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Donnerstag, 23. November 2023

Glaube an die Wiederkunft des Herrn (Klemens von Rom)

 

Martyrium des hl. Klemens, S. Clemente, Rom

1, Der in allem barmherzige und gütige Vater hat ein Herz für die, die ihn fürchten, gerne und freudig gibt er seine Gnadenerweisungen denen, die einfältigen Herzens zu ihm kommen.
2. Deshalb sollen wir nicht zweifeln, und unsere Seele soll sich nicht aufblähen ob seiner überreichen und herrlichen Gnadengaben.
3. Nimmer passe auf uns dieser Schrifttext, wo es heißt: „Unglücklich sind die Zweifler, die geteilten Herzens sind und sagen: Dies haben wir gehört auch schon zur Zeit unserer Väter, und siehe, wir sind alt geworden, und nichts davon ist uns zugekommen. 4. O ihr Toren, vergleichet euch mit einem Baum; nehmet einen Weinstock: zuerst verliert er die (alten) Blätter, dann wächst eine Knospe, dann ein Blatt, dann eine Blüte, hernach eine saure Traube, und dann erst ist die reife Traube da".
Ihr sehet, dass in kurzer Zeit die Frucht des Baumes zur Reife gelangt.
5. Wahrhaftig, schnell und plötzlich wird sein Wille Vollendung finden, da ja auch die Schrift selbst hierfür Zeugnis gibt: „Schnell wird er kommen und nicht zögern, und plötzlich wird einziehen der Herr in seinen Tempel und der Heilige, den ihr erwartet".

(Brief des Klemens von Rom an die Korinther, 23. Kapitel

Apsismosaik, S. Clemente, Rom

Samstag, 23. November 2019

Papst Clemens I.

Klemens von Rom, Straßburger Münster



Klemens war der dritte oder vierte Bischof von Rom. Irenäus schreibt um 185, Klemens habe noch die Apostel gesehen und mit eigenen Ohren ihre Predigt und Lehre gehört. Ob dieser Klemens der Mitarbeiter des Apostels Paulus war, der in Phil 4,3 genannt wird, ist nicht sicher, aber möglich. Berühmt wurde Klemens durch einen Brief, den er im Namen der Kirche von Rom an die Kirche von Korinth schrieb und der in einer Bibelhandschrift des 5. Jahrhunderts erhalten ist. Er kann als das früheste Zeugnis für das Autoritätsbewusstsein der römischen Kirche gelten. Klemens soll als Märtyrer gestorben sein, doch fehlen sichere Nachrichten.

„In Liebe hat der Herr uns angenommen.
Wegen der Liebe, die er zu uns trug, 
hat unser Herr Jesus Christus für uns sein Blut hingegeben nach Gottes Willen, 
sein Fleisch für unser Fleisch, sein Leben für unser Leben.“

„So wahr Gott lebt und so wahr der Herr Jesus Christus lebt und der Heilige Geist
 - das ist der Glaube und die Hoffnung der Auserwählten -:
Wer in steter Bereitwilligkeit unbeirrt die Satzungen und Gebote Gottes hält,
wird seinen Platz und Namen unter denen haben,
die durch Jesus Christus gerettet werden.
Durch ihn sei dem Vater die Ehre, immer und ewig. Amen.“ 

(Klemens von Rom, Brief an die Kirche von Korinth)


Clemens von Rom (in London)

