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Mittwoch, 23. Dezember 2020

Gott mit uns

 


Du Immanuel, unser König und Lehrer:
komm, eile und schaffe uns Hilfe;
du unser Herr und unser Gott!
(O-Antiphon vom 23. Dezember)

 


Karmelitenkirche Maria vom Siege, Prag

Dienstag, 15. Oktober 2019

Theresia von Avila - Deiner Liebe Kranz schmückt sie

Verherrlichung der hl. Theresia von Jesus, Karmel Brescia


Herr Jesus Christ, der Jungfraun Krone,
du aller Liebe einzig wert!
Teresa steht vor deinem Throne,
vom Seraph ist ihr Herz versehrt.

Die dich geliebt, des Lebens Quell,
die dich geliebt und einzig dich erwählt,
in Gnaden hast du sie dir an vermählt.
Herr, deinen Ruf treu zu erfüllen,
stand sie in Demut stets bereit.

Dir, den sie über alles liebte,
hat sie ihr Lebenswerk geweiht.
In deinem Geist erglühte sie,
in deinem Geist und deiner Weisheit Kraft.

So hat sie Großes, Herr, für dich vollbracht.
Die Welt und ihre Herrlichkeiten
gab sie dahin für deinen Glanz.
In Müh' und Leiden dir ergeben,
schmückt sie nun deiner Liebe Kranz.

Du, ihre Weisheit, ihre Glut,
du, ihre Weisheit, ihrer Lehre Licht,
wie strahlst du hell auf ihrem Angesicht!

Mit diesem Glanz von deinem Lichte
erhelle deiner Diener Schar,
die Söhne und die vielen Töchter
der großen Frau Theresia.

Nimm unsern Dank, Herr Jesus Christ,
nimm unsern Dank in dieser Erdenzeit,
bis wir lobsingen dir in Ewigkeit.

 (Hymnus der Lesehore aus dem Proprium des Karmels)


Ordensgründerin, Mystikerin, Kirchenlehrerin
Namensdeutung: von der Insel Thera stammend (griech.)
Namenstage: Teresa, Therese, Theresia, Resi, Resa, Tessa, Thea
Gedenktag: 15. Oktober
Lebensdaten: geboren am 28. März 1515 in Ávila, gestorben am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes
Lebensgeschichte: Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada wurde am 28. März 1515 in Ávila geboren. Ihre jüdische Familie trat zum Christentum über, als sie fünf Jahre alt war, und erwarb einen Adelstitel, um der Diskriminierung ehemaliger Juden zu entgehen. Mit 16 Jahren kam sie zur weiteren Erziehung in ein Augustinerinnenkloster, das sie bald aus gesundheitlichen Gründen wieder verlassen musste. Im Karmel ihrer Heimatstadt, in den sie 1535 gegen den Willen ihres Vaters mit dem Ordensnamen Teresa von Jesus eingetreten war, erlebte sie 1554 nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung eine vollkommene Bekehrung und machte mystische Erfahrungen. Sie setzte die ursprüngliche Ordensregel mit dem Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen wieder ein und gründete in rastloser Tätigkeit insgesamt 31 Klöster, wobei sie gemeinsam mit ihrem Ordensbruder Johannes vom Kreuz den männlichen Ordenszweig erneuerte. Daneben war sie mit ihren Büchern sowie etwa 16.000 Briefen, von denen 400 erhalten sind, schriftstellerisch ungeheuer produktiv. Ihre Werke, darunter eine Autobiographie, zählen zu den Höhepunkten der geistlichen und zu den Klassikern der Weltliteratur. Die Kirchenlehrerin und Patronin von Spanien sowie der spanischen Schriftsteller starb am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes, wohin sie zur Niederkunft der Herzogin von Alba abgeordnet worden war.
Verehrung: Infolge der Gregorianischen Kalenderreform von 1582, die am 5. Oktober zehn Tage einfügte und mit dem 15. weiterzählte, wird ihr Gedenktag, der wegen des heiligen Franz von Assisi vom 4. auf den 5. Oktober verlegt wurde, von der gesamten Kirche am 15. Oktober begangen. Sie wurde 1614 selig- und 1622 heiliggesprochen. 1970 wurde sie von Papst Paul VI. als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben. Ihr unverwester Leichnam wird in der Karmelitinnenkirche in Alba de Tormes bei Salamanca verehrt.
Darstellung: als Karmelitin mit flammendem Herzen mit der Inschrift IHS, mit Buch, Engel, Geißel oder Taube
Patronin: von Spanien, des Erzbistums Mexiko, von Alba de Tormes, Ávila und Neapel, der Karmelitinnen und Karmeliten, der spanischen Schriftsteller, Helferin in geistlichen Nöten, um die Gnade des Gebets, für ein innerliches Leben und bei Herz- und Kopfleiden.
(Bistum Augsburg)

