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Sonntag, 27. September 2026

Gehorsam bis zum Tod, darum hat Gott ihn über alle erhöht

 

St Lawrence Jewry, London


Darum hat Gott ihn über alle erhöht.... 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi 2

Schwestern und Brüder!
1 Wenn es eine Ermahnung in Christus gibt,
einen Zuspruch aus Liebe,
eine Gemeinschaft des Geistes,
ein Erbarmen und Mitgefühl,
2 dann macht meine Freude vollkommen,
dass ihr eines Sinnes seid,
einander in Liebe verbunden,
einmütig, einträchtig,
3 dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut.
Sondern in Demut
schätze einer den andern höher ein als sich selbst.4Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl,
sondern auch auf das der anderen.
5 Seid untereinander so gesinnt,
wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht:
6 Er war Gott gleich,
hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein,
7 sondern er entäußerte sich
und wurde wie ein Sklave
und den Menschen gleich.
Sein Leben war das eines Menschen;
8 er erniedrigte sich
und war gehorsam bis zum Tod,
bis zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht
und ihm den Namen verliehen,
der größer ist als alle Namen,
10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde
ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu
11und jeder Mund bekennt:
Jesus Christus ist der Herr
zur Ehre Gottes, des Vaters.
(2. Lesung vom 26. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)


Er war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz

Donnerstag, 24. September 2026

Unsere Liebe Frau von Walsingham (24.9.)

 


Unsere Liebe Frau von Walsingham wird in der katholischen Kirche jedes Jahr am 24. September gefeiert. Walsingham in England ist seit dem Mittelalter ein bedeutender Marienwallfahrtsort und  Maria wird dort unter diesem Titel verehrt.

Der Schwerpunkt liegt auf der Menschwerdung Jesu Christi (Inkarnation) und auf der Verkündigung des Engels an Maria:

  • Der Engel Gabriel verkündet Maria, dass sie den Sohn Gottes empfangen wird.
  • Maria sagt ihr berühmtes „Ja“ zu Gott.
  • Dadurch wird sie zur Mutter Jesu.
  • Die Gläubigen betrachten an Maria, wie man Gottes Willen vertrauen und Christus im eigenen Leben aufnehmen kann.

Deshalb wird Walsingham auch als „England’s Nazareth“ bezeichnet. Das Heiligtum versteht sich ausdrücklich als ein Marienheiligtum, das auf das Geheimnis der Menschwerdung ausgerichtet ist. (KI)



Prayer to Our Lady of Walsingham

O Mary, our Mother and Queen,
you who were chosen by God
to be the Mother of his beloved Son,
pray for us and for our families.

Our Lady of Walsingham,
pray for us.

Help us to follow your example
of faith, humility and obedience.
Teach us to welcome Christ into our hearts
and to bring his love to those around us.

Pray for the Church in England and Wales,
and for all who come to Walsingham
seeking the peace and mercy of your Son.

May we, like you,
always say “yes” to God's will
and lead others closer to Jesus.

Our Lady of Walsingham,
pray for us.
Amen.

Gebet zu Unserer Lieben Frau von Walsingham

O Maria, unsere Mutter und Königin,
du, die von Gott erwählt wurde,
die Mutter seines geliebten Sohnes zu sein,
bitte für uns und unsere Familien.

Unsere Liebe Frau von Walsingham,
bitte für uns.

Hilf uns, deinem Beispiel
des Glaubens, der Demut und des Gehorsams zu folgen.
Lehre uns, Christus in unseren Herzen aufzunehmen
und seine Liebe zu den Menschen um uns herum zu bringen.

Bitte für die Kirche in England und Wales
und für alle, die nach Walsingham kommen,
um den Frieden und die Barmherzigkeit deines Sohnes zu suchen.

Möge auch unser „Ja“ zu Gottes Willen
so aufrichtig sein wie dein „Ja“,
und möge unser Leben andere Menschen
näher zu Jesus führen.

Unsere Liebe Frau von Walsingham,
bitte für uns.
Amen.



