Freitag, 31. Januar 2020

Freitagsfasten


Don Bosco, Zauberer und Seiltänzer



Zu Hause versuchte er (Giovanni Bosco) dann, die ersten Zaubertricks nachzumachen. "Ich übte Tag für Tag, bis ich es gelernt hatte." Bis es ihm gelang, Kaninchen aus einem Hut herauszuziehen und mit dem Seil zu gehen, brauchte es monatelange Übung und Ausdauer, und es gab so manchen Sturz: "Vielleicht glaubt ihr es mir nicht," schrieb Don Bosco später, "aber mit elf Jahren konnte ich die Spiele der Gaukler, den Salto mortale, auf den Händen gehen und auf dem Seil tanzen."

An einem Sonntagabend, mitten im Sommer kündigte Giovanni seinen Freunden schließlich seine erste Vorführung an. Auf einem Teppich aus Säcken, die er auf das Gras gelegt hatte, jonglierte er auf seiner Nasenspitze Dosen und Töpfe. Einen seiner kleinen Zuschauer ließ er den Mund aufmachen und zog dann Dutzende von bunten Bällchen daraus hervor. Er hantierte mit dem Zauberstab. Am Schluss sprang er auf das Seil und lief unter dem Beifall seiner Freunde darüber.
(...)
Vor der letzten Nummer zog er den Rosenkranz aus der Tasche, kniete nieder und lud alle zum Beten ein. Oder er wiederholte die Predigt, die er am Morgen in der Pfarrkirche gehört hatte. Das war der Eintrittspreis, den er von seinem Publikum verlangte, den er sich von Groß und Klein zahlen ließ. (...)
Nach dem Gebet folgte stets das großartige Finale. Er spannte ein Seil zwischen zwei Bäume, kletterte hinauf und spazierte mit der Balancierstange in den Händen darüber, unter plötzlichem Schweigen und anschließendem stürmischen Beifall der Zuschauer: "Nach einigen Stunden einer solchen Vorstellung", erinnnerte er sich in späteren Jahren, "wenn ich recht müde war, hörte ich auf, sprach ein kurzes Gebet, und alle gingen nach Hause."
(aus: Teresio Bosco, Don Bosco)

Don Bosco assistiert bei der ersten hl. Messe von Don Michele Rua

Don Bosco über das Priestertum (Castelnuovo)

Hochaltarbild Maria-Hilf Basilika in Turin

Die Basilika am Geburtsort Don Boscos

Gebet Don Boscos zu Maria, Hilfe der Christen

Der Traum über die Überschwemmung (MEDOUM)

Don Boscos Traum von den Säulen im Meer

Am Grab des hl. Don Bosco in Turin

Don Boscos Elternhaus in Castelnuovo 

Don Bosco als Seelsorger (Annecy)

Beichte und Eucharistie (Sakristei der Mariahilfbasilika)

Skulptur des seiltanzenden Johannes Bosco bei seinem Geburtshaus, Castelnuovo

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Wilgis (der Vater Willibrords)

Basilika des hl. Don Bosco in Castelnuovo bei Turin

Donnerstag, 30. Januar 2020

Armentarius von Pavia

Armentarius (oben links) bei der Überführung der Gebeine des hl. Augustinus, S. Pietro in Ciel d´Oro, Pavia

Armentarius gilt als der 19. Bischof von Pavia, Weihe vermutlich um 720. Sein Grab ist in der Kathedrale von Pavia, sein Gedenktag der 30. Jänner. (Weitere Infos bei heiligenlexikonde)

Dom von Pavia, hier liegt Bischof Armentarius von Pavia begraben

Mittwoch, 29. Januar 2020

Bemüht euch,




mich hübsch abzulichten!

Bemüht euch mit allen Kräften! (Lk 13,24)
Auch mich bitte!

