Posts mit dem Label Sühne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sühne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 2. Juni 2020

Dem Schöpfer Liebe mit Liebe vergelten

Herz-Jesu Statue vor der Rosenkranzbasilika in Fatima
 
Der Juni ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.

4 Unter allen der Herz-Jesu-Andacht eigenen Übungen ragt für Auge und Gemüt hervor unsere gläubig fromme Weihe des eigenen Selbst und all unserer Habe an das göttliche Herz Jesu als Entgelt für Gottes ewige Liebe. Wie sehr unser Heiland diese Hingabe von den Menschen wünschte – nicht auf Grund seines Rechtes, sondern aus unermesslicher Liebe uns –, das hat er die unschuldige Jüngerin seines Herzens, Margareta Maria, gelehrt; sie hat mit ihrem Seelenführer Claude de la Colombière zuallererst diesen Dienst ihm geleistet. Im weiteren Verlaufe der Zeit folgten zunächst Einzelpersonen, weiterhin Familien und Vereinigungen, schließlich gar Behörden, Städte, Staaten.

Vollzug und Verbreitung
Früher und auch heutzutage ist es durch Schliche und Ränke des Unglaubens so weit gekommen, dass man Christus dem Herrn sein Königtum schmälerte. Offen zettelte man Krieg an gegen die Kirche. Man brachte Gesetze ein und drückte Volksbeschlüsse durch, die dem göttlichen und natürlichen Rechte widerstreiten. Ja, man hielt Tagungen ab unter dem Feldgeschrei: Den wollen wir nicht zu unserem König haben. Aber da brach kraft der Weihe, von der Wir sprechen, ein einziges Rufen los: – des Heiligsten Herzens Gefolgschaft lehnte sich leidenschaftlich auf, um Christus seinen Ruhm zu sichern und seine Rechte zu behaupten – Christus soll König sein; es komme dein Reich. Das führte schließlich zu einer glücklichen Tat Unseres hochseligen Vorgängers Leo XIII. Die ganze Menschheit, die Christus, dem Mittelpunkt der Welt, kraft angeborenen Rechtes zu eigen ist, hat er zu Beginn dieses Jahrhunderts unter dem Jubel der Christenheit dem Heiligsten Herzen geweiht.

Weihe und Herz-Jesu-Fest
5 Wie Wir in Unserem Rundschreiben „Quas primas“ darlegten, haben Wir auf das ständige Wünschen und Verlangen sehr vieler Bischöfe und Gläubigen hin diese glückliche und erfreuliche Tat durch Gottes Gnade zum Abschluss und zur Vollendung bringen können, indem Wir am Ende des Sühnejahres das Fest Christi des Königs der Welt für die ganze Christenheit feierlich einsetzten. Als Wir das taten, haben Wir die Königsherrschaft Christi über das Weltall, über die staatliche und häusliche Gemeinschaft und über die Einzelmenschen ins Licht gerückt. Wir haben dabei jetzt schon die Freuden jenes segensvollen Tages vorweggenommen, an dem sich der gesamte Erdkreis froh und frei unter Christi milde Königsgewalt beugt. Deshalb verordneten Wir damals gleichzeitig, dass bei diesem neuen Feste eine solche Weihe jährlich erneuert werde, um aus ihr sichere und reiche Frucht zu gewinnen und um alle Völker im Herzen des Königs der Könige und des Herrn der Herrscher mit christlicher Liebe und friedlicher Versöhnung aneinander zu binden.

Die Sühne
6 Zu all diesen Diensten, besonders auch zu jener mit soviel Seelenfrucht gesegneten Weihe, wie sie das feierliche Königsfest geradezu verbürgt hat, muss aber noch etwas hinzukommen. Und darüber möchten Wir, ehrwürdige Mitbrüder, etwas ausführlicher mit Euch reden. Wir denken an die Dienstespflicht gerechter Genugtuung oder Sühne, die dem Heiligsten Herzen Jesu zu leisten ist. Gewiss, bei der Weihe kommt es zuerst und vorzüglich darauf an, dass man als Geschöpf dem Schöpfer Liebe mit Liebe vergelte. Daraus folgt aber von selbst ein Zweites. Sollte etwa einmal Vergessenheit die unerschaffene Liebe vernachlässigt oder Frevel sie je verletzt haben: das so oder so zugefügte Unrecht muss gutgemacht werden. Eine Pflicht, wofür der landläufige Ausdruck eben „Sühne“ heißt.
(aus: Papst Pius XI., Enzyklika Miserentissimus redemptor, 8. Mai 1928)

Heiligstes Herz Jesu, erbarme dich unser!

die Statue wurde während der Amtszeit von Papst Pius XI. errichtet, dessen
Wappen unterhalb der Statue zu sehen ist.