Über das Gebet

Stundengebet des Karmel

In der Taufkirche der hl. Theresia von Avila

Der Konvent über dem Geburtshaus der hl. Theresia

Wie der Herr begonnen hat, meine Seele wachzurufen - Begegnung mit dem Schmerzensmann

Die Gnade der geistlichen Vermählung

Das verwundete Herz 

Am Grab der hl. Theresia von Avila in Alba de Tormes 


Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Aurelia von Regensburg und der hl. Thekla (Post folgt noch).

Altar der hl. Theresia, S. Maria del Carmine, Brescia

Dienstag, 16. Juli 2019

Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel - S. Maria del Carmine

Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel, bitte für uns

Wir Karmeliten feiern heute das Hauptfest unseres Ordens, das Hochfest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel. Es erinnert uns an die Entstehung unseres Ordens auf dem Berge Karmel im heutigen Staat Israel. Dort haben sich um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert Einsiedler niedergelassen, die dort im Andenken an den Propheten Elija und unter dem Schutz Marias, der sie ihre kleine Kapelle geweiht hatten, in der Gefolgschaft Jesu Christi leben wollten. Schon bald wurden diese Einsiedler „Brüder Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ genannt, ein Name, der ihnen bis heute geblieben ist. Zum Dank für die Wohltaten, die der Orden durch seine Patronin erfahren hatte, wurde bald schon ein eigenes Fest gefeiert. Das äußerlich sichtbare Zeichen für diesen Dank und diese Verehrung Marias wurde das Skapulier, ein Teil des Ordensgewandes, das all denen überreicht wird, die sich geistlich mit unserem Orden verbinden wollen.
Für uns Karmeliten ist Maria das Vorbild eines Menschen, der in der Gemeinschaft mit Gott gelebt hat. Wenn wir sie heute besonders verehren, dann bekennen wir damit, dass nur ein Leben in lebendiger Beziehung und Gemeinschaft mit Gott und dem daraus folgenden Einsatz für die Mitmenschen sinnvoll ist.
(Quelle: Karmel)


Gütiger Gott, höre auf die Fürsprache der lobwürdigen Jungfrau Maria,
der Mutter und Königin des Karmel, und komm uns zu Hilfe mit deiner Gnade.
Führe uns unter ihrem Schutz zum Berg der Herrlichkeit, zu Jesus Christus,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.


Simon Stock und das Skalpulier

Prozession im Rom

Verkündigung, Maria del Carmine, Brescia

Als am heiligen Pfingstfeste die Apostel vom Heiligen Geiste erfüllt, in verschiedenen Sprachen redeten und unter Anrufung des heiligsten Namens Jesu viele Wunder wirkten, da erkannten, so wird berichtet, auch sehr viele Männer, die den Spuren der heiligen Propheten Elias und Eliseus gefolgt und durch die Predigt des heiligen Johannes des Täufers auf die Ankunft Christi vorbereitet waren, die Wahrheit und nahmen sofort den Glauben und die frohe Botschaft an; sie begannen nun, die heiligste Jungfrau, mit der sie reden und in beglückender Weise zusammensein konnten, mit solcher Innigkeit zu verehren, daß sie zuerst an der Stelle des Berges Karmel, wo Elias einst die aufsteigende Wolke, das leuchtende Vorbild der heiligen Jungfrau, geschaut hatte, dieser reinsten Jungfrau eine Kapelle erbauten. …

