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Sonntag, 7. Juni 2026

Jesus sah einen Mann namens Matthäus

San Gimignano

Fresko der Evangelisten aus dem 5. Jhdt, Dom von San Gimignano
Kapelle der hl. Fina, Serafina, Schutzpatronin von Gimignano, von Sebastiano Mainardi

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit
9 sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen
und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Und Matthäus stand auf
und folgte ihm nach.10Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war,
siehe, viele Zöllner und Sünder kamen
und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
11 Als die Pharisäer das sahen,
sagten sie zu seinen Jüngern:
Wie kann euer Meister
zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
12 Er hörte es
und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes,
sondern die Kranken.
13 Geht und lernt,
was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!
Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen,
sondern Sünder.
(Evangelium vom 10. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Evangelist Matthäus, Dom von San Gimignano

Sonntag, 28. Dezember 2025

Lehre uns das Leben zu lieben

 

Ermordung der unschuldigen Kinder, Dom von San Gimignano

Herr Jesus Christus,
Du bist das Leben.
Du hast den Tod am Kreuz besiegt,
bist auferstanden und hast das Leben neu geschaffen.
Unser Leben.
Wir bitten dich:
Lehre uns, das Leben zu lieben.
Jedes Leben - die Kinder, die Erwachsenen,
die Alten und die Kinder im Schoß ihrer Mütter.

Beschütze uns alle und segne uns,
damit wir stets das Leben wählen.
Amen.

priesterfuerdasleben.org 

Da stand Josef auf...

 

Flucht nach Ägypten im Dom von San Gimignano

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

13 Als die Sterndeuter wieder gegangen waren,
siehe, da erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn
und sagte: Steh auf,
nimm das Kind und seine Mutter
und flieh nach Ägypten;
dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage;
denn Herodes wird das Kind suchen,
um es zu töten.
14 Da stand Josef auf
und floh in der Nacht mit dem Kind und dessen Mutter
nach Ägypten.
15 Dort blieb er bis zum Tod des Herodes.
Denn es sollte sich erfüllen,
was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
19 Als Herodes gestorben war,
siehe, da erschien dem Josef in Ägypten
ein Engel des Herrn im Traum
20 und sagte: Steh auf,
nimm das Kind und seine Mutter
und zieh in das Land Israel;
denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben,
sind tot.
21 Da stand er auf
und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel.
22 Als er aber hörte,
dass in Judäa Archeláus anstelle seines Vaters Herodes regierte,
fürchtete er sich, dorthin zu gehen.Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte,
zog er in das Gebiet von Galiläa
23 und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder.
Denn es sollte sich erfüllen,
was durch die Propheten gesagt worden ist:
Er wird Nazoräer genannt werden.


Samstag, 1. November 2025

Als Lichter in der Welt leuchten

 

Heilige und Engel versammelt um den dreifaltigen Gott, S. Gimignano, Dom

Am heutigen Hochfest Allerheiligen ist es eine große Freude, den heiligen John Henry Newman in den Kreis der Kirchenlehrer aufzunehmen und ihn anlässlich der Heilig-Jahr-Feier des Bildungswesens zusammen mit dem heiligen Thomas von Aquin zum Mit-Patron all jener zu ernennen, die am Bildungsprozess teilhaben. Die beeindruckende kulturelle und geistliche Größe Newmans wird inspirierend sein für kommende Generationen, deren Herzen sich nach Unendlichkeit sehnen und die bereit sind, mittels Forschung und Erkenntnis jene Reise unternehmen, die uns, wie die Alten sagten, per aspera ad astra, also durch Mühen zum Erfolg führt.

Das Leben der Heiligen bezeugt uns nämlich, dass es möglich ist, in der Komplexität unserer Zeit begeistert leben, ohne den apostolischen Auftrag zu vernachlässigen, „als Lichter in der Welt zu leuchten“ (vgl. Phil 2,15). Bei dieser feierlichen Gelegenheit möchte ich den Lehrern bzw. Erziehern und den Bildungseinrichtungen erneut sagen: „Leuchtet heute als Lichter in der Welt“, durch die Authentizität eures Engagements bei der gemeinsamen Suche nach der Wahrheit, bei deren glaubwürdigen und großherzigen Weitervermittlung durch euren Dienst an den jungen Menschen, insbesondere den Armen, und bei der täglichen Erfahrung, dass „die christliche Liebe ihrem Wesen nach prophetisch ist, dass sie Wunder vollbringt“ (vgl. Apostolische Exhortation Dilexi te, 120).

(...)  

Zum bleibenden Vermächtnis des heiligen John Henry gehören in diesem Sinne einige sehr bedeutende Beiträge zur Theorie und Praxis der Bildung. So schrieb er: »Gott hat mich geschaffen, damit ich ihm einen bestimmten Dienst erweise; er hat mir eine Aufgabe übertragen, die er keinem anderen übertragen hat. Ich habe meinen Auftrag – den ich in diesem Leben möglicherweise nie erfahren werde, aber im nächsten Leben wird er mir offenbart werden.« (Meditations and Devotions, III, I, 2). In diesen Worten kommt auf wunderbare Weise das Geheimnis der Würde eines jeden Menschen und auch das der Vielfalt der von Gott verteilten Gaben zum Ausdruck.

Das Leben wird nicht dadurch hell, dass wir reich, schön oder mächtig sind. Es wird hell, wenn einer in sich diese Wahrheit entdeckt: Ich bin von Gott gerufen, ich habe eine Berufung, ich habe eine Mission, mein Leben dient etwas, das größer ist als ich! Jedes einzelne Geschöpf hat eine Rolle zu übernehmen. Der Beitrag, den ein jeder zu bieten hat, ist von einzigartigem Wert, und die Aufgabe der Bildungsgemeinschaften besteht darin, diesen Beitrag zu fördern und zu Geltung zu bringen. Vergessen wir nicht: Im Mittelpunkt der Bildungswege stehen keine abstrakten Individuen, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, insbesondere diejenigen, die nach den Maßstäben einer Wirtschaft, die ausgrenzt und tötet, scheinbar wenig leisten. Wir sind dazu aufgerufen, Menschen zu bilden, damit sie in ihrer vollen Würde wie Sterne leuchten.

(aus der Homilie von Papst Leo anlässlich der Ernennung von John Henry Newman zum Kirchenlehrer) 


Sonntag, 4. Februar 2024

Meine Tage gehen zu Ende, ohne Hoffnung

 

San Gimignano, Dom

Lesung aus dem Buch Íjob.
1. Lesung vom 5. Sonntag, Markus

Íjob ergriff das Wort und sprach:
1 Ist nicht Kriegsdienst des Menschen Leben auf der Erde?
Sind nicht seine Tage die eines Tagelöhners?
2 Wie ein Knecht ist er, der nach Schatten lechzt,
wie ein Tagelöhner, der auf seinen Lohn wartet.
3 So wurden Monde voll Enttäuschung mein Erbe
und Nächte voller Mühsal teilte man mir zu.
4 Lege ich mich nieder, sage ich: Wann darf ich aufstehn?
Wird es Abend, bin ich gesättigt mit Unrast, bis es dämmert.
6 Schneller als das Weberschiffchen eilen meine Tage,
sie gehen zu Ende, ohne Hoffnung.
7 Denk daran, dass mein Leben nur ein Hauch ist!
Nie mehr schaut mein Auge Glück.


Der Dulder Ijob, Kollegiatskirche San Gimignano

 

Heilung der Schwiegermutter des Petrus (Holzrelief in Kafarnaum)

Glasfenster in der Ely Cathedral