreich aus der militärischen Besatzung befreit und wiederzum selbstbestimmten Staat werden konnte. Dieses Ereignis war lange vorbereitet worden, nicht nur in diplomatischen Verhandlungen: Schon 1946, unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, hatte P. Petrus vor der Mariazeller Gnadenstatue den Ruf vernommen, eine Gebetsgemeinschaft für die Freiheit Österreichs zu gründen, den später sogenannten „Rosenkranz-Sühnekreuzzug“. Im rasch wachsenden Apostolat vermochte P. Petrus zahlreiche Beterinnen und Beter zu vereinen, darunter höchste politische Repräsentanten. Heute ist der Rosenkranz-Sühnekreuzzug eine in 132 Ländern der Welt verbreitete Gebetsgemeinschaft, in der mehrere hunderttausend Menschen im Gebet um den Frieden in der Welt miteinander verbunden sind. (www.rsk-ma.at)

Im Dank für die Gebetserhörung und den neuen Frieden in Österreich war 1955 das Lied „Schutzfrau Österreichs“ entstanden. Seither gilt es gewissermaßen als Hymne des RSK. Anlässlich des Österreichbesuchs von Papst Benedikt XVI.im Jahr 2007 wurde das Lied von den österreichischen Bischöfen in der Basilika Mariazell auf CD eingesungen.

Der Refrain „ist unerhört“ darf nicht als Ausdruck der Empörung missverstanden werden; er erinnert an das altehrwürdige Gebet „Memorare“ des hl. Bernhard von Clairvaux: „Gedenke, o mildreichste Jungfrau Maria, es sei noch niemals gehört worden, dass du jemanden verlassen hättest, der zu dir seine Zuflucht nahm.“
Die Melodie stammt von Franz Xaver Weninger (1805-1888), Studienpräfekt am Wiener Priesterseminar und Hofkaplan des Apostolischen Nuntius, später Dogmatik-Professor in Graz, ab 1848 Volksmissionar in Amerika. Das vorliegende Blatt enthält das Lied in sämtlichen Strophender Originalgestalt. Sollte das Lied in einer Auswahl von Strophen gesungen werden wollen, empfiehlt sich der Zusammenhang 1., 2. und 4. Strophe.

Samstag, 6. Februar 2021

Maria, hilf!


Maria, breit den Mantel aus,
Mach Schirm und Schild für uns daraus;
Laß uns darunter sicher stehn,
bis alle Stürm’ vorübergehn.
    Patronin voller Güte,
    uns allezeit behüte.

Montag, 10. Juni 2019

Maria, Mutter der Kirche

Schutzmantelmadonna, Heimsuchungskirche, Ain Karim



Gott, du Vater des Erbarmens,
dein Sohn hat am Kreuz seine Mutter Maria auch uns zur Mutter gegeben.
Schau hin auf seine große Liebe,
lass die Kirche zur Mutter vieler Kinder werden,
an denen Heiligkeit sie sich freuen kann,
und führe alle Völker in ihre Gemeinschaft.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Tagesgebet vom Gedenktag Maria, Mutter der Kirche)



Heute befindet sich Maria in der Freude und Herrlichkeit der Auferstehung. Die Tränen, die sie am Fuß des Kreuzes vergossen hat, haben sich zu einem Lächeln gewandelt, das durch nichts mehr ausgelöscht werden kann, und dennoch bleibt ihr mütterliches Mitleid uns gegenüber unverändert bestehen.
Das hilfreiche Eingreifen der Jungfrau Maria im Laufe der Geschichte bestätigt das und hört nicht auf, im Volk Gottes ein unerschütterliches Vertrauen zu ihr zu wecken: Das Gebet Memorare („Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria“) bringt dieses Gefühl sehr gut zum Ausdruck. Maria liebt jedes ihrer Kinder, wobei sie ihre Aufmerksamkeit besonders auf diejenigen lenkt, die wie ihr Sohn in der Stunde seiner Passion vom Leiden heimgesucht werden; sie liebt sie, einfach weil sie nach dem Willen Christi am Kreuz ihre Kinder sind.
(Benedikt XVI. in Lourdes am 15.9.2008)


Heimsuchungskirche, Ain Karim