Freitag, 8. Juni 2018

Herz-Jesu-Fest (nach Margareta Maria Alacoque)

Herz Jesu Statue, Sacre Coeur - Lille

Liebe Brüder und Schwestern, halten wir gemeinsam inne, um das durchbohrte Herz des Gekreuzigten zu betrachten. Wir haben soeben in der kurzen Lesung aus dem Brief des hl. Paulus an die Epheser gehört, daß »Gott, der voll Erbarmen ist, […] uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht [hat]. …
Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben« (Eph 2,4–6). In Jesus Christus zu sein bedeutet, schon einen Platz im Himmel zu haben. Im Herzen Jesu ist der wesentliche Kern des Christentums ausgedrückt; in Christus ist uns die ganze revolutionäre Neuheit des Evangeliums offenbart und geschenkt worden: die Liebe, die uns rettet und uns schon in der Ewigkeit Gottes leben läßt. Der Evangelist Johannes schreibt: »Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat« (Joh 3,16).
Sein göttliches Herz ruft also unser Herz; es lädt uns ein, aus uns selbst herauszugehen, unsere menschlichen Sicherheiten aufzugeben, um uns ihm anzuvertrauen und seinem Beispiel folgend uns selbst zu einer Gabe der vorbehaltlosen Liebe zu machen.
(Papst Benedikt XVI., 19. Juni 2009, Eröffnung des Priesterjahres)


Jesus zeigt Margareta Maria Alacoque sein Herz, Sacre Coeur, Lille

Als ich mich eines Tages in der Fronleichnamsoktav vor dem Allerheiligsten Sakrament befand, empfing ich von meinem Gott überschwengliche Gnadenerweise seiner Liebe und fühlte mich vom Verlangen ergriffen, ihm etwas zu vergelten und ihm Liebe für Liebe zu erweisen.
Und er sagte zu mir: "Du kannst mir keine größere Liebe erziegen, als wenn du tust, was ich schon so oft von dir verlangt habe."

Er enthüllte mir sein göttliches Herz und fuhr fort:
"Sieh da, mein Herz, das die Menschen so sehr geliebt hat, daß es nichts spürte, ja sogar sich erschöpfte und verzehrte, um ihnen seine Leibe zu bezeigen. Als Anerkennung erhalte ich von den meisten nur Undank durch ihre Unehrerbietigkeiten und ihre Sakrilegien, durch die Kälte und Verachtung, die sie mir in diesem Sakrament der Liebe entgegenbringen. 
Aber am schmerzlichsten ist es mir, daß auch Herzen, die mir geweiht sind, es so behandeln. Darum verlange ich von dir, daß am ersten Freitag ein eigenes Fest zur Verehrung meines Herzens begangen werde. 
An diesem Tag soll man die heilige Kommunion empfangen und ihm durch eine feierliche Abbitte Ehrenersatz leisten zur Sühne für die Unbilden, die es während der Aussetzung auf den Altären erfahren  hat. Ich verspreche dir auch, daß mein Herz sich erweitern wird, um über jene, die ihm diese Ehre erwiesen oder andere dazu bestimmen, daß sie ihm erwiesen werde, Die Wirkungen seiner göttlichen Liebe im Überfluß zu ergießen."
(M. Breig, Hrsg., Leben und Werke der hl. Margareta Maria Alacoque, I. Selbstbiographie, 97f)

