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Freitag, 3. Juli 2026

Der Nutzen für unseren Glauben

 „Der Unglaube des Thomas hat unserem Glauben mehr genützt als der Glaube der glaubenden Jünger.
Denn während er durch Berührung zum Glauben zurückgeführt wird, wird unser Geist von jedem Zweifel befreit und im Glauben gefestigt.“

Gregor der Große, Homilien zu den Evangelien, Homilie 26

Jesus erscheint dem Thomas, Kathedrale von Bordeaux

Freitag, 15. Mai 2026

Sophia, Märtyrin und Eisheilige

Sophie von Rom im Stephansdom vor der Renovierung

Sophia (um 1450 aus Kalkstein) nach der Renovierung mit Hand und Palme,
 Stephansdom

 
Eine besondere Gruppe ist an der Nordwand des Langhauses zu finden: die heilige Sophia mit ihren drei Töchtern, Spes, Fides und Caritas. Die Legende berichtet von einer christlichen Witwe mit drei Töchtern, die aus Mailand stammten und zu Opfern der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (303-305) wurden.
Die Namen haben auch eine andere Bedeutung, die über die tragische persönliche Geschichte hinausweist: Die drei Töchter tragen die Namen der drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe, die aus der Beschreibung der Liebe im ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther hergeleitet werden: „Für jetzt bleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und Liebe“. Die Weisheit (Sophia) ist eines der Ziele einer tugendhaften Lebensführung. Im Vers davor schreibt Paulus: „Dann (im Paradies) werde ich [die Weisheit, griechisch Sophia] vollkommen erkennen“.
(Quelle: Verein UnserStephansdom)



Sophia links vor dem Fenster ganz rechts, Stephansdom

Sonntag, 5. Oktober 2025

Herr, stärke unseren Glauben

 

Harris Manchester College, Oxford

Orgelpfeifen

Harris Manchester College, Oxford
Glasmalerei von Edward Burne Jones und William Morris

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 17

In jener Zeit
5 baten die Apostel den Herrn:
Stärke unseren Glauben!
6 Der Herr erwiderte:
Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn,
würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen:
Entwurzle dich
und verpflanz dich ins Meer!
und er würde euch gehorchen.
7 Wenn einer von euch einen Knecht hat,
der pflügt oder das Vieh hütet,
wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen:
Komm gleich her und begib dich zu Tisch?
8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen:
Mach mir etwas zu essen,
gürte dich und bediene mich,
bis ich gegessen und getrunken habe;
danach kannst auch du essen und trinken.
9 Bedankt er sich etwa bei dem Knecht,
weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
10 So soll es auch bei euch sein:
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde,
sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte;
wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
(Evangelium vom 27. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C)

links: Glaube; rechts Prophetie
Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten (Jesaja 59,1)

Donnerstag, 10. April 2025

Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte.

 

Abraham, Jesus College, Cambridge

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 8

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden:
51 Amen, amen, ich sage euch:
Wenn jemand an meinem Wort festhält,
wird er auf ewig den Tod nicht schauen.
52 Da sagten die Juden zu ihm:
Jetzt wissen wir, dass du von einem Dämon besessen bist.
Abraham und die Propheten sind gestorben,
du aber sagst:
Wenn jemand an meinem Wort festhält,
wird er auf ewig den Tod nicht erleiden.
53 Bist du etwa größer als unser Vater Abraham?
Er ist gestorben und die Propheten sind gestorben.
Für wen gibst du dich aus?
54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst verherrliche,
ist meine Herrlichkeit nichts.
Mein Vater ist es, der mich verherrlicht,
er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott.
55 Doch ihr habt ihn nicht erkannt.
Ich aber kenne ihn,
und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht,
so wäre ich ein Lügner wie ihr.
Aber ich kenne ihn
und halte an seinem Wort fest.
56 Euer Vater Abraham jubelte,
weil er meinen Tag sehen sollte.
Er sah ihn und freute sich.
57 Die Juden entgegneten:
Du bist noch keine fünfzig Jahre alt
und willst Abraham gesehen haben?
58 Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch:
Noch ehe Abraham wurde, bin ich.
59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen.
Jesus aber verbarg sich
und verließ den Tempel.