Unsere Liebe Frau von Walsingham, bitte für uns

Montag, 21. September 2026

Matthäus

 Alle Matthäusposts

 


St Marylebone, London

Apostel, Evangelist, Märtyrer
Namensdeutung: Gottesgeschenk (hebr.-griech.)
Namenstage: Matthäus, Matthew, Matteo, Matthieu, Mateus, Matta
Gedenktag: 21. September

Lebensdaten: gestorben nach 42 in Äthiopien, Mesopotamien oder Persien

Lebensgeschichte: Matthäus war Steuereintreiber in Kafarnaum, galt also als Kollaborateur der römischen Besatzer, und beherrschte sowohl Hebräisch als auch Griechisch sowie eine Schnellschrift. Jesus berief ihn vom Zolltisch weg in seine Nachfolge (Mt 9,9). Er taucht als Matthäus oder Levi in allen Apostellisten auf und verfasste laut Bischof Papias von Hierapolis (gestorben 135) sein Evangelium in hebräischer Sprache.

Nach 42 verließ er Jerusalem und zog über das Land der Parther bis nach Persien. Clemens von Alexandrien (gestorben 215) überliefert seinen natürlichen Tod, während spätere Legenden sein Martyrium durch Erdolchen, Steinigen, Verbrennen oder Enthaupten berichten.

Im 10. Jahrhundert tauchten seine Gebeine in Paestum auf und wurden in die 1085 eingeweihte Kathedrale S. Matteo von Salerno gebracht, die in der Folge zu einem wichtigen Wallfahrtsort wurde.

Die Redewendung „Matthäi am Letzten“ bezeichnet ein letztmögliches Datum und bezieht sich ursprünglich auf den Schluss des Matthäusevangeliums „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“, hat sich wegen Matthäus’ Beruf als Steuereintreiber auch auf eine Geldnot hin verschoben.

Darstellung: bei seiner Berufung am Zolltisch, mit dem Menschen als seinem Evangelistensymbol bzw. inspirierendem Engel bei der Abfassung seines Evangeliums, bei seinem Martyrium

Patron: der Stadt und des Bistums Salerno, der Zöllner, Buchhalter, Finanz- und Bankleute, der Stillenden, Helfer bei Trunksucht
(bistumaugsburg)

Weitere Heilige des Tages:
 

Apostel und Evangelist Matthäus, St Marylebone, London

Sonntag, 20. September 2026

Ich will dem Letzen ebenso geben wie dir

 



St Peter in St Albans

Gutsbesitzer wirbt Arbeiter für den Weinberg an
St Peter in St Albans

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
1 Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Gutsbesitzer,
der früh am Morgen hinausging,
um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
2 Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag
und schickte sie in seinen Weinberg.
3 Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus
und sah andere auf dem Markt stehen,
die keine Arbeit hatten.
4 Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Ich werde euch geben, was recht ist.
5 Und sie gingen.
Um die sechste und um die neunte Stunde
ging der Gutsherr wieder hinaus
und machte es ebenso.
6 Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging,
traf er wieder einige, die dort standen.
Er sagte zu ihnen:
Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
7 Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben.
Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!8Als es nun Abend geworden war,
sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter:
Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus,
angefangen bei den Letzten,
bis hin zu den Ersten!
9 Da kamen die Männer,
die er um die elfte Stunde angeworben hatte,
und jeder erhielt einen Denár.
10 Als dann die Ersten kamen,
glaubten sie, mehr zu bekommen.
Aber auch sie erhielten einen Denár.
11 Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn
12 und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet
und du hast sie uns gleichgestellt.
Wir aber
haben die Last des Tages und die Hitze ertragen.
13 Da erwiderte er einem von ihnen:
Freund, dir geschieht kein Unrecht.
Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart?
14 Nimm dein Geld und geh!
Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
15 Darf ich mit dem, was mir gehört,
nicht tun, was ich will?
Oder ist dein Auge böse,
weil ich gut bin?
16 So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.
(Evangelium vom 25. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)




Montag, 22. Juni 2026

Nicht wanken im katholischen Glauben

 „Christliche Menschen, ich bin hierher gekommen, um für den Glauben der katholischen Kirche Christi zu sterben, und ich danke Gott, dass mir mein Mut bisher dabei treu gedient hat, sodass ich bis jetzt den Tod nicht gefürchtet habe. Deshalb bitte ich euch, mir mit euren Gebeten beizustehen und mich zu unterstützen, damit ich im entscheidenden Augenblick des Todes, im Augenblick des tödlichen Schlages und im letzten Moment meines Lebens, aus Furcht in keinem Punkt des katholischen Glaubens wanke. Und ich bitte Gott, den König und das Reich zu bewahren, seine heilige Hand schützend über sie zu halten und dem König guten Rat zu senden.“
— John Fisher

John Fisher studierte in Canterbury, wurde Priester und Bischof von Rochester, als welcher er durch einfache Lebensweise, eifrige Hirtensorge und schriftstellerische Tätigkeit hervorragte.
Thomas Morus studierte in Oxford, gründete eine Familie und wurde königlicher Kanzler. Auch er war religiöser und politischer Schriftsteller.
Beide fielen den Wünschen Heinrichs VIII. nach Scheidung zum Opfer und wurden 1535 Märtyrer, John Fisher am 22. Juni, Thomas Morus am 6. Juli.


