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Freitag, 10. Februar 2017

Dein Gebet wird erhört - Scholastika

Scholastika, Eingangstor zur Kirche in Montacassino


Hör uns, heilige Frau,
Schwester Scholastika!
Singend preisen wir den,
der dich zur Braut erwählt.
Lehr die Liebe uns leben,
die die Schöpfung in Christus eint.

Frauen scharst du um dich,
wie es der Bruder lehrt,
Lob und Arbeit und Ruh’
bringt eurem Herrn ihr dar.
Quellen fruchtbaren Wassers,
Garten seid ihr in ödem Land.

Dir war Liebe das Größte,
galt dir mehr als Gesetz und Recht.

Hochgelobt sei der Herr,
Vater der Ewigkeit,
hochgelobt sei der Sohn,
der seine Schöpfung krönt,
hochgelobt sei der Geist auch,
der in Wahrheit das Leben gibt! Amen.
(Quelle)

Am Grab der hl. Scholastika und des hl. Benedikt, Montecassino



O Gott, der Du die Seele der heiligen Jungfrau
Scholastika zum Zeugnis ihrer Reinheit
in Gestalt einer Taube zum Himmel emporsteigen ließest,
verleihe uns durch ihre Verdienste und Fürbitte
eine solche Unschuld des Lebens,
dass wir würdig werden, zu den ewigen Freuden zu gelangen,
durch Christus, unseren Herrn. Amen.
 




Euer erster Dienst für diese Welt muß daher Euer Gebet und die Feier des Gottesdienstes sein. 
Die Gesinnung eines jeden Priesters, eines jeden gottgeweihten Menschen muß es sein,
„dem Gottesdienst nichts vorzuziehen".
Die Schönheit einer solchen Gesinnung wird sich in der Schönheit der Liturgie ausdrücken,
sodaß dort, wo wir miteinander singen, Gott preisen, feiern und anbeten
 ein Stück Himmel auf Erden anwesend wird.

Es ist wirklich nicht vermessen, wenn man in einer auf Gott hin konzentrierten Liturgie,
in den Riten und Gesängen, ein Abbild des Ewigen sieht.
Wie sonst hätten unsere Vorfahren vor Hunderten von Jahren
einen so erhabenen Kirchenraum schaffen können wie diesen?!
Hier zieht schon die nüchterne Architektur all unsere Sinne hinauf zu dem,
„was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben" (1 Kor 2,9).

Bei allem Bemühen um die Liturgie muß der Blick auf Gott maßgebend sein.
Wir stehen vor Gott – er spricht mit uns, wir mit ihm.
Wo immer man bei liturgischen Besinnungen nur darüber nachdenkt,
wie man Liturgie attraktiv, interessant, schön machen kann, ist Liturgie schon verfallen.
Entweder ist sie opus Dei mit Gott als dem eigentlichen Subjekt oder sie ist nicht.
Ich bitte an dieser Stelle: Gestaltet die heilige Liturgie aus dem Hinschauen auf Gott in der Gemeinschaft der Heiligen, der lebendigen Kirche aller Orte und Zeiten so, daß sie zu einem Ausdruck der Schönheit und Erhabenheit des menschenfreundlichen Gottes wird!

 

Montecassino

Freitag, 15. Januar 2016

Maurus und Placidus, Schüler des hl. Benedikt


Abtei Montecassino, das Mutterkloster der Benediktiner, Italien

Maurus, Schüler Benedikts. Maurus war ein Sohn des römischen Senators Equitius, wurde von seinem Vater Benedikt von Nursia übergeben, dessen bevorzugter Schüler und Gehilfe er bald war. Wahrscheinlich wurde Maurus Nachfolger Benedikts als Abt von Subiaco.
Gregor der Große berichtet, dass Maurus Benedikt vorbildlichen Gehorsam leistete. Maurus starb im 6. Jahrhundert. – Im 9. Jahrhundert wurden in der Abtei Glanfeuil die Gebeine eines Maurus gefunden, die Abt Odo zu der Abfassung einer Legende veranlasste, dass nämlich Benedikt vor seinem Tod seinen Schüler Maurus nach Gallien gesandt habe, um dort die Abtei Glanfeuil zu gründen. Odo behauptete, die aufgefundenen Gebeine seien die des Benediktschülers. Glanfeuil nannte sich später Saint-Maur-sur-Loire. Die angeblichen Reliquien wurden 868 nach Fosses übertragen, 1750 nach Saint-Germain-des-Près, wo sie 1793 in der Französischen Revolution vernichtet wurden.

Kapelle des hl. Maurus in der Krypta von Montecassino

Fecit mirabilia in vita sua - Er vollbrachte Wundertaten in seinem Leben

Tod des hl. Maurus, Psalm 116,15: Pretiosa in .... Kostbar ist in den Augen des Herrn das Sterben seiner Frommen

Der Überlieferung nach hat Maurus Kranke durch Segnung mit einer Kreuzreliquie bzw. deren Auflegung auf den kranken Körperteil geheilt:


Zu Vercelli hatte Harderadus das Unglück, über die Stufen eines Thurms, den sie wegen seiner Höhe und wundersamen Bauart besichtiget hatten, herabzustürzen, und sich so schwer zu verletzen, daß nach dem Urtheile des Arztes sein Leben nur durch Amputation des rechten Armes zu retten war. Da faßte der Archidiacon Flodoardus den Muth, den hl. Maurus zu bitten, daß er dem Kranken die Kraft seiner Fürbitte zuwende. Dieser warf sich vor dem Altare auf den Boden nieder und streckte die Hände auseinander, so daß sein Körper die Gestalt eines Kreuzes bildete, und klopfte lange Zeit unter Seufzern und Thränen an der Pforte der im Sacramente wunderbar nahen göttlichen Güte, ergriff dann die Reliquien-Capsel, die er vom hl. Benedictus erhalten hatte, und ging zu dem Kranken. Dort öffnete er das Gefäß, nahm den Kreuz-Partikel heraus und berühris mit demselben mehrere Male die Schulter und den ganzen Arm des Leidenden, indem er das Kreuzzeichen darüber machte, rief dann den allmächtigen Gott, der im Kreuze die Welt von allen Uebeln erlösete, vertrauensvoll an, und sprach zum Kranken: »Der Herr führe dich durch die Kraft dieses lebendigmachenden Holzes zur frühern Gesundheit.« Da drang an drei Stellen des aufgeschwollenen Armes Blut und Eiter heraus und die Genesung war nun gesichert. Von dieser Zeit an wirkte Gott mehrere Wunder auf die Fürbitte des Heiligen, gab Blinden das Gesicht, und erweckte sogar einen Todten wieder zum Leben. (Quelle: Heiligenlexikon)


Die Kirche kennt bis heute den sog. Maurussegen, bei dem die Kranken mit einer Kreuzreliquie gesegnet werden:
Zu Vercelli hatte Harderadus das Unglück, über die Stufen eines Thurms, den sie wegen seiner Höhe und wundersamen Bauart besichtiget hatten, herabzustürzen, und sich so schwer zu verletzen, daß nach dem Urtheile des Arztes sein Leben nur durch Amputation des rechten Armes zu retten war. Da faßte der Archidiacon Flodoardus den Muth, den hl. Maurus zu bitten, daß er dem Kranken die Kraft seiner Fürbitte zuwende. Dieser warf sich vor dem Altare auf den Boden nieder und streckte die Hände auseinander, so daß sein Körper die Gestalt eines Kreuzes bildete, und klopfte lange Zeit unter Seufzern und Thränen an der Pforte der im Sacramente wunderbar nahen göttlichen Güte, ergriff dann die Reliquien-Capsel, die er vom hl. Benedictus erhalten hatte, und ging zu dem Kranken. Dort öffnete er das Gefäß, nahm den Kreuz-Partikel heraus und berühris mit demselben mehrere Male die Schulter und den ganzen Arm des Leidenden, indem er das Kreuzzeichen darüber machte, rief dann den allmächtigen Gott, der im Kreuze die Welt von allen Uebeln erlösete, vertrauensvoll an, und sprach zum Kranken: »Der Herr führe dich durch die Kraft dieses lebendigmachenden Holzes zur frühern Gesundheit.« Da drang an drei Stellen des aufgeschwollenen Armes Blut und Eiter heraus und die Genesung war nun gesichert. Von dieser Zeit an wirkte Gott mehrere Wunder auf die Fürbitte des Heiligen, gab Blinden das Gesicht, und erweckte sogar einen Todten wieder zum Leben.


O Gott, alle Geschöpfe verdanken Dir das Leben und so hast Du beschlossen, dass zur Wiederher-stellung des Menschengeschlechtes Dein einziger Sohn durch die Mitwirkung des heiligen Geistes Fleisch angenommen hat aus der Jungfrau Maria und Du kamst durch das hochheilige und ruhmreiche Holz des lebensspendenden Kreuzes, indem es uns die Erlösung brachte, den Wunden und Schmerzen unserer Seele zu Hilfe; Du mögest daher auch Deinen Dienern hier durch die Kraft des lebenserhaltenden Zeichens zur Gesundheit zurückführen. Durch Jesus Christus unseren Herrn. A: Amen

P: Lasset uns beten.
Herr Jesus Christus, dem heiligen Vater Benediktus gabst Du die Macht, worum er in deinem Namen bat, bei Dir zu erreichen; mögest Du daher auf seine Fürsprache deinen kranken Dienern hier die Leiden und Schmerzen der Krankheiten vertreiben, auf dass sie alle die Gesundheit erlangen und deinen heiligen Namen Dank abstatten können. Du lebst ja und herrschest mit dem Vater und dem Heiligen Geiste von Ewigkeit zu Ewigkeit. A: Amen

P: Durch die Anrufung der unbefleckten und immer jungfräulichen Gottesmutter Maria sowie durch die Fürsprache der heiligen Benediktus und Maurus möge die Macht Gottes + des Vaters und die Weisheit Gottes + des Sohnes und die Kraft + des Heiligen Geistes Euch von euren Krankheiten befreien. A: Amen.

Quelle: Kirchlich.net

Hier sieht man den hl. Maurus, wie er die Armen und die Kranken segnet


Placidus, nach dem Bericht Gregors des Großen Mönch in Subiaco und Schüler Benedikts, lebte im 6. Jahrhundert. Er wird zusammen mit dem hl. Maurus verehrt, die spätere Lebensbeschreibung ist Legende.
(Martyrologium Sancrucense)

Kapelle des hl. Placidus, Montecassino, intra in gaudium domini tui,
Mt 25,21: Tritt ein in die Freude deines Herrn

links: zwei Bilder zeigen Placidus und Maurus mit dem hl. Benedikt, das dritte Bild von links zeigt den hl. Benedikt, dermit seinem Gebet bewirkt, daß dieser trockenen Fußes über das Wasser gehen kann, um den ertrinkenden Placidus zu retten.