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Mittwoch, 28. Juni 2023

Der Glaube als Bürgschaft für unser Heil (Irenäus) - an meinem Weihetag

 

Irenäus v. Lyon, Notre Dame de Paris


Wir müssen treu an der Glaubensregel festhalten und die Gebote Gottes erfüllen,
vom Glauben an Gott geleitet und aus Furcht vor ihm, weil er der Herr ist,
zugleich aus Liebe zu ihm, weil er unser Vater ist.
Das Vollbringen kommt aus dem Glauben, wie Isaias sagt: "Wenn ihr nicht glaubet, werdet ihr nicht verstehen." (Is 7,9)

Und zum Glauben führt die Wahrheit, denn der Glaube ruht auf wahrhaften Tatsachen. Das Tatsächliche werden wir glauben, wie es ist, und im Glauben an das Tatsächliche, wie es immer ist, auch in fester Zustimmung dazu verharren.

Da der Glaube die Bürgschaft für unser Heil  ist, ist es unsere ehrenvolle Pflicht, auf dieses Heilmittel viel Sorgfalt zu verwenden, um die wahre Einsicht in die Dinge zu erlangen.

Der Glaube bewirkt dies in uns.

Zuvörderst mahnt er uns zu gedenken,
daß wir die Taufe zur Nachlassung der Sünden im Namen Gottes des Vaters empfangen haben, und im Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes, der einen Leib angenommen hat, gestorben und von den Toten auferstanden ist, und im Heiligen Geiste Gottes,
und daß diese Taufe das Siegel des ewigen Lebens und der Wiedergeburt in Gott ist, so daß wir nicht mehr Kinder sterblicher Menschen, sondern des ewigen, immerwährenden Gottes sind;
und daß das ewig und beständig Seiende für Gott gehalten wird und hoch über allem Gewordenen steht;
und daß alles andere ihm unterworfen ist;
und daß das Gott Unterworfene alles ihm zu eigen machen soll;
denn nicht über Fremdes gebietet und herrscht er, sondern über das Seinige.
Gottes sind alle Dinge.
Deshalb ist Gott der Allmächtige, und alles, was existiert, ist von Gott.

(Irenäus von Lyon, Erweis der apostolischen Verkündigung, Einl. 3)

Mittwoch, 28. Juni 2017

Irenäus von Lyon/Lugdunum


Irenäus von Lyon, Bischof, Märtyrer und Kirchenlehrer. Der heilige Irenäus stammte aus Kleinasien, er war ein Schüler Polykarps in Kleinasien. Irenäus arbeitete als junger Mann in Lyon in Frankreich in einer Kolonie kleinasiatischer Händler. Die junge Christengemeinde wurde damals heftig verfolgt, Irenäus entkam dem Märtyrertod, weil er im Auftrag des Bischofs von Lyon nach Rom gereist war. Nach der Rückkehr wählte ihn der Rest der Gemeinde um 177 zum Bischof. Irenäus wirkte nunmehr höchst erfolgreich als Missionar und als Friedensstifter.
Irenäus ist einer der Begründer der christlichen Theologie. In der Auseinandersetzung mit den Lehren der Gnosis verfasste er um 180 die berühmte Schrift „Adversus haereses“, „Wider die Irrlehren“, die eine erste Zusammenfassung des christlichen Glaubens darstellt. Irenäus trägt daher auch den Ehrennamen „Vater der Dogmatik“, er wird er zu den Kirchenvätern gezählt. Gregor von Tours berichtet, dass Irenäus um 202 unter dem römischen Kaiser Lucius Septimius Severus den Märtyrertod gestorben sei.
(Martyrologium Sancrucense)



Gott der Wahrheit und des Friedens,
in deiner Kraft hat der heilige Irenäus
die wahre Lehre verteidigt und der Kirche den Frieden erhalten.
Auf seine Fürsprache
erneuere in uns den Glauben und die Liebe
und mache uns bereit, Frieden und Eintracht zu fördern.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Irenäus ist vor allem ein Mann des Glaubens und ein Hirt. Vom Guten Hirten hat er den Sinn für das Maß, den Reichtum der Lehre, den missionarischen Eifer. Als Schriftsteller verfolgt er ein doppeltes Ziel: die Verteidigung der wahren Lehre gegen die Angriffe der Häretiker und die klare Darlegung der Glaubenswahrheiten.
Papst Benedikt XVI. in seiner Katechese über Irenäus, gesamter Text hier)