Heiliger Gott,du hast die Glaubenstreue des Bischofs John Fisher
und des Kanzlers Thomas Morus
im Martyrium erprobt und zur Vollendung geführt.
Höre auf ihre Fürsprache und hilf uns,
den Glauben, den wir mit Worten bekennen,
in den Prüfungen des Lebens zu bezeugen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



John Fisher und Thomas Morus, bittet für uns
The Cathedral Church of St Peter and Saint Peter's Cathedral
Lancaster Cathedral
 
 

Samstag, 20. Juni 2026

Ich verehre den lebendigen und wahren Gott, der das All erschaffen hat (Alban)

Heute, am 20. Juni, ist der Gedenktag des hl. Alban.

Glasfenster in St Peter in St Albans

Glasfenster in St Alban´s Cathedral (Martyriumserzählung)

Am Grab des hl. Alban in St Alban´s Cathedral

hl. Alban, bitte für uns!
St Alban´s church / Holborn

Während einer Christenverfolgung suchte ein christlicher Priester Zuflucht im Haus Albans. Alban war damals vermutlich noch kein Christ. Beeindruckt vom Glauben, Gebet und Lebenswandel des Priesters nahm er dessen Glauben an und ließ sich unterweisen.

Als die Behörden den Priester festnehmen wollten, tauschte Alban mit ihm die Kleidung. Die Soldaten verhafteten daher Alban anstelle des Geistlichen.

Vor dem Richter wurde er aufgefordert, den römischen Göttern zu opfern. Alban verweigerte dies und bekannte offen seinen Glauben an Christus. In der Überlieferung antwortet er:

„Christianus sum.“

„Ich bin Christ.“

Auf die Frage nach seiner Herkunft und Familie soll er gesagt haben:

„Quid ad te genus meum? Si tamen vis scire religionem meam, Christianus sum et christianis officiis operam do.“

„Was geht dich meine Herkunft an? Wenn du aber meine Religion wissen willst: Ich bin Christ und erfülle die Pflichten eines Christen.“

Als der Richter ihn zum Opfer für die Götter zwingen wollte, bekannte Alban:

„Deum vivum et verum colo, qui universa creavit.“

„Ich verehre den lebendigen und wahren Gott, der das All erschaffen hat.“

Daraufhin wurde er zum Tod verurteilt.

St Alban´s Church, Holborn

Samstag, 2. Mai 2026

Auch hat er uns das Aufsteigen in den Himmel bereitet (Athanasius)

Athanasius

Glasfenster, Athanasius der Große, New College, Oxford; Athanasius über die Menschwerdung

Athanasius zertritt die Häresien, Maria sopra Minerva, Rom, Predigt von Papst Paul VI. anläßlich der 1600-Jahrfeier des seligen Todes des heiligen Athanasius,

Glasfenster, by Sir Ninian Comper, St Cyprian´s Clarence Gate, London, B16, 20. Juni 2007

 Statue des hl. Athanasius in der Kathedrale von Oviedo, Martyrologium Sancrucense