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid

„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ – in diesem ersten Vers spricht sich Freude und Dankbarkeit dafür aus, daß Gott da ist und sich um uns sorgt. Die Lesung aus Ezechiel beginnt mit dem gleichen Motiv: „Ich will mich selber um meine Schafe kümmern“ (Ez 34, 11). Gott kümmert sich persönlich um mich, um uns, um die Menschheit. Ich bin nicht allein gelassen, nicht verloren im Weltall und in einer immer verwirrender werdenden Gesellschaft. ER kümmert sich um mich. Er ist kein ferner Gott, dem mein Leben zu unwichtig wäre.
Die Religionen der Welt haben, soweit wir sehen können, immer gewußt, daß es letztlich nur einen Gott gibt. Aber dieser Gott war weit weg. Er überließ allem Anschein nach die Welt anderen Mächten und Gewalten, anderen Gottheiten. Mit ihnen mußte man sich arrangieren. Der eine Gott war gut, aber doch fern. Er war nicht gefährlich, aber auch nicht hilfreich. So brauchte man sich mit ihm nicht zu beschäftigen. Er herrschte nicht. In der Aufklärung ist merkwürdigerweise dieser Gedanke zurückgekehrt. Man verstand noch, daß die Welt einen Schöpfer voraussetzt. Aber dieser Gott hatte die Welt gebaut und sich offensichtlich von ihr zurückgezogen. Nun hatte sie ihre Gesetzmäßigkeiten, nach denen sie ablief, in die Gott nicht eingriff, nicht eingreifen konnte. Gott war nur ein ferner Anfang. Viele wollten vielleicht auch gar nicht, daß Gott sich um sie kümmere. Sie wollten nicht gestört sein durch Gott. Wo aber Gottes Sorge und Liebe als Störung empfunden wird, da ist der Mensch verkehrt. Es ist schön und tröstlich zu wissen, daß ein Mensch mir gut ist und sich um mich kümmert. Aber noch viel entscheidender ist, daß es den Gott gibt, der mich kennt, mich liebt und sich um mich sorgt. „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich“ (Joh 10,14), betet die Kirche vor dem Evangelium mit einem Wort des Herrn. Gott kennt mich, sorgt sich um mich. Dieser Gedanke sollte uns richtig froh werden lassen. Lassen wir ihn tief in uns eindringen.
(Benedikt XVI., 11. Juni 2010)

Sonntag, 13. Mai 2018

Unsere Liebe Frau von Fatima - die Gebete

Ort der Marienerscheinung in Fatima

Unsere Liebe Frau von Fatima. Am 13. Mai 1917 erschien die Gottesmutter in Fatima in Portugal den 3 Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta Marto, zeigte ihnen ihr unbeflecktes Herz und forderte die Kinder zu Gebet, Sühne und Wallfahrten auf. Die Erscheinungen wiederholten sich an jedem 13. des Monats bis zum 13. Oktober, wo etwa 70.000 Personen Zeugen eines sogenannten „Sonnenwunders“ wurden.
Die Kinder nahmen diese Aufforderungen des Himmels sehr ernst, ohne aber die kindliche Lebensfreude zu verlieren. Francisco und Jacinta verstarben schon im Alter von 9 und 10 Jahren, nachdem sie Krankheit und Todesleiden für die Bekehrung der Sünder, für den Frieden in der Welt und für den Heiligen Vater aufgeopfert hatten. Lucia hingegen, die in den Karmel von Coimbra eintrat, schrieb die drei Botschaften der Gottesmutter nieder, sie starb 98-jährig am 13. Februar 2005.

Die Botschaften von Fatima fordern die persönliche Bekehrung, das betrachtende Gebet des Rosenkranzes und die Sühne für die Sünder. Schon Pius XII., der am Tag der ersten Erscheinung zum Bischof geweiht worden war, förderte die marianische Frömmigkeit von Fatima und ehrte die heilige Jungfrau durch die Kathedralentscheidung von 1950 über die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel. Johannes Paul II. schrieb es der Hilfe der Unbefleckten Jungfrau von Fatima zu, dass er das Attentat vom 13. Mai 1981 überleben durfte. 1984 erfüllte er die Bitte Mariens um die Weihe der Welt an ihr Unbeflecktes Herz und rief zum 70. Jahrestag ein Marianisches Jahr von 1987 bis 1988 aus. Den überraschenden Fall des Eisernen Vorhanges im darauffolgenden Jahr 1989 sah er als Frucht dieser Marienweihe. Im Jubiläumsjahr 2000 ließ er das 3. Geheimnis veröffentlichen, das ausdrücklich vom Martyrium zahlloser Christen und von einem Attentat auf einen „weißen Bischof“, also den Papst, spricht. Nach dem neuen Calendarium von 2003 ist Unsere Liebe Frau von Fatima als weltkirchlicher Gedenktag zu feiern.
(Martyrologium Sancrucense)





Die Seherkinder erhielten viele Botschaften von der Muttergottes, von denen die meisten zur persönlichen Umkehr und zum Gebet auffordern, sowie fünf neue Gebete.