(Evangelium von Donnerstag der 5. Fastenwoche)

Opferung Isaaks
"Durch Isaak wirst du Nachkommen haben"

Adam, Henoch, Noah und Abraham, Fenster von Edward Burne Jones, Jesus College, Cambridge

Mittwoch, 3. Juli 2024

Der Sonntag als der Tag des Glaubens

 

 

Der Tag des Glaubens

29. Auf Grund all dieser für ihn charakteristischen Dimensionen erscheint der Sonntag als der Tag des Glaubens schlechthin. An ihm macht der Heilige Geist, das lebendige »Gedächtnis« der Kirche (vgl.Joh 14,26), die erste Erscheinung des Auferstandenen zu einem Ereignis, das sich im »Heute« jedes einzelnen der Jünger Christi erneuert. Wenn die Gläubigen in der Zusammenkunft am Sonntag vor ihm stehen, fühlen sie sich angesprochen wie der Apostel Thomas: »Streck deinen Finger aus — hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!« (Joh 20,27).

Ja, der Sonntag ist der Tag des Glaubens. Das wird dadurch unterstrichen, daß die Liturgie der sonntäglichen Eucharistiefeier, wie im übrigen jene der liturgischen Hochfeste, das Glaubensbekenntnis vorsieht. Das gesprochene oder gesungene »Credo« stellt den Tauf- und Ostercharakter des Sonntags heraus und macht ihn zu dem Tag, an dem in besonderer Weise der Getaufte im neugestärkten Bewußtsein des Taufversprechens seine Zugehörigkeit zu Christus und zu seinem Evangelium erneuert. Wenn er das Wort hört und den Leib des Herrn empfängt, betrachtet er den auferstandenen, in den »heiligen Zeichen« gegenwärtigen Jesus und bekennt mit dem Apostel Thomas: »Mein Herr und mein Gott!« (Joh 20,28).

(Johannes Paul II, Dies Domini)

Mittwoch, 13. Januar 2021

Gebet um Bewahrung des Glaubens (Hilarius von Poitiers)

Hilarius bei der Taufe seiner Familie, Saint Hilaire le Grand, Poitiers

Bewahre, Gott, ich bitte, unversehrt die Ehrfurcht meines Glaubens!
Und bis zum Scheiden meines Geistes gib mir diese Bekundung meines Wissens, daß ich immer festhalte, was ich in der Glaubensregel bei meiner Wiedergeburt feierlich bekannte, als ich getauft wurde im Vater und Sohn und Heiligen Geist:

dich, unsern Vater, und deinen Sohn zugleich mit dir anzubeten;
des Heiligen Geistes würdig zu werden,
der aus dir durch deinen Eingeborenen sein Dasein hat!
Denn meines Glaubens ist mir vollgültiger Zeuge, der da sagt:
"Vater, alles Meinige ist dein, und alles Deinige ist mein" (Joh 17),
mein Herr Jesus Christus, der in dir und aus dir und bei dir immerdar als Gott bleibt,
der gepriesen ist in der Ewigkeiten Ewigkeit. Amen.

(Hilarius, über die Dreieinigkeit 12,57, in: Texte der Kirchenväter 2, 293)

 

Saint Hilaire Le Grand, Poitiers

Am Grab des hl. Hilarius von Poitiers (Benedikt XVI. über Hilarius)

Hilariusfenster in Saint Hilaire le Grand, Poitiers

Hilarius und der hl. Bischof Martin

Fresko des hl. Hilarius in der Kathedrale von Aquileia

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Remigius von Reims.