In dieser neuen Kapelle kamen sie oft am Tage zusammen und verehrten durch fromme Übungen, in Gebeten und Gesängen die heiligste Jungfrau als die besondere Beschützerin ihres Ordens. Darum nannte man sie auch allenthalben Brüder der heiligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel. Diese Bezeichnung haben die Päpste nicht nur bestätigt, sondern sie haben auch besondere Ablässe denen verliehen, die den Orden oder einzelne Brüder so nannten. Die hehrste Jungfrau lieh dem Orden jedoch nicht nur den Namen und ihren Schutz, sondern verlieh ihm auch noch als besondere Auszeichnung das heilige Skapulier. Sie überreichte es dem heiligen Simon von England; durch dieses himmlische Gewand sollte dieser heilige Orden von anderen sich unterscheiden und vor drohenden Gefahren beschützt werden. Der Orden war in Europa zunächst unbekannt und viele verlangten von Honorius III. dessen Aufhebung. Die heiligste Jungfrau Maria erschien jedoch dem Honorius in der Nacht und gab ihm deutlich zu verstehen, er solle sich des Ordens und seiner Mitglieder in Güte annehmen. …

Doch nicht nur in dieser Welt zeichnete die allerseligste Jungfrau den ihr so teuren Orden mit vielen Vorzügen aus; es ist auch ein frommer Glaube, daß sie, die durch ihre Macht und ihre Güteüberall so viel vermag, auch in der andern Welt ihren Kindern, die der Skapulierbruderschaft angehören, etwas Enthaltsamkeit üben, die vorgeschriebenen wenigen Gebete regelmäßig verrichten und standesgemäße Keuschheit bewahren, in ihrer mütterlichen Liebe Trost spendet, wenn sie im Fegfeuer leiden müssen, und sie durch ihre mächtige Fürsprache möglichst schnell in das himmlische Vaterhaus führt. Da dieser Orden also mit so vielen großen Hulderweisen überhäuft wurde, setzte er den feierlichen Gedächtnistag der seligsten Jungfrau ein, der für ewige Zeiten jedes Jahr zu ihrem Ruhme feierlich begangen wird.

Quelle: Deutsches Brevier. Vollständige Übersetzung des Stundengebetes der römischen Kirche, Zweiter Band: Pfingsten bis Advent, hrsg. v. Dr. Johann Schenk, 2. Aufl., Regensburg o. J. [1939?], S. 651 f. – Imprimatur: Ratisbonæ, die 21. Octobris 1939

(Quelle: Karmelblumen)

Maria übergibt das Skapulier Simon Stock, rechts ? Papst Honorius III., der durch eine Erscheinung veranlasst wird,
den Orden anzuerkennen, S. Maria del Carmine, Brescia

S. Maria del Carmine, Brescia

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Johannes vom Kreuz



Am Grab des hl. Johannes vom Kreuz, Lebensbeschreibung, Katechese von Benedikt XVI. 


Bleibe stets standhaft in deinem Herzen gegen alles,
was dich bewegen will zu dem, was nicht Gottes ist,
und sei stets ein Freund der Leiden Christi.

