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Freitag, 17. Januar 2025

Die Demut

 

Glasfenster mit Heiligen in Notre Dame du Sablon, Brüssel
 

Ich sah alle Schlingen des Feindes über die Erde ausgebreitet.
Da seufzte ich und sprach: Wer kann ihnen denn entgehen?
Und ich hörte, wie eine Stimme zu mir sagte. Die Demut!

(Antonius, in: Apophthegmata Patrum, Nyssen, Miller, 16)

 Versuchungen des hl. Antonius von Hieronymus Bosch

Antoniusaltar in der Kathedras

Glasfenster des hl. Antonius in St Mary Aldermary
 
Schädelreliquie des hl. Antonius der Kathedrale Saint Trophime in Arles

Antonius mit Schwein und Glocke,
Bettlerglocke und zum Vertreiben der Dämonen

Donnerstag, 17. Januar 2019

Die Versuchungen des hl. Antonius



Als er einmal mit der Kraft des Glaubens den Geist der Unzucht überwunden hatte, erschien ihm zu seinen Füßen der Teufel in Gestalt eines schwarzen Knaben und mußte gestehen, er sei von ihm besiegt worden.
Antonius hatte nämlich durch sein Gebet die Gnade erlangt, den Dämon der Unzucht, der den Jünglingen nachstellt, sehen  zu können. Nachdem er ihn nun in der vorher erwähnten Gestalt gesehen hatte, sagte er: "Da du mir in solch verächtlicher Gestalt erschienen bist, werde ich dich künftig nicht mehr fürchten!"
(in: Legenda aurea, Antonius der Einsiedler)

Mitteltafel des Triptychons der Versuchungen des hl. Antonius, Hieronymus Bosch, um 1516
Musee d´arts, Brüssel

Antoniusaltar in der Kathedrale von Segovia 

Glasfenster des hl. Antonius in St Mary Aldermary

Schädelreliquie des hl. Antonius der Kathedrale Saint Trophime in Arles

Freitag, 17. August 2018

Antonius Abbas - Umgang mit Sünde und Versuchung

Antonius der Mönchsvater, Museum, Barcelona

Der Altvater Antonius sprach zum Altvater Poimen:

"Das ist das große Werk des Menschen,
daß er seine Sünde vor das Angesicht Gottes emporhalte,
und daß er mit Versuchung rechne bis zum letzten Atemzug."

(Apophthegmata Patrum, 4)

Antonius der Eremit

Retabel des hl. Antonius, 1360-1375, Museum National Art de Catalunya, Barcelona

Mittwoch, 17. Januar 2018

Der hl. Antonius in der Kathedrale von Segovia

Antonius der Große, Kathedrale von Segovia


Leben des hl. Antonius
Die Schädelreliquie des hl. Antonius des Großen in Arles


Die Schweine, mit denen Antonius dargestellt wird, stehen für seine berühmten Versuchungen: So erschien ihm nach der Überlieferung der Teufel in Gestalt einer oder mehrerer schöner Frauen; in anderen Fällen wurde er mit Krallen, Zähnen oder Hörnern verwundet, zu Boden geschlagen, an den Haaren gerissen und, während seine Zelle in Flammen aufging, schließlich unter bedrohlichen Angriffen von allen Seiten in die Lüfte gehoben.
Tatsächlich hat das Symbol der Schweine seine Begründung darin, dass später der Antoniterorden bevorzugt Schweine hielt - die er als Gottes Geschöpfe aber frei laufen ließ, worauf der Ausspruch frech wie ein Antoniusschwein zurückgeht.




Wiederum sprach er: "Gehorsam zusammen mit Enthaltsamkeit zähmt wilde Tiere."
(Weisung der Väter, Apophtegmata Patrum, Nr. 36)




Der Altvater Antonius sprach: "Es kommt eine Zeit, in der die Leute närrisch werden und wenn sie einen Sehen, der kein Narr ist, dann stehen sie gegen ihn auf und sagen: du rasest! Deswegen, weil er ihnen nicht ähnlich ist." (w.o., Nr 25)

Kapelle des hl. Antonius des Mönchsvaters in der Kathedrale v. Segovia

Ein Bruder sprach zum Altvater Antonius: "Bete für mich!"
Der Greis entgegnete ihm: "Weder ich habe Erbarmen mit dir, noch Gott, wenn du dich nicht selbst anstrengst und Gott bittest." (w.o., Nr. 16)


Die Fürsprache des heiligen Abtes Antonius möge uns,
so bitten wir, Herr, Dir empfehlen,
damit wir, was wir durch unsere Verdienste nicht vermögen,
durch seinen Beistand erlangen, durch unseren Herrn.
(Diurnale Romanum)