Dienstag, 28. Januar 2020

Unterwegs zu Josef Freinadametz - ich will auch im Himmel ein Chinese sein

20. Mai, vom Grödnertal nach St. Leonhard / Oies
 


Unterwegs zum Geburtshaus des hl. Josef Freinadametz, Oies, Südtirol


Josef Freinademetz, Missionar in China. Der heilige Josef Freinademetz wurde am 15. April 1852 in Abtei im Südtiroler Gadertal geboren, seit 1875 war er Priester der Steyler Missionare.
1979 wurde er von Arnold Janssen nach China gesandt, wo er die Südschantung-Mission mitbegründete. Unter Leiden und Verfolgungen wirkte Josef Freinademetz unermüdlich für die Verkündigung des Gotteswortes. Besonders war er für die Heranbildung eines einheimischen Klerus tätig.
Josef Freinademetz identifizierte sich mit den Chinesen so, dass er sagen konnte: „Ich will auch im Himmel ein Chinese sein.“ Nach einem heldenhaften Leben starb der Missionar am 28. Jänner 1908 an Typhus in Taikiachwang in der Provinz Schantung.
Am 1975 erfolgte die Seligsprechung durch Paul VI., Johannes Paul II. nahm den Südtiroler Missionar 2003 in den Kanon der Heiligen der Kirche auf.
(Martyrologium Sancrucense)

 Sendungs-Altar der Steyler Missionare in Mödling

 Kapelle und Pilgerhaus

„Betrachten wir das Leben als das, was es ist: eine Aussaat für die Ewigkeit. Wie wir säen, werden wir ernten.“ Diese gläubige Überzeugung vermittelt er den Menschen seiner Umgebung. Seinem Bruder schreibt er: „Ach, dass doch alle unsere Brüder und Schwestern glücklich zu der Pforte des Himmels gelangen mögen, ohne verloren zu gehen in der Sünde und in der Verweltlichung. Ich bitte jeden Tag den Herrn, uns allen eine so schöne Gnade zu schenken.“
„Seine Chinesen“: 1881 gab es im Vikariat Süd-Shantung 158 Christen, 26 Jahre später waren es 40.000 Getaufte und 40.000 Katechumenen.
(vision2000)



Hl. Josef Freinadametz, bitte für uns!


Geburtshaus des hl. Josef Freinadametz, Oies


Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Thomas von Aquin

Der Reliquienschrein des hl. Thomas in Toulouse

Thomas von Aquin in Znaim 

Thomas und Maria in S. Maria sopra Minerva, Rom

Thomas auf der Lateranbasilika

Thomas in Neapel (S. Domenico Maggiore)

Thomas von Aquin in Wien

Thomas von Aquin und die hl. Eucharistie - Bologna

Noch mal Toulouse (Fresko, Statue und Detail des Reliquienschreins)

Thomas von Aquin - Bologna

Thomas von Aquin - betend Theologie betreiben (St Dominic´s Prior, London) 

Statue in Basilika Cateriniana di San Domenico (Hymnus Auge des Adlers)


und des Begründers des abendländischen Kaisertums, Karls des Großen.

Montag, 27. Januar 2020

Der Tod der hl. Angela Merici

Grab der hl. Angela Merici im rechten Kirchenschiff in der Kirche Sant`Angela Merici, Brescia
Das Fresko beim Eingang zur Kapelle: Il Cristo Morto, 1588, Pietro Maria Bagnadore

Als 1539 ihre körperlichen Kräfte spürbar nachlassen, verfasst Angela zwei weitere Texte, die den Frauen helfen sollen, wenn sie nicht mehr unter ihnen ist: die Ricordi, Gedenkworte oder Ermahnungen, für die jungen Leiterinnen, und die Legati, also Vermächtnisse, an die älteren Frauen gerichtet. Sie enthalten praktische Hinweise für die religiöse Ausrichtung, für das Gemeinschaftsleben, aus denen viel Lebenserfahrung spricht

„Seid untereinander durch das Band der Liebe verbunden, indem ihr einander schätzt, euch beisteht und einander ertragt in Jesus Christus“. 