Sonntag, 13. Mai 2018

Unsere Liebe Frau von Fatima - die Gebete

Ort der Marienerscheinung in Fatima

Unsere Liebe Frau von Fatima. Am 13. Mai 1917 erschien die Gottesmutter in Fatima in Portugal den 3 Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta Marto, zeigte ihnen ihr unbeflecktes Herz und forderte die Kinder zu Gebet, Sühne und Wallfahrten auf. Die Erscheinungen wiederholten sich an jedem 13. des Monats bis zum 13. Oktober, wo etwa 70.000 Personen Zeugen eines sogenannten „Sonnenwunders“ wurden.
Die Kinder nahmen diese Aufforderungen des Himmels sehr ernst, ohne aber die kindliche Lebensfreude zu verlieren. Francisco und Jacinta verstarben schon im Alter von 9 und 10 Jahren, nachdem sie Krankheit und Todesleiden für die Bekehrung der Sünder, für den Frieden in der Welt und für den Heiligen Vater aufgeopfert hatten. Lucia hingegen, die in den Karmel von Coimbra eintrat, schrieb die drei Botschaften der Gottesmutter nieder, sie starb 98-jährig am 13. Februar 2005.

Die Botschaften von Fatima fordern die persönliche Bekehrung, das betrachtende Gebet des Rosenkranzes und die Sühne für die Sünder. Schon Pius XII., der am Tag der ersten Erscheinung zum Bischof geweiht worden war, förderte die marianische Frömmigkeit von Fatima und ehrte die heilige Jungfrau durch die Kathedralentscheidung von 1950 über die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel. Johannes Paul II. schrieb es der Hilfe der Unbefleckten Jungfrau von Fatima zu, dass er das Attentat vom 13. Mai 1981 überleben durfte. 1984 erfüllte er die Bitte Mariens um die Weihe der Welt an ihr Unbeflecktes Herz und rief zum 70. Jahrestag ein Marianisches Jahr von 1987 bis 1988 aus. Den überraschenden Fall des Eisernen Vorhanges im darauffolgenden Jahr 1989 sah er als Frucht dieser Marienweihe. Im Jubiläumsjahr 2000 ließ er das 3. Geheimnis veröffentlichen, das ausdrücklich vom Martyrium zahlloser Christen und von einem Attentat auf einen „weißen Bischof“, also den Papst, spricht. Nach dem neuen Calendarium von 2003 ist Unsere Liebe Frau von Fatima als weltkirchlicher Gedenktag zu feiern.
(Martyrologium Sancrucense)





Die Seherkinder erhielten viele Botschaften von der Muttergottes, von denen die meisten zur persönlichen Umkehr und zum Gebet auffordern, sowie fünf neue Gebete.

Das erste dieser Gebete kennen viele Katholiken schon; doch die anderen vier sind weniger bekannt. 
Dies sind die 5 Gebete, die den Kindern in Fatima geschenkt wurden:

1) Das Fatima-Gebet

O mein Jesus, verzeih' uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Amen.

 Maria sagte den Kindern, dass sie dieses Gebet nach jedem Gesätz des Rosenkranzes beten sollten. 

2) Das Gebet um Verzeihung

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.

Im Jahr 1916, vor den Marienerscheinungen, sahen die Hirtenkinder einen Engel, der ihnen dieses und das nächste Gebet anvertraute.


Engelserscheinung mit Kelch und Hostie, Ajustrel


3) Das Gebet des Engels 

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.

Als ihnen der Engel dieses Gebet schenkte, erschien der Leib Christ in Hostie und Kelch vor ihnen in der Luft, und der Engel leitete die Kinder an, davor niederzuknien und zu beten.

4) Das Eucharistische Gebet 

Allerheiligste Dreifaltigkeit, ich bete dich an! Mein Gott, mein Gott, ich liebe dich im Allerheiligsten Sakrament.

Als Maria den Kindern zum ersten Mal erschien, am 13. Mai 1917, sagte sie: "Ihr werdet viel zu leiden haben, aber die Gnade Gottes wird Euer Trost sein." Lucia, eines der Kinder, erzählte, dass ein helles Licht überall um sie herum aufstrahlte, und ohne darüber nachzudenken, begannen sie gemeinsam, das Gebet zu sprechen.