Irenäus von Lyon, Harris Manchester College, Oxford

Wir müssen treu an der Glaubensregel festhalten und die Gebote Gottes erfüllen, vom Glauben an Gott geleitet und aus Furcht vor ihm, weil er der Herr ist, zugleich aus Liebe zu ihm, weil er unser Vater ist.
Das Vollbringen kommt aus dem Glauben, wie Isaias sagt: "Wenn ihr nicht glaubet, werdet ihr nicht verstehen." (Is 7,9)
Und zum Glauben führt die Wahrheit, denn der Glaube ruht auf wahrhaften Tatsachen. Das Tatsächliche werden wir glauben, wie es ist, und im Glauben an das Tatsächliche, wie es immer ist, auch in fester Zustimmung dazu verharren. Da der Glaube die Bürgschaft für unser Heil ist, ist es unsere ehrenvolle Pflicht, auf dieses Heilmittel viel Sorgfalt zu verwenden, um die wahre Einsicht in die Dinge zu erlangen. Der Glaube bewirkt dies in uns.

Zuvörderst mahnt er uns zu gedenken, daß wir die Taufe zur Nachlassung der Sünden im Namen Gottes des Vaters empfangen haben, und im Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes, der einen Leib angenommen hat, gestorben und von den Toten auferstanden ist, und im Heiligen Geist Gottes, und daß diese Taufe das Siegel des ewigen Lebens und der Wiedergeburt in Gott ist, so daß wir nicht mehr Kinder sterblicher Menschen, sondern des ewigen, immerwährenden Gottes sind;
und daß das ewig und beständig Seiende für Gott gehalten wird und hoch über allem Gewordenen steht;
und daß alles andere ihm unterworfen ist;
und daß das Gott Unterworfene alles ihm zu eigen machen soll; denn nicht über Fremdes gebietet und herrscht er, sondern über das Seinige.
Gottes sind alle Dinge. Deshalb ist Gott der Allmächtige, und alles, was existiert, ist von Gott.

(Irenäus von Lyon, Erweis der apostolischen Verkündigung, Einl. 3; in: Texte der Kirchenväter, II, 283f)

Samstag, 12. April 2014

Am Grab des hl. Zeno von Verona

Zeno von Verona, Bischof. Zeno stammte vielleicht aus Mauretanien. Er wirkte seit 362 als 8. Bischof von Verona. Zeno bemühte sich, die Reste des Heidentums und des Irrglaubens in Oberitalien zu beseitigen. Er war ein bedeutender Prediger und vielseitiger Kirchenschriftsteller.
Zeno ähnelt stark dem weit einflussreicheren Ambrosius, dessen Zeitgenosse er war. Als erster im Abendland bezeugte er die Glaubenswahrheit von der immerwährenden Jungfräulichkeit Marias. Zeno starb wahrscheinlich um 371, wobei der Bericht über ein angebliches Martyrium historisch nicht haltbar ist. Schon um 440 befand sich über seinem Grab eine Kirche. Sein Kult war im Mittelalter weit verbreitet, wie zahlreiche Zeno-Patrozinien in den Diözesen Konstanz und Augsburg beweisen.
(Martyrologium Sancrucense)

WARNUNG!
Bilderflut im Anrollen!

S. Zeno Maggiore, Verona







Verkündigungsszene




San Zeno Altar






Wandfresko des hl. Christopherus

Maria und Johannes unter dem Kreuz, Fresko, S. Zeno

Adam und Eva?