Das erste dieser Gebete kennen viele Katholiken schon; doch die anderen vier sind weniger bekannt. 
Dies sind die 5 Gebete, die den Kindern in Fatima geschenkt wurden:

1) Das Fatima-Gebet

O mein Jesus, verzeih' uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Amen.

 Maria sagte den Kindern, dass sie dieses Gebet nach jedem Gesätz des Rosenkranzes beten sollten. 

2) Das Gebet um Verzeihung

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.

Im Jahr 1916, vor den Marienerscheinungen, sahen die Hirtenkinder einen Engel, der ihnen dieses und das nächste Gebet anvertraute.


Engelserscheinung mit Kelch und Hostie, Ajustrel


3) Das Gebet des Engels 

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.

Als ihnen der Engel dieses Gebet schenkte, erschien der Leib Christ in Hostie und Kelch vor ihnen in der Luft, und der Engel leitete die Kinder an, davor niederzuknien und zu beten.

4) Das Eucharistische Gebet 

Allerheiligste Dreifaltigkeit, ich bete dich an! Mein Gott, mein Gott, ich liebe dich im Allerheiligsten Sakrament.

Als Maria den Kindern zum ersten Mal erschien, am 13. Mai 1917, sagte sie: "Ihr werdet viel zu leiden haben, aber die Gnade Gottes wird Euer Trost sein." Lucia, eines der Kinder, erzählte, dass ein helles Licht überall um sie herum aufstrahlte, und ohne darüber nachzudenken, begannen sie gemeinsam, das Gebet zu sprechen.

5) Das Opfergebet 

Oh Jesus, ich bete aus Liebe zu dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne der Sünden gegen das unbefleckte Herz Mariens.

Dieses Gebet gab Maria den Kindern zusammen mit dem Fatima-Gebet (Nr. 1) am 13. Juni 1917. Man soll es beten, wenn man Gott sein Leiden aufopfert.

(Quelle: CNA deutsch)
 

Prozession in Fatima

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Heute gedenkt die Kirche

der heiligen Anna Schäffer:

Am Grab der hl. Anna Schäffer in Mindelstetten



Am 6. August 1918 hatte ich folgenden Traum:

Ich war im Traum in einer Kirche und betete knieend vor dem Hochaltar. Und während ich eine kurze Zeit betete, sah ich auf dem Altar vor dem Tabernakel ein Herz, umgeben mit einer Dornenkrone, frei in der Luft schweben. Von dem Herzen fielen unzählige Blutstropfen in einen Kelch hinein, welcher am Altartisch stand.
Da sagte jemand zu mir: Sieh, wie hier das hl. kostbare Blut verunehrt wird! Opfere und bete viel zur Bekehrung der Sünder!"
Wer aber dieses sagte, weiß ich nicht. Ich hörte nur eine Stimme, die dieses zu mir sagte.

"Mein Jesus Barmherzigkeit für alle Sünderseelen!"
Heiligstes Herz Jesu, schenk mir recht viele Seelen, besonders jene, die dem Abgrund nahe sind und der Gnade am meisten bedürften!

(Weigl, Anna Schäffers geheimnisvolles Schauen, 15f)

Ecce home, seht der Mensch, Mindelstetten

Freitag, 13. Mai 2016

Sühne, Bekehrung, Opfer, Rosenkranz, Bereitschaft zum Leiden

und Verehrung des unbefleckten Herzens Mariä verlangt die Mutter Gottes in Fatima:

Wollt ihr euch Gott schenken,
bereit, jedes Opfer zu bringen und jedes Leiden anzunehmen,
das Er euch schicken wird,
als Sühne für die vielen Sünden, durch die die göttliche Majestät beleidigt wird,
um die Bekehrung der Sünder, von denen so viele auf die Hölle zueilen, zu erlangen
und als Genugtuung für die Flüche und alle übrigen Beleidigungen,
die dem unbefleckten Herzen Mariens zugefügt.
 (13. Mai 1917)


Er (Jesus) will die Verehrung meines unbefleckten Herzens in der Welt begründen;
wer sie übt, dem verspreche ich das Heil,
diese Seelen werden vor Gott bevorzugt werden wie Blumen,
die ich vor seinen Thron bringe.
 (13. Juni 1917)


Opfert euch für die Sünder und sagt oft, besonders wenn ihr ein Opfer bringt:
O Jesus, das tue ich aus Liebe zu Dir,
für die Bekehrung der Sünder
und zur Sühne für die Sünden gegen das unbefleckte Herz Mariä.
(13. Juli 1917)