„Und wenn es sich gemäß den Zeiten und Bedürfnissen ergeben sollte, etwas neu zu ordnen oder etwas anders zu machen, tut es klug und nach guter Beratung.“ 

„Sagt ihnen auch, daß ich jetzt lebendiger bin als zu der Zeit, da sie mich in leiblicher Gestalt sahen.“ 

„Seid dessen gewiß, daß diese Regel unmittelbar von seiner heiligen Hand gepflanzt worden ist und daß er diese Gemeinschaft niemals verlassen wird, solange die Welt besteht.“ 

Rechtzeitig bestellt Angela Contessa Lucrezia Lodrone zu ihrer Nachfolgerin, eine der älteren Frauen, Witwe wie die meisten, denn die jungen geistlichen Leiterinnen der Bezirke hält sie für noch zu unerfahren, um die ganze Gemeinschaft zusammenzuhalten. 

Angela war in Cremona ernstlich krank. Sie hatte wohl schon länger gesundheitliche Probleme, die sie mit eigenwilligen Methoden behandelte. Arzneien nahm sie nur, um die Menschen ihrer Umgebung zu beruhigen. Nun aber fühlt die Madre den Tod nahen.
Natürlich möchten ihr viele Menschen noch einen Besuch abstatten. Giacomo Chizzola ist einer von ihnen; er kommt mit einem Freund, der Angela bittet, ihm ein Wort mitzugeben. Sie sagt ihm: „Handelt im Leben so, wie ihr in der Stunde des Todes gehandelt haben möchtet.“

Am 27. Januar 1540 stirbt sie um 21.30 Uhr in ihrem Zimmer bei Sant‘Afra, so hat es jemand auf der ersten Seite ihres Officiums festgehalten .

Der Stadtchronist Pandolfo Nassino notiert: "Über Sur Anzola di Merichi. Am 27. Januar 1540 starb die Tochter des verstorbenen Tomaso di Merici aus Desenzano im Gebiet von Brescia; sie war ungefähr 65 bis 70 Jahre alt, eine Frau von schmaler Gestalt und mittlerer Größe; meistens in Grau gekleidet. Am 28. dieses Monats, um 10 Uhr früh, wurde sie zur Kirche S. Afra (...) getragen. Ich, Pandolfo (...), habe es selbst gesehen. Sie wurde mit so großer Feierlichkeit und inmitten solch einer großen Menschenmenge überführt, als sei es ein großer Herr gewesen. Der Grund war, dass Madre Suor Angela allen den Glauben an den höchsten Gott gepredigt hat und deswegen von allen geliebt wurde."
Dass Angela schon zu Lebzeiten „La Santa“ genannt wurde, war der Grund, sie später ohne das geforderte dritte Wunder heilig zu sprechen: Hierbei wird die formelle Heiligsprechung damit begründet, dass eine Verehrung „von Anfang an“ nachzuweisen ist. Bei Maria von der Menschwerdung war es jetzt übrigens genauso. 


 
Sant´Angela Merici, Brescia

Sonntag, 26. Januar 2020

Das Heilige Land 29 - das Magdala Center bei Migdal - "Ich werde euch zu Menschenfischern machen"


Magdala Center in Galiläa


Das historische Magdala am Westufer des See Genezareth in Galiläa findet im Neuen Testament der Bibel Erwähnung. Dort lebte der Überlieferung nach Maria, auch Magdalena genannt, die eine Anhängerin Jesu gewesen ist. Ihre Person ist im Neuen Testament mehrfach genannt, insbesondere in Bezug auf die Osterereignisse. Diese reichen von der Kreuzigung Jesu in den Evangelien von Markus und Matthäus (Mk 15,40-41 und Mt 27,55-56) bis hin zur Begegnung mit dem auferstandenen Jesus (Joh 20,14-15).

Das Magdala Center ist ein Projekt einer mexikanischen Gruppe von Christen und wird durch Spenden aus aller Welt finanziert. Pater Juan María Solana, Direktor des Pontifical Institute of Notre Dame in Jerusalem, hebt die herausragende Bedeutung des Magadala Center für Christen als Vermächtnis von Maria Magdalenas Geburtsort hervor. Dort werde auch die Würde und Rolle der Frau im religiösen Kontext gewürdigt.