Wie jene (Eva) durch ihren Ungehorsam für sich und das ganze Menschengeschlecht den Tod verschuldet hat, so wurde auch Maria durch ihren Gehorsam für sich und das ganze Menschengeschlecht die Ursache des Heils...
So kommt es, daß die erste Schlinge von dem zweiten Knoten aufgezogen wird, und der zweite Knoten die Lösung des ersten bewirkt..., denn was die Jungfrau Eva durch ihren Unglauben angebunden hatte, das löste die Jungfrau Maria durch ihren Glauben.
(Irenäus von Lyon, Adv. Haer. III,22,4)

Verkündigungsszene am Portal

Maria mit Kind, Fresko, San Zeno

Fresko einer Schutzmantelmadonna, San Zeno




Sarkophag des hl. Zeno von Verona



Kreuzwegstationen

Jesus wird zum Tod verurteilt

1. Kapitel des Johannesevangeliums, Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.

Statue des hl. Zeno

Warum wohl lächelt der hl. Zeno?









Die Löwen sollen die unreinen Geister vom Eintritt in die Kirche fernhalten


Die reichste von allen erhaltenen romanischen Bronzetüren. Aus der Zeit zwischen 800 und 1200 haben sich in Mitteleuropa rund zwanzig solcher Türen, Importstücke aus Byzanz nicht mitgerechnet, an Ort und Stelle erhalten. 24 Portal-Türplatten von einer alten romanischen. Zwei Platten mit der Ausweisung aus dem Paradies und dem Fluch der Arbeit (von dem frühesten Meister). Datierung umstritten (1100 die älteren, 1200 die jüngeren Tafeln, nur „in etwa“ auf die linke und rechte Tür verteilt). Auf Holz befestigte Bronzeplatten, jeweils 24 für jede Seite, weder alle von einem Künstler, noch aus einer Epoche. Die Reihenfolge der Bildtafeln ist gestört. Das geht aus den Unstimmigkeiten im Gang der Erzählung hervor (Vertreibung aus dem Paradies kommt zweimal vor). Vielleicht waren die Reliefs für zwei verschiedene Türen bestimmt. „Zwei markante Meister mit ihren Werkstätten stehen sich gegenüber. Der eine schuf, mit einer Ausnahme, alle Szenen des Neuen Testaments [auf der linken Seite]. Altertümlich, fast schwerfällig wirken seine Gestalten. Architekturformen, Gewänder und Gesichter hat er so stark wie möglich vereinfacht. Umso mächtiger wirken die Gebärden und Gesten. Dieser Meister kümmert sich nicht um das aufrechte Stehen seiner Figuren. Raum und Landschaft sind für ihn kein Thema. Nichts soll von der Unmittelbarkeit der Handlungen und des Geschehens ablenken. Von der vornehmen Schönheit der Antike sind seine Gestalten durch Welten getrennt. Der andere Meister schuf die alttestamentarischen Erzählungen und die Zeno-Legende der rechten Türhälfte. Sein Stil ist feingliedrig und elegant. Seine Propheten sind würdevolle Greise, und die Linienschönheit ihrer reichen Gewänder erinnert an die Miniaturen von kostbaren Handschriften. Eine beinahe `klassizistische' Erhabenheit und Ruhe trennt seine Kunst von der derb zupackenden Wucht des anderen Meisters. So verschieden das Temperament dieser beiden Männer war, so verschieden wurde ihre Kunst beurteilt. Den „Klassizisten“ hat man lange bevorzugt, für den anderen hatte man kein Verständnis. Ihm sagte man „erschreckende Barbarei“ nach [...] Die archaisch wirkenden Reliefs setzten den Stil des Marmorbildhauers Nicolao voraus und übersetzten ihn nur in eine einfache drastische Sprache. In die Sprache der Humilitas, der Demut, deren Personifizierung der Meister des Neuen Testaments ganz unten am linken Flügel dargestellt hat: Demütig muss jeder der Besucher sich nach unten beugen oder in die Knie gehen, wenn er sie betrachten will.“ (Andreas Pater in PAN 8/86, S. 51) Quelle



oben links: Vertreibung aus dem Paradies, rechts: Verdammung zur Arbeit
darunter links: Gott erschafft Eva aus der Rippe Adams, rechts: Sündenfall


Wenn ihr euer Geld den Armen gebt, werdet ihr im Himmel starke Zinsen dafür erhalten. Ihr zieht aus euren Schätzen großen Nutzen, ohne dadurch Neid zu erregen. Wer ist wohl reicher als ein Mensch, dessen Schuldner Gott selbst sein will? (Zeno von Verona)