Pusey House, Oxford

Wir glauben an Einen ungebornen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge, der das Seyn von sich selbst hat, und an Ein eingebornes Wort, die Weisheit, den Sohn, welcher aus dem Vater ohne Anfang und von Ewigkeit gezeugt ist, an das Wort aber, welches nicht durch Worte ausgedrückt oder vom Verstande erzeugt, nicht ein Ausfluß1 aus dem Vollkommenen, nicht ein Abschnitt der leidenlosen Natur, nicht ein Sprosse, sondern in sich vollkommener Sohn, lebendig und thätig, das wahre Ebenbild des Vaters, und diesem an Ehre und Herrlichkeit gleich ist; denn dieses, sagt er, ist der Wille des Vaters:2 „daß sie, wie sie den Vater ehren, so auch den Sohn ehren;“ welcher wahrer Gott aus dem wahren Gotte ist; wie Johannes in den allgemeinen Briefen sagt:3 „Ja wir sind in seinem wahren Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben;“ welcher der Allmächtige aus dem Allmächtigen ist; denn über Alle, über welche der Vater herrscht und gebietet, herrscht und gebietet auch der Sohn, der ganz aus dem Ganzen und dem Vater gleich ist, wie der Herr selbst sagt:4 „Wer mich sieht, der sieht auch den Vater.“ S. 27 Gezeugt aber ist er auf eine unaussprechliche und unbegreifliche Weise;5 „denn wer wird seine Geburt erzählen?“ welches so viel heißt, als Niemand. Und dieser hat, als er am Ende der Zeiten aus dem Schoose des Vaters herabstieg, aus der unbefleckten Jungfrau Maria unsern Menschen angenommen, nämlich Jesum Christum, dessen eigenem Willen er es überließ, für uns zu leiden, wie der Herr selbst sagt:6 „Niemand nimmt mein Leben von mir; ich habe Macht, dasselbe zu lassen, und habe Macht, dasselbe wieder zu nehmen.“ Und in diesem Menschen ist er für uns gekreuziget worden, gestorben, auferstanden, und in die Himmel aufgenommen worden. Er wurde uns zum Anfange der Wege geschaffen, und hat uns, während er auf der Erde wandelte, aus der Finsterniß Licht, Heil aus dem Irrthume, Leben aus den Todten, und den Eingang in das Paradies verliehen, aus welchem Adam verstossen wurde, und in das er wieder einging, durch den Schächer, wie der Herr sagt:7 „Heute wirst du mit mir im Paradiese seyn,“ und in das auch Paulus eingegangen ist. Auch hat er uns das Aufsteigen in den Himmel bereitet, in welchen als Vorläufer für uns der Mensch des Herrn eingegangen ist, und wo er die Lebendigen und Todten richten wird.

Athansius von Alexandrien, Darstellung des Glaubens, Fragementum de fide in Doctrina Patrum, in: bkv.unifr

Hl. Athanasius, bitte für uns!
 Pusey House, by Ninian Comper, Oxford
 

Sonntag, 26. April 2026

Er geht ihnen voraus und die Schafe folgen ihm

 

Guter Hirt, All Saints, Cambridge


Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 10

In jener Zeit sprach Jesus:
1 Amen, amen, ich sage euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt,
der ist ein Dieb und ein Räuber.
2 Wer aber durch die Tür hineingeht,
ist der Hirt der Schafe.
3 Ihm öffnet der Türhüter
und die Schafe hören auf seine Stimme;
er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen
und führt sie hinaus.
4 Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,
geht er ihnen voraus
und die Schafe folgen ihm;
denn sie kennen seine Stimme.
5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen,
sondern sie werden vor ihm fliehen,
weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
6 Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus;
aber sie verstanden nicht den Sinn
dessen, was er ihnen gesagt hatte.
7 Weiter sagte Jesus zu ihnen:
Amen, amen, ich sage euch:
Ich bin die Tür zu den Schafen.
8 Alle, die vor mir kamen,
sind Diebe und Räuber;
aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
9 Ich bin die Tür;
wer durch mich hineingeht,
wird gerettet werden;
er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Der Dieb
kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen,
damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.

(Evangelium vom 4. Ostersonntag, Lesejahr A) 

All Saints, Cambridge

BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS ZUM 39. WELTGEBETSTAG
FÜR GEISTLICHE BERUFE

21. April 2002, 4. Ostersonntag

Thema: "Die Berufung zur Heiligkeit."

 

Verehrte Mitbrüder im Bischofsamt,
liebe Brüder und Schwestern! 

1.An alle, "die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus" (Rm 1,7). Diese Worte des Apostels Paulus an die Christen von Rom führen uns hin zum Thema des kommenden Weltgebetstags für geistliche Berufe: "Die Berufung zur Heiligkeit." Die Heiligkeit: die Gnade und das Ziel jedes Gläubigen, wie uns dasBuchLevitikusin Erinnerung ruft: "Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig" (19,2).