5) Das Opfergebet 

Oh Jesus, ich bete aus Liebe zu dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne der Sünden gegen das unbefleckte Herz Mariens.

Dieses Gebet gab Maria den Kindern zusammen mit dem Fatima-Gebet (Nr. 1) am 13. Juni 1917. Man soll es beten, wenn man Gott sein Leiden aufopfert.

(Quelle: CNA deutsch)
 

Prozession in Fatima

Montag, 15. Mai 2017

Sophia von Rom

Sophia von Rom mit ihren Märtyrertöchtern Fides, Spes und Caritas,
Glaube, Hoffnung und Liebe als Frucht der Weisheit
Stephansdom, Wien


Sophia, eine römische Jungfrau, erlitt den Martertod wahrscheinlich in der Christenverfolgung Diokletians. Sie wurde im Friedhof der heiligen Gordianus und Epimachus bestattet. Papst Sergius II. übertrug Teile der Reliquien Sophias um 845 unter den Hochaltar der römischen Kirche San Martino ai Monti. Eine ganz seltene Darstellung aus dem 15. Jahrhundert findet sich in Sankt Stephan zu Wien auf einem Langhauspfeiler. Sophia wurde in den österreichischen Landen als sogenannte „Eisheilige“ verehrt, insofern der 15. Mai als letzter möglicher Frosttag gilt.
(Martyrologium Sancrucense)

Donnerstag, 26. November 2015

Medjugorje, 25. November 2015

Kirche zum hl. Jakobus, Medjugorje

Seit Juni 1981 soll in Medjugorje (Bosnien-Herzegowina) die Mutter Gottes erscheinen. Von März 1984 bis Jänner 1987 erhielten die sog. Seher jeden Donnerstag eine Botschaft. Nach ihren Aussagen  kündigte Maria am 8.1.1987 an, nur mehr eine Botschaft im Monat zu geben:


Liebe Kinder! Ich möchte euch Dank sagen für jede Antwort auf die Botschaften. Besonders danke ich euch, liebe Kinder, für all eure Opfer und Gebete, die ihr mir dargebracht habt. Liebe Kinder, ich möchte euch auch weiterhin Botschaften geben, jedoch, liebe Kinder, nicht mehr jeden Donnerstag, sondern am 25. jeden Monats. Die Zeit ist gekommen, da sich verwirklicht hat, was mein Herr wünschte. Von nun an gebe ich euch weniger Botschaften, bin aber auch weiterhin mit euch. Deshalb, liebe Kinder, bitte ich euch, hört auf meine Botschaften und lebt sie, damit ich euch führen kann. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!


Die Botschaft vom 25. November lautet:

Liebe Kinder!
Heute rufe ich euch alle auf: betet in meinen Anliegen.
Der Friede ist in Gefahr, deshalb meine lieben Kinder, betet und seid Träger des Friedens und der Hoffnung in dieser friedlosen Welt, wo Satan angreift und auf alle Arten versucht.
Meine lieben Kinder, seid beharrlich im Gebet und mutig im Glauben. Ich bin mit euch und halte für euch alle vor meinem Sohn Jesus Fürsprache.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!


Erscheinungsberg, Ort der ersten Erscheinungen der Gottesmutter


Dear children! Today I am calling all of you: pray for my intentions. Peace is in danger, therefore, little children, pray and be carriers of peace and hope in this restless world where Satan is attacking and tempting in every way. Little children, be firm in prayer and courageous in faith. I am with you and intercede before my Son Jesus for all of you. Thank you for having responded to my call. 




Draga djeco! Danas vas sve pozivam: molite se na moje nakane. Mir je u opasnosti, zato, dječice, molite i budite nositelji mira i nade u ovom nemirnom svijetu gdje sotona napada i kuša na sve načine. Dječice, budite čvrsti u molitvi i hrabri u vjeri. Ja sam s vama i zagovaram pred mojim sinom Isusom za sve vas. Hvala vam što ste se odazvali mome pozivu.