Johannes vom Kreuz, Our Lady of Carmel / St Simon Stock, London


Freue dich stets in Gott, deinem Heil,
und bedenke, daß es gut für dich ist,
Ihm zuliebe zu leiden, der das Gute selbst ist.
(J. Boldt, Johannes vom Kreuz, 206)

Karmel in London

Montag, 14. Dezember 2015

Am Grab des hl. Johannes vom Kreuz (2)

Burg Alcaraz de Segovia

Am Grab des hl. Johannes vom Kreuz (1)

Segovia

Grabeskapelle des hl. Johannes vom Kreuz, oben Reliquienschrein


Auszug aus dem Gebet der liebenden Seele (unten fett gedruckt)


Gebet der liebenden Seele

Herr Gott, mein Geliebter!
Wenn du immer noch an meine Sünden denkst
und deshalb das, was ich fortwährend erbitte, nicht gewährst,
so erfülle deinen Willen in ihnen, mein Gott,
denn das ist es, was ich vor allem möchte,
und übe deine Güte und Barmherzigkeit aus
und du wirst in den Sünden erkannt.

 
Und wenn es so ist, daß du auf meine Werke wartest,
um mir durch dieses Mittel meine Bitte zu gewähren,
dann gib und wirke du sie mir, und gib mir die Schmerzen,
die du empfangen möchtest; ja, so geschehe es!

 
Und wenn du nicht auf meine Werke wartest,
worauf wartest du dann, mein mildester Herr? Warum säumst du noch?
Denn wenn es letztendlich Gnade und Barmherzigkeit sein soll,
worum ich dich in deinem Sohn bitte,
dann nimm mein Scherflein, denn das willst du ja,
und gib mir dieses Gut, denn auch das willst du.

 
Wer wird sich von seinen unzulänglichen Verhaltensweisen
und Begrenztheiten befreien können, wenn nicht du, mein Gott,
ihn in lauterer Liebe zu dir erhebst?
Wie aber wird sich der in Unzulänglichkeiten gezeugte
und aufgewachsene Mensch zu dir erheben,
wenn nicht du ihn erhebst, o Herr,
mit der Hand, mit der du ihn erschufst?

 
Du nimmst mir ja nicht weg, mein Gott, was du mir
in deinem einzigen Sohn Jesus Christus einmal gegeben hast,
und in ihm hast du mir alles gegeben, was ich möchte;
deshalb freue ich mich, denn du zögerst ja nicht,
wenn ich voll Erwartung bin.
 

Warum wartest du noch und schiebst es noch weiter hinaus,
da du Gott in deinem Herzen doch schon jetzt lieben kannst?
 

Mein sind die Himmel und mein ist die Erde;
mein sind die Völker, die Gerechten sind mein und mein die Sünder;
die Engel sind mein, und die Muttergottes und alle Dinge sind mein,
ja Gott selbst ist mein und für mich, denn Christus ist mein und ganz für mich.

 
Was erbittest und suchst du also noch, meine Seele?
Dein ist all dies, und alles ist für dich.
Gib dich nicht mit etwas Geringerem ab und schiele nicht auf die Brosamen,
die vom Tisch deines Vaters fallen.

 
Laß das alles und rühme dich deiner Herrlichkeit;
verbirg dich in ihr und freue dich,
und du wirst erlangen, was dein Herz erbittet.

(Johannes vom Kreuz) 

Jesus an der Geißelsäule, Johannes vom Kreuz

Und passend zum Advent:

Vom GÖTTLICHEN WORT
Ist schwanger die JUNGFRAU
Sie kommt des Wegs;
Gebt ihr doch Wohnung!

(J. Boldt, Johannes vom Kreuz, 156)

Ikone des hl. Johannes vom Kreuz

rechts Kathedrale von Segovia

Montag, 15. Oktober 2012

Theresia von Avila

"Was hat es doch mit einer verwundeten Seele auf sich!

Sie sieht deutlich, dass nicht sie sich dorthin bewegt hat, von wo ihr eine solche Liebe herkam, sondern dass anscheinend aus der übergroßen Liebe, die der Herr zu ihr hat, plötzlich dieser Funke auf sie übergesprungen ist, der sie ganz in Flammen setzt".

Theresia von Avila

Theresia von Avila, Kreuzweg, Heiligenkreuz

Ausschnitt Hochaltarbild Karmelitenkirche Wien, rechts neben der Hl. Familie Theresia mit brennender Flamme aus ihrem Herzen