Dienstag, 17. Januar 2017

Antonius von Ägypten

Antonius, St. Mary Aldermary, London


Antonius, Mönchsvater. Antonius wurde um 251/252 in Kome in Mittelägypten geboren und war der Sohn wohlhabender christlicher Eltern. Als er bei einem Gottesdienst den Satz aus dem Matthäusevangelium hörte: „Wenn du vollkommen sein willst, verkaufe alles, was Du hast, und gib es den Armen“, veränderte dies sein Leben. Er entschloss sich zur radikalen Christusnachfolge, verkaufte allen Besitz und wurde Einsiedler in der ägyptischen Wüste.
Die Schweine, mit denen er dargestellt wird, stehen für seine berühmten Versuchungen: Nach der Überlieferung erschien ihm der Teufel in Gestalt von Schweinen oder schönen Frauen; in den Versuchungen wurde er mit Krallen, Zähnen oder Hörnern verwundet, zu Boden geschlagen, an den Haaren gerissen und, während seine Zelle in Flammen aufging, schließlich in die Lüfte gehoben. Antonius hielt stand. Schon bald wurde der geistvolle Einsiedler verehrt, sodass er auf einen Berg jenseits des Nils flüchtete. Hier sammelten sich nun immer mehr Jünger um ihn, es entstanden kleine Unterkünfte und zahlreiche Einsiedeleien. Antonius steht am Anfang des zönobitischen Lebens, er wird mit Recht „Vater des Mönchtums“ genannt. Doch das Leben in Abgeschiedenheit hatte Antonius weder menschenscheu noch weltfremd gemacht. Mehrfach verließ er die Wüste: Um 311 half er den unter Kaiser Maximinus verfolgten Christen in Alexandria. Nach der konstantinischen Wende stand er mit Kaiser Konstantin in Kontakt. In Briefen an dessen Sohn versuchte er, diesem die Unterstützung des Arianismus auszureden. Auf Bitten des hl. Athanasius hin reiste er schon hundertjährig nach Alexandria und predigte gegen den Arianismus. Antonius starb im Alter von 105 Jahren. Sein Freund Athanasius hat seine Lebensbeschreibung verfasst, die die Begeisterung für das monastische Leben auch in den Westen trug. Im Abendland wurde Antonius besonders seit dem 14. Jahrhundert als Viehpatron populär.
(Martyrologium Sancrucense)





Als der Altvater Antonius einmal in verdrießlicher Stimmung und mit düsteren Gedanken in der Wüste saß, sprach er zu Gott: "Herr, ich will gerettet werden, aber meine Gedanken lassen es nicht zu. Was soll ich in dieser meiner Bedrängnis tun? Wie kann ich das Heil erlangen?"
Bald darauf erhob er sich, ging ins Freie und sah einen, der ihm glich. Er saß da und arbeitete, stand dann von der Arbeit auf und betete, setzte sich wieder und flocht an einem Seil, erhob sich dann abermals zum Beten; und siehe, es war ein Engel des Herrn, der gesandt war, Antonius Belehrung und Sicherheit zu geben.
Und er hörte den Engel sprechen: "Mach es so und du wirst das Heil erlangen." Als er das hörte, wurde er von großer Freude und mit Mut erfüllt und durch solches Tun fand er Rettung.
(Weisung der Väter, Apophtegmata Patrum, 15)

Freitag, 2. September 2016

Norcia - Geburtsort der hl. Zwillinge Benedikt und Scholastika (1)

Norcia liegt am Fuß der Sibillynischen Berge in der umbrischen Provinz Perugia


Norcia ist der Geburtsort der um 480 geborenen Zwillinggeschwister Benedikt und Scholastika. Im Advent 2000 wurde das Benediktinerkloster in Norcia wiederbelebt. 1810 waren die Mönche vertrieben worden. Das Erdbeben von August 2016 hat Kloster und Kirche stark beschädigt, so dass die Mönche in Zelten leben. Beten wir für die Gemeinschaft der Benediktiner und für alle Opfer des Erdbebens.

Stadtmauer von Norcia aus dem 14. Jahrhundert








Die Kirche ist dem gekreuzigten Herrn geweiht, chiesa del crocefisso, Norcia

Chiesa del crocefisso, Norcia


Kirche "S. Antonio Abate", Antonius der Große od. der Mönchsvater, Norcia (damals leider geschlossen)


Scholastika und Benedikt

Eingangsbereich des Klosters S. Antonio Abate










Statue des hl. Benedikt, Piazza S. Benedetto, Norcia

Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes,
erbarme dich aller Opfer des Erdbebens.
Jesus ich vertraue auf dich.

Platz des hl. Benedikt, links die Basilika des hl. Benedikt (Geburtsort d. Geschwister)

Donnerstag, 17. Januar 2013

Sensationeller Reliquienfund

Die Kathedrale St. Trophime in Arles, für die ich - weil sie alsbald geschlossen wurde - nur zehn Minuten Zeit zur Besichtigung hatte, ist dem heiligen Trophimus geweiht, der im 3. Jahrhundert entscheidend zur Christianisierung von Arles beigetragen hatte.
Das Figurenportal zeigt das Jüngste Gericht. Jesus thront inmitten der Evangelistensymbole als Weltenrichter. Von ihm aus zur Rechten sind die Seligen zu sehen, zu seiner Linken die Verdammten.

Tympanon von St. Trophime in Arles

Und hier seht ihr die sensationelle Entdeckung, die ich in der Kathedrale St. Trophime gemacht habe:


Reliquiar mit Schädel des hl. Antonius, St.Trophime, Arles