Ich möchte, daß ihr weiterhin jeden Tag den Rosenkranz
zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz betet,
um den Frieden für die Welt und das Ende des Krieges zu erlangen,
denn nur sie allein kann es erreichen.
(13. Juli 1917)


Die erste Erscheinung in Fatima am 13. Mai 1917

Beitrag aus Fatima gegen die Verharmlosung der Sünde

Die erste Engelserscheinung in Fatima 

Die Engelserscheinung in Fatima 

Bekehrung als Hauptthema von Fatima

Am Grab der sel. Francisco und Jacinta Marto

Die Botschaft der Muttergottes vom 13. Oktober und das Sonnenwunder

Der 13. Oktober 1917 nach den Aufzeichnungen von Sr. Lucia

 

Dienstag, 27. Januar 2015

Auschwitz-Birkenau - zum Erinnerungsgedenktag (2)




aus dem Museumsführer


















Bei ihrer Gefangennahme sagte Edith Stein tröstend zu ihrer Schwester: "Komm, wir gehen für unser Volk."

(vgl. Waltraud Herbstrith, Edith Stein, 108f)


Es ist also keine bloße pietätvolle Erinnerung an das Leiden des Herrn, wenn jemand nach Leiden verlangt. Das freiwillige Sühneleiden ist das, was wahrhaft und wirklich am tiefsten mit dem Herrn verbindet. (...) Nach Sühneleiden verlangen kann nur jemand, dessen Geistesauge geöffnet ist für die übernatürlichen Zusammenhänge des Weltgeschehens; das ist aber nur möglich bei Menschen, in denen der Geist Christi lebt, die als Glieder vom Haupt ihr Leben, seine Kraft, seinen Sinn und seine Richtung empfangen.
Andererseits verbindet die Sühneleistung näher mit Christus, wie jede Gemeinschaft zum Zusammenwirken an einem Werk immer inniger wird und wie die Glieder eines Leibes in ihrem organischen Zusammenspiel immer stärker eins werden.
Weil aber das Einssein mit Christus unsere Seligkeit ist und das fortschreitende Einswerden mit ihm unsere Beseligung auf Erden, darum steht Kreuzesliebe zu froher Gotteskindschaft keineswegs im Gegensatz.
Christi Kreuz tragen helfen, das gibt eine starke und reinige Freudigkeit, und die es dürfen und können, die Bauleute an Gottes Reich, sind die echtesten Gotteskinder.
(A. Neyer, H.-B. Gerl-Falkovitz, Edith Stein, 108f)










Sechzig Jahre sind nunmehr seit der Befreiung der Gefangenen des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vergangen. Aus diesem Anlaß kann man nicht umhin, in Gedanken an jenes Drama zurückzukehren, das dort als tragische Folge organisierten Hasses stattgefunden hat. In diesen Tagen heißt es der vielen Millionen Menschen zu gedenken, die ohne jede Schuld unmenschliche Qualen ertrugen und in den Gaskammern und Krematorien vernichtet wurden. Ich neige mein Haupt vor all denen, die diese Manifestation des mysterium iniquitatis erfahren haben.
Als ich im Jahre 1979 als Papst und Pilger das Lager von Auschwitz-Birkenau besuchte, verweilte ich vor den Gedenktafeln der Opfer. In verschiedenen Sprachen waren die Inschriften gehalten: Polnisch, Englisch, Bulgarisch, Roma-Sprache, Tschechisch, Dänisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Jiddisch, Spanisch, Flämisch, Serbokroatisch, Deutsch, Norwegisch, Russisch, Rumänisch, Ungarisch und Italienisch. In all diesen Sprachen war die Erinnerung an die Opfer von Auschwitz niedergeschrieben, die Erinnerung an konkrete Menschen, obschon oft völlig unbekannt, an Männer, Frauen und Kinder. Ein wenig länger verweilte ich dann bei der Gedenktafel in hebräischer Schrift. Ich sagte: „Diese Inschrift weckt die Erinnerung an das Volk, dessen Söhne und Töchter zur völligen Vernichtung bestimmt sein sollten. Dieses Volk hat seinen Ursprung in Abraham, der auch unser Vater im Glauben ist (vgl. Röm 4, 11-12), wie es Paulus von Tarsus ausgedrückt hat. Gerade dieses Volk, das von Gott das Gebot empfangen hat: »Du sollst nicht töten«, hat an sich selbst in besonderer Weise erfahren, was das Töten bedeutet. An dieser Gedenktafel mit Gleichgültigkeit vorbeizugehen ist niemandem erlaubt.“





