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Mittwoch, 29. April 2026

Denn im Blut findet die Seele die Quelle des Erbarmens (Katharina von Siena)

Kapelle mit dem Haupt der hl. Katharina in Siena (Engagiert aus Glauben)

Herzenstausch (Wiener Dominikanerkirche)

Maria übergibt Katharina und Dominikus den Rosenkranz, Chapelle de la Sagesse Saint Laurent sur Sevre (Sich durch das Gebet in Gott verankern)

Katharina von Siena, Mitpatronin Europas (Johannes Paul II., 1999), am Grab der hl. Katharina
 

Die Vermählung der hl. Katharina (S. Maria sopra Minerva, Rom)

 
Am Grab der hl. Katharina in Rom (Vita u. Tod der hl. Katharina)

 
Das Haupt der hl. Katharina in Siena (Hymnus zur Vesper)

 

S. Domenico, Siena


Das vermutlich älteste Bild der hl. Katharina von Siena
in der Basilika San Domenico in Siena
Andrea Vanni, 14. Jhdt

 

Gebet der heiligen Katharina von Siena (+1380)


Jesus, du bist Güte, Jesus, du bist Liebe!
Um uns mit dem Leben der Gnade zu bekleiden, hast du dein eigenes Leben verschenkt.
Am Holz des heiligen Kreuzes hast du deinen Leib ausgespannt.
Du erschienst wie ein geschlachtetes Lamm, das an allen Gliedern blutet.
Im Blut hast du uns neu geschaffen für das Leben der Gnade.
Guter Jesus, meine Seele sehnt sich danach, in deinem Blut gebadet
und untergetaucht zu werden.

Denn im Blut findet sie die Quelle des Erbarmens,
im Blut die Güte,
im Blut das Feuer,
im Blut die wahre Frömmigkeit,
im Blut wird die Schuld überwunden,
im Blut findet das Erbarmen die Nahrung,
im Blut löst sich unsere Herzenshärte,
im Blut werden die bitteren Ereignisse süß
und die schweren Lasten leicht.

Weil in deinem Blut, o Christus, die Tugenden wachsen, so berausche und ertränke in diesem Blut
meine Seele, damit sie sich mit den wahren und wirklichen Tugenden bekleide.
(Quelle)

Bildausschnitt des Freskos von Andrea Vanni, Katharina von Siena

Freitag, 29. April 2022

Kapelle mit dem Haupt der hl. Katharina von Siena (tiefe Dankbarkeit und Demut)

 

Kapelle mit dem Haupt der hl. Katharina in S. Domenico, Siena

 
Und wenn die Seele sieht, wie maßlos sie geliebt wird, wie das Lamm sterbend am Kreuze sich hingibt, dann wird dieses Feuer sie durchleuchten und keine Finsternis mehr in ihr lassen.
Eine solche Seele wird tiefer im Verstehen, wird weit. Sie hat das Licht empfangen und kann nun unterscheiden, was der Wille Gottes ist. Und sie will nur mehr den Spuren des Gekreuzigten folgen. Einen anderen Weg gibt es nicht mehr für sie. Und keine andere Freude als seine Schmach! So also gelangt sie zur süßen göttlichen Milch, durch den Leib des gekreuzigten Christus.

O mildes Licht, in das keine Finsternis mehr hereinbricht und wo keine Bitterkeit und keine Trauer mehr Peinen bringt! Denn das Licht aus diesem Feuer weiß, daß alles von Gott ausgeht, außer Sünde und Laster.
Und weiß, daß Gott nur unsere Heiligung will. Um uns diese Heiligung in der Gnade zu schenken, ward Gott klein und band sich an den Menschen, damit seine Erniedrigung unsern Stolz bis in die Wurzel treffe!

Er ist die Richtschnur geworden, der wir alle folgen müssen. Der erleuchtete Geist sieht und weiß das wohl, da er mit den Augen der göttlichen Liebe und Güte zu sehen sucht. Wie findet er diese Richtschnur? In der Selbsterkenntnis. Denn da erkennt er, daß er aus sich selbst nichts ist und sein Sein von Gottes freier Gnade und Liebe besitzt. Solcher Güte wird er bereite Antwort geben. Es wird eine tiefe Dankbarkeit in ihm lebendig werden, tiefe Demut wird in ihm erströmen, die ihn nicht mehr zu Fall kommen oder stolz sich aufblähen läßt weder auf Grund von Amt und Würde noch Ruhmes halber.
(Katharina von Siena, Engagiert aus Glauben, 76f)

Herzenstausch (Wiener Dominikanerkirche)

Maria übergibt Katharina und Dominikus den Rosenkranz, Chapelle de la Sagesse Saint Laurent sur Sevre (Sich durch das Gebet in Gott verankern)

Katharina von Siena, Mitpatronin Europas (Johannes Paul II., 1999), am Grab der hl. Katharina
 

Die Vermählung der hl. Katharina (S. Maria sopra Minerva, Rom)

 
Am Grab der hl. Katharina in Rom (Vita u. Tod der hl. Katharina)

 
Das Haupt der hl. Katharina in Siena (Hymnus zur Vesper)


S. Domenico, Siena

Freitag, 20. März 2020

Ambrosius Sansedoni, Dominikaner

Vision von der Verherrlichung des sel. Ambrogio Sansedoni, 1611/12
Francesco Rustici, auch Il Rustichino genannt, (* 1592 in Siena; † 1625 ebenda)
Altar des sel. Ambrosius Sansedoni, S. Domenico, Siena


Ambrosius Sansedoni wurde am 16. April 1220 in Siena im gleichnamigen Palast an der Piazza del Campo geboren. Im Alter von siebzehn Jahren schloss sich der junge Mann dem Dominikanerorden an. Nach dem Noviziat vervollkommnete er seine Studien 1245 in Paris und 1248 in Köln, wo er unter Albertus Magnus (gest. 1280) studierte.
Ambrosius muss über ein außerordentliches Talent verfügt haben, vor den Menschen auf der Straße zu predigen und sie für die christliche Lehre zu begeistern. Sein Weg führte Ambrosius schließlich nach Rom. Dort gelang es ihm, im Konflikt zwischen Guelfen und Ghibellinen zu vermitteln. Seine Heimatstadt unterstützte die ghibellinische, die kaisertreue Seite, und war daher mit einem Bann belegt worden, der dann durch die Vermittlung des Heiligen von Papst Gregor X. aufgehoben wurde.
Ambrosius Sansedoni starb am 20. März 1286. Seine Heiligsprechung erfolgte 1622. Seine Heimatstadt erhob ihn zu ihrem Patron. Seine sterblichen Überreste ruhen in der Kirche San Domenico.
(zenitorg)


S. Domenico, Siena

S. Domenico, Siena

Palazzo Sansedoni, rötlich in der Mitte, Siena
S. Domenico, Siena