Im Apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte habe ich dazu aufgerufen, "die seelsorgliche Planung unter das Zeichen der Heiligkeit" zu stellen. "Damit wird die Überzeugung ausgedrückt, daß es widersinnig wäre, sich mit einem mittelmäßigen Leben zufriedenzugeben, das im Zeichen einer minimalistischen Ethik und einer oberflächlichen Religiosität geführt wird, wenn die Taufe durch die Einverleibung in Christus und die Einwohnung des Heiligen Geistes ein wahrer Eintritt in die Heiligkeit Gottes ist. ... Es ist jetzt an der Zeit, allen mit Überzeugungskraft diesen "hohen Maßstab" des gewöhnlichen christlichen Lebens neu vor Augen zu stellen. Das ganze Leben der kirchlichen Gemeinschaft und der christlichen Familien muß in diese Richtung führen" (Nr. 31).

Vorrangige Aufgabe der Kirche ist es, die Christen auf den Wegen der Heiligkeit zu begleiten, damit sie – erleuchtet durch die Erkenntnis aus dem Glauben – lernen, auf das Antlitz Christi zu schauen und es kennenzulernen und so in Ihm die persönliche, authentische Identität und Sendung neu zu entdecken, die der Herr einem jedem anvertraut. Auf diese Weise werden sie "auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlußstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn" (Eph 2,20–21).

Die Kirche sammelt in sich alle Berufungen, die Gott in seinen Kindern weckt, und sie selbst gestaltet sich als leuchtendes Abbild des Geheimnisses der Heiligsten Dreifaltigkeit. Als "Volk, das von der Einheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes geeint ist", trägt sie selbst in sich das Geheimnis des Vaters, der alle ruft, seinen Namen zu heiligen und seinen Willen zu tun. Sie bewahrt in sich das Geheimnis des Sohnes, der vom Vater zur Verkündigung des Reiches Gottes gesandt ist und alle in seine Nachfolge ruft. Sie ist Hüterin des Geheimnisses des Heiligen Geistes, der jene zu ihrer Sendung heiligt, die der Vater durch seinen Sohn Jesus Christus erwählt hat.

Gerade weil die kirchliche Gemeinschaft der Ort ist, wo all die verschiedenen, von Gott erweckten Berufungen ihren Ausdruck finden, wird im Zusammenhang des Weltgebetstags am kommenden 21. April, dem vierten Ostersonntag, der dritte Kontinentalkongreß für die Berufungen zum geweihten Amt und zum geweihten Leben in Nordamerika stattfinden. Gerne spreche ich den Veranstaltern und Teilnehmern meine Grüße und Segenswünsche für diese Inititative aus, die sich ein Kernproblem der Kirche in Amerika und der Neuevangelisierung des Kontinents zum Thema gemacht hat. Ich lade alle ein zum Gebet, daß diese Begegnung den anstrengenden Dienst für die Berufungen neu belebt und zu einem selbstlosen, frohen Einsatz dafür unter den Christen der "Neuen Welt" führt. 

2.Die Kirche ist das "Haus der Heiligkeit", und die Liebe Christi, ausgegossen durch den Heiligen Geist, ist die Seele darin. In diesem Zuhause helfen sich alle Christen gegenseitig, die eigene Berufung zu entdecken und zu verwirklichen: im Hören auf das Wort Gottes, im Gebet, im häufigen Empfang der Sakramente und in der beständigen Suche nach dem Antlitz Christi in jedem Mitmenschen. Auf diese Weise schreitet jeder – je nach den eigenen Begabungen – auf dem Weg des Glaubens voran, hält fest an der Hoffnung und ist tätig in der Liebe (vgl. Lumen gentium, 41), während die Kirche "den unendlichen Reichtum des Geheimnisses Jesu Christi" enthüllt und erlebt (Christifideles laici, 55) und sicherstellt, daß Gottes Heiligkeit jeden Lebensstand und jede Lebenslage durchdringt, damit alle Christen Arbeiter im Weinberg des Herrn werden und den Leib Christi aufbauen.

Wenn auch alle Berufungen in der Kirche im Dienst der Heiligkeit stehen, so tun dies doch bestimmte, wie die Berufung zum geweihten Dienstamt und zum geweihten Leben, auf ganz einzigartige Weise. Auf diese Berufungen bitte ich Euch alle, heute Eure besondere Aufmerksamkeit zu richten und für sie umso inniger zu beten.