Heute wiederhole ich diese Worte. Niemandem ist es erlaubt, an der Tragödie der Schoah vorbeizugehen. Dieser Versuch, ein ganzes Volk planmäßig zu vernichten, liegt wie ein Schatten über Europa und der ganzen Welt; es ist ein Verbrechen, das für immer die Geschichte der Menschheit befleckt. Heute zumindest und für die Zukunft gelte dies als Mahnung: Man darf nicht nachgeben gegenüber den Ideologien, die die Möglichkeit rechtfertigen, die Menschenwürde aufgrund der Verschiedenheit von Rasse, Hautfarbe, Sprache oder Religion mit Füßen zu treten. Diesen Appell richte ich an alle, insbesondere an diejenigen, die im Namen der Religion zu Unterdrückung und Terrorismus greifen.





Ich erinnere mich, daß ich 1979 auch vor zwei weiteren Gedenktafeln in Russisch und in der Sprache der Roma stehen blieb, um tief nachzudenken. Die Geschichte der Teilnahme der Sowjetunion an jenem Krieg ist komplex, doch es ist unmöglich, nicht daran zu erinnern, daß die Russen damals die höchste Zahl an Menschen hatten, die auf tragische Weise ihr Leben verloren haben. Nach Hitlers Plänen waren auch die Roma zur völligen Vernichtung bestimmt. Man darf das Lebensopfer, das von diesen unseren Brüdern im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verlangt wurde, nicht unterbewerten. Das ist der Grund, warum ich neuerlich dazu ermahne, an jenen Gedenktafeln nicht mit Gleichgültigkeit vorbeizugehen.
Schließlich blieb ich vor der Gedenktafel in polnischer Sprache stehen. Damals sagte ich, daß die Erfahrung von Auschwitz eine weitere „Etappe im jahrhundertelangen Kampf dieser Nation, meiner Nation, zur Verteidigung seiner Grundrechte unter den Völkern Europas“ darstellte. „Es war ein weiterer Ruf, der erhoben wurde, um das Recht auf einen eigenen Platz auf der Karte Europas zu verteidigen; eine weitere schmerzliche Rechnung im Bewußtsein der Menschheit.“ Die Feststellung dieser Wahrheit war nichts anderes als ein Anruf an die Gerechtigkeit der Geschichte für diese Nation, die bei der Befreiung des europäischen Kontinents von der unheilvollen Nazi-Ideologie des Bösen viele Opfer auf sich genommen hatte und die in Knechtschaft an eine andere zerstörerische Ideologie verkauft wurde: den Sowjetkommunismus. Heute komme ich auf diese Worte zurück – ich will sie nicht leugnen! –, um Gott Dank zu sagen, denn durch die beharrlichen Anstrengungen meiner Landsleute hat Polen den rechten Platz auf der Karte Europas gefunden. Es ist mein Wunsch, daß dieses geschichtliche Faktum für alle Europäer Frucht bringe in einer gegenseitigen geistigen Bereicherung.
Bei meinem Besuch in Auschwitz-Birkenau sagte ich auch, daß man vor jeder Gedenktafel stehen bleiben müsse. Ich selbst tat es, als ich betend und meditierend von einer Gedenktafel zur anderen schritt und alle Opfer, Angehörige der von den Greueltaten des Krieges heimgesuchten Nationen, der Göttlichen Barmherzigkeit anempfahl. Ich betete auch, um auf ihre Fürsprache die Gabe des Friedens für die Welt zu erhalten. Unablässig bete ich weiter im Vertrauen, daß, wie die Umstände auch immer sein mögen, die Achtung vor der Würde der menschlichen Person siegen wird, die Achtung vor dem Recht eines jeden Menschen auf eine freie Suche nach Wahrheit, vor der Befolgung der moralischen Normen, vor der Erfüllung der Gerechtigkeit und der Einhaltung des Rechts jedes einzelnen auf menschenwürdige Lebensbedingungen (vgl. Johannes XXIII., Enzyklika Pacem in terris: AAS 55 [1963], 295-296).
aus der BOTSCHAFT VON JOHANNES PAUL II.ZUM 60. JAHRESTAG DER BEFREIUNG DER GEFANGENEN DES VERNICHTUNGSLAGERS AUSCHWITZ-BIRKENA, 15. Jänner 2005