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Donnerstag, 25. August 2022

Am Grab des hl. Josef von Calasanz

 

 

Er wurde 1556 in einem kleinen Dorf des nördlichen Spanien geboren. 1583 wurde er zum Priester geweiht. Schon wenige Jahre später wurde er zum Generalvikar des Bistums Urgel ernannt. Anfang 1592 kam er nach Rom, wie es scheint, im Auftrag seines Bischofs. Hier lernte er die Verlassenheit und Unwissenheit kennen, in der die Kinder der Armen heranwuchsen, ohne dass sich jemand darum gekümmert hätte. Bald wurde ihm seine Berufung klar. Zusammen mit zwei anderen Priestern eröffnete er 1597 die erste unentgeltliche Volksschule Europas.

Seine Mitarbeiter schloss er in einer Kongregation zusammen, die in der Folge den Namen „Piaristen“ (Clerici Regulares Scholarum Piarum) erhielt und die 1617 von Papst Paul V. anerkannt wurde. 1621 wurde die Genossenschaft als Orden mit feierlichen Gelübden errichtet; außer den drei üblichen Gelübden verpflichteten sich die Mitglieder, der christlichen Erziehung der Jugend zu dienen. Aber bald hatte der Orden infolge von Verleumdungen eine schwere Krise zu bestehen. Josef starb 1648, ohne das Ende der Krise und die Wiederherstellung des Ordens zu erleben. Er wurde 1767 heilig gesprochen.

(erzabteibeuron)


Festmesse am 25. August, links eine Reliquie, rechts vom Zelebranten das Grab v. Calasanz


Es ist ein heiliger Dienst, Kinder zu erziehen, besonders die Kinder der Armen,
und sie so zu belehren, dass sie das ewige Leben erlangen können.
Dieser Dienst besitzt eine hohe Würde und findet großen Lohn.
Wenn wir die Kinder unterrichten und sie vor allem
in christlicher Frömmigkeit und Lehre erziehen,
sorgen wir für ihr Heil an Leib und Seele,
und wir leisten ihnen gewissermaßen den gleichen Dienst wie ihre Schutzengel.

(Josef Calasanz)

 

Altarrelief aus Marmor, Josef v. Calasanz stellt der Mutter Gottes (die Ikone wird von Engeln gehalten),  zwei Kinder vor


S. Pantaleo e San Guiseppe Calasanzio, Rom

Gütiger Gott,

du hast den heiligen Josef von Calasanz

zu einem Lehrer der Weisheit gemacht

und ihn befähigt, sich mit Liebe und Geduld

der Erziehung der Jugend zu widmen.

Steh uns bei,

wenn wir nach seinem Vorbild uns bemühen,

junge Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Samstag, 25. August 2018

Josef von Calasanz


Josef-Calasanz-Altar, Maria Treu, Piaristenkirche Wien



Josef-Calasanz-Altar: Altargemälde von Carl Rahl (1840 in Rom nach einem in der Kirche St. Pantaleon befindlichen Porträt des Ordensstifters gemalt), Darstellung von zwei Begebenheiten aus dem Leben des Heiligen: beim gemeinsamen Gebet der Schulkinder erscheint ihnen Maria, und eine Mutter bringt ein totes Kind, dem durch die Fürsprache des Heiligen das Leben wieder geschenkt wird. Statuen (Mütter bringen ihre Kinder in die frommen Schulen) von J. J. Rössler, 1758.
(Quelle: Piaristenpfarre)


linke Seitenaltäre Maria Treu

Josef von Calasanza, Priester und Gründer der Piaristen. Wurde um 1556 zu Peralta de la Sal in Nordspanien geboren und 1583 zum Priester geweiht. 1592 trat er in Rom in den Dienst des Kardinals Colonna. Im Herbst 1597 eröffnete er im Pfarrhaus von Santa Dorotea im römischen Stadtviertel Trastevere die erste unentgeltliche Volksschule Europas. Für seine Mitarbeiter gründete er den Orden der Piaristen. Als Generaloberer erlebte Josef von Calasanza das rasche Wachstum seines Werkes und dann ebenso viele Enttäuschungen. Er wurde verleumdet und ungerecht beschuldigt, ja sein Orden aufgelöst. Erst kurz vor seinem Tod wurde er 1646 wieder in seine Ämter eingesetzt. Er starb am 25. August 1648 zu Rom und fand seine letzte Ruhestätte in der Kirche San Pantaleone. Er wurde 1767 heilig gesprochen und ist Patron der christlichen Volksschulen.
(Martyrologium Sancrucense)