Die Berufung zum geweihten Dienstamt "ist im wesentlichen eine Berufung zur Heiligkeit in der Form, die aus dem Sakrament der Priesterweihe entspringt. Die Heiligkeit ist Vertrautheit mit Gott, sie ist Nachahmung des armen, keuschen und demütigen Christus; sie ist vorbehaltlose Liebe zu den Seelen und Hingabe an ihr wahres Wohl; sie ist Liebe zur Kirche, die heilig ist und uns heiligen will, weil das die Sendung ist, die Christus ihr anvertraut hat" (Pastores dabo vobis, 33). Jesus beruft die Apostel, weil er sie in bevorzugter Nähe (vgl. Lk 8,1–2; 22,28) "bei sich haben" wollte (Mk 3,14). Er läßt sie nicht nur die Geheimnisse des Himmelsreiches erkennen (vgl. Mt 13,11.16–18), sondern erwartet sich von ihnen auch eine größere Treue, die dem apostolischen Dienst entspricht, zu dem er sie beruft. Er fordert von ihnen eine radikalere Armut (vgl. Mt 19,22–23), die Demut des Knechtes, der sich zum Letzten aller macht (vgl. Mt 20,25–27). Er verlangt von ihnen den Glauben an die verliehenen Vollmachten (vgl. Mt 17,19–21), Gebet und Fasten als wirksame Mittel der Verkündigung (vgl. Mk 9,29) sowie Uneigennützigkeit: "Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben" (Mt 10,8). Er erwartet von ihnen Klugheit gepaart mit Einfalt und sittlicher Festigkeit (vgl. Mt 10,26–28) sowie die Hingabe an die Vorsehung (vgl. Lk 9,1–3; 19,22–23). Ebensowenig darf ihnen das Verantwortungsbewußtsein für die übertragenen Aufgaben fehlen, insofern sie die Verwalter der vom Herrn eingesetzten Sakramente und Arbeiter in seinem Weinberg sind (vgl. Lk 12,43-48).

Das geweihte Leben offenbart das innerste Wesen jeder christlichen Berufung zur Heiligkeit und die Beziehung der ganzen Kirche als Braut zu Christus, «ihrem einzigen Bräutigam». "Das Bekenntnis zu den evangelischen Räten [ist] zutiefst mit dem Geheimnis Christi verbunden ..., da es die Aufgabe hat, so gut wie möglich die Lebensform darzustellen, die er für sich wählte, und sie als absoluten und eschatologischen Wert aufzuzeigen" (Vita consecrata, 29). Die Berufungen zu diesen Lebensständen sind wertvolle und notwendige Geschenke, die bezeugen, wie auch heute die Nachfolge des keuschen, armen und gehorsamen Christus, das Zeugnis des absoluten Vorrangs Gottes und der Dienst an der Menschheit nach Art des Erlösers bevorzugte Wege hin zur Fülle geistlichen Lebens darstellen.

Der Mangel an Kandidaten für das Priestertum und für das geweihte Leben, der sich in manchen Gebieten heute abzeichnet, muß – weit davon entfernt, dazu zu verleiten, weniger zu fordern und sich mit einer mittelmäßigen Ausbildung und Spiritualität zufrieden zu geben – vielmehr Anlaß sein, die Aufmerksamkeit stärker auf die Auswahl und Ausbildung derer zu richten, die – zu Dienern und Zeugen Christi bestellt – berufen sein werden, durch die Heiligkeit ihres Lebens das zu bestätigen, was sie verkünden und feiern. 

3.Es ist notwendig, alle Mittel dafür einzusetzen, daß die Berufungen zum Priestertum und Ordensleben, die unerläßlich sind für das Leben und die Heiligkeit des Volkes Gottes, dauerhaft in den Mittelpunkt der Spiritualität, des pastoralen Handelns und des Gebets der Gläubigen gerückt werden.

Die Bischöfe und Priester seien an vorderster Stelle Zeugen der Heiligkeit des als Geschenk empfangenen Dienstamts. Durch ihr Leben und ihre Verkündigung sollen sie ihre Freude, Christus, dem guten Hirten nachzufolgen, und die erneuernde und erlösende Kraft seines Ostergeheimnisses zeigen. Durch ihr Beispiel sollen sie vor allem den jungen Generationen sichtbar machen, welch frohmachendes Abenteuer demjenigen vorbehalten ist, der sich auf den Spuren des göttlichen Lehrers dafür entscheidet, ganz Gott zu gehören, und sich selbst hingibt, damit jeder Mensch das Leben in Fülle haben kann (vgl. Joh 10,10).