Das “spirituelle Zentrum” (Selbstbezeichnung) “Duc in Altum” ist in drei Sektionen unterteilt: das Auditorium, die Kapelle und eine ökumenische Krypta. Seine achteckige Form erinnert an einen byzantinischen Kirchenbau und bietet im Hauptraum bis zu 360 Menschen Platz. Die Erbauer wollen damit ein einmaliges Pilgererlebnis am See Genezareth bieten. Jede der vier Kapellen, die jeweils mit wunderschönen Mosaiken verziert sind, hat eine Kapazität zwischen 40 und 50 Personen und ist ausreichend für die meisten Reisegruppen. Die Mosaike, entworfen von María de Jesús Hernández, zeigen biblische Szenen aus Jesu Zeit wie die Auferweckung der Tochter des Jairus (Markus 5, 21-43), die Ernennung seiner Jünger oder das Wandeln auf dem Wasser.
(Quelle:  israelmagazin, Hompage des Zentrums)



Die Bootskapelle

Das Atrium der Frauen, ein Rundbau mit 8 Säulen, von denen 7 die Namen von Frauen tragen, die Jesus nachgefolgt sind.
(Maria Magdalena, Susanna und Johanna, Maria und ihre Schwester Martha, Salome, die Mutter von Jakobus und Johannes;,
die Schwiegermutter des Petrus, Maria, die Frau des Klopas, Frauen, die Jesus unterstützt haben Mk 15,41,
die namenlose Säule steht für allen Frauen, die Gott lieben und an ihn glauben)

eine der vier Pilgerkapellen mit Mosaiken, Berufung der ersten Jünger,
jede Kapelle zeigt ein Ereignis des Lebens Jesu in der Nähe des Sees.
Durchgehendes Motiv ist "der Finger Gottes": die göttliche Hand Jesu wirkt Wunder an den Menschen.



+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus Mt 4, 12-23

12Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück.
13Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali.
14Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
15Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa:
16das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
17Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
18Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen ihre Netze in den See, denn sie waren Fischer.
19Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
20Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
21Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie,
22und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.
23Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.

(Evangelium vom 3. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)




Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen (Mt 4).

Die Bootskapelle mit einem Boot als Altar bietet einen Blick auf den See von Galiläa. Sie erinnert an Lukas 5,
wo Jesus vom Boot aus predigte. Am 26. Mai 2014 hat Papst Franziskus die Kapelle geweiht.

Die Apostel an den Seitenwänden der Kapelle






Wie hieß dein Vorfahre, auf dem Jesus nach Jerusalem eingezogen ist?

Bibelsonntag - jüdisch / christlich

Juden bei der Klagemauer


Am 26. Jänner 2020 hat  erstmals weltweit ein Bibelsonntag stattgefunden. Papst Franziskus erklärte anlässlich des Todestages des Hl. Hieronymus am 30. September 2019  den 3. Sonntag im Jahreskreis zum Bibelsonntag. (Text des Motu Proprio Aperuit Illis)




Aus dem Buch Deuteronomium 6

1 Und das ist das Gebot, das sind die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch im Auftrag des Herrn, eures Gottes, lehren soll und die ihr halten sollt in dem Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen. (Mose sprach zum Volk)

2 Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf alle seine Gesetze und Gebote, auf die ich dich verpflichte, dein ganzes Leben lang achtest, du, dein Sohn und dein Enkel, wirst du lange leben.

3 Deshalb, Israel, sollst du hören und darauf achten, (alles, was der Herr, unser Gott, mir gesagt hat,) zu halten, damit es dir gut geht und ihr so unermesslich zahlreich werdet, wie es der Herr, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat, in dem Land, wo Milch und Honig fließen.

4 Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.

5 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott,
lieben
mit ganzem Herzen, 

mit ganzer Seele 
und mit ganzer Kraft.

6 Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.





1Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.
2Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird.
3Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.

(Jesaja 9,1-3, 1. Lesung vom 3. Sonntag im Jahreskreis)


Und sie sagten zueinander:
Brannte uns nicht das Herz in der Brust,
als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?
(Lukas 24)