In San Clemente, Kurzbiographie von Clemens

Am Grab des hl. Klemens von Rom

Straßburger Münster

Freitag, 23. November 2018

Klemens von Rom

Papst Clemens I. mit Anker,
St James´s-Spanish Place, London


In San Clemente, Kurzbiographie von Clemens

Am Grab des hl. Klemens von Rom

Der hl. Papst Clemens I.war von 88 bis 97 der dritte Nachfolger des hl. Apostels Petrus. Kaiser Trajan verbannte ihn auf die HalbinselCherson auf der Krim, wo er viele Mitgefangene zum Glauben an Christus führte und dafür mit einem Anker um den Hals im Schwarzen Meer versenkt wurde. Die Legende berichtet, bald darauf hätten sich die Fluten geöffnet und den Zugang zu einem von Engeln auf dem Meeresgrund zu seiner Ehre errichteten Grabmal freigegeben. Dieses Wunder wiederholte sich alljährlich, so dass die Gläubigen den heiligen Ort immer wieder besuchen konnten. Im Jahr 867 wurde seine Gebeine durch die Heiligen Cyrill und Methodius nach Rom gebracht und unter dem Hochaltar seiner ihm geweihten Kirche bestattet. Sein Name wird im Kanon der hl. Messe genannt.
(Ramm, Volksmissale)

St James´- Spanish Place, London

Mittwoch, 23. November 2016

Am Grab des hl. Klemens von Rom

Portikus mit vier antiken Säulen, Atrium aus dem 12. Jh.

Apsismosaik in S. Clemente

der Altar birgt die Reliquien des hl. Klemens von Rom, S. Clemente



Wie selig und staunenswert sind die Gaben Gottes: Unsterblichkeit, Glanz der Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit in Freimut, Glaube in Zuversicht, Selbstbeherrschung in Heiligkeit. Das alles liegt im Bereich unserer Erkenntnis. Was haben erst die zu erwarten, die durchhalten? Der Schöpfer und Vater der Welten, der Allheilige selbst kennt die Größe und Schönheit der zu erwartenden Gnadengeschenke. Lasst uns darum ringen, dass wir zur Zahl derer gehören, die ausharren, damit wir Anteil an den verheißenen Gaben erhalten.
Wie soll das geschehen? Wenn sich unser Verstand im Glauben fest auf Gott richtet, wenn wir suchen, was ihm wohlgefällig und angenehm ist, wenn wir tun, was seinem lauteren Willen entspricht, und den Weg der Wahrheit folgen und wenn wir aller Ungerechtigkeit und Schlechtigkeit, allem Geiz und Zank, aller Bosheit und Hinterlist absagen.
Das ist der Weg, auf dem wir unser Heil finden, Jesus Christus, der Hohepriester unserer Opfergaben, unser Schützer und Helfer in der Schwachheit. Durch ihn blicken wir auf zur Höhe des Himmels, durch ihn schauen wir wie im Spiegel sein reines und erhabenes Angesicht. Durch ihn werden die Augen unseres Herzens geöffnet. Durch ihn wächst unser unverständiger und verdunkelter Geist dem Licht entgegen. Der Herr will, dass wir durch ihn von der unsterblichen Erkenntnis kosten, er, der als Abglanz seiner Herrlichkeit um so viel erhabener geworden ist als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, den ihren überragt.
Männer, Brüder, lasst uns mit aller Ausdauer unter seinen lauteren Weisungen Kriegsdienst tun? Die Großen können nicht ohne die Kleinen sein und die Kleinen nicht ohne die Großen. Bei allem gibt es so etwas wie eine Verbindung, und darin liegt die Brauchbarkeit. Nehmen wir unseren Leib als Beispiel: Der Kopf ist nichts ohne die Füße, und die Füße nichts ohne den Kopf. Die geringsten Glieder unseres Leibes sind für den ganzen Leib notwendig und gut. Alle sind wohl zusammengefügt und beugen sich einer Ordnung, damit der ganze Leib erhalten bleibt.
Möge unser ganzer Leib in Christus Jesus erhalten bleiben und ein jeder ordne sich seinen Nächsten unter, wie es seinen Gnadengaben entspricht. Der Starke sorge für den Schwachen, der Schwache ehre den Starken; der Reiche unterstütze den Armen, der Arme danke Gott, dass er dem Reichen die Mittel gab, seinem Mangel aufzuhelfen. Der Weise zeige seine Weisheit nicht in Worten, sondern in guten Taten. Der Demütige lege nicht für sich selbst Zeugnis ab, sondern überlasse es andern, sein Zeuge zu sein. Da wir also das alles von ihm haben, müssen wir ihm für alles danken. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen.
(Lesehore vom Gedenktag, Klemens von Rom, aus dem Brief an die Korinther)




In San Clemente, Kurzbiographie von Clemens

Montag, 23. November 2015

Klemens von Rom in San Clemente

Auf der rechten Seite des Triumpfbogens bittet Petrus Klemens
"betrachte Klemens Christus, den ich dir versprochen habe".
(RESPICE P(ro)MISSU(m) CLEMENS A ME TIBI CH(rist)um)
  Darunter der Prophet Jeremia mit dem Spruchband:
"Das ist unser Gott, es gibt niemand, der sich mit ihm vergleichen kann".
HIC EST D(eu)S N(oste)r ET N(on) ESTIMABIT(ur) ALIUS ABSQ(ue) ILLO

Klemens I., Papst, Apostolischer Vater und Märtyrer. Klemens war Bischof von Rom von 92 bis 101, er war nach der Papstliste des Irenäus von Lyon der dritte Nachfolger des Apostels Petrus. Möglicherweise ist Klemens der Paulusschüler, der im Philipperbrief 4,3 genannt wird. Der Legende nach suchte Clemens als junger Intellektueller bei den Philosophen einen Beweis für die Unsterblichkeit der Seele. Diesen erhielt er, als er die Predigt des Apostels Barnabas über die Auferstehung Christi hörte. Klemens fand zum Glauben und wurde von Barnabas getauft und zu Petrus geführt. Petrus wollte ihn zu seinem Nachfolger bestimmen, jedoch überließ Clemens das Amt zunächst dem Linus, dem dann Kletos folgte.
Erst danach konnte man ihn bewegen, das Amt des Bischofs von Rom zu übernehmen. Klemens verfasste einen Brief an die Korinther, in dem er zu Eintracht, Friede und Ordnung mahnte. Sein Martyrium ist unsicher. Er soll von Kaiser Trajan an das Schwarze Meer verbannt worden sein und in den Steinbrüchen des heutigen Sevastopol auf der Krim als Zwangsarbeiter gearbeitet haben. Eine späte Legende berichtet, dass Klemens mit einem Anker um den Hals im Schwarzen Meer ertränkt worden sein soll. Der Slawenapostel Cyrill hat im 9. Jahrhundert seine Reliquien aufgefunden und in die Kirche San Clemente nach Rom gebracht. Die Attribute des Papstes Klemens sind der Anker, das Lamm und der Brunnen.
(Martyrologium Sancrucense)

„In Liebe hat der Herr uns angenommen.
Wegen der Liebe, die er zu uns trug,
hat unser Herr Jesus Christus für uns sein Blut hingegeben nach Gottes Willen,
sein Fleisch für unser Fleisch, sein Leben für unser Leben.“
(Klemens von Rom)
Das Kreuz als Baum des Lebens, die Hand Gottes reicht dem Gekreuzigten die Krone
des Lebens. Tauben auf dem Kreuz versinnbilden die Apostel, seitlich stehen Maria
und Johannes, San Clemente, Rom
 
Unter dem Hochaltar liegen die sterblichen Überreste des hl. Klemens von Rom begraben, San Clemente, Rom




Allmächtiger, ewiger Gott, der heilige Papst Klemens
hat als Priester und Märtyrer deines Sohnes das Wort,
das er verkündete, durch sein Tun bekräftigt
und die Geheimnisse Christi, die er feierte,
mit seinem Blut bezeugt.
An seinem Gedenktag rufen wir zu dir:
Erfülle uns mit Freude über seinen Sieg und lass uns erfahren,
dass deine Macht im Leben der Heiligen sichtbar wird.
Durch Christus unseren Herrn.