Die Ordensmänner und -frauen, die "als entscheidendes Element für die Sendung der Kirche in deren Herz und Mitte" stehen (Vita consecrata, 3), sollen zeigen, daß ihr Leben fest in Christus verwurzelt ist, daß das Ordensleben "Haus" und "Schule der Gemeinschaft" ist (Novo millennio ineunte, 43), daß in ihrem demütigen und gläubigen Dienst am Menschen jene "Phantasie der Liebe" pulsiert (ebd., 50), die der Heilige Geist immer in der Kirche lebendig hält. Sie sollen nicht vergessen, daß in der Liebe zur Betrachtung, in der Freude, den Mitmenschen zu dienen, in der für das Himmelreich gelebten Keuschheit, in der selbstlosen Hingabe an den eigenen Dienst der eigentliche Anruf und Appell für neue Berufungen liegt!

Eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Berufungen in der Kirche kommt dabei den Familien zu. Die Heiligkeit der ehelichen Liebe, die Harmonie des Familienlebens, der Glaubensgeist, aus dem heraus die alltäglichen Probleme des Lebens angegangen werden, die Offenheit für andere, vor allem die Ärmeren, die Teilnahme am Leben der christlichen Gemeinschaft stellen das geeignete Umfeld dafür dar, daß der göttliche Ruf vernommen wird und zu einer selbstlosen Antwort seitens der Kinder führt. 

4."Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden" (Mt 9,38; Lk 10,2). In Gehorsam gegenüber dem Auftrag Christi zeichnet sich jeder Weltgebetstag als Moment intensiven Gebets dadurch aus, daß er die gesamte christliche Gemeinschaft zusammenführt zu einem inständigen und eindringlichen Anruf an Gott um Berufungen. Wie wichtig ist es, daß die christlichen Gemeinden "echte Schulen des Gebets" werden (vgl. Novo millennio ineunte, 33), die imstande sind, zum Dialog mit Gott zu erziehen und die Gläubigen dazu anzuhalten, sich immer mehr jener Liebe zu öffnen, mit der der Vater "die Welt so sehr geliebt" hat, "daß er seinen einzigen Sohn hingab" (Joh 3,16)! Gepflegtes und gelebtes Gebet hilft, sich vom Geist Christi leiten zu lassen, um am Aufbau der Kirche in der Liebe mitzuarbeiten. In diesem Zusammenhang wächst im Jünger das brennende Verlangen, daß jeder Mensch Christus begegne und die wahre Freiheit der Kinder Gottes erlange. Diese Sehnsucht wird den Gläubigen nach dem Vorbild Mariens dahin führen, sich dem Herrn mit einem vollen und selbstlosen "Ja" zur Verfügung zu stellen. Der Herr ist es, der dazu beruft, Diener des Wortes, der Sakramente und der Liebe zu sein, beziehungsweise lebendiges Zeichen des keuschen, armen und gehorsamen Lebens Christi unter den Menschen unserer Zeit.

Der Herr der Ernte lasse es seiner Kirche nicht an zahlreichen und heiligen Priester- und Ordensberufungen fehlen!

Heiliger Vater, schau auf diese unsere Menschheit,
die ihre ersten Schritte auf dem Weg des dritten Jahrtausends unternimmt.
Ihr Leben ist noch stark gezeichnet
vom Haß, von der Gewalt, von der Unterdrückung.
Doch der Hunger nach Gerechtigkeit, Wahrheit und Gnade
findet noch immer Raum im Herzen von so vielen,
die auf den warten, der das Heil bringt,
das du bereitet hast durch deinen Sohn Jesus.
Es braucht mutige Verkünder des Evangeliums,
selbstlose Diener der leidenden Menschheit.
Wir bitten dich, sende deiner Kirche
heilige Priester, die dein Volk heiligen
durch die Mittel deiner Gnade.
Sende zahlreiche Ordensmänner und Ordensfrauen,
die deine Heiligkeit inmitten der Welt sichtbar machen.
Sende in deinen Weinberg heilige Arbeiter,
die arbeiten mit dem Feuer der Liebe
und die, getrieben vom Heiligen Geist,
das Heil Christi bringen
bis an die äußersten Enden der Erde. Amen. 

Castelgandolfo, 8. September 2001

JOANNES PAULUS II.

Der gute Hirt

Holzrelief, Beichtstuhl, der gute Hirt befreit das Schaf aus den Dornen, 

Glasfenster, Westruther Church, Schottland, Jeremia 23, 2024

Glasfenster in der Salisbury Cathedral, B16, Priesterweihe, 7. Mai 2006, 2023

Altarbild in Mannersdorf/Leithagebirge (B16, 16. Mai 2011)

Herz Jesu Bild des Guten Hirten mit Schaf auf Schulter, S. Maria in Vado, Ferrara

Guter Hirt auf der Kanzel in Enzersfeld, Niederösterreich

Guter Hirt in St. Wolfgang im Salzkammergut

Guter Hirte, St. Giles, Cambridge (Guter Hirtendienst, B16, 7.5.2006, anläßl. einer Priesterweihe)

Tabernakel in der Seitenkapelle des Stiftes Klosterneuburg

Wandmalerei über dem Sarkphag der Apostel Jakobus und Philippus, Rom

Glasfenster in Stokenchurch, England

Statue in der Mathiaskirche, Budapest

Glasfenster in der Rochester Cathedral

Statue in S. Maria della Pace, Rom

Mosaik in der Kathedrale von Aquileia

Mosaik im Mausoleum Galla Placidia, Ravenna

Glasfenster von Christopher Webb in der St Alban´s Cathedral 

Glasfenster im Kapuzinerkloster in Padua 


Donnerstag, 2. April 2026

Die Erstkommunion der Apostel

 

„Mit Sehnsucht habe ich danach verlangt, dieses Paschamahl mit euch zu feiern, ehe ich leide“ (Lk 22, 15): Mit diesen Worten hat Jesus die Feier seines letzten Mahls und der Einsetzung der heiligen Eucharistie eröffnet. Jesus ist mit Sehnsucht dieser Stunde entgegengegangen. Er hat von innen her gewartet auf diesen Augenblick, in dem er sich selbst den Seinigen unter den Gestalten von Brot und Wein schenken würde. Er hat auf diesen Augenblick gewartet, der so etwas wie die eigentliche messianische Hochzeit sein sollte: die Verwandlung der Gaben dieser Erde und das Einswerden mit den Seinigen, um sie zu verwandeln und so die Verwandlung der Welt zu eröffnen.
In der Sehnsucht Jesu dürfen wir die Sehnsucht Gottes selbst erkennen – seine wartende Liebe für die Menschen, für seine Schöpfung. Die Liebe, die auf den Augenblick der Vereinigung wartet, die Menschen an sich ziehen will, um damit auch die Sehnsucht der Schöpfung selbst zu erfüllen: Sie streckt sich ja aus auf das Erscheinen der Kinder Gottes hin (Röm 8, 19). Jesus sehnt sich nach uns, er wartet auf uns.

Haben wir eigentlich Sehnsucht nach ihm? Drängt es uns, ihm zu begegnen? Verlangen wir nach seiner Nähe, nach dem Einswerden mit ihm, das er uns in der heiligen Eucharistie schenkt? Oder sind wir gleichgültig, zerstreut, mit anderem angefüllt?
Aus den Mahlgleichnissen Jesu wissen wir, daß er die Wirklichkeit der leer bleibenden Plätze kennt, die Absage, das Desinteresse an ihm und seine Nähe. Die leeren Plätze beim Hochzeitsmahl des Herrn mit oder ohne Entschuldigung – das ist für uns längst kein Gleichnis mehr, sondern gegenwärtige Wirklichkeit gerade in den Ländern, denen er seine besondere Nähe gezeigt hatte. Jesus wußte auch um Gäste, die zwar kommen, aber nicht hochzeitlich bekleidet sein würden – ohne Freude an seiner Nähe, nur einer Gewohnheit folgend und mit ihrem Leben ganz anders ausgerichtet.
Der heilige Gregor der Große hat in einer seiner Homilien gefragt: Was sind das für Leute, die ohne hochzeitliches Gewand kommen? Worin besteht dieses Kleid und wie erwirbt man es? Seine Antwort lautet: Die da herbeigerufen sind und kommen, haben irgendwie Glauben. Der Glaube ist es, der ihnen die Tür auftut. Aber ihnen fehlt das hochzeitliche Gewand der Liebe. Wer den Glauben nicht als Liebe lebt, ist nicht für die Hochzeit bereitet und wird hinausgewiesen. Zur eucharistischen Gemeinschaft gehört der Glaube, aber zum Glauben gehört die Liebe, sonst ist er auch als Glaube tot. (B16, Gründonnerstag 2011)


Letztes Abendmahl, Lancaster